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OTHER · Shandong Weifang Rainbow

STEFES Trinexapac 250

BVL Zul.-Nr. 00B085-61

STEFES Trinexapac 250 ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur Wachstumsregulierung in einer Vielzahl von Getreidekulturen wie Winter- und Sommerweichweizen, Winter- und Sommergerste, Roggen, Triticale sowie Hafer. Als flüssiges Formulierungskonzentrat bietet das Produkt eine hervorragende Handhabung und schnelle Aufnahme durch die grünen Pflanzenteile. Es unterstützt Landwirte gezielt dabei, die Standfestigkeit ihrer Bestände zu sichern und das Risiko von Lagergetreide signifikant zu minimieren.

Der Fokus dieses Wachstumsreglers liegt auf der gezielten Halmverkürzung und Halmfestigung. Durch die Einkürzung der Internodien und die gleichzeitige Stärkung der Halmwandung wird die Statik der Kulturen optimiert. Dies ist besonders in intensiv geführten Beständen mit hoher Stickstoffdüngung oder in lageranfälligen Sorten von entscheidender Bedeutung, um Ertrags- und Qualitätsverluste bei der Ernte zu verhindern.

Wirkstoffe

Trinexapac
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Trinexapac (vorliegend als Trinexapac-ethyl) greift aktiv in den Hormonhaushalt der Kulturen ein. Er blockiert die Biosynthese von Gibberellinsäuren, genauer gesagt die späten Schritte der Synthesekette, was zu einer verminderten Produktion des pflanzlichen Wachstumshormons Gibberellin führt. Dies hemmt die Zellstreckung im Bereich der sich aktiv entwickelnden Internodien. Das Ergebnis dieser biochemischen Hemmung ist ein kompakterer Wuchs mit kürzeren und dickeren Halmen. Da die Wurzelentwicklung von dieser Hemmung unberührt bleibt oder sogar indirekt gefördert wird, verbessert sich das Verhältnis von oberirdischer Biomasse zur Verankerung im Boden. Die Nährstoff- und Wasseraufnahme bleibt voll funktionsfähig, während die mechanische Belastbarkeit der Kulturen gegen Wind und Starkregen deutlich steigt.

Resistenzmanagement

Da es sich bei Trinexapac um einen Wachstumsregler und nicht um ein Fungizid oder Herbizid handelt, steht das klassische Resistenzmanagement im Sinne von Wirkstoffresistenzen hier nicht im Vordergrund. Dennoch erfordert ein nachhaltiger Einsatz eine sorgfältige Anpassung an die jeweilige Sorte, die Bodenfeuchte und das Nährstoffangebot. Um physiologischen Stress oder Einkürzungsüberreaktionen zu vermeiden, sollte die Aufwandmenge stets an die Vitalität der Kultur und die Witterungsbedingungen angepasst werden. Die Kombination mit pflanzenbaulichen Maßnahmen wie einer angepassten Saatstärke und bedarfsgerechten Stickstoffdüngung ist integraler Bestandteil einer vorausschauenden Antilager-Strategie.

Mischbarkeit & Tankmischung

STEFES Trinexapac 250 zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Fungiziden und Herbiziden aus. Bei geplanten Tankmischungen, insbesondere mit Wuchsstoff-Herbiziden oder AHL (Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung), ist jedoch Vorsicht geboten, da dies die Kulturverträglichkeit unter stressigen Witterungsbedingungen (z. B. starke Sonneneinstrahlung oder Frostgefahr) beeinträchtigen kann. Es wird empfohlen, die Mischung bei ausreichender Wasserverfügbarkeit und aktiver Wachstumsphase der Kulturen auszubringen. Ein Zusatz von Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, da die Formulierung bereits auf eine optimale Benetzung ausgelegt ist.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel sind die gesetzlich vorgeschriebenen PSA-Maßnahmen (persönliche Schutzausrüstung) wie Schutzhandschuhe und Schutzanzug strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässerorganismen sind die in der Zulassung definierten Abstandsauflagen und der Einsatz abdriftmindernder Technik zu beachten. Das Produkt ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, weshalb ein flexibler Einsatz auch während des Bienenflugs möglich ist, sofern keine blühenden Unkräuter im Bestand vorhanden sind, die mitbehandelt werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
HartweizenHalmverkürzung, Halmfestigung30–330.4 LITER_PER_HECTARE
TriticaleHalmverkürzung, Halmfestigung30–330.4 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferHalmverkürzung, Halmfestigung30–320.4 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenHalmverkürzung, Halmfestigung30–410.4 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferHalmverkürzung, Halmfestigung30–320.4 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenHalmverkürzung, Halmfestigung30–330.4 LITER_PER_HECTARE
RoggenHalmverkürzung, Halmfestigung30–330.4 LITER_PER_HECTARE
SommergersteHalmverkürzung, Halmfestigung30–330.5 LITER_PER_HECTARE
WintergersteHalmverkürzung, Halmfestigung30–410.6 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von STEFES Trinexapac 250 zur Halmverkürzung?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt in der Phase des aktiven Schossens (BBCH-Stadium 31 bis 32), wenn sich die ersten Internodien strecken. Eine Applikation in diesem Stadium bewirkt die effektivste Einkürzung der unteren, statisch wichtigsten Halmglieder und stärkt die Basis der Kultur nachhaltig.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung des Wachstumsreglers?

Für eine optimale Aufnahme und Wirkung sind wüchsige Bedingungen mit Temperaturen über 8 °C und ausreichender Luftfeuchtigkeit ideal. Vermeiden Sie Behandlungen bei extremer Trockenheit, starker Sonneneinstrahlung oder wenn Nachtfröste angekündigt sind, da dies zu erheblichem Stress und Phytotoxizität in den Kulturen führen kann.

Kann STEFES Trinexapac 250 in Tankmischung mit Fungiziden ausgebracht werden?

Ja, eine Mischung mit Fungiziden ist in der Praxis üblich und oft synergetisch. Beachten Sie jedoch, dass Triazol-Fungizide die einkürzende Wirkung von Trinexapac verstärken können; in solchen Fällen sollte die Aufwandmenge des Wachstumsreglers leicht reduziert werden.

Warum ist die Halmfestigung bei spätem Schossen (ab BBCH-Stadium 37/39) noch sinnvoll?

Eine spätere Anwendung zielt primär auf die Festigung des obersten Halmglieds (Pedunkel) und das Verhindern von Ährenknicken ab. Dies ist besonders in Gerste und Roggen wichtig, um Ernteverluste durch abbrechende Ähren kurz vor dem Drusch zu verhindern.

Gibt es Unterschiede in der Aufwandmenge zwischen den verschiedenen Getreidekulturen?

Ja, die Aufwandmenge muss an die Kultur und deren Lageranfälligkeit angepasst werden. Roggen und Hafer reagieren physiologisch anders als Weizen oder Gerste. Nutzen Sie stets die kultur- und stadiumspezifischen Dosierungsempfehlungen der Zulassung, um Über- oder Unterdosierungen zu vermeiden.