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OTHER · Shandong Weifang Rainbow

TRINKET

BVL Zul.-Nr. 00B085-62

TRINKET ist ein hochwirksamer Wachstumsregler zur Verbesserung der Standfestigkeit in einer Vielzahl von Getreidekulturen. Das Pflanzenschutzmittel basiert auf dem bewährten Wirkstoff Trinexapac (250 g/l), der als Emulsionskonzentrat formuliert ist. Es ist für den Einsatz in wichtigen Kulturen wie Winter- und Sommerweizen, Gerste, Roggen, Hafer und Triticale zugelassen, um das Risiko von Lagerbildung effektiv zu minimieren.

Durch die gezielte Beeinflussung des hormonellen Gleichgewichts der Kultur bewirkt TRINKET eine signifikante Halmverkürzung und Halmfestigung. Dies stärkt die Halmwand und verkürzt die unteren Internodien, was die physikalische Stabilität des Bestandes massiv erhöht. Besonders in intensiv geführten Beständen mit hoher Stickstoffdüngung oder in lageranfälligen Sorten sichert die Anwendung das Ertragspotenzial und erleichtert den Mähdrusch.

Die flexible Anwendung im Frühjahr während der Schossphase ermöglicht es Landwirten, die Behandlungsintensität präzise an den Zustand der Kultur und die Witterungsverhältnisse anzupassen.

Wirkstoffe

Trinexapac
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in TRINKET enthaltene Wirkstoff Trinexapac greift regulierend in den pflanzlichen Hormonhaushalt ein. Er hemmt spezifisch die Biosynthese von Gibberellinen, einer Gruppe von Pflanzenhormonen, die für das Streckungswachstum der Zellen verantwortlich sind. Durch die Blockade der späten Schritte dieser Synthesekette wird die Bildung von biologisch aktivem Gibberellin unterdrückt. Als Folge dieser Hemmung verkürzen sich die sich neu entwickelnden Internodien der Kultur. Gleichzeitig führt die Umverteilung von Assimilaten zu einer Verdickung der Halmwand und einer verstärkten Einlagerung von Stützgewebe. Dies führt zu einem kompakteren, stabileren Wuchs, ohne das generative Wachstum oder die Ährenentwicklung negativ zu beeinflussen.

Resistenzmanagement

Da es sich bei Trinexapac um einen Wachstumsregler und nicht um ein Pflanzenschutzmittel zur Schaderregerbekämpfung handelt, ist eine klassische Resistenzbildung im Sinne von HRAC, IRAC oder FRAC nicht relevant. Ein nachhaltiges Management konzentriert sich hier auf die Vitalität der Kultur. Um physiologischen Stress zu vermeiden, sollte TRINKET stets an die spezifische Standfestigkeit der Sorte, das Stickstoffangebot und die aktuellen Wachstumsbedingungen angepasst werden. Die Vermeidung von Doppelbehandlungen auf bereits gestressten Beständen sichert die Kulturverträglichkeit langfristig.

Mischbarkeit & Tankmischung

TRINKET zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit gängigen Fungiziden, Herbiziden und Flüssigdüngern wie AHL aus. Bei Mischungen mit Triazol-Fungiziden kann jedoch ein synergistischer Effekt auftreten, der die wachstumsregulatorische Wirkung verstärkt; in solchen Fällen sollte die Aufwandmenge von TRINKET angepasst werden. Die Anwendung sollte in ausreichender Wassermenge erfolgen, um eine gleichmäßige Benetzung zu garantieren. Extreme Hitze, intensive Sonneneinstrahlung oder anhaltende Trockenheit zum Behandlungszeitpunkt können die Kulturverträglichkeit beeinträchtigen, weshalb die Applikation vorzugsweise in den kühleren Morgen- oder Abendstunden erfolgen sollte.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel TRINKET sind die standardmäßigen Arbeitsschutzmaßnahmen einzuhalten, einschließlich des Tragens von Schutzhandschuhen und geeigneter Schutzkleidung bei der Handhabung des Konzentrats. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen sind die vorgeschriebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern strikt zu beachten. Der Wirkstoff ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft, dennoch sollte direkter Kontakt mit blühenden Pflanzen oder Unkräutern im Unterwuchs vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RoggenHalmverkürzung, Halmfestigung30–330.4 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferHalmverkürzung, Halmfestigung30–320.4 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenHalmverkürzung, Halmfestigung30–330.4 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenHalmverkürzung, Halmfestigung30–410.4 LITER_PER_HECTARE
TriticaleHalmverkürzung, Halmfestigung30–330.4 LITER_PER_HECTARE
WintergersteHalmverkürzung, Halmfestigung30–410.6 LITER_PER_HECTARE
HartweizenHalmverkürzung, Halmfestigung30–330.4 LITER_PER_HECTARE
SommergersteHalmverkürzung, Halmfestigung30–330.5 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferHalmverkürzung, Halmfestigung30–320.4 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von TRINKET?

Die beste Wirkung wird bei wüchsigem Wetter mit Temperaturen zwischen 10 °C und 20 °C und ausreichender Luftfeuchtigkeit erzielt, da die Kultur den Wirkstoff dann optimal aufnimmt und transportiert. Bei starker Strahlung und hohen Temperaturen sollte die Behandlung in die kühleren Morgenstunden verlegt werden. Vermeiden Sie Anwendungen bei Frostgefahr oder extremem Trockenstress.

Kann TRINKET mit flüssigen Stickstoffdüngern (AHL) gemischt werden?

Ja, eine Mischung mit Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung (AHL) ist grundsätzlich möglich. Allerdings erhöht AHL die Wirkstoffaufnahme deutlich. Um Kulturschäden zu vermeiden, sollte die AHL-Mischung nur auf trockene Bestände ausgebracht werden, und die Aufwandmenge von TRINKET sollte gegebenenfalls leicht reduziert werden.

Warum ist die Halmfestigung bei spätem Einsatz (ab BBCH 37) noch sinnvoll?

Ein späterer Einsatz im Bereich des Schossens bis zum Erscheinen des letzten Blattes (BBCH 37–41) zielt primär auf die Einkürzung der oberen Internodien und die Festigung des Halmes direkt unter der Ähre ab. Dies verhindert das sogenannte Ährenknicken und Halmbrechen kurz vor der Ernte, was besonders in Gerste und Roggen zu erheblichen Ernteverlusten führen kann.

Welche Rolle spielt die Sortenwahl bei der Dosierung von TRINKET?

Die optimale Aufwandmenge hängt stark von der Lageranfälligkeit der jeweiligen Getreidesorte ab. Standfeste Sorten benötigen in der Regel eine geringere Aufwandmenge zur Absicherung, während lageranfällige Sorten oder Bestände mit sehr hoher Stickstoffdüngung die volle registrierte Aufwandmenge erfordern, um eine ausreichende Halmstabilität zu gewährleisten.

Wie wirkt sich TRINKET auf das Wurzelsystem der Kulturen aus?

Neben der oberirdischen Halmverkürzung fördert der Wirkstoff Trinexapac indirekt das Wurzelwachstum. Durch die Hemmung des Längenwachstums werden Assimilate in das Wurzelsystem umgeleitet. Dies führt zu einer besseren Verankerung im Boden und erhöht die Toleranz der Kultur gegenüber Trockenstress.

Gibt es Einschränkungen beim Einsatz in Mischungen mit Herbiziden?

Mischungen mit Wuchsstoff-Herbiziden (z. B. MCPA, Dicamba) sollten vermieden oder mit äußerster Vorsicht durchgeführt werden, da es zu antagonistischen Effekten oder Kulturschäden kommen kann. Zwischen einer Herbizidbehandlung und dem Einsatz von TRINKET sollte idealerweise ein zeitlicher Abstand von einigen Tagen eingehalten werden, um die Kultur nicht übermäßig zu stressen.