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Sonstige · Bayer CropScience Deutschland GmbH

Brodal

BVL Zul.-Nr. 00A773-00

Brodal ist ein bewährtes Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern sowie wichtigen Ungräsern wie dem Gemeinen Windhalm und dem Einjährigen Rispengras. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt sich das Pflanzenschutzmittel hervorragend dosieren und in der Spritzbrühe verteilen. Es hat sich als verlässlicher Baustein in der herbstlichen Unkrautbekämpfung in einer Vielzahl von Wintergetreidekulturen sowie im Grassamenbau etabliert.

Durch die Konzentration auf den Wirkstoff Diflufenican bietet Brodal eine hervorragende Bodenwirkung, die über einen längeren Zeitraum anhält und auflaufende Schaderreger direkt beim Keimvorgang erfasst. Die Flexibilität in der Anwendung ermöglicht es dir, das Mittel sowohl im Vorauflauf als auch im frühen Nachauflauf der Kulturen einzusetzen, um die Bestände von Anfang an unkrautfrei zu halten.

Wirkstoffe

Diflufenican
500 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Brodal enthaltene Wirkstoff Diflufenican gehört zur HRAC-Gruppe 12. Die Wirkung basiert auf der Hemmung der Phytoen-Desaturase (PDS), einem Schlüsselenzym bei der Biosynthese von Carotinoiden. Da Carotinoide die Aufgabe haben, das Chlorophyll in den Zellen vor der Zerstörung durch starkes Sonnenlicht zu schützen, führt der Mangel an diesen Pigmenten zu einer Blockade der Photosynthese. Sichtbares Symptom dieser Blockade ist ein charakteristisches Ausbleichen (Bleaching) der betroffenen Unkräuter und Ungräser. Die empfindlichen Schaderreger laufen bereits chlorotisch auf oder bleichen kurz nach dem Kontakt mit dem Wirkstoff aus und sterben schließlich ab. Die Aufnahme erfolgt primär über die Keimscheide und die Wurzeln der auflaufenden Pflanzen, weshalb ein feuchter Boden die Wirkung deutlich begünstigt.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei Unkräutern und Ungräsern wirksam vorzubeugen, solltest du Brodal stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept einbinden. Da Diflufenican einen spezifischen Wirkungsmechanismus besitzt (HRAC-Gruppe 12), empfiehlt sich der jährliche Wechsel oder die Kombination mit Herbiziden aus anderen HRAC-Klassen (wie z. B. HRAC 3 oder HRAC 15). Achte darauf, die volle zugelassene Aufwandmenge zu nutzen, um die Selektion teilresistenter Biotypen zu verhindern, und integriere mechanische Maßnahmen sowie eine weite Fruchtfolge in dein Betriebskonzept.

Mischbarkeit & Tankmischung

Brodal zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Herbstherbiziden und Bodenpartnern aus, was eine gezielte Verbreiterung des Wirkungsspektrums ermöglicht. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachten und vorab einen einfachen Mischungstest in einem kleinen Gefäß durchführen. Verwende ausreichend Wasser (mindestens 200 l/ha), um eine gleichmäßige Benetzung des Bodens zu gewährleisten, und vermeide Mischungen bei extremen Witterungsbedingungen wie Frost oder starker Hitze, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Brodal ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Schutzbrille bei der Handhabung des Konzentrats, unerlässlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Zulassungsdokument angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen auf blühende Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und die Behandlung vorzugsweise in die Abendstunden verlegen. Um aquatische Organismen und die Bodenfauna zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen strikt zu vermeiden; nutze hierzu abdriftmindernde Düsentechnik und halte die allgemeinen Abstandsauflagen ein.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WiesenschwingelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
Welsches WeidelgrasEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
Deutsches WeidelgrasEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
Welsches WeidelgrasEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
DinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
DinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
WiesenschwingelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
DinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
Deutsches WeidelgrasEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
DinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
Deutsches WeidelgrasEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
DinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WiesenschwingelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
Welsches WeidelgrasEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
DinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Brodal im Herbst?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Kulturen (BBCH 10 bis 13), wenn die Unkräuter gerade keimen oder sich im Keimblattstadium befinden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Aufnahmefähigkeit der Schaderreger am höchsten, und der Wirkstoff kann einen optimalen Film auf der feuchten Bodenoberfläche bilden.

Welche Rolle spielt die Bodenfeuchtigkeit für die Wirkung von Brodal?

Da Diflufenican vor allem über den Boden und die Keimscheide der auflaufenden Unkräuter aufgenommen wird, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit zum Zeitpunkt der Anwendung und in den Tagen danach entscheidend. Auf sehr trockenen Böden kann die Wirkung verzögert einsetzen; ein feuchtes Saatbett hingegen optimiert die Wirkstoffverteilung und -aufnahme.

Kann ich Brodal auch in frisch gesäten Kulturen anwenden?

Ja, eine Anwendung im Vorauflauf (BBCH 00 bis 09) ist in den zugelassenen Kulturen möglich. Wichtig ist dabei jedoch, dass das Saatgut ausreichend tief und gleichmäßig mit Erde bedeckt ist (mindestens 2–3 cm), um direkten Kontakt des Wirkstoffs mit dem Keimling der Kultur zu verhindern und phytotoxische Schäden auszuschließen.

Wie verhalte ich mich, wenn nach der Anwendung Frost vorhergesagt ist?

Vermeide die Anwendung von Brodal unmittelbar vor Frostperioden oder wenn die Kulturpflanzen durch Staunässe, Trockenheit oder Nährstoffmangel gestresst sind. Obwohl der Wirkstoff gut verträglich ist, kann extremer Stress in Kombination mit einer Herbizidbehandlung zu vorübergehenden Aufhellungen der Kultur führen.

Wie kann ich im Online-Portal nach passenden Mischpartnern für Brodal suchen?

Du kannst auf agronomy.farmable.tech gezielt nach Wirkstoffen oder anderen registrierten Pflanzenschutzmitteln filtern, die für dieselbe Kultur und denselben Anwendungszeitraum zugelassen sind. Achte bei der Auswahl eines Mischpartners darauf, dass sich die Wirkungsmechanismen (HRAC-Klassen) ergänzen, um ein optimales Resistenzmanagement zu gewährleisten.

Gibt es Einschränkungen beim Nachbau von Kulturen nach dem Einsatz von Brodal?

Nach dem regulären Einsatz von Brodal im Herbst können im folgenden Frühjahr in der Regel alle üblichen Kulturen nachgebaut werden. Sollte es jedoch zu einem vorzeitigen Umbruch der Kultur kommen, ist eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen) ratsam, um den verbliebenen Wirkstofffilm im Boden zu verdünnen und empfindliche Folgekulturen vor Schäden zu schützen.