Alle Mittel
OTHER · Bayer CropScience Deutschland GmbH

Brodal

BVL Zul.-Nr. 00A773-00

Brodal ist ein hochwirksames, selektives Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern sowie wichtigen Ungräsern in Wintergetreide und im Grassamenbau. Als Suspensionskonzentrat (SC) formuliert, lässt sich das Produkt hervorragend handhaben und bildet das Fundament für eine erfolgreiche Unkrautbekämpfung im Herbst. Durch den Einsatz dieses Herbizids wird die Konkurrenz durch Schaderreger frühzeitig ausgeschaltet, was den jungen Kulturen einen optimalen Start ermöglicht.

Das Wirkungsspektrum umfasst neben einer Vielzahl von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern auch den Gemeinen Windhalm und das Einjährige Rispengras. Brodal zeichnet sich durch eine ausgeprägte Bodenwirksamkeit aus, die über einen längeren Zeitraum anhält und somit auch später keimende Unkrautwellen zuverlässig erfasst.

Die Anwendung erfolgt flexibel vom Vorauflauf bis zum Ende der Bestockung (BBCH 0 bis 29) der Kulturen. Dies gibt Betriebsleitern eine hohe zeitliche Flexibilität, um auf Witterungsverhältnisse und Arbeitsspitzen im Herbst flexibel zu reagieren.

Wirkstoffe

Diflufenican
500 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Diflufenican gehört zur HRAC-Gruppe 12 und wirkt als Hemmstoff der Carotinoid-Biosynthese (PDS-Inhibitor). Durch die Blockade des Enzyms Phytoen-Desaturase wird die Bildung von schützenden Carotinoiden in den Unkräutern unterbunden. Ohne diese Pigmente führt das Sonnenlicht zur Zerstörung des Chlorophylls, was sich optisch durch ein charakteristisches Ausbleichen (Bleaching) der betroffenen Schaderreger äußert. Die Aufnahme von Diflufenican erfolgt primär über die Keimlinge (Hypokotyl und Keimblätter) der auflaufenden Unkräuter und nur in geringem Maße über die Wurzeln. Nach der Anwendung bildet das Pflanzenschutzmittel einen stabilen Belag auf der Bodenoberfläche. Die keimenden Unkräuter nehmen den Wirkstoff beim Durchstoßen dieses Films auf, woraufhin sie innerhalb weniger Tage absterben.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen, insbesondere bei windhalmbetonten Standorten, wirksam vorzubeugen, sollte Brodal stets in ein integriertes Resistenzmanagement eingebunden werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wirkstoffwechsel durch den Einsatz von Mischpartnern oder Folgebehandlungen mit unterschiedlichen Wirkmechanismen (z. B. aus den HRAC-Gruppen 2 oder 15). Zudem sollten ackerbauliche Maßnahmen wie eine abwechslungsreiche Fruchtfolge und eine sorgfältige Bodenbearbeitung zur Reduzierung des Unkrautdrucks genutzt werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

Brodal weist eine hervorragende Mischbarkeit mit vielen gängigen Herbstherbiziden sowie Bodenpartnern auf, um das Wirkungsspektrum gegen spezifische Ungräser gezielt zu erweitern. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wassermenge und eine kontinuierliche Rührung im Spritztank zu achten. Die Zugabe von Additiven ist in der Regel nicht erforderlich, es sei denn, dies wird für einen spezifischen Mischpartner ausdrücklich empfohlen. Vor der großflächigen Anwendung wird ein physikalischer Mischtest empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Brodal sind die gesetzlichen Vorgaben zum Anwenderschutz, einschließlich des Tragens der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), strikt einzuhalten. Aufgrund der Bodenaktivität des Wirkstoffs Diflufenican müssen zum Schutz von Gewässern und aquatischen Organismen die vorgegebenen Abstandsauflagen und Abschwemmungsminderungen genau beachtet werden. Das Pflanzenschutzmittel ist bei sachgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Eintrag in blühende Bestände vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WiesenschwingelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
Welsches WeidelgrasEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
Deutsches WeidelgrasEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
Welsches WeidelgrasEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
DinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
DinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
WiesenschwingelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
DinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
Deutsches WeidelgrasEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
DinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras0–90.2 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
Deutsches WeidelgrasEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
DinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–290.1 LITER_PER_HECTARE
WiesenschwingelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
Welsches WeidelgrasEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
DinkelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter0–90.1 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Gemeiner Windhalm, Einjähriges Rispengras10–290.2 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–90.14 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–290.14 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Brodal?

Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn die Anwendung im frühen Nachauflauf der Unkräuter (Keimblatt- bis maximal Laubblattstadium) erfolgt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Schaderreger besonders empfindlich und nehmen den Wirkstoff optimal auf.

Welche Bodenbedingungen sind für eine optimale Wirkung erforderlich?

Da Brodal einen Wirkstofffilm auf der Bodenoberfläche bildet, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit zum Zeitpunkt der Anwendung oder kurz danach entscheidend. Ein feuchtes Saatbett fördert die Verteilung und Aufnahme des Wirkstoffs, während extreme Trockenheit die Wirkung verzögern kann.

Was muss bei der Saatbettbereitung vor dem Einsatz beachtet werden?

Ein feinkrümeliges und gut rückverfestigtes Saatbett ist essenziell. Grobe Klumpen oder hohe Mengen an Ernterückständen auf der Oberfläche können Spritzschatten verursachen, wodurch der Herbizidfilm lückenhaft wird und Unkräuter ungestört auflaufen können.

Kann es nach der Anwendung zu sichtbaren Veränderungen an den Kulturen kommen?

Unter extremen Witterungsbedingungen wie starken Niederschlägen direkt nach der Behandlung auf sehr leichten Böden können vorübergehende, leichte Aufhellungen (Bleaching-Symptome) an den Blättern der Kultur auftreten. Diese verwachsen sich jedoch schnell und haben keinen Einfluss auf die Ertragsleistung.

Welche Einschränkungen gibt es beim Nachbau im Falle eines vorzeitigen Umbruchs?

Sollte ein vorzeitiger Umbruch der Kultur notwendig werden, können nach einer tiefen Bodenbearbeitung (Pflügen) in der Regel Winter- und Sommergetreide nachgebaut werden. Bei empfindlicheren Kulturen wie Raps oder Leguminosen ist eine Wartezeit einzuhalten und eine intensive Bodenmischung zwingend erforderlich.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Windhalm?

Nutzen Sie die Filterfunktionen in unserer Datenbank auf agronomy.farmable.tech. Wählen Sie die gewünschte Kultur und filtern Sie gezielt nach dem Schaderreger „Gemeiner Windhalm“, um alle aktuell registrierten Produkte und deren Anwendungsbestimmungen übersichtlich zu vergleichen.