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Sonstige · Sparta Research Ltd.

CLAYTON SPARTA

BVL Zul.-Nr. 006401-00

CLAYTON SPARTA ist ein hochwirksames, flüssiges Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung einer Vielzahl von beißenden und saugenden Schaderregern in wichtigen landwirtschaftlichen Kulturen wie Raps, Getreide, Kartoffeln, Rüben und Leguminosen. Als Formulierung auf Basis des bewährten Wirkstoffs Lambda-Cyhalothrin bietet dieses Insektizid eine schnelle Kontakt- und Fraßwirkung (Knock-down-Effekt) sowie eine ausgeprägte Dauerwirkung auf der Pflanzenoberfläche.

Das breite Wirkungsspektrum erstreckt sich von klassischen Rapsschädlingen wie dem Rapsglanzkäfer, dem Rapserdfloh und dem Kohlschotenrüssler bis hin zu Blattläusen (auch als Virusvektoren in Getreide und Kartoffeln) sowie Erbsenwicklern und Rübenfliegen. Dank seiner Formulierung haftet der Wirkstoff hervorragend an der Wachsschicht der Blätter, was eine gute Regenbeständigkeit und eine zuverlässige Protektion der Kulturen auch unter wechselhaften Witterungsbedingungen gewährleistet.

Wirkstoffe

lambda-Cyhalothrin
50 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Lambda-Cyhalothrin gehört zur chemischen Gruppe der Pyrethroide (IRAC-Gruppe 3A). Die Wirkung basiert auf einem gezielten Eingriff in das Nervensystem der Schaderreger. Lambda-Cyhalothrin hält die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen der Insekten offen und verzögert deren Schließen. Dies führt zu einer langanhaltenden Depolarisation der Membran, was unkontrollierte Nervenimpulse, Krämpfe und schließlich den schnellen Tod des Schädling zur Folge hat. Da der Wirkstoff sowohl über den direkten Kontakt bei der Spritzung als auch über die Aufnahme behandelter Pflanzenteile (Fraßwirkung) aufgenommen wird, setzt der Bekämpfungserfolg extrem rasch ein. Dieser ausgeprägte Knock-down-Effekt stoppt die Fraß- und Saugtätigkeit der Schaderreger nahezu augenblicklich, wodurch Folgeschäden an den Kulturen effektiv minimiert werden.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen, insbesondere bei stark gefährdeten Schaderregern wie dem Rapsglanzkäfer, wirksam vorzubeugen, solltest du CLAYTON SPARTA unbedingt im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts einsetzen. Vermeide aufeinanderfolgende Behandlungen mit Wirkstoffen aus der IRAC-Gruppe 3A (Pyrethroide). Nutze stattdessen im Wechsel Insektizide mit anderen Wirkmechanismen und richte dich bei der Terminierung der Behandlungen streng nach den offiziellen Schadschwellen der regionalen Warndienste.

Mischbarkeit & Tankmischung

CLAYTON SPARTA zeigt sich in der Praxis als physikalisch gut mischbar mit den meisten gängigen Fungiziden, Herbiziden und flüssigen Blattdüngern. Bei geplanten Tankmischungen empfiehlt es sich jedoch immer, vorab eine kleine Mischprobe auf physikalische Verträglichkeit durchzuführen. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge, um eine lückenlose Benetzung der Kulturen zu garantieren, und vermeide das Ansetzen von Mischungen bei extrem hartem Wasser oder sehr niedrigen Wassertemperaturen, um Ausfällungen im Spritztank zu verhindern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) unerlässlich. Da keine spezifische Bieneneinstufung in den Zulassungsdaten vorgegeben ist, solltest du aus Gründen des vorsorgenden Umweltschutzes Anwendungen grundsätzlich nicht in blühende Bestände oder an Orten mit aktivem Bienenflug durchführen. Verlege die Applikation vorzugsweise in die späten Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist. Um aquatische Organismen und Bodenlebewesen zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Gewässer oder Saumstrukturen durch den Einsatz abdriftmindernder Düsentechnik konsequent zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RapsRapsglanzkäfer150 MILLILITER_PER_HECTARE
FuttererbseErbsenwickler, Blattrandkäfer, Grüne Erbsenblattlaus150 MILLILITER_PER_HECTARE25T
GersteBlattläuse100 MILLILITER_PER_HECTARE35T
WeizenBlattläuse als Virusvektoren100 MILLILITER_PER_HECTARE35T
KartoffelBlattläuse150 MILLILITER_PER_HECTARE
RapsRapserdfloh150 MILLILITER_PER_HECTARE
RapsKohlschotenmücke, Kohlschotenrüssler150 MILLILITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeErdflöhe (Halticinae), Erdraupen, Rübenfliege150 MILLILITER_PER_HECTARE56T
WeizenBlattläuse100 MILLILITER_PER_HECTARE35T
AckerbohneErbsenwickler, Blattrandkäfer, Grüne Erbsenblattlaus150 MILLILITER_PER_HECTARE25T
ErbseErbsenwickler, Blattrandkäfer, Grüne Erbsenblattlaus150 MILLILITER_PER_HECTARE25T

Häufige Fragen

Wie erkennst du den optimalen Behandlungszeitpunkt gegen den Rapserdfloh?

Nutze Gelbschalen zur Überwachung des Zuflugs ab dem Auflaufen des Rapses. Sobald die regionalen Schadschwellen (z. B. Lochfraß an den Keimblättern oder eine kritische Anzahl an Käfern in der Gelbschale innerhalb von drei Tagen) überschritten sind, solltest du die Behandlung durchführen, um den Hauptschaden im empfindlichen Keimlingsstadium abzuwenden.

Warum ist die Bekämpfung von Blattläusen als Virusvektoren in Getreide so zeitkritisch?

Blattläuse übertragen das Gelbverzwergungsvirus (BYDV) bereits bei kurzen Saugakten im frühen Herbst. Eine Behandlung mit CLAYTON SPARTA muss daher erfolgen, sobald die ersten Vektoren im Bestand auflaufen, um eine großflächige Infektion der jungen Getreidekulturen zu verhindern.

Was musst du bei der Anwendung von CLAYTON SPARTA an heißen Sommertagen beachten?

Pyrethroide wie Lambda-Cyhalothrin sind temperaturinstabil und verlieren bei Temperaturen über 20 °C rasch an Wirksamkeit. Behandle daher an heißen Tagen ausschließlich in den kühlen Morgen- oder späten Abendstunden, um die volle biologische Leistung des Mittels auszuschöpfen.

Wie kannst du feststellen, ob in deiner Region bereits Resistenzen beim Rapsglanzkäfer vorliegen?

Konsultiere vor der Spritzung die aktuellen Monitoring-Daten deines regionalen Pflanzenschutzdienstes. Sollte in deiner Region eine bekannte Pyrethroid-Resistenz beim Rapsglanzkäfer vorliegen, solltest du auf alternative Wirkstoffklassen ausweichen, da CLAYTON SPARTA sonst keine ausreichende Wirkung mehr erzielen kann.

Welche Rolle spielt der pH-Wert des Spritzwassers bei der Applikation?

Lambda-Cyhalothrin ist in alkalischem Wasser (pH-Wert über 7) anfällig für eine schnelle chemische Hydrolyse (Abbau des Wirkstoffs). Verwende idealerweise leicht saures bis neutrales Spritzwasser (pH 5,5 bis 6,5) oder setze bei Bedarf einen geeigneten pH-Puffer zu, um die Stabilität des Wirkstoffs im Tank zu sichern.