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JUNIPER MAX

BVL Zul.-Nr. 00B141-60

JUNIPER MAX ist ein hochwirksames, systemisches Herbizid zur gezielten Bekämpfung von einjährigen einkeimblättrigen Unkräutern und Ausfallgetreide in einer Vielzahl von zweikeimblättrigen Kulturen. Als Emulsionskonzentrat formuliert, dringt der Wirkstoff schnell in die Blätter der Schadgräser ein und verteilt sich systemisch in der gesamten Pflanze bis in die Wurzeln und Rhizome. Dies macht das Pflanzenschutzmittel zu einem flexiblen Werkzeug für den Einsatz in Kulturen wie Raps, Zuckerrüben, Senf, Hanf und Schlafmohn.

Das Pflanzenschutzmittel zeichnet sich durch seine hervorragende Selektivität in den zugelassenen zweikeimblättrigen Kulturen aus. Es ermöglicht Landwirten, den Konkurrenzdruck durch unerwünschte Gräser in der kritischen frühen Entwicklungsphase der Kultur effektiv zu minimieren und so das Ertragspotenzial von Anfang an abzusichern.

Wirkstoffe

Clethodim
240 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in JUNIPER MAX enthaltene Wirkstoff Clethodim gehört zur chemischen Klasse der Cyclohexandione (Dim-Herbizide) und ist in die HRAC-Gruppe 1 eingestuft. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der selektiven Hemmung des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase) in einkeimblättrigen Pflanzen. Dieses Enzym ist schlüsselverantwortlich für die Biosynthese von Fettsäuren, die für den Aufbau von Zellmembranen unerlässlich sind. Nach der Aufnahme über die Blätter wird der Wirkstoff rasch in die meristematischen Gewebe der Schadgräser transportiert. Durch die Blockade der Fettsäuresynthese kommt das Wachstum der Gräser innerhalb weniger Tage zum Stillstand. Erste Symptome zeigen sich durch Verfärbungen und das Absterben der jüngsten Herzblätter, gefolgt von einem vollständigen Absterben der gesamten Pflanze. Da zweikeimblättrige Kulturen eine unempfindliche Form der ACCase besitzen, bleiben sie von der Herbizidwirkung völlig unbeeinflusst.

Resistenzmanagement

Da Clethodim der HRAC-Gruppe 1 angehört, besteht bei Schadgräsern ein inhärent hohes Risiko für die Entwicklung von Resistenzen. Um die langfristige Wirksamkeit von JUNIPER MAX zu sichern, solltest du dieses Pflanzenschutzmittel unbedingt in ein integriertes Unkrautmanagement einbinden. Dies umfasst den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen in der Fruchtfolge sowie mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung. Vermeide aufeinanderfolgende Anwendungen von ACCase-Hemmern auf derselben Fläche innerhalb einer Saison.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Planung von Tankmischungen ist zu beachten, dass die Mischung von JUNIPER MAX mit bestimmten Breitblatt-Herbiziden zu antagonistischen Effekten führen kann, welche die Gräserwirkung reduzieren. Um die Aufnahme des systemischen Wirkstoffs über die Wachsschicht der Gräserblätter zu optimieren, wird die Zugabe eines geeigneten, vom Hersteller empfohlenen Additivs nahegelegt. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide Applikationen bei extremer Trockenheit oder Frost, da aktive Wachstumsbedingungen der Schadgräser für eine optimale Wirkstoffaufnahme entscheidend sind.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit JUNIPER MAX ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung bei der Handhabung des Konzentrats und der Applikation obligatorisch. Zum Schutz von Nichtzielorganismen und Gewässern sollten Abdriften auf angrenzende Flächen und Oberflächengewässer strikt vermieden werden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Zulassungsdokument vorgegeben ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung außerhalb des täglichen Bienenflugs – vorzugsweise in den Abendstunden –, insbesondere wenn sich blühende Kulturen oder Unkräuter auf der Behandlungsfläche oder in der Nähe befinden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
LeindotterEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–310.5 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsAusfallgetreide10–300.5 LITER_PER_HECTARE
TabakEinjährige einkeimblättrige Unkräuter12–190.75 LITER_PER_HECTARE
Senf-ArtenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–310.5 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–310.75 LITER_PER_HECTARE
HanfEinjährige einkeimblättrige Unkräuter12–160.75 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–310.75 LITER_PER_HECTARE
MohnEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–310.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Behandlung mit JUNIPER MAX?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im BBCH-Stadium 10 bis 31 der Kultur, sobald die Schadgräser oder das Ausfallgetreide aufgelaufen sind und genügend Blattfläche für die Wirkstoffaufnahme gebildet haben (ideal im 2- bis 4-Blatt-Stadium der Gräser). Achte darauf, dass die Gräser aktiv wachsen, da dies die systemische Verteilung des Wirkstoffs im Gewebe maximiert.

Warum ist die Zugabe eines Additivs bei JUNIPER MAX oft ratsam?

Clethodim ist ein lipophiler Wirkstoff. Ein geeignetes Additiv (wie ein formuliertes Rapsöl- oder Netzmittel) verbessert die Benetzung der oft wachsartigen Gräserblätter und beschleunigt das Eindringen des Wirkstoffs durch die Kutikula. Dies sichert die Herbizidwirkung auch unter suboptimalen Witterungsbedingungen ab.

Kann ich JUNIPER MAX bei Frost oder großer Hitze anwenden?

Nein, du solltest extreme Witterungsbedingungen meiden. Bei Frost oder Temperaturen über 25 °C stellen die Schadgräser ihr Wachstum ein, was die Wirkstoffaufnahme und den Transport in die Wurzeln stark beeinträchtigt. Zudem steigt bei starker Sonneneinstrahlung und Hitze das Risiko von phytotoxischen Schäden an der Kultur.

Wie verhalte ich mich, wenn nach der Anwendung Regen droht?

JUNIPER MAX benötigt eine gewisse Zeit, um vollständig in das Blattgewebe der Schadgräser einzudringen. Als Faustregel gilt, dass die Spritzbrühe mindestens 1 bis 2 Stunden vor dem nächsten Regenereignis angetrocknet sein sollte, um ein Abwaschen des Wirkstoffs und einen damit verbundenen Wirkungsverlust zu verhindern.

Was muss ich beim Anbau von Nachfolgekulturen beachten?

Da Clethodim im Boden relativ schnell abgebaut wird, bestehen bei normalem Kulturverlauf keine Einschränkungen für den Anbau von zweikeimblättrigen Nachfolgekulturen. Falls es zu einem vorzeitigen Umbruch der Kultur kommt, solltest du vor der Neueinsaat von einkeimblättrigen Kulturen (wie Getreide oder Mais) eine tiefe Bodenbearbeitung durchführen und eine Sicherheitsspanne einhalten.

Wie erkenne ich, ob die Behandlung gegen die Schadgräser erfolgreich war?

Erste sichtbare Symptome treten meist nach 7 bis 10 Tagen auf. Die jüngsten Blätter im Herz der Gräser verfärben sich gelblich bis rötlich und lassen sich leicht aus der Blattscheide herausziehen. Das vollständige Absterben der Schadgräser kann je nach Witterung 2 bis 3 Wochen dauern.