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Sonstige · ADAMA Deutschland GmbH

Maxentis

BVL Zul.-Nr. 00A942-00

Maxentis ist ein hochwirksames, breit wirksames Pflanzenschutzmittel von ADAMA, das speziell für den Schutz von Getreidekulturen und Raps entwickelt wurde. Als moderne, systemische Flüssigformulierung kombiniert das Fungizid zwei der leistungsstärksten Wirkstoffklassen für einen lückenlosen Schutz der Kultur. Es zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme in die Pflanze und eine gleichmäßige Verteilung im Gewebe aus, wodurch sowohl bereits bestehende Infektionen gestoppt als auch langanhaltender Schutz vor Neuinfektionen geboten wird.

Durch die Kombination von Azoxystrobin und Prothioconazol deckt das Produkt ein außergewöhnlich breites Spektrum an wirtschaftlich bedeutenden Schaderregern ab. Im Getreide schützt es zuverlässig vor Rostpilzen, Septoria-Arten und Netzflecken, während es im Raps eine Schlüsselrolle bei der Absicherung des Ertrags gegen Sclerotinia und Rapsschwärze einnimmt. Dies macht es zu einem vielseitigen Fundament in deiner Pflanzenschutzstrategie.

Die flexible Anwendung von der Schossphase bis zur späten Blüte bzw. frühen Teigreife (BBCH 30–73) ermöglicht es dir, den Behandlungszeitpunkt optimal an den Infektionsdruck und die Witterung anzupassen. Damit sichert Maxentis nicht nur den Ertrag, sondern erhält auch die Vitalität und das Ertragspotenzial deiner Kulturen bis zur Ernte.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
200 g/L · Wirkstoff
Prothioconazol
150 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirkung von Maxentis basiert auf dem synergetischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkmechanismen. Azoxystrobin gehört zur Gruppe der Strobilurine (FRAC-Gruppe 11, QoI-Fungizide). Es greift in die Zellatmung der Pilze ein, indem es den Elektronentransport in den Mitochondrien an der Qo-Stelle des Cytochrom-bc1-Komplexes blockiert. Dadurch wird die Energieproduktion (ATP-Synthese) der Pilzzellen unterbunden. Azoxystrobin wirkt stark protektiv, indem es die Sporenkeimung und das frühe Myzelwachstum der Schaderreger effektiv verhindert. Der zweite Wirkstoff, Prothioconazol, ist ein systemisches Triazolinthion aus der Gruppe der Demethylierungs-Inhibitoren (DMI, FRAC-Gruppe 3). Er hemmt die Sterol-14-Demethylase (CYP51) im Biosyntheseweg der Pilze, was zu einer Störung der Zellmembran-Integrität führt. Prothioconazol bietet hervorragende kurative und eradikative Eigenschaften, wodurch bereits im Gewebe etablierte Pilzinfektionen gestoppt werden. Zusammen bieten diese Wirkstoffe einen lückenlosen Schutzschild mit vorbeugender und heilender Wirkung.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei den Zielpathogenen aktiv vorzubeugen, nutzt Maxentis die Kombination zweier unterschiedlicher FRAC-Gruppen (3 und 11). Du solltest dieses Pflanzenschutzmittel stets in ein integriertes Spritzprogramm einbinden, das einen regelmäßigen Wechsel mit Fungiziden anderer Wirkstoffklassen (wie z. B. SDHIs) vorsieht. Vermeide aufeinanderfolgende Anwendungen von strobilurinhaltigen Produkten in derselben Saison und halte dich strikt an die empfohlenen Aufwandmengen von 1,0 l/ha, um den Selektionsdruck auf die Schaderreger so gering wie möglich zu halten.

Mischbarkeit & Tankmischung

Maxentis ist im Allgemeinen sehr gut mischbar mit gängigen Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern und flüssigen Blattdüngern, die in den registrierten Kulturen zugelassen sind. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du den Spritztank zu zwei Dritteln mit Wasser füllen, das Rührwerk aktivieren und die einzelnen Mischpartner nacheinander vollständig auflösen, bevor du Maxentis hinzufügst. Vermeide komplexe Mehrfachmischungen unter extremen Witterungsbedingungen wie starker Sonneneinstrahlung oder hohen Temperaturen, um das Risiko von Kulturunverträglichkeiten zu minimieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Arbeit mit Maxentis ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, robustem Schuhwerk und Schutzhandschuhen, für den Anwenderschutz unerlässlich. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern und Nützlingen Anwendungen in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, vermeiden und Behandlungen bevorzugt in die späten Abendstunden verlegen. Achte zudem auf eine abdriftmindernde Düsentechnik, um den Eintrag in angrenzende Gewässer und terrestrische Nichtzielbiotope zu verhindern.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SommerweichweizenGelbrost (Puccinia striiformis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Braunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
WinterroggenBraunrost (Puccinia recondita), Rhynchosporium secalis30–691 LITER_PER_HECTARE35T
WinterrapsSclerotinia sclerotiorum61–691 LITER_PER_HECTARE42T
SommerweichweizenFusarium-Arten61–691 LITER_PER_HECTARE35T
SommertriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.), Braunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenGelbrost (Puccinia striiformis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Braunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteZwergrost (Puccinia hordei), Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Rhynchosporium secalis30–651 LITER_PER_HECTARE35T
WinterrapsAlternaria brassicae65–731 LITER_PER_HECTARE42T
WinterweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)30–651 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)30–651 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteZwergrost (Puccinia hordei), Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Rhynchosporium secalis30–651 LITER_PER_HECTARE35T
WintertriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.), Braunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
SommerrapsAlternaria brassicae65–731 LITER_PER_HECTARE42T
WinterweichweizenFusarium-Arten61–691 LITER_PER_HECTARE35T
SommerrapsSclerotinia sclerotiorum61–691 LITER_PER_HECTARE42T
SommerroggenBraunrost (Puccinia recondita), Rhynchosporium secalis30–691 LITER_PER_HECTARE35T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Sclerotinia im Raps?

Für eine bestmögliche Wirkung gegen Sclerotinia sclerotiorum (Weißstängeligkeit) im Raps solltest du Maxentis vorbeugend während der Hauptblüte (BBCH 63 bis 65) applizieren. Zu diesem Zeitpunkt triffst du die abfallenden Blütenblätter, die dem Pilz als Nährboden dienen, optimal und schützt deine Kultur effektiv vor einer Infektion.

Bis zu welchem BBCH-Stadium kann ich Maxentis in Getreide anwenden?

In Getreidekulturen wie Weizen, Gerste, Roggen und Triticale ist die Anwendung sehr flexibel vom Beginn des Schossens (BBCH 30) bis zum Ende der Blüte bzw. der frühen Teigreife (BBCH 73) zugelassen. Achte darauf, die vorgeschriebene Wartezeit von 35 bis 42 Tagen bis zur Ernte einzuhalten.

Warum enthält Maxentis zwei Wirkstoffe und wie unterstützt das mein Resistenzmanagement?

Durch die Kombination von Azoxystrobin (Strobilurin) und Prothioconazol (Triazol) greift das Pflanzenschutzmittel den Stoffwechsel der Schaderreger an zwei völlig unterschiedlichen Stellen an. Dies erschwert es den Pilzen erheblich, Resistenzen zu entwickeln, da eine gleichzeitige Anpassung an beide Wirkmechanismen äußerst unwahrscheinlich ist.

Welche Witterungsbedingungen sollte ich bei der Applikation von Maxentis meiden?

Vermeide Behandlungen bei extremer Hitze (über 25 °C) oder intensiver, direkter Sonneneinstrahlung, um Stressreaktionen der Kultur zu verhindern. Am besten applizierst du das Mittel in den kühleren Morgen- oder Abendstunden, wenn die Luftfeuchtigkeit höher ist, was auch die Wirkstoffaufnahme begünstigt.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Produkte gegen Septoria-Arten?

Du kannst in unserer Datenbank gezielt nach dem Schaderreger 'Septoria-Arten' filtern. Dort siehst du sofort alle in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel, kannst deren Wirkstoffe vergleichen und die für deine Fruchtfolge und dein Resistenzmanagement am besten geeignete Option auswählen.