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Sonstiger Schaderreger

Sommertriticale

triticale (spring)
TTLSO

Sommertriticale (wissenschaftlicher Name: Triticosecale, EPPO-Code: TTLSO) ist eine vielseitige Getreideart, die aus der Kreuzung von Weizen und Roggen hervorgegangen ist. Als Sommerung vereint diese Kultur die Ertragssicherheit und Kornqualität des Weizens mit der sprichwörtlichen Robustheit, Standorttoleranz und Krankheitsresistenz des Roggens. Sie wird in Mitteleuropa vor allem als Futtermittel, für die Ganzpflanzensilage (GPS) oder zur Biogasproduktion angebaut und stellt eine hervorragende Alternative dar, wenn die Aussaat von Wintergetreide im Herbst witterungsbedingt nicht möglich war.

Die Kultur zeichnet sich durch ein starkes Wurzelwachstum aus, wodurch sie auch auf leichteren, sandigen Standorten sowie bei vorsommerlicher Trockenheit stabile Erträge liefert. Im Vergleich zu Sommergerste oder Sommerweizen stellt Sommertriticale geringere Ansprüche an die Vorfrucht und den Boden-pH-Wert. Dennoch erfordert eine erfolgreiche Führung des Bestands eine gezielte Überwachung der typischen Schaderreger sowie eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung, um das genetische Ertragspotenzial voll auszuschöpfen.

Aussaat-/Pflanzzeitraum
Anfang März bis Mitte April
Erntefenster
August
Reihenabstand
12,0–15,0 cm
Typischer Ertrag
4,5–6,5 t/ha
Wärmesumme (GDD)
1500–1700 °C
Boden-pH
5,5–6,8

Bodenmanagement

Sommertriticale stellt geringere Ansprüche an den Boden als Sommerweizen, reagiert aber dennoch dankbar auf eine sorgfältige Saatbettbereitung. Das Saatbett sollte gut abgesetzt, feinkrümelig und ausreichend rückverfestigt sein, um einen gleichmäßigen Feldaufgang und einen optimalen Bodenschluss für das Saatgut zu gewährleisten. Da die Kultur empfindlich auf Bodenverdichtungen und Staunässe reagiert, ist eine struktur- und bodenschonende Bearbeitung im feuchten Frühjahr besonders wichtig. Der optimale pH-Wert des Bodens liegt im Bereich von 5,5 bis 6,8; auf sauren Standorten toleriert Sommertriticale niedrige Werte deutlich besser als andere Getreidearten. Eine ausgewogene Grunddüngung mit Phosphor und Kalium im Frühjahr unterstützt die frühe Wurzelentwicklung und erhöht die Standfestigkeit der Halme.

Schaderreger-Management

Der integrierte Pflanzenschutz bei Sommertriticale setzt auf eine Kombination aus vorbeugenden ackerbaulichen Maßnahmen und dem gezielten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Zu den wichtigsten pilzlichen Schaderregern gehört *Rhynchosporium secalis*, dessen Ausbreitung vor allem durch feuchte Witterung während des Schossens begünstigt wird; regelmäßige Feldbegehungen ab BBCH 30 sind daher unerlässlich. Bei den Unkräutern gilt es, frühzeitig gegen konkurrenzstarke Arten wie *Tripleurospermum inodorum*, *Matricaria chamomilla* und *Raphanus raphanistrum* vorzugehen, um Ertragsverluste und Ernteerschwernisse zu vermeiden. Der Einsatz von Herbiziden sollte bevorzugt im frühen Nachauflauf erfolgen, wenn die Unkräuter noch klein und empfindlich sind. Achte stets auf einen Wirkstoffwechsel, um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen.

Sorten

Somtri

mittelspät

Hohes bis sehr hohes Ertragspotenzial im Kornertrag bei guter Standfestigkeit.

Resistent gegen: Mehltau, Gelbrost

Anfällig für: Rhynchosporium

Eine bewährte und ertragsstarke Sorte mit guter Standfestigkeit und ausgeglichener Blattgesundheit.

Mamut

mittelfrüh

Stabile, mittlere bis hohe Erträge auch auf leichteren und trockeneren Standorten.

Resistent gegen: Mehltau, Braunrost

Anfällig für: Mutterkorn

Frohwüchsige Sorte mit schneller Jugendentwicklung, die sich auch für spätere Aussaattermine eignet.

Dublet

mittel

Gute, ertragssichere Sorte mit hoher Kornqualität und gutem Tausendkorngewicht.

Resistent gegen: Rhynchosporium, Mehltau

Anfällig für: Lagerung

Sehr blattgesunde und vielseitige Sorte, die auch hervorragend für den Zwischenfruchtanbau genutzt werden kann.

Wichtige Schaderreger

Zugelassene Pflanzenschutzmittel

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Häufige Fragen

Wie reagiert Sommertriticale auf Spätfröste nach dem Auflaufen?

Sommertriticale ist im Vergleich zu Sommergerste relativ frosttolerant. Kurze Frostperioden von bis zu -4 °C im frühen BBCH-Stadium (11–13) werden in der Regel gut vertragen. Bei anhaltenden Kahlfrösten kann es jedoch zu Wachstumsverzögerungen kommen, die du durch eine zeitnahe, wachstumsfördernde Stickstoff-Startgabe im Frühjahr abmildern kannst.

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Herbizidbehandlung gegen Kamille-Arten?

Die Regulierung von Schaderregern wie der Geruchlosen Kamille (*Tripleurospermum inodorum*) oder der Echten Kamille (*Matricaria chamomilla*) sollte möglichst früh erfolgen. Optimal ist eine Anwendung zugelassener Pflanzenschutzmittel im BBCH-Stadium 13 bis 29, da junge Unkräuter im Keimblattstadium am empfindlichsten reagieren und die Kultur so unkrautfrei in die Schossphase gehen kann.

Welche Bedeutung hat Rhynchosporium secalis bei dieser Kultur und wie überwachst du den Befall?

Obwohl Sommertriticale als robust gilt, kann *Rhynchosporium secalis* (Blattfleckenkrankheit) bei feucht-kühler Witterung im Frühjahr ertragsrelevante Schäden verursachen. Kontrolliere deine Bestände ab dem Schossen (BBCH 30–32) regelmäßig auf linsenförmige, graubraune Flecken mit dunklem Rand. Bei Überschreiten der Schadschwellen ist eine gezielte Behandlung mit einem zugelassenen Fungizid ratsam.

Wie unterscheidet sich die Düngungsstrategie von Sommertriticale im Vergleich zur Winterform?

Da Sommertriticale eine deutlich kürzere Vegetationszeit hat, musst du die Stickstoffdüngung konzentrierter verabreichen. Empfohlen wird eine Aufteilung in zwei Gaben: Etwa 60–70 % des Gesamtbedarfs gibst du direkt zur Saat oder unmittelbar zum Auflaufen, die restlichen 30–40 % applizierst du in der Schossphase (BBCH 31/32), um die Kornfüllung und den Proteingehalt abzusichern.

Kann ich Sommertriticale auch als GPS (Ganzpflanzensilage) nutzen und worauf muss ich achten?

Ja, die Kultur eignet sich hervorragend für die Erzeugung von Ganzpflanzensilage, insbesondere als Zweitfrucht oder bei späten Frühjahrsaussaaten. Für einen optimalen Kompromiss aus Trockenmasseertrag und Energiegehalt solltest du die Ernte im Stadium der späten Milchreife bis frühen Teigreife (BBCH 75–77) durchführen.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech die passenden Pflanzenschutzmittel für Sommertriticale?

Nutze die Such- und Filterfunktion in unserem Hub, indem du nach der Kultur "Sommertriticale" oder dem EPPO-Code "TTLSO" filterst. Du kannst die Ergebnisse gezielt nach Schaderregern wie *Raphanus raphanistrum* oder bestimmten Pilzkrankheiten einschränken, um ausschließlich aktuell zugelassene Anwendungen mit den korrekten Aufwandmengen und Wartezeiten angezeigt zu bekommen.