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OTHER · ADAMA Deutschland GmbH

Maxentis

BVL Zul.-Nr. 00A942-00

Maxentis ist ein hochwirksames, breit wirksames Fungizid von ADAMA Deutschland GmbH, das speziell für den anspruchsvollen Schutz von Getreide- und Raps-Kulturen entwickelt wurde. Durch die Kombination zweier bewährter Wirkstoffklassen bietet dieses Pflanzenschutzmittel einen exzellenten Schutz gegen ein breites Spektrum wirtschaftlich bedeutender Pilzkrankheiten. Die moderne Formulierung garantiert eine hervorragende Benetzung der Blattoberfläche sowie eine schnelle Wirkstoffaufnahme durch die Kultur, was auch unter wechselhaften Witterungsbedingungen für eine hohe Regenfestigkeit sorgt.

Im Getreidebau (Weizen, Gerste, Roggen, Triticale) deckt Maxentis wichtige Blatt- und Ährenkrankheiten wie Septoria-Blattdürre, Rostpilze (Gelb-, Braun- und Zwergrost), Echten Mehltau sowie Rhynchosporium und Netzflecken ab. Auch gegen ertragsmindernde Fusarium-Arten zeigt das Produkt eine starke Leistung. Im Raps schützt es die Kultur zuverlässig vor Sclerotinia-Stängelfäule und Alternaria-Blattbräune, was es zu einem vielseitigen Baustein in der Pflanzenschutzstrategie macht.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
200 g/L · Wirkstoff
Prothioconazol
150 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die hervorragende Wirksamkeit von Maxentis basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkungsmechanismen. Azoxystrobin gehört zur Gruppe der Strobilurine (FRAC-Gruppe 11, QoI-Inhibitoren). Es blockiert den Elektronentransport in der Atmungskette der Mitochondrien der Pilzzellen, was zu einem raschen Energiemangel und dem Absterben des Schaderregers führt. Azoxystrobin zeichnet sich zudem durch ausgeprägte protektive Eigenschaften und einen physiologischen "Greening-Effekt" aus, der die Stresstoleranz der Kultur verbessert. Prothioconazol, ein Vertreter der Triazole (FRAC-Gruppe 3, DMI-Fungizide), greift in die Biosynthese von Ergosterol in den Zellmembranen der Pilze ein. Dieser systemische Wirkstoff verteilt sich gleichmäßig in der Kultur und bietet sowohl kurative als auch protektive Wirkung gegen bereits etablierte Infektionen. Diese duale Wirkungsweise sichert einen langanhaltenden Schutz und minimiert das Risiko von Wirkungsverlusten.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, nutzt Maxentis die Kombination aus zwei unterschiedlichen FRAC-Klassen (Gruppe 3 und Gruppe 11). Dennoch sollte das Pflanzenschutzmittel stets im Rahmen einer integrierten Pflanzenschutzstrategie eingesetzt werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel mit Fungiziden anderer Wirkstoffklassen in der Spritzfolge sowie die Einhaltung der empfohlenen Aufwandmengen. Ein wiederholter, alleiniger Einsatz von Strobilurinen ist unbedingt zu vermeiden, um die Sensitivität der Schaderreger, insbesondere bei Septoria-Arten, langfristig zu erhalten.

Mischbarkeit & Tankmischung

Maxentis ist im Allgemeinen gut mischbar mit gängigen Herbiziden, Insektiziden sowie Wachstumsreglern und Blattdüngern, die für die jeweiligen Kulturen zugelassen sind. Bei der Erstellung von Tankmischungen ist auf die richtige Reihenfolge beim Befüllen des Spritztanks zu achten (feste Formulierungen zuerst, dann flüssige wie Maxentis). Die Zugabe von Additiven oder Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, kann aber unter extrem trockenen Bedingungen die Benetzung optimieren. Vor großflächiger Anwendung wird ein physischer Mischbarkeitstest in einem kleinen Gefäß empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Maxentis sind die gesetzlich vorgeschriebenen PSA-Maßnahmen (Schutzanzug, Schutzhandschuhe und Augenschutz beim Ansetzen der Spritzbrühe) strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässern und aquatischen Organismen sind die in der Zulassung festgelegten Abdriftminderungsklassen und Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern genau zu beachten. Das Produkt ist als bienenungefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zum Schutz von Wildbienen und anderen Bestäubern nicht in blühende Bestände während des aktiven Bienenflugs appliziert werden, wenn Mischungspartner dies vorschreiben.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SommerweichweizenGelbrost (Puccinia striiformis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Braunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
SommerweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
WinterroggenBraunrost (Puccinia recondita), Rhynchosporium secalis30–691 LITER_PER_HECTARE35T
WinterrapsSclerotinia sclerotiorum61–691 LITER_PER_HECTARE42T
SommerweichweizenFusarium-Arten61–691 LITER_PER_HECTARE35T
SommertriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.), Braunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
WinterweichweizenGelbrost (Puccinia striiformis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis), Braunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteEchter Mehltau (Erysiphe graminis), Zwergrost (Puccinia hordei), Rhynchosporium secalis30–651 LITER_PER_HECTARE35T
WinterrapsAlternaria brassicae65–731 LITER_PER_HECTARE42T
WinterweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
SommergersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)30–651 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)30–651 LITER_PER_HECTARE35T
WintergersteEchter Mehltau (Erysiphe graminis), Zwergrost (Puccinia hordei), Rhynchosporium secalis30–651 LITER_PER_HECTARE35T
WintertriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.), Braunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE35T
SommerrapsAlternaria brassicae65–731 LITER_PER_HECTARE42T
WinterweichweizenFusarium-Arten61–691 LITER_PER_HECTARE35T
SommerrapsSclerotinia sclerotiorum61–691 LITER_PER_HECTARE42T
SommerroggenBraunrost (Puccinia recondita), Rhynchosporium secalis30–691 LITER_PER_HECTARE35T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für den Einsatz von Maxentis im Getreide?

Der optimale Anwendungszeitraum liegt zwischen dem Schossen und der Blüte (BBCH-Stadium 30 bis 73). Für eine gezielte Bekämpfung von Blattkrankheiten wie Septoria und Rostpilzen empfiehlt sich eine Applikation in den BBCH-Stadien 37 bis 49, um das ertragsrelevante Fahnenblatt optimal zu schützen.

Wie wirkt sich der physiologische "Greening-Effekt" von Maxentis auf die Kultur aus?

Durch den Wirkstoff Azoxystrobin wird die Alterung (Seneszenz) der Blätter verzögert. Die Kultur bleibt länger grün, was die Photosyntheseaktivität verlängert und insbesondere in Trockenperioden die Kornfüllungsphase positiv beeinflussen kann, was sich oft in höheren Tausendkorngewichten widerspiegelt.

Kann Maxentis auch zur Spätbehandlung gegen Ährenfusarium eingesetzt werden?

Ja, dank des enthaltenen Prothioconazols besitzt Maxentis eine gute Wirkung gegen Fusarium-Arten. Die Behandlung sollte hierbei gezielt in die Blüte (BBCH-Stadium 61 bis 65) gelegt werden, um die Ähre direkt vor Infektionen zu schützen und den Mykotoxingehalt im Erntegut zu minimieren.

Welche Besonderheiten gelten für den Einsatz von Maxentis in Raps?

Im Raps liegt der Fokus auf der Bekämpfung von Sclerotinia sclerotiorum (Weißstängeligkeit) und Alternaria. Die Behandlung erfolgt idealerweise während der Vollblüte (BBCH-Stadium 65), um die herabfallenden Blütenblätter, die als Nährboden für Sclerotinia-Sporen dienen, effektiv zu benetzen.

Wie verhält sich Maxentis bei kühlen Temperaturen im zeitigen Frühjahr?

Während der systemische Triazol-Partner Prothioconazol für eine optimale Verteilung im Pflanzengewebe Temperaturen von über 8–10 °C benötigt, wirkt die Strobilurin-Komponente Azoxystrobin auch bei kühleren Temperaturen protektiv. Für eine volle systemische Leistung sollte die Applikation an frostfreien Tagen mit aktiver Stoffwechselaktivität der Kultur erfolgen.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel für meine spezifische Kultur?

Nutzen Sie hierzu die Filterfunktion in unserer Produktdatenbank auf agronomy.farmable.tech. Sie können gezielt nach Ihrer Kultur (z. B. Winterweizen) und dem spezifischen Schaderreger filtern, um alle in Deutschland registrierten Alternativen und deren Anwendungsbestimmungen direkt zu vergleichen.