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OTHER · GLOBACHEM NV

MOXA

BVL Zul.-Nr. 007943-00

MOXA ist ein hochwirksames Pflanzenschutzmittel zur Halmfestigung in einer Vielzahl von Getreidekulturen wie Winter- und Sommerweichweizen, Wintergerste, Winterroggen und Triticale. Das Produkt basiert auf dem bewährten Wirkstoff Trinexapac (250 g/l) und ist als Emulgierbares Konzentrat (EC) formuliert. Es dient primär der Verbesserung der Standfestigkeit, um Lagerbildung und die damit verbundenen Ertrags- und Qualitätsverluste effektiv vorzubeugen.

Durch die gezielte Einkürzung der Internodien und die gleichzeitige Stärkung der Halmwandung sorgt MOXA für eine optimierte Statik der Kultur. Dies erleichtert nicht nur die spätere Ernte, sondern sichert auch die Nährstoff- und Wasserleitung in der Kultur unter stressigen Witterungsbedingungen wie Starkregen oder Wind.

Die flexible Anwendung im Frühjahr während der Schossphase (BBCH 30–39) ermöglicht es Landwirten, die Aufwandmenge präzise an den Zustand des Bestandes, die Stickstoffdüngung und die sortenspezifische Lagerneigung anzupassen.

Wirkstoffe

Trinexapac
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in MOXA enthaltene Wirkstoff Trinexapac greift aktiv in den Hormonhaushalt der Kultur ein. Er hemmt die Biosynthese von Gibberellinen, genauer gesagt die späte Stufe der Gibberellin-Synthese (Hemmung der 3-beta-Hydroxylase). Gibberelline sind pflanzeneigene Hormone, die maßgeblich für das Streckungswachstum der Zellen verantwortlich sind. Durch diese Blockade wird das Längenwachstum der sich entwickelnden Internodien gehemmt, was zu kürzeren und dickeren Halmen führt. Gleichzeitig wird das Wurzelwachstum gefördert, was die Verankerung im Boden verbessert. Da der Wirkstoff vorwiegend über die grünen Pflanzenteile aufgenommen und systemisch in der Kultur verteilt wird, setzt die Wirkung rasch nach der Behandlung ein.

Resistenzmanagement

Da es sich bei Trinexapac um einen Wachstumsregler und nicht um ein Fungizid oder Herbizid handelt, besteht kein direktes Risiko einer klassischen Resistenzentwicklung bei Schaderregern. Dennoch erfordert ein nachhaltiges Bestandsmanagement den bewussten Einsatz. Um physiologische Stressreaktionen der Kultur zu vermeiden, sollte MOXA stets in Abhängigkeit von der Vitalität des Bestandes, der Nährstoffversorgung und den aktuellen Witterungsbedingungen eingesetzt werden. Die Einhaltung der empfohlenen Aufwandmengen und Anwendungsfenster sichert eine gleichmäßige Wirkung ohne negative Auswirkungen auf die Ertragsbildung.

Mischbarkeit & Tankmischung

MOXA zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit mit gängigen Herbiziden, Fungiziden und Flüssigdüngern (wie AHL) aus. Bei Tankmischungen mit Herbiziden (insbesondere Wuchsstoffen) oder unter strahlungsintensiven, warmen Bedingungen kann sich die einkürzende Wirkung verstärken; in solchen Fällen ist eine Reduzierung der Aufwandmenge ratsam. Es wird empfohlen, stets die Mischreihenfolge einzuhalten und vorab eine Mischprobe durchzuführen. Die Anwendung sollte auf trockene Bestände bei wüchsiger Witterung erfolgen, um die Wirkstoffaufnahme zu optimieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel MOXA ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug, zu tragen. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der umliegenden Flora und Fauna sind die vom BVL vorgegebenen Abstandsauflagen und Abschwemmungsminderungsklassen (z. B. Düsen mit Abdriftminderung) strikt einzuhalten. Das Produkt ist im Allgemeinen als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zur Schonung von Nützlingen nicht in blühende Bestände oder bei starkem Bienenflug ausgebracht werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
TriticaleHalmfestigung30–320.4 LITER_PER_HECTARE
GräserHalmfestigung31–310.8 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenHalmfestigung30–320.4 LITER_PER_HECTARE
SommergersteHalmfestigung30–320.5 LITER_PER_HECTARE
WintergersteHalmfestigung30–320.4 LITER_PER_HECTARE
HartweizenHalmfestigung30–320.4 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenHalmfestigung30–390.4 LITER_PER_HECTARE
RoggenHalmfestigung30–320.4 LITER_PER_HECTARE
WintergersteHalmfestigung37–390.6 LITER_PER_HECTARE
HaferHalmfestigung30–310.4 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für den Einsatz von MOXA zur Halmfestigung?

Der optimale Anwendungszeitraum liegt in der Hauptschossphase der Kultur zwischen BBCH 30 (Beginn des Schossens) und BBCH 39 (Fahnenblattstadium). Für eine maximale Einkürzung der unteren, statisch wichtigsten Internodien sollte die Behandlung früh (BBCH 31/32) erfolgen. Spätere Anwendungen bis BBCH 39 dienen vor allem der Festigung des oberen Halmbereichs und der Reduzierung des Ährenknickens.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von MOXA?

MOXA benötigt für eine optimale Aufnahme und Wirkung wüchsige Bedingungen mit Temperaturen über 8 °C und ausreichend Sonnenlicht. Bei Frostgefahr, langanhaltender Trockenheit oder extremen Tag-Nacht-Temperaturschwankungen sollte von einer Anwendung abgesehen werden, da dies die Kultur physiologisch stressen und zu unerwünschten Wachstumsdepressionen führen kann.

Kann MOXA zusammen mit Fungiziden aus der Gruppe der Azole ausgebracht werden?

Ja, eine Tankmischung mit Azol-Fungiziden ist grundsätzlich möglich und in der Praxis weit verbreitet. Da einige Azole ebenfalls eine leicht wachstumsregulierende Nebenwirkung aufweisen, kann sich die einkürzende Wirkung von MOXA in dieser Kombination verstärken. In solchen Fällen empfiehlt es sich, die Aufwandmenge von MOXA um etwa 10 bis 20 % zu reduzieren.

Welche Rolle spielt die Stickstoffdüngung bei der Dosierung von MOXA?

Bestände mit einer intensiven Stickstoffdüngung weisen meist ein üppigeres Wachstum und dünnere Halmwände auf, was das Lagerrisiko drastisch erhöht. In solchen üppigen, gut mit Stickstoff versorgten Kulturen sollte die Aufwandmenge im oberen registrierten Bereich gewählt werden, während in schwächeren oder trockenheitsgestressten Beständen die Dosis deutlich reduziert werden sollte.

Wie verhält sich MOXA bezüglich der Regenfestigkeit nach der Applikation?

Der Wirkstoff Trinexapac wird sehr rasch von den grünen Pflanzenteilen aufgenommen. In der Regel ist MOXA bereits etwa 1 bis 2 Stunden nach der Anwendung regenfest. Einsetzender Regen nach diesem Zeitraum beeinträchtigt die systemische Wirkung und die Halmfestigung nicht mehr.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel zur Halmfestigung?

Nutzen Sie auf agronomy.farmable.tech die Filterfunktion in der Produktdatenbank. Wählen Sie dort Ihre spezifische Kultur (z. B. Winterweichweizen) und filtern Sie nach der Indikation 'Halmfestigung' oder der Produktkategorie 'Wachstumsregler', um alle in Deutschland zugelassenen Alternativen und Kombinationspartner übersichtlich anzuzeigen.