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Sonstige · Barclay Chemicals (R&D) Ltd.

Teko 250

BVL Zul.-Nr. 00A657-00

Teko 250 ist ein hochwirksames, systemisches Fungizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von pilzlichen Schaderregern in Getreide und Raps. Als moderner flüssiger Pflanzenschutzmittel-Klassiker basiert es auf dem bewährten Wirkstoff Prothioconazol, der sich durch eine hervorragende Dauerwirkung sowie eine zuverlässige kurative und protektive Aktivität auszeichnet. Das Mittel ist darauf ausgelegt, die Ertragsleistung und Kornqualität deiner Kulturen auch unter hohem Infektionsdruck abzusichern.

Das Anwendungsspektrum umfasst die wichtigsten wirtschaftlich bedeutenden Blatt- und Ährenkrankheiten im Getreide wie Septoria-Arten, Rostpilze, Echten Mehltau sowie Fusarium-Arten. Im Raps bietet Teko 250 einen starken Schutz gegen Weißstängeligkeit (Sclerotinia) und Cylindrosporium-Weißfleckigkeit. Dank seiner systemischen Eigenschaften verteilt sich der Wirkstoff nach der Anwendung optimal in der Kultur und schützt so auch den Neuzuwachs über einen längeren Zeitraum.

Wirkstoffe

Prothioconazol
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Teko 250 enthaltene Wirkstoff Prothioconazol gehört zur chemischen Gruppe der Triazolinthione und wird innerhalb des FRAC-Codes in die Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren) eingestuft. Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der Hemmung der C14-Demethylase im Sterol-Biosyntheseweg der Pilze. Ohne die Produktion von Ergosterol, einem essenziellen Baustein der pilzlichen Zellmembran, kommt es zu strukturellen und funktionellen Schäden an den Membranen, was letztlich das Wachstum des Pilzmyzels stoppt. Da Prothioconazol sowohl protektive als auch kurative Eigenschaften besitzt, kann es bereits vor einer sichtbaren Infektion vorbeugend eingesetzt werden oder eine bereits stattgefundene Infektion in einem frühen Stadium stoppen. Nach der Aufnahme durch die grünen Pflanzenteile wird der Wirkstoff akropetal – also mit dem Saftstrom nach oben – in der Kultur transportiert, wodurch eine gleichmäßige Wirkstoffverteilung gewährleistet ist.

Resistenzmanagement

Um die Wirksamkeit von Teko 250 langfristig zu sichern und der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, solltest du ein konsequentes Antiresistenzmanagement betreiben. Da Prothioconazol der FRAC-Gruppe 3 angehört, empfiehlt es sich, dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen einer Spritzfolge mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen (wie z. B. Carboxamiden/SDHI oder Strobilurinen) abzuwechseln oder in Kombination mit Kontaktfungiziden einzusetzen. Halte dich stets an die empfohlenen Aufwandmengen und vermeide unnötig häufige Behandlungen mit DMIs innerhalb einer Saison.

Mischbarkeit & Tankmischung

Teko 250 zeichnet sich durch eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit vielen gängigen Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachten und vorab eine kleine Mischprobe (Kübeltest) durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und vermeide Mischungen bei extremen Temperaturen oder wenn die Kulturen unter starkem Trocken- oder Froststress stehen. Die Zugabe von zugelassenen Additiven kann die Benetzung und Wirkstoffaufnahme unter schwierigen Witterungsbedingungen optimieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Teko 250 ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, bei der Handhabung des Konzentrats und der Ausbringung unerlässlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Zulassungsdokument ausgewiesen ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern generell auf Anwendungen in blühende Bestände während des aktiven Bienenflugs verzichten und Behandlungen vorzugsweise in den späten Abendstunden durchführen. Um Einträge in Oberflächengewässer und Schäden an aquatischen Organismen zu vermeiden, sind die gesetzlichen Abstandsauflagen und der Einsatz abdriftmindernder Technik strikt einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterweichweizenGelbrost (Puccinia striiformis), Braunrost (Puccinia recondita)0–710.8 LITER_PER_HECTARE
DinkelDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis)26–710.8 LITER_PER_HECTARE
TriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.)37–650.8 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferHaferkronenrost (Puccinia coronata)0–610.8 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsCylindrosporium-Weißfleckigkeit (Cylindrosporium concentricum)0.7 LITER_PER_HECTARE56T
SommerweichweizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici), Septoria nodorum37–650.8 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–610.8 LITER_PER_HECTARE
WintergersteHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici), Septoria nodorum37–650.8 LITER_PER_HECTARE
DinkelSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici), Septoria nodorum37–650.8 LITER_PER_HECTARE
TriticaleEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE
SommergersteFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici), Septoria nodorum37–650.8 LITER_PER_HECTARE
WintergersteEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–610.8 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenRhynchosporium secalis0–710.8 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE
DinkelHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsWeißstängeligkeit (Sclerotinia sclerotiorum)60–650.7 LITER_PER_HECTARE56T
SommergersteEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–610.8 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEchter Mehltau (Erysiphe graminis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenGelbrost (Puccinia striiformis), Braunrost (Puccinia recondita)0–710.8 LITER_PER_HECTARE
SommergersteHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenGelbrost (Puccinia striiformis), Braunrost (Puccinia recondita)0–710.8 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE
TriticaleHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE
WintergersteFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenBraunrost (Puccinia recondita)0–710.8 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenGelbrost (Puccinia striiformis), Braunrost (Puccinia recondita)0–710.8 LITER_PER_HECTARE
DinkelFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici), Septoria nodorum37–650.8 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferHaferkronenrost (Puccinia coronata)0–610.8 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici), Septoria nodorum37–650.8 LITER_PER_HECTARE
DinkelGelbrost (Puccinia striiformis), Braunrost (Puccinia recondita)26–710.8 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenFusarium-Arten59–690.8 LITER_PER_HECTARE
TriticaleGelbrost (Puccinia striiformis), Braunrost (Puccinia recondita), Rhynchosporium secalis0–710.8 LITER_PER_HECTARE
SommergersteGelbrost (Puccinia striiformis), Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres), Zwergrost (Puccinia hordei)0–610.8 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis), Echter Mehltau (Erysiphe graminis)0–710.8 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsWurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans)0–210.7 LITER_PER_HECTARE56T
WintergersteGelbrost (Puccinia striiformis), Netzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres), Zwergrost (Puccinia hordei)0–610.8 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenHalmbruchkrankheit (Pseudocercosporella herpotrichoides)30–320.8 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Fusarium-Arten im Getreide?

Für eine effektive Bekämpfung von Fusarium-Arten solltest du die Behandlung gezielt während der Getreideblüte (BBCH 61 bis 65) durchführen. Achte darauf, dass die Anwendung idealerweise kurz vor oder bis maximal 48 Stunden nach einem Infektionsereignis (meist ausgelöst durch Niederschläge während der Blüte) erfolgt, um eine optimale Wirkung auf die Ähre zu erzielen.

Wie verhält sich Teko 250 bei kühlen Temperaturen im Frühjahr?

Prothioconazol ist bereits bei relativ kühlen Temperaturen ab etwa 8 bis 10 °C voll wirksam, sofern die Kultur aktiv wächst und den Wirkstoff aufnehmen kann. Dies macht Teko 250 zu einer hervorragenden Wahl für frühe Behandlungen im Frühjahr, beispielsweise zur Bekämpfung der Halmbruchkrankheit oder von frühem Gelbrost.

Kann ich Teko 250 mit Wachstumsreglern in Getreide kombinieren?

Ja, eine Mischung mit gängigen Wachstumsreglern ist in der Regel gut verträglich und spart einen Arbeitsgang. Achte jedoch darauf, dass die Kulturen nicht unter Stress (z. B. durch Nachtfröste oder extreme Trockenheit) stehen, da Tankmischungen die Kultur unter solchen Bedingungen zusätzlich belasten können.

Worauf muss ich bei der Bekämpfung von Weißstängeligkeit in Raps achten?

Die Behandlung gegen Weißstängeligkeit (Sclerotinia sclerotiorum) in Raps sollte vorbeugend zur Vollblüte (BBCH 65) erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt fallen die ersten Blütenblätter ab und bleiben in den Blattachseln hängen, wo der Pilz ideale Infektionsbedingungen findet. Eine Applikation stellt sicher, dass diese kritischen Bereiche geschützt sind.

Wie kann ich das Risiko von Resistenzen bei der Nutzung von Teko 250 minimieren?

Nutze Teko 250 im Rahmen einer klugen Spritzfolge und wechsle den Wirkstoff Prothioconazol (FRAC-Gruppe 3) mit Partnern aus anderen Wirkstoffklassen ab, wie etwa SDHIs (Gruppe 7) oder Strobilurinen (Gruppe 11). Vermeide es, die maximale Anzahl an DMI-Anwendungen pro Saison voll auszuschöpfen, und halte dich stets an die volle registrierte Aufwandmenge, um Selektionseffekte zu verhindern.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel für meine Kulturen?

Du kannst die Such- und Filterfunktionen auf unserer Plattform nutzen, um gezielt nach deiner Kultur (z. B. Winterweizen oder Winterraps) und dem spezifischen Schaderreger zu filtern. So erhältst du eine Übersicht aller in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel inklusive ihrer Anwendungsbestimmungen und kannst deine Behandlungsstrategie optimal planen.