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VOROX Unkrautfrei Ultra

BVL Zul.-Nr. 00A679-60

VOROX Unkrautfrei Ultra ist ein hochwirksames, nicht-selektives Kontaktherbizid zur gezielten Bekämpfung von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern. Das auf Basis von natürlicher Pelargonsäure formulierte Pflanzenschutzmittel zeichnet sich durch eine extrem schnelle Anfangswirkung aus, die oft schon wenige Stunden nach der Behandlung durch deutliche Welkesymptome sichtbar wird. Es ist als flüssiges Konzentrat formuliert, das sich hervorragend in Wasser lösen und applizieren lässt.

Da der Wirkstoff ausschließlich auf grüne Pflanzenteile wirkt und keine systemische Tiefenwirkung besitzt, eignet sich das Produkt ideal für den flexiblen Einsatz in einer Vielzahl von Kulturen wie Obst, Gemüse und Zierpflanzen. Es schont die verholzten Teile von Kulturpflanzen, solange diese nicht direkt von der Spritzbrühe getroffen werden. Dies macht es zu einem wertvollen Werkzeug für die Unterblattspritzung und die gezielte Streifenbehandlung.

In der modernen landwirtschaftlichen und gärtnerischen Praxis besetzt VOROX Unkrautfrei Ultra eine wichtige Nische als umweltschonende Alternative zu klassischen, synthetischen Herbiziden. Dank des schnellen biologischen Abbaus im Boden und des Verzichts auf langlebige Rückstände bietet das Produkt eine zeitgemäße Lösung für integrierte Anbausysteme und sensible Flächenkonzepte.

Wirkstoffe

Pelargonsäure
580.24 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in VOROX Unkrautfrei Ultra enthaltene Wirkstoff Pelargonsäure (eine gesättigte Fettsäure) wirkt rein physikalisch-chemisch als Kontaktherbizid. Nach dem Auftreffen auf die Blattoberfläche dringt die Säure in die schützende Wachsschicht (Kutikula) der Pflanze ein und zerstört die Zellmembranen der Epidermis. Dies führt zu einer sofortigen Undichtigkeit der Zellen, wodurch der Zellsaft ungehindert austritt. In der Folge kollabiert das betroffene Gewebe und trocknet innerhalb kürzester Zeit vollständig aus. Da dieser Mechanismus auf einer direkten Zerstörung der physikalischen Zellstruktur beruht, gibt es keine spezifische biochemische Rezeptorbindung im Sinne klassischer Herbizidklassen (keine spezifische HRAC-Klassifizierung). Eine systemische Verteilung des Wirkstoffs innerhalb der Leitungsbahnen der Kultur oder des Unkrauts findet nicht statt.

Resistenzmanagement

Aufgrund des rein physikalischen und unspezifischen Wirkungsmechanismus der Pelargonsäure auf die Zellmembranen ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei Schaderregern als extrem gering einzustufen. Dennoch sollte das Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines vorausschauenden Resistenzmanagements eingesetzt werden. Dies beinhaltet den regelmäßigen Wechsel mit mechanischen Regulierungsmaßnahmen sowie den alternierenden Einsatz von Herbiziden mit systemischen Wirkmechanismen aus anderen HRAC-Gruppen, um eine einseitige Selektion hin zu schwer bekämpfbaren, tiefwurzelnden Unkrautarten zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Aufgrund der hohen Aufwandmengen und des spezifischen Wirkungscharakters als Kontaktherbizid wird VOROX Unkrautfrei Ultra in der Praxis meist als Soloprodukt angewendet. Bei eventuellen Tankmischungen mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern ist unbedingt vorab eine physikalische Mischbarkeitsprobe (Kübeltest) durchzuführen. Mischungen mit stark alkalischen Produkten sind zu vermeiden, da diese die Säure neutralisieren und die Wirkung mindern können. Für eine optimale Benetzung ist auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und eine Applikation auf trockene Pflanzenbestände zu achten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Pelargonsäure ist ein in der Natur vorkommender Stoff, der im Boden durch Mikroorganismen extrem schnell und rückstandsfrei abgebaut wird. Dennoch erfordert der Umgang mit dem Konzentrat aufgrund der sauren Eigenschaften des Wirkstoffs entsprechende Vorsicht und das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (Schutzbrille, Schutzhandschuhe). Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielpflanzen sind die in den Zulassungsbestimmungen definierten Abstandsauflagen und Abschwemmungsminderungen strikt einzuhalten. Das Mittel ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
GemüsekulturenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.0025000001187436283 LITER_PER_SQUARE_METER
GemüsekulturenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.0025000001187436283 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.005300000251736492 LITER_PER_SQUARE_METER
GemüsekulturenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.005300000251736492 LITER_PER_SQUARE_METER
GemüsekulturenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.005300000251736492 LITER_PER_SQUARE_METER
BeerenobstZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.0025000001187436283 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.005300000251736492 LITER_PER_SQUARE_METER
Wege und Plätze mit HolzgewächsenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.005300000251736492 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.0025000001187436283 LITER_PER_SQUARE_METER
Wege und Plätze mit HolzgewächsenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.0025000001187436283 LITER_PER_SQUARE_METER
ObstgehölzeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.005300000251736492 LITER_PER_SQUARE_METER
BeerenobstZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.005300000251736492 LITER_PER_SQUARE_METER
ZiergehölzeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.005300000251736492 LITER_PER_SQUARE_METER
ZiergehölzeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.0025000001187436283 LITER_PER_SQUARE_METER
ObstgehölzeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.0025000001187436283 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.0025000001187436283 LITER_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von VOROX Unkrautfrei Ultra?

Die Wirkung von Pelargonsäure ist stark temperatur- und lichtabhängig. Optimale Ergebnisse werden an warmen, sonnigen Tagen erzielt, da die Zerstörung der Zellmembranen und die anschließende Austrocknung der Schaderreger bei hoher Sonneneinstrahlung und Temperaturen ab 15 °C am schnellsten ablaufen. Bei kühler, feuchter oder stark bewölkter Witterung verzögert sich der sichtbare Effekt spürbar.

Warum treiben manche Unkräuter nach der Behandlung wieder aus?

Da der Wirkstoff Pelargonsäure ein reines Kontaktherbizid ohne systemische Wirkung ist, werden ausschließlich die direkt getroffenen, oberirdischen Pflanzenteile zerstört. Die Wurzeln bleiben völlig unbeschädigt. Mehrjährige Unkräuter mit ausgeprägten Speicherwurzeln oder Rhizomen können daher nach einiger Zeit wieder austreiben, was Folgebehandlungen oder eine Kombination mit mechanischen Maßnahmen erforderlich macht.

Was muss bei der Düsenauswahl und der Applikationstechnik beachtet werden?

Für eine maximale Wirkung ist eine lückenlose Benetzung der Unkrautvegetation essenziell. Es wird empfohlen, Flachstrahldüsen zu verwenden, die ein feines bis mittleres Tropfenspektrum erzeugen, und mit ausreichendem Spritzdruck zu arbeiten. Zu grobe Tropfen perlen oft ungenutzt ab, während zu feine Tropfen abdriften und die Kultur schädigen können. Der Einsatz eines Spritzschirms ist bei der Unterblattspritzung dringend anzuraten.

Kann das Pflanzenschutzmittel auch bei Frost oder im späten Herbst angewendet werden?

Eine Anwendung bei Frost ist nicht zielführend, da die Pflanzenzellen inaktiv sind und der physikalische Wirkungsmechanismus der Pelargonsäure blockiert wird. Auch im späten Herbst ist die Effizienz aufgrund niedriger Temperaturen und geringer Lichtintensität stark eingeschränkt. Die besten Ergebnisse werden während der aktiven Wachstumsphase der Unkräuter im Frühjahr und Sommer erzielt.

Wie schnell ist die behandelte Fläche nach der Anwendung wieder nutzbar?

Sobald der Spritzbelag auf den Blättern der behandelten Pflanzen vollständig getrocknet ist, kann die Fläche wieder betreten werden. Da Pelargonsäure ein natürlicher Wirkstoff ist, der im Boden extrem schnell biologisch abgebaut wird und keine systemischen Rückstände hinterlässt, bestehen nach dem Antrocknen keine Einschränkungen für nachfolgende Arbeiten in der Kultur.

Wie lässt sich das Produkt optimal in ein integriertes Unkrautmanagement integrieren?

Nutzen Sie das Pflanzenschutzmittel gezielt zur Beseitigung von Erstaufgängen in sensiblen Entwicklungsphasen der Kultur. Durch den Verzicht auf systemische Wirkstoffe eignet es sich hervorragend für den Wechsel mit mechanischen Hackverfahren oder zur gezielten Bandbehandlung, um den Selektionsdruck auf klassische Herbizidwirkstoffe zu minimieren und Resistenzbildungen vorzubeugen.