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Kultur

Eissalat

Lactuca sativa
LACSA

Der Gartensalat (Lactuca sativa, EPPO-Code: LACSA) gehört zu den wirtschaftlich bedeutendsten Gemüsearten im mitteleuropäischen Freilandanbau. Ob als knackiger Eisbergsalat, klassischer Kopfsalat oder farbenfroher Pflücksalat – die Kultur zeichnet sich durch eine kurze Entwicklungszeit und eine hohe Vielfalt an Sorten aus. Für einen erfolgreichen Anbau sind eine kontinuierliche Wasserversorgung und ein exaktes Timing bei der Ernte entscheidend.

Aufgrund des flachen Wurzelsystems stellt die Kultur hohe Ansprüche an die Bodenstruktur und die Nährstoffverfügbarkeit in den oberen Bodenschichten. Da Salat meist im Satzanbau über die gesamte Vegetationsperiode hinweg kultiviert wird, müssen Fruchtfolgen sorgfältig geplant werden, um bodenbürtige Schaderreger zu minimieren. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Vermeidung von Pilzinfektionen, die unter feuchtwarmen Bedingungen rasch ganze Bestände vernichten können.

Aussaat-/Pflanzzeitraum
Februar bis August (Satzanbau im Freiland)
Erntefenster
Mai bis November
Reihenabstand
25–35 cm
Typischer Ertrag
25–45 t/ha (je nach Salattyp)
Wärmesumme (GDD)
800–950 GDD (Basis 0 °C)
Boden-pH
6,0–7,2

Bodenmanagement

Salat bevorzugt humose, tiefgründige und gut strukturierte Böden mit einer gleichmäßigen Wasserführung, da Staunässe unbedingt vermieden werden muss. Vor dem Auspflanzen solltest du ein feinkrümeliges Saatbett herstellen, um den Bodenschluss der Jungpflanzen zu optimieren. Eine moderate Stickstoffdüngung ist wichtig, wobei die Gabe aufgeteilt oder bedarfsgerecht gesteuert werden sollte, um Nitratanreicherungen im Erntegut zu verhindern. Durch den flachen Wurzelhorizont ist eine regelmäßige, oberflächennahe Bewässerung besonders in der Kopfbildungsphase unerlässlich. Mulchfolien oder regelmäßiges Hacken helfen dir, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und gleichzeitig den Unkrautdruck mechanisch zu regulieren.

Schaderreger-Management

Im integrierten Pflanzenschutz steht die Vorbeugung von Pilzkrankheiten wie Sclerotinia und Botrytis cinerea im Vordergrund, was du durch weite Pflanzabstände und eine gezielte Tröpfchenbewässerung unterstützen kannst. Gegen den Falschen Mehltau solltest du primär auf resistente Sorten setzen und bei Bedarf zugelassene Pflanzenschutzmittel frühzeitig applizieren. Blattläuse und die Grüne Salatblattlaus sind als Vektoren für Viruserkrankungen gefährlich und erfordern eine regelmäßige Befallskontrolle ab dem Pflanzenauflauf. Der Einsatz von Nützlingen wie Schlupfwespen oder Florfliegenlarven lässt sich im geschützten Anbau hervorragend integrieren. Achte bei jeder chemischen Behandlung strikt auf die Einhaltung der Wartezeit, da Salat direkt frisch vermarktet wird.

Sorten

Maikönig

Früh

Solide Erträge im frühen Freilandanbau

Anfällig für: Falscher Mehltau, Salatmosaikvirus

Traditionelle, sehr kältetolerante Sorte für die ersten Sätze im Frühjahr.

Larissa

Mittelfrüh

Hoher Anteil marktfähiger Köpfe

Resistent gegen: Falscher Mehltau, Salatblattlaus

Anfällig für: Sclerotinia-Fäule

Zuverlässige Profisorte mit breiter Resistenz gegen verschiedene Rassen des Falschen Mehltaus.

Stylist

Mittel bis spät

Sehr hohe Ertragssicherheit und schwere Köpfe

Resistent gegen: Falscher Mehltau, Grüne Salatblattlaus

Anfällig für: Innenbrand, Sclerotinia-Fäule

Schossfeste Sorte für den Sommeranbau mit hervorragender Feldhaltbarkeit.

Tibris

Mittelfrüh

Sehr ertragreich durch dichten Wuchs

Resistent gegen: Falscher Mehltau

Anfällig für: Blattrandbrand

Attraktiver, dunkelroter Lollo-Rossa-Typ mit gutem Standvolumen und Schossfestigkeit.

Wichtige Schaderreger

Zugelassene Pflanzenschutzmittel

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Häufige Fragen

Wie vermeidest du Innenbrand (Tipburn) bei Salat im Sommer?

Innenbrand entsteht meist durch einen lokalen Kalziummangel in den schnell wachsenden Herzblättern, oft ausgelöst durch hohe Temperaturen und unregelmäßige Wasserversorgung. Du kannst dem vorbeugen, indem du für eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit sorgst, Verdunstungsspitzen durch Schattierung brichst und Sorten wählst, die eine geringe Anfälligkeit für diese physiologische Störung aufweisen.

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Sclerotinia-Arten?

Eine vorbeugende Behandlung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln sollte idealerweise kurz nach dem Anwachsen der Jungpflanzen (BBCH 14 bis 19) erfolgen, bevor sich die Rosette schließt. Sobald die Blätter den Boden berühren und ein feuchtes Mikroklima entsteht, dringen die Pilze leicht ein; spätere Behandlungen erreichen die Infektionsstellen an der Basis kaum noch.

Wie erkennst du den Unterschied zwischen Falschem Mehltau und Botrytis im Feld?

Falscher Mehltau zeigt sich zuerst durch eckige, gelbliche Flecken auf der Blattoberseite, die durch die Blattadern begrenzt sind, gefolgt von einem weißen Sporenrasen auf der Unterseite. Botrytis cinerea hingegen verursacht weiche, braune Fäulnisstellen, meist ausgehend von älteren oder verletzten Blättern, die schnell mit einem typischen grauen, staubenden Pilzrasen bedeckt sind.

Welche Rolle spielt das BBCH-Stadium bei der Einhaltung der Wartezeit?

Da Salat eine sehr kurze Kulturzeit hat, musst du Pflanzenschutzmittel-Anwendungen genau auf das BBCH-Stadium abstimmen. Späte Behandlungen ab BBCH 41 (Beginn der Kopfbildung) bergen das Risiko, dass Rückstände bis zur Ernte (BBCH 49) nicht mehr ausreichend abgebaut werden und die gesetzliche Wartezeit die geplante Ernte verzögert.

Wie kann ich auf farmable.tech gezielt nach zugelassenen Mitteln gegen Salatblattläuse suchen?

Nutze in unserem Hub die Filterfunktion für Kulturen und wähle "Lactuca sativa" aus. Filtere anschließend in der Kategorie Schaderreger nach "Blattläuse" oder der spezifischen EPPO-ID des Schädlings, um alle aktuell in deiner Region zugelassenen Pflanzenschutzmittel inklusive Aufwandmengen und Wartezeiten übersichtlich anzuzeigen.