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OTHER · Corteva Agriscience Germany GmbH

ARIANE C

BVL Zul.-Nr. 006218-00

ARIANE C ist ein hochwirksames, systemisches Herbizid zur selektiven Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern sowie hartnäckigen, wurzelnden Schaderregern wie der Acker-Kratzdistel. Als flüssiges Pflanzenschutzmittel ist es speziell für den Einsatz im Frühjahr in einer Vielzahl von Getreidekulturen und Gräsern formuliert. Durch die Kombination von drei bewährten Wirkstoffen bietet das Produkt eine hervorragende Breitenwirkung und schließt kritische Lücken in der Unkrautbekämpfung.

Das Mittel zeichnet sich durch eine schnelle Wirkstoffaufnahme über das Blattwerk und eine anschließende systemische Verteilung in der gesamten Pflanze aus. Dies garantiert eine nachhaltige Wirkung bis in die Wurzelspitzen, was besonders bei der Bekämpfung ausdauernder Unkrautarten von entscheidender Bedeutung ist. ARIANE C hat sich als verlässlicher Standard im modernen Ackerbau etabliert, um Erträge und Qualitäten im Getreidebau abzusichern.

Dank des breiten BBCH-Anwendungsfensters im Frühjahr lässt sich die Behandlung flexibel an die jeweiligen Witterungsbedingungen und das Auflaufen der Schaderreger anpassen. Die Formulierung sorgt für eine hervorragende Benetzung der Blattoberflächen und eine hohe Regenfestigkeit schon kurze Zeit nach der Applikation.

Wirkstoffe

Clopyralid
80 g/L · Wirkstoff
Florasulam
2.5 g/L · Wirkstoff
Fluroxypyr
144.1 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die hervorragende biologische Leistung von ARIANE C basiert auf dem synergetischen Zusammenspiel dreier Wirkstoffe mit zwei unterschiedlichen Wirkungsmechanismen. Clopyralid und Fluroxypyr gehören zur Gruppe der synthetischen Auxine (HRAC-Gruppe 4). Sie greifen regulatorisch in das Hormonsystem der zweikeimblättrigen Kulturen und Unkräuter ein, was zu einem unkontrollierten, deformierten Wachstum (Epinastie), Zellstreckung und schließlich zum Absterben der betroffenen Schaderreger führt. Fluroxypyr ist dabei besonders stark gegen Klettenlabkraut, während Clopyralid seine Stärken bei der Bekämpfung von Korbblütlern wie Disteln ausspielt. Ergänzt werden diese Wuchsstoffe durch Florasulam, einen Wirkstoff aus der Gruppe der ALS-Inhibitoren (HRAC-Gruppe 2). Florasulam blockiert das Enzym Acetolactat-Synthase, welches für die Synthese lebenswichtiger, verzweigtkettiger Aminosäuren in der Pflanze verantwortlich ist. Nach der Aufnahme stoppt das Unkrautwachstum innerhalb kürzester Zeit, gefolgt von Chlorosen und Nekrosen an den Vegetationspunkten. Diese duale Wirkungsweise sorgt für eine lückenlose und sichere Bekämpfung.

Resistenzmanagement

Um einer potenziellen Resistenzentwicklung vorzubeugen, nutzt ARIANE C bereits von Haus aus das Prinzip des Wirkstoffwechsels durch die Kombination von HRAC-Gruppe 2 (Florasulam) und HRAC-Gruppe 4 (Clopyralid, Fluroxypyr). Dennoch sollte dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts eingesetzt werden. Dies beinhaltet den regelmäßigen Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen (wie z. B. HRAC-Gruppe 15 oder 27) in der Fruchtfolge sowie die Förderung der Konkurrenzkraft der Kultur durch angepasste Saatstärken und mechanische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen.

Mischbarkeit & Tankmischung

ARIANE C ist im Allgemeinen sehr gut verträglich und lässt sich problemlos in Tankmischung mit gängigen Fungiziden, Insektiziden sowie flüssigen Blattdüngern ausbringen. Bei der Kombination mit Wachstumsreglern sollte die Aufwandmenge der Mischungspartner an die Witterung und den Zustand der Kultur angepasst werden, um Stressreaktionen zu vermeiden. Für eine optimale Benetzung wird die Verwendung von ausreichend Wasser (200–400 l/ha) empfohlen. Mischungen sollten stets unmittelbar vor der Anwendung frisch angesetzt und zügig ausgebracht werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit ARIANE C ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug, obligatorisch. Zum Schutz von Gewässern und aquatischen Organismen sind die länderspezifischen Abstandsauflagen und gegebenenfalls der Einsatz abdriftmindernder Düsen strikt einzuhalten. Das Produkt ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte direkter Kontakt mit blühenden Kulturen oder Unkräutern im Sinne des vorsorgenden Umweltschutzes minimiert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SommerweichweizenAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–301.5 LITER_PER_HECTARE
WintergersteAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter32–391.5 LITER_PER_HECTARE
DinkelAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter32–391.5 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter32–391.5 LITER_PER_HECTARE
GräserAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–291.5 LITER_PER_HECTARE
RasenAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter1.5 LITER_PER_HECTARE
WintergersteAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–311.5 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–311.5 LITER_PER_HECTARE
DinkelAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–311.5 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–311.5 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter32–391.5 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter32–391.5 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–301.5 LITER_PER_HECTARE
Langährige QueckeAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–311.5 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–311.5 LITER_PER_HECTARE
SommergersteAcker-Kratzdistel, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–301.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Bekämpfung der Acker-Kratzdistel mit ARIANE C?

Der beste Bekämpfungserfolg gegen die Acker-Kratzdistel wird erzielt, wenn sich die Disteln im aktiven Wachstum befinden und eine Wuchshöhe von etwa 15–20 cm (Rosetten- bis Streckungsstadium) erreicht haben. Zu diesem Zeitpunkt ist der Saftstrom in die Wurzeln besonders ausgeprägt, was den Transport des systemischen Wirkstoffs Clopyralid bis in die Wurzelenden begünstigt.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von ARIANE C?

ARIANE C entfaltet seine optimale Wirkung bei wüchsigem Wetter mit Temperaturen zwischen 10 °C und 20 °C, da hier der Stoffwechsel der Unkräuter aktiv ist. Bei extremer Trockenheit, starker Hitze über 25 °C oder drohenden Nachtfrösten sollte die Behandlung verschoben werden, um Kulturunverträglichkeiten zu vermeiden und eine ausreichende Wirkstoffaufnahme zu sichern.

Gibt es Einschränkungen für Nachfolgekulturen nach dem Einsatz von ARIANE C?

Aufgrund des enthaltenen Wirkstoffs Clopyralid müssen bei der Nachbauplanung bestimmte Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Nach der Ernte des behandelten Getreides können im selben Herbst in der Regel problemlos Wintergetreide oder Winterraps angebaut werden. Vor dem Anbau empfindlicher Kulturen wie Leguminosen (Erbsen, Ackerbohnen) im folgenden Frühjahr wird eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen) dringend empfohlen, um Wirkstoffrückstände im Boden gleichmäßig zu verteilen und abzubauen.

Kann ARIANE C auch bei niedrigen Temperaturen im zeitigen Frühjahr eingesetzt werden?

Obwohl die ALS-Inhibitor-Komponente Florasulam bereits ab ca. 5 °C eine gewisse Aktivität zeigt, benötigen die Wuchsstoffe Fluroxypyr und Clopyralid für eine sichere Wirkung höhere Temperaturen (ab ca. 8–10 °C) und aktiven Pflanzenstoffwechsel. Ein zu früher Einsatz bei anhaltenden Nachtfrösten kann die Kultur belasten und die Wirkung gegen Problemunkräuter mindern.

Wie verhält sich ARIANE C bezüglich der Regenfestigkeit?

ARIANE C ist nach der Anwendung relativ schnell regenfest. In der Regel reichen 1 bis 2 Stunden ohne Niederschlag aus, damit die Wirkstoffe ausreichend von den Blättern der Schaderreger aufgenommen werden. Dennoch sollte die Anwendung nicht unmittelbar vor absehbaren Starkregenereignissen erfolgen, um Wirkstoffverluste zu vermeiden.

Warum ist die Kombination aus drei Wirkstoffen in ARIANE C vorteilhaft für die Praxis?

Die Kombination aus Clopyralid, Florasulam und Fluroxypyr deckt ein extrem breites Spektrum an einjährigen und mehrjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern ab. Während Fluroxypyr hervorragend gegen Klettenlabkraut wirkt, bekämpft Clopyralid tiefwurzelnde Problemunkräuter wie Disteln, und Florasulam schließt Lücken bei Kamille-Arten und Kreuzblütlern. Dies spart häufig zusätzliche Mischungspartner.