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Sonstige · Albaugh TKI d.o.o.

TRAILER

BVL Zul.-Nr. 028747-00

TRAILER ist ein hochkonzentriertes Herbizid zur gezielten Bekämpfung von Vogel-Sternmiere in einer Vielzahl von Getreidekulturen. Mit dem bewährten Wirkstoff Tribenuron (750 g/kg), formuliert als wasserdispergierbares Granulat (WG), bietet das Pflanzenschutzmittel eine hochwirksame und wirtschaftliche Lösung für den professionellen Ackerbau. Es zeichnet sich durch eine schnelle Aufnahme über das Blattwerk aus und stoppt das Wachstum empfindlicher Unkräuter unmittelbar nach der Anwendung.

Das Produkt ist speziell für den Einsatz im Frühjahr während der Bestockungsphase (BBCH-Stadium 20–29) von Winter- und Sommergetreide wie Weizen, Gerste, Roggen, Hafer und Triticale registriert. Durch die niedrige Aufwandmenge von nur 20 g/ha ist TRAILER äußerst transport- und lagereffizient und stellt ein wichtiges Werkzeug zur Unkrautbereinigung im Getreidebau dar.

Wirkstoffe

Tribenuron
750 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in TRAILER enthaltene Wirkstoff Tribenuron gehört zur chemischen Klasse der Sulfonylharnstoffe und ist im HRAC-System der Gruppe 2 (früher Gruppe B) zugeordnet. Er wirkt als selektiver, systemischer Herbizid-Wirkstoff, der das Enzym Acetolactat-Synthase (ALS) blockiert. Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese der verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin in Pflanzen. Nach der Aufnahme über die Blätter und in geringerem Maße über die Wurzeln wird der Wirkstoff rasch in der Kultur und im Unkraut transportiert und sammelt sich in den meristematischen Geweben an. Durch die Hemmung der ALS wird die Zellteilung sofort gestoppt, was zu einem unmittelbaren Wachstumsstillstand des Schaderregers führt. Erste Symptome wie Chlorosen und Nekrosen an den Vegetationspunkten zeigen sich nach einigen Tagen, während das vollständige Absterben der Unkräuter je nach Witterung zwei bis drei Wochen dauern kann.

Resistenzmanagement

Da Tribenuron als ALS-Inhibitor (HRAC-Gruppe 2) ein erhöhtes Risiko für die Selektion resistenter Biotypen aufweist – insbesondere bei der Vogel-Sternmiere –, ist ein konsequentes Resistenzmanagement unerlässlich. Du solltest TRAILER daher nicht wiederholt oder als alleinige Maßnahme auf derselben Fläche einsetzen. Kombiniere die Behandlung idealerweise mit Herbiziden aus anderen Wirkstoffklassen (z. B. synthetischen Auxinen) oder wechsle die Wirkmechanismen in der Fruchtfolge systematisch ab, um die langfristige Wirksamkeit der ALS-Hemmer zu sichern.

Mischbarkeit & Tankmischung

TRAILER lässt sich in der Praxis gut mit vielen gängigen Getreideherbiziden, Fungiziden und flüssigen Blattdüngern mischen. Zur Verbesserung der Benetzung und Wirkstoffaufnahme – besonders bei trockener Witterung oder einer ausgeprägten Wachsschicht der Unkräuter – wird der Zusatz eines zugelassenen nicht-ionischen Netzmittels empfohlen. Achte darauf, die Spritze vor der Mischung gründlich zu reinigen, und fülle den Tank zunächst zu zwei Dritteln mit Wasser, bevor du TRAILER unter ständigem Rühren vollständig auflöst, bevor weitere Mischungspartner hinzugefügt werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit TRAILER ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz beim Ansetzen der Spritzbrühe, obligatorisch. Da keine spezifische Bienengefährdungsklassifizierung vorliegt, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen auf blühende Kulturen oder in Bereichen, in denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und die Behandlung vorzugsweise in den späten Abendstunden durchführen. Um Gewässer und Nichtzielorganismen zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Flächen strikt zu vermeiden und die allgemeinen Gewässerschutzauflagen einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SommergersteVogel-Sternmiere20–290.02 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterweichweizenVogel-Sternmiere20–290.02 KILOGRAM_PER_HECTARE
SommertriticaleVogel-Sternmiere20–290.02 KILOGRAM_PER_HECTARE
SommerweichweizenVogel-Sternmiere20–290.02 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterhaferVogel-Sternmiere20–290.02 KILOGRAM_PER_HECTARE
SommerroggenVogel-Sternmiere20–290.02 KILOGRAM_PER_HECTARE
SommerhaferVogel-Sternmiere20–290.02 KILOGRAM_PER_HECTARE
WinterhartweizenVogel-Sternmiere20–290.02 KILOGRAM_PER_HECTARE
SommerhartweizenVogel-Sternmiere20–290.02 KILOGRAM_PER_HECTARE
WintergersteVogel-Sternmiere20–290.02 KILOGRAM_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Behandlung mit TRAILER gegen die Vogel-Sternmiere?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt im Frühjahr, wenn die Vogel-Sternmiere aktiv wächst und sich im kleinen bis mittleren Rosettenstadium befindet. Deine Getreidekultur muss sich dabei in der Bestockungsphase (BBCH-Stadium 20 bis 29) befinden. Aktives Wachstum und milde Temperaturen begünstigen die schnelle Aufnahme des Wirkstoffs.

Kannst du TRAILER auch bei kühlen Temperaturen im zeitigen Frühjahr spritzen?

Ja, TRAILER wirkt auch bei kühleren Temperaturen, solange die Unkräuter physiologisch aktiv sind und kein Dauerfrost herrscht. Bei extremen Temperaturschwankungen oder Nachtfrösten unmittelbar nach der Spritzung kann sich die Wirkung jedoch verzögern oder die Kultur gestresst werden.

Warum ist der Zusatz eines Netzmittels bei der Anwendung von TRAILER ratsam?

Da TRAILER ein reines Blattherbizid ist, verbessert ein Adjuvans die Benetzung der oft behaarten oder wachshaltigen Blattoberfläche der Vogel-Sternmiere. Dies beschleunigt das Eindringen des Wirkstoffs Tribenuron und sichert die Wirkung auch unter suboptimalen Bedingungen wie Trockenheit ab.

Was musst du beim Nachbau von Folgekulturen nach dem Einsatz von TRAILER beachten?

Tribenuron wird im Boden relativ schnell durch Hydrolyse und mikrobiellen Abbau abgebaut. In der Regel können im Rahmen der normalen Fruchtfolge nach der Ernte des behandelten Getreides alle üblichen Folgekulturen angebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch der Kultur empfiehlt sich eine tiefe Bodenbearbeitung vor der Neuansaat.

Wie erkennst du, ob die Vogel-Sternmiere auf deinem Feld bereits resistent gegen TRAILER ist?

Wenn du einige Wochen nach der Behandlung feststellst, dass die Vogel-Sternmiere trotz optimaler Anwendungsbedingungen (wüchsiges Wetter, richtige Aufwandmenge) keinerlei Symptome wie Wachstumsstopp oder Vergilbung zeigt, könnte eine ALS-Resistenz vorliegen. In diesem Fall solltest du sofort auf einen Wirkstoff mit anderem HRAC-Mechanismus wechseln.

Wie findest du auf agronomy.farmable.tech weitere Pflanzenschutzmittel mit anderen Wirkmechanismen zur Fruchtfolgeplanung?

Du kannst in unserem Hub gezielt nach deiner Kultur und dem Schaderreger filtern. Nutze die Filteroptionen für Wirkstoffgruppen (HRAC/FRAC/IRAC), um gezielt Produkte anzuzeigen, die nicht zur HRAC-Gruppe 2 (ALS-Inhibitoren) gehören, und plane so eine effektive Antiresistenzstrategie für deinen Betrieb.