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Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

AGNI

BVL Zul.-Nr. 00A606-60

AGNI ist ein leistungsstarkes, flüssiges Herbizid zur Bekämpfung von breitblättrigen Unkräutern in einer Vielzahl von Getreidekulturen. Durch die Kombination von drei bewährten Wirkstoffen bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine hervorragende Breitenwirkung im Nachauflauf im Frühjahr. Es ist speziell darauf ausgelegt, hartnäckige Schaderreger im Getreidebau effektiv zu kontrollieren und die Ertragsfähigkeit deiner Kulturen abzusichern.

Das Wirkungsspektrum umfasst wirtschaftlich bedeutende Unkräuter wie Kletten-Labkraut, verschiedene Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere sowie Ausfallraps. Dank der flexiblen Anwendungsmöglichkeit von BBCH 13 bis BBCH 39 lässt sich AGNI optimal in das betriebliche Arbeitsmanagement integrieren, sowohl in Winter- als auch in Sommergetreidekulturen wie Weizen, Gerste, Roggen, Hafer und Triticale.

Wirkstoffe

Clopyralid
80 g/L · Wirkstoff
Florasulam
2.5 g/L · Wirkstoff
Fluroxypyr
144 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die herausragende Wirksamkeit von AGNI basiert auf dem synergetischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkungsmechanismen. Die Wirkstoffe Clopyralid und Fluroxypyr gehören zur HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Sie imitieren das pflanzliche Wuchshormon Indol-3-essigsäure, was zu einem unkontrollierten Wachstum, typischen Deformationen (Epinastien) und schließlich zum Absterben der empfindlichen Unkräuter führt. Fluroxypyr wird dabei rasch über das Blatt aufgenommen und sorgt für einen schnellen Wirkungseintritt, insbesondere bei Kletten-Labkraut. Florasulam ergänzt diese Kombination als Wirkstoff aus der HRAC-Gruppe 2 (ALS-Inhibitoren). Es blockiert das Enzym Acetolactat-Synthase, welches für die Biosynthese der essenziellen, verzweigtkettigen Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin unerlässlich ist. Dies führt zu einem sofortigen Wachstumsstopp der Schadpflanzen in den meristematischen Geweben, gefolgt von Chlorosen und Nekrosen innerhalb weniger Tage.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen wirksam vorzubeugen, nutzt AGNI bereits die Kombination zweier unterschiedlicher HRAC-Wirkstoffklassen (Gruppe 2 und Gruppe 4). Dennoch solltest du im Rahmen deines integrierten Pflanzenschutzmanagements darauf achten, den Einsatz dieses Mittels mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen in der Fruchtfolge abzuwechseln. Vermeide die wiederholte, alleinige Anwendung von ALS-Hemmern auf derselben Fläche und kombiniere mechanische Maßnahmen mit einer ausgewogenen Fruchtfolgegestaltung, um den Selektionsdruck auf Unkrautpopulationen nachhaltig zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

AGNI zeichnet sich durch eine gute physikalische und biologische Mischbarkeit mit vielen gängigen Fungiziden, Wachstumsreglern und flüssigen Blattdüngern aus. Bei geplanten Tankmischungen empfiehlt es sich jedoch, vorab eine Mischungsprobe in einem kleineren Gefäß durchzuführen. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und vermeide Mischungen unter extremen Witterungsbedingungen wie starker Sonneneinstrahlung oder Frostgefahr, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden. Die Zugabe von Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, kann aber unter extrem trockenen Bedingungen die Wirkstoffaufnahme bei stark behaarten oder wachshaltigen Unkräutern unterstützen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit AGNI ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern und nützlichen Insekten grundsätzlich auf eine Anwendung in blühende Bestände oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, verzichten. Verlege die Behandlung vorzugsweise in die Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist. Um Einträge in Oberflächengewässer und empfindliche Saumbiotope zu vermeiden, sind die allgemeinen Abdriftminderungsmaßnahmen und ein sorgfältiger Umgang an Gewässerrändern strikt einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterhaferAusfallraps, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere13–321 LITER_PER_HECTARE
WintergersteAusfallraps, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere13–391 LITER_PER_HECTARE
SommergersteAusfallraps, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere13–391 LITER_PER_HECTARE
SommerroggenAusfallraps, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere13–321 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferAusfallraps, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere13–321 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleAusfallraps, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere13–391 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenAusfallraps, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere13–391 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenAusfallraps, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere13–391 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenAusfallraps, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere13–391 LITER_PER_HECTARE
SommertriticaleAusfallraps, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere13–391 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenAusfallraps, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere13–391 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenAusfallraps, Kletten-Labkraut, Vogel-Sternmiere13–391 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit AGNI?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im Frühjahr, wenn die Unkräuter aktiv wachsen und sich im Keim- bis frühen Laubblattstadium befinden. Warme, wüchsige Witterung mit ausreichender Luftfeuchtigkeit beschleunigt die Wirkstoffaufnahme und führt zu schnelleren Bekämpfungserfolgen.

Kann ich AGNI auch bei niedrigen Temperaturen im zeitigen Frühjahr einsetzen?

Ja, dank der Wirkstoffkombination zeigt AGNI auch bei mäßig kühlen Temperaturen ab etwa 8 °C eine gute Wirkung. Wichtig ist jedoch, dass die Unkräuter bereits im Wachstum sind und kein Frost unmittelbar vor oder nach der Anwendung droht, da dies die Kulturverträglichkeit beeinträchtigen kann.

Wie verhält sich AGNI bei Regen kurz nach der Spritzung?

Die Wirkstoffe werden relativ schnell von den Blättern der Unkräuter aufgenommen. Eine Regenfestigkeit ist in der Regel bereits 1 bis 2 Stunden nach der Applikation gegeben. Dennoch solltest du die Behandlung nicht durchführen, wenn unmittelbar Regen absehbar ist.

Welche Nachbau-Einschränkungen muss ich nach dem Einsatz von AGNI beachten?

Da Clopyralid im Boden eine gewisse Persistenz aufweisen kann, solltest du bei der Planung der Folgekulturen vorsichtig sein. Nach dem normalen Umbruch im Herbst können in der Regel Wintergetreide und Raps gesät werden. Bei empfindlichen Kulturen wie Leguminosen (z. B. Erbsen, Bohnen) oder Umbruch im selben Frühjahr ist eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen) ratsam, um das Risiko von phytotoxischen Schäden zu minimieren.

Wie kann ich im Farmable-Hub nach weiteren zugelassenen Produkten gegen Kletten-Labkraut suchen?

Du kannst im Hub die Filterfunktion nutzen, um gezielt nach dem Schaderreger 'Kletten-Labkraut' zu suchen. Dort werden dir alle in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel angezeigt, die für deine spezifische Kultur zugelassen sind, sodass du Wirkstoffe im Sinne des Resistenzmanagements optimal rotieren kannst.

Warum ist die Einhaltung der BBCH-Stadien 13 bis 39 so wichtig?

Diese Spanne stellt sicher, dass die Getreidekultur ausreichend etabliert ist (ab dem 3-Blatt-Stadium), um die Wirkstoffe ohne Ertragseinbußen zu tolerieren, und die Behandlung abgeschlossen ist, bevor das Ährenschieben (BBCH 49) beginnt. Eine spätere Anwendung kann zu Deformationen der Ähren und Ertragsverlusten führen.