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OTHER · Sharda Cropchem Espana S.L.

SITARA XL

BVL Zul.-Nr. 00B069-00

SITARA XL ist ein hochwirksames, flüssiges Herbizid zur gezielten Bekämpfung von wirtschaftlich bedeutenden, breitblättrigen Unkräutern in einer Vielzahl von Getreidekulturen. Als modernes Pflanzenschutzmittel ist es sowohl für den Einsatz in Winter- als auch in Sommergetreide registriert. Die Formulierung ermöglicht eine schnelle Wirkstoffaufnahme über das Blatt und sorgt für eine zuverlässige Unkrautausschaltung im Frühjahr.

Das Wirkungsspektrum von SITARA XL konzentriert sich auf besonders ertragsmindernde Schaderreger im Getreidebau. Dazu gehören schwer bekämpfbare Arten wie das Kletten-Labkraut, verschiedene Kamille-Arten und die Vogel-Sternmiere. Durch die Kombination zweier komplementärer Wirkstoffe bietet das Produkt eine hervorragende Kulturverträglichkeit bei gleichzeitig hoher biologischer Leistung.

Wirkstoffe

Florasulam
2.5 g/L · Wirkstoff
Fluroxypyr
144 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die hervorragende Herbizidwirkung von SITARA XL basiert auf dem synergetischen Zusammenspiel zweier unterschiedlicher Wirkungsmechanismen. Der Wirkstoff Florasulam gehört zur HRAC-Gruppe 2 (ALS-Inhibitoren). Er blockiert das Enzym Acetolactat-Synthase in den Unkräutern, was die Synthese lebenswichtiger Aminosäuren unterbindet. Dies führt bereits kurz nach der Anwendung zu einem vollständigen Wachstumsstopp der sensitiven Schaderreger. Ergänzt wird dieser Effekt durch Fluroxypyr, einen Wirkstoff aus der HRAC-Gruppe 4 (synthetische Auxine). Fluroxypyr greift als Wuchsstoff in das hormonelle System der Unkräuter ein. Dies führt zu unkontrollierten Wachstumsprozessen, typischen Deformationen an Stängeln und Blättern (Epinastien) und letztlich zum raschen Absterben des gesamten Unkrauts bis in die Wurzeln.

Resistenzmanagement

Zur Vermeidung von Wirkstoffresistenzen kombiniert SITARA XL bereits werkseitig zwei unterschiedliche Wirkmechanismen (HRAC-Gruppe 2 und HRAC-Gruppe 4). Um diese Schutzwirkung langfristig zu erhalten, sollte das Pflanzenschutzmittel stets im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements eingesetzt werden. Dies beinhaltet den regelmäßigen Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen sowie mechanische Maßnahmen zur Unkrautregulierung, um die Selektion resistenter Biotypen – insbesondere bei Kamille-Arten – konsequent zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

SITARA XL zeichnet sich durch eine hervorragende Mischbarkeit mit gängigen Fungiziden, Wachstumsreglern und flüssigen Blattdüngern aus. Für eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme wird eine Wassermenge von mindestens 200 l/ha empfohlen. Die Anwendung sollte vorzugsweise bei wüchsiger Witterung und Temperaturen ab 8 °C erfolgen. Extreme Trockenheit oder Nachtfröste unmittelbar vor oder nach der Behandlung können die Kulturverträglichkeit beeinträchtigen und sollten bei der Terminplanung gemieden werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit SITARA XL sind die gesetzlich vorgeschriebenen Auflagen zum Anwenderschutz, einschließlich des Tragens geeigneter persönlicher Schutzausrüstung (PSA), strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielpflanzen sind die in der Zulassung festgelegten Abstandsauflagen und driftmindernden Düsenklassen penibel zu beachten. Das Produkt ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zum Schutz von Wildbienen nicht in aktiv blühende Bestände appliziert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SommertriticaleKletten-Labkraut, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere0–321 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenKletten-Labkraut, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere0–321 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferKletten-Labkraut, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere0–321 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenKletten-Labkraut, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere0–321 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenKletten-Labkraut, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere0–321 LITER_PER_HECTARE
SommergersteKletten-Labkraut, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere0–321 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleKletten-Labkraut, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere0–321 LITER_PER_HECTARE
WintergersteKletten-Labkraut, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere0–391 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenKletten-Labkraut, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere0–391 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferKletten-Labkraut, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere0–321 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenKletten-Labkraut, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere0–321 LITER_PER_HECTARE
SommerroggenKletten-Labkraut, Kamille-Arten, Vogel-Sternmiere0–321 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Anwendungszeitpunkt für SITARA XL im Frühjahr?

Der beste Bekämpfungserfolg wird erzielt, wenn sich die Unkräuter im aktiven Wachstum befinden (idealerweise im 2- bis 6-Blatt-Stadium) und die Temperaturen tagsüber konstant über 8 °C liegen. Die Anwendung kann in den zugelassenen Getreidekulturen flexibel ab dem Auflaufen bis zum Erscheinen des Fahnenblattes (BBCH 39) erfolgen.

Wie schnell ist SITARA XL nach der Ausbringung regenfest?

Dank der modernen Formulierung ist SITARA XL sehr schnell regenfest. Bereits 1 bis 2 Stunden nach der Applikation sind die Wirkstoffe Florasulam und Fluroxypyr so weit in das Blattgewebe der Unkräuter eingedrungen, dass nachfolgende Niederschläge die herbizide Wirkung nicht mehr beeinträchtigen.

Kann SITARA XL auch bei kühlen Temperaturen im zeitigen Frühjahr eingesetzt werden?

Ja, die Wirkung der Florasulam-Komponente setzt bereits bei niedrigen Temperaturen ab ca. 5 °C ein. Für eine optimale Entfaltung des Fluroxypyrs (insbesondere gegen Kletten-Labkraut) sind jedoch wüchsige Temperaturen ab 8 bis 10 °C vorteilhaft. Bei Frostgefahr oder extremen Temperaturschwankungen sollte die Behandlung verschoben werden.

Welche Nachbauauflagen müssen nach dem Einsatz von SITARA XL beachtet werden?

Nach dem regulären Einsatz von SITARA XL im Frühjahr können im Rahmen der normalen Fruchtfolge im Herbst alle üblichen Kulturen (wie Winterraps oder Wintergetreide) nachgebaut werden. Bei einem vorzeitigen Umbruch der Kultur sind die spezifischen Hinweise der Gebrauchsanleitung bezüglich der Bodenbearbeitung und Wartezeiten für Folgekulturen zu beachten.

Warum ist die Kombination aus Florasulam und Fluroxypyr besonders vorteilhaft gegen Kletten-Labkraut?

Kletten-Labkraut ist eines der schadwirksamsten Unkräuter im Getreidebau. Während Florasulam das Wachstum junger Pflanzen schnell stoppt, sorgt Fluroxypyr auch bei bereits größeren, verholzten Kletten-Labkraut-Pflanzen für eine sichere systemische Bekämpfung bis in die Wurzeln. Dies minimiert das Risiko von Durchwuchs und Ernteerschwerungen.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Kletten-Labkraut?

Nutzen Sie hierzu einfach die Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech. Filtern Sie in der Produktdatenbank nach dem Schaderreger „Kletten-Labkraut“ und wählen Sie Ihre spezifische Getreidekultur aus, um eine vollständige Liste aller in Deutschland zugelassenen Alternativen und Tankmischpartner anzuzeigen.