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Sonstige · CAC Chemical GmbH

TARTAROS

BVL Zul.-Nr. 00A267-00

TARTAROS ist ein hochwirksames, systemisches Fungizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums wirtschaftlich bedeutender Pilzkrankheiten in Getreide und Raps. Mit dem bewährten Wirkstoff Prothioconazol (300 g/l) bietet dieses Pflanzenschutzmittel einen zuverlässigen Schutz vor ertragsmindernden Schaderregern. Die flüssige Formulierung sorgt für eine hervorragende Benetzung und schnelle Aufnahme in die Kultur, wodurch ein langanhaltender Schutz gewährleistet wird.

Das Anwendungsspektrum erstreckt sich über wichtige Getreidearten wie Weizen, Gerste, Roggen, Triticale und Dinkel sowie über Winter- und Sommerraps. TARTAROS zeichnet sich durch eine starke kurative und protektive Wirkung aus. Es erfasst kritische Schaderreger wie Septoria-Arten, Rostpilze (Gelb-, Braun- und Zwergrost), Netzflecken sowie die gefürchtete Weißstängeligkeit (Sclerotinia) und Wurzelhals- und Stängelfäule im Raps.

Dank seiner systemischen Eigenschaften verteilt sich der Wirkstoff nach der Anwendung gleichmäßig in den neu zuwachsenden Pflanzenteilen. Dies macht TARTAROS zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen, integrierten Pflanzenschutz, um die Vitalität der Kulturen zu sichern und das volle Ertragspotenzial auszuschöpfen.

Wirkstoffe

Prothioconazol
300 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in TARTAROS enthaltene Wirkstoff Prothioconazol gehört zur chemischen Klasse der Triazolinthione und wird innerhalb der FRAC-Klassifikation in die Gruppe 3 (DMI-Fungizide / Demethylierungs-Inhibitoren) eingeordnet. Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der gezielten Hemmung der C14-Demethylase im Biosyntheseweg des Ergosterols. Ergosterol ist ein essenzieller Baustein für den Aufbau und die Stabilität der pilzlichen Zellmembranen. Durch die Blockade dieses Enzyms kommt es zu einer Akkumulation von toxischen Methylsterolen und einem Mangel an funktionellem Ergosterol. Dies führt zu einer Störung der Membranpermeabilität und letztlich zum Absterben des Pilzmyzels. Da Prothioconazol sowohl protektive als auch kurative Eigenschaften besitzt, kann es die Sporenkeimung verhindern und bereits begonnenes Myzelwachstum im Gewebe der Kultur stoppen.

Resistenzmanagement

Um die Wirksamkeit von TARTAROS langfristig zu sichern und der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, solltest du ein konsequentes Antiresistenzmanagement betreiben. Da Prothioconazol der FRAC-Gruppe 3 angehört, ist es ratsam, dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen der Spritzfolge mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen (wie z. B. Carboxamiden/SDHI oder Strobilurinen) abzuwechseln oder als Kombinationspartner einzusetzen. Vermeide wiederholte Solo-Anwendungen desselben Wirkstoffs und halte dich stets an die empfohlenen Aufwandmengen, um den Selektionsdruck auf die Schaderreger zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

TARTAROS weist eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Herbiziden, Insektiziden, Wachstumsreglern und Blattdüngern auf. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du die jeweilige Gebrauchsanleitung der Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleineren Gefäß durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität (idealerweise ein neutraler bis leicht saurer pH-Wert) und fülle die Spritze zunächst zu zwei Dritteln mit Wasser, bevor du TARTAROS unter ständigem Rühren hinzugibst. Die Anwendung sollte zügig nach dem Ansetzen der Spritzbrühe erfolgen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit TARTAROS ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da für dieses Produkt keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Datenblatt hinterlegt ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und Behandlungen bevorzugt in den späten Abendstunden durchführen. Um Gewässerorganismen und Bodenlebewesen zu schonen, sind Abdriften auf angrenzende Flächen und Gewässer durch den Einsatz abdriftmindernder Technik und die Einhaltung der guten fachlichen Praxis konsequent zu vermeiden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WeizenBraunrost (Puccinia recondita)30–610.65 LITER_PER_HECTARE
RoggenBraunrost (Puccinia recondita)30–610.65 LITER_PER_HECTARE
GersteZwergrost (Puccinia hordei)30–610.65 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.)30–610.65 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenFusarium-Arten61–690.65 LITER_PER_HECTARE
RapsSclerotinia sclerotiorum61–690.6 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsWurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans)16–190.6 LITER_PER_HECTARE
RapsWurzelhals- und Stängelfäule (Leptosphaeria maculans)20–590.6 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenFusarium-Arten61–690.65 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenFusarium-Arten61–690.65 LITER_PER_HECTARE
RoggenRhynchosporium secalis30–610.65 LITER_PER_HECTARE
WeizenGelbrost (Puccinia striiformis)30–610.65 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenFusarium-Arten61–690.65 LITER_PER_HECTARE
WeizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)30–610.65 LITER_PER_HECTARE
WeizenDTR-Blattdürre (Drechslera tritici-repentis)30–610.65 LITER_PER_HECTARE
GersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)30–610.65 LITER_PER_HECTARE
SommergersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)30–610.65 LITER_PER_HECTARE
GersteBlattfleckenkrankheit (Rhynchosporium secalis)30–610.65 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen Sclerotinia im Raps?

Der beste Behandlungszeitraum liegt in der Vollblüte des Rapses (BBCH 63 bis 65). Zu diesem Zeitpunkt fallen die ersten Blütenblätter ab und bleiben in den Blattachseln hängen – dies ist die primäre Infektionsquelle für Sclerotinia sclerotiorum. Eine schützende Spritzung mit TARTAROS in dieser Phase verhindert das Eindringen des Pilzes in den Stängel.

Wie unterstützt TARTAROS dich bei der Bekämpfung von Ährenfusarium im Weizen?

Um eine Infektion mit Fusarium-Arten effektiv zu verhindern, solltest du TARTAROS gezielt während der Blüte (BBCH 61 bis 65) einsetzen. Eine Behandlung ist besonders dann ratsam, wenn während der Blüte feucht-warme Witterungsbedingungen herrschen und zuvor Mais als Vorfrucht angebaut oder eine pfluglose Bodenbearbeitung durchgeführt wurde.

Kannst du TARTAROS auch bei kühleren Temperaturen im Frühjahr einsetzen?

Ja, Prothioconazol besitzt eine gute Wirkung auch bei mäßigen Temperaturen ab etwa 8 bis 10 °C. Für eine optimale systemische Verteilung in der Kultur ist jedoch aktives Wachstum der Pflanzen von Vorteil. Vermeide Anwendungen bei Frost oder wenn unmittelbar nach der Spritzung Nachtfröste angekündigt sind.

Warum ist die Einhaltung der vollen Aufwandmenge für dein Antiresistenzmanagement so wichtig?

Das Reduzieren der Aufwandmenge (Unterdosierung) erhöht das Risiko, dass schwach resistente Pilzstämme überleben und sich weiterverbreiten. Indem du die registrierte Aufwandmenge von TARTAROS voll ausschöpfst, stellst du eine schnelle und vollständige Abtötung der Schaderreger sicher und verringerst den Selektionsdruck auf den Wirkstoff.

Wie verhält sich TARTAROS bei plötzlichem Regen nach der Anwendung?

Dank der schnellen systemischen Aufnahme von Prothioconazol in das Pflanzengewebe ist TARTAROS bereits kurze Zeit nach der Antrocknung des Spritzbelags regenfest. In der Regel ist der Wirkstoff nach etwa 1 bis 2 Stunden so weit in die Kultur eingedrungen, dass ein nachfolgender Regenschauer die Wirkung nicht mehr signifikant beeinträchtigt.

Wie erkennst du, ob eine Behandlung gegen Netzflecken in Gerste notwendig ist?

Kontrolliere deine Gerstenbestände ab dem Schossen (BBCH 30/31) regelmäßig auf typische Symptome wie braune, netzartige Streifen oder Flecken auf den Blättern. Sobald die Schadschwelle überschritten ist oder feuchte Witterung die Ausbreitung begünstigt, schützt eine frühzeitige Behandlung mit TARTAROS die oberen ertragsbildenden Blattetagen.