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OTHER · Nufarm Deutschland GmbH

Duplosan Super

BVL Zul.-Nr. 00A021-00

Duplosan Super ist ein bewährtes, systemisches Herbizid zur selektiven Bekämpfung eines sehr breiten Spektrums zweikeimblättriger Unkräuter in einer Vielzahl von Getreidekulturen (darunter Weizen, Gerste, Roggen, Hafer und Triticale). Als flüssiges Konzentrat formuliert, kombiniert dieses Pflanzenschutzmittel drei bewährte Wuchsstoff-Wirkstoffe, um eine lückenlose und durchschlagende Wirkung selbst gegen schwer bekämpfbare Unkrautarten im Nachauflauf zu gewährleisten.

Durch die ausgewogene Kombination der Wirkstoffe Dichlorprop-P, MCPA und Mecoprop-P deckt das Präparat sowohl typische Frühjahrsunkräuter als auch Problemunkräuter wie Klettenlabkraut, Vogelmiere und verschiedene Knöterich-Arten ab. Es hat sich im professionellen Ackerbau als verlässlicher Standard etabliert, um Getreidebestände in der kritischen frühen Entwicklungsphase unkrautfrei zu halten und somit das Ertragspotenzial der Kulturen abzusichern.

Wirkstoffe

Dichlorprop-P
310 g/L · Wirkstoff
MCPA
160 g/L · Wirkstoff
Mecoprop-P
130 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die Wirkungsweise von Duplosan Super basiert auf der kombinierten Kraft von drei synthetischen Auxinen (Wuchsstoffen), die in die HRAC-Gruppe 4 (ehemals Gruppe O) eingeordnet werden. Nach der Aufnahme über die Blätter und in geringem Maße über die Wurzeln werden die Wirkstoffe Dichlorprop-P, MCPA und Mecoprop-P systemisch in der gesamten Pflanze transportiert und verteilen sich bis in die Wachstumszonen (Meristeme). In den empfindlichen Schaderregern (hier den zweikeimblättrigen Unkräutern) imitieren diese Wirkstoffe das pflanzeneigene Wachstumshormon Indol-3-essigsäure (Auxin). Dies führt zu einer unkontrollierten Überstimulation des Zellwachstums, was sich optisch rasch durch typische Wuchsstoff-Symptome wie epinastische Krümmungen an Stängeln und Blättern äußert. Schließlich bricht das Gefäßsystem der Unkräuter zusammen, was zum vollständigen Absterben der Pflanzen führt.

Resistenzmanagement

Da alle drei enthaltenen Wirkstoffe der HRAC-Gruppe 4 angehören, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei sachgerechter Anwendung als gering einzustufen. Dennoch erfordert ein nachhaltiges Resistenzmanagement im Ackerbau den regelmäßigen Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen (wie z. B. ALS-Hemmern oder Photosynthese-Hemmern) in der Fruchtfolge. Zudem sollte die Behandlung stets bei wüchsigem Wetter erfolgen, um einen optimalen Wirkstoffumsatz in den Zielpflanzen zu gewährleisten und die Selektion widerstandsfähiger Biotypen aktiv zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Duplosan Super zeichnet sich durch eine gute physikalische Mischbarkeit mit vielen gängigen Fungiziden, Insektiziden und flüssigen Blattdüngern aus. Bei geplanten Tankmischungen ist jedoch stets auf die Gebrauchsanleitung der Mischpartner zu achten; insbesondere bei extremen Temperaturen oder hoher Einstrahlung sollte auf kritische Mischungen verzichtet werden, um die Kulturverträglichkeit nicht zu gefährden. Die Verwendung von ausreichend Wasser (mindestens 200 bis 400 l/ha) sichert eine gleichmäßige Benetzung der Unkrautblätter, wobei auf den Zusatz spezieller Netzmittel in der Regel verzichtet werden kann, da die Formulierung bereits optimal eingestellt ist.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit diesem Pflanzenschutzmittel ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen bei der Handhabung des Konzentrats, strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässern und aquatischen Organismen sind die in der Zulassung definierten Abdriftminderungsklassen und Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern genauestens zu beachten. Das Produkt ist bei sachgerechter Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Eintrag in blühende Bestände oder auf von Bienen beflogene Unkräuter vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterhartweizenZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE
WintergersteZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE
SommertriticaleZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE
SommergersteZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE
DinkelZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE
SommerroggenZweikeimblättrige Unkräuter10–302.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Duplosan Super im Frühjahr?

Der beste Anwendungszeitpunkt liegt in der Hauptwachstumsphase der Unkräuter bei wüchsigem Wetter mit Temperaturen stabil über 10 °C (bis maximal 25 °C). Die Kulturen sollten sich im BBCH-Stadium 10 bis 30 befinden. Warme, feuchte Witterung beschleunigt die Aufnahme und den Transport der Wirkstoffe in den Unkräutern erheblich.

Wie reagiert Duplosan Super auf Nachtfröste nach der Anwendung?

Nach der Anwendung sollten keine starken Nachtfröste auftreten. Frost hemmt den Stoffwechsel sowohl der Kultur als auch der Unkräuter. Dies kann zu einer verminderten Herbizidwirkung führen und im schlimmsten Fall vorübergehende Verträglichkeitsprobleme wie Gelbfärbungen oder Wachstumsstockungen bei den Getreidekulturen hervorrufen.

Kann das Pflanzenschutzmittel auch bei fortgeschrittenem Unkrautwachstum eingesetzt werden?

Obwohl Wuchsstoffe wie Duplosan Super auch gegen größere Unkräuter (wie Klettenlabkraut im fortgeschrittenen Stadium) noch eine gute Wirkung zeigen, erzielt man die besten Ergebnisse, wenn die Unkräuter klein und aktiv im Wachstum sind (Rosettenstadium bis frühes Längenwachstum).

Welche Rolle spielt die Wasserhärte bei der Ausbringung von Duplosan Super?

Sehr hartes Wasser kann in Einzelfällen die Löslichkeit und Wirksamkeit von schwach sauren Herbizid-Wirkstoffen wie MCPA leicht beeinträchtigen. Bei extrem hartem Wasser empfiehlt sich die Zugabe eines geeigneten Wasserenthärters (z. B. Ammoniumsulfat) in die Spritzbrühe, bevor das Herbizid beigemischt wird.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen zweikeimblättrige Unkräuter?

Nutzen Sie hierzu die Filterfunktion in unserer Produktdatenbank auf agronomy.farmable.tech. Wählen Sie Ihre spezifische Getreidekultur und filtern Sie gezielt nach dem Schaderreger „Zweikeimblättrige Unkräuter“, um alle aktuell in Deutschland registrierten Alternativen und deren Anwendungsbestimmungen einzusehen.

Gibt es Einschränkungen beim Nachbau von Folgekulturen nach dem Einsatz von Duplosan Super?

Da die Wirkstoffe Dichlorprop-P, MCPA und Mecoprop-P im Boden relativ schnell durch Mikroorganismen abgebaut werden, bestehen bei normalem Kulturverlauf und üblichen Fruchtfolgen keine Einschränkungen für den Nachbau im folgenden Herbst oder Frühjahr. Nach einem vorzeitigen Umbruch sollten jedoch vorzugsweise einkeimblättrige Kulturen wie Getreide oder Mais nachgebaut werden.