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OTHER · Monsanto Agrar Deutschland GmbH

Durano TF

BVL Zul.-Nr. 072389-83

Durano TF von Monsanto Agrar Deutschland GmbH ist ein hochkonzentriertes, systemisches Totalherbizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern sowie holzigen Gewächsen. Als flüssiges Konzentrat formuliert, zeichnet sich dieses Pflanzenschutzmittel durch eine schnelle Aufnahme und exzellente systemische Verteilung in der gesamten Pflanze aus. Es findet breite Anwendung im Ackerbau, im Wein- und Obstbau sowie im Forstbereich und auf Stoppelbrachen.

Die Formulierung basiert auf dem bewährten Wirkstoff Glyphosat in einer optimierten Konzentration von 485,39 g/l. Durano TF wird über die grünen Teile der Kultur oder des Schaderregers aufgenommen und transportiert den Wirkstoff bis in die Wurzelspitzen und Ausläufer. Dies macht es besonders wirksam gegen hartnäckige, tiefwurzelnde ausdauernde Schaderreger wie die Acker-Winde oder den Adlerfarn sowie gegen unerwünschte Holzgewächse.

Neben der klassischen Unkrautbekämpfung vor der Saat oder nach der Ernte auf Stoppelbrachen ist das Mittel auch für spezifische Anwendungen wie die Sikkation in ausgewählten Kulturen zugelassen. Durch die flexible Einsetzbarkeit in verschiedenen Kulturen – von Mais und Gerste bis hin zu forstlichen Kulturen und Weinreben – stellt Durano TF ein zentrales Werkzeug für das moderne Vegetationsmanagement dar.

Wirkstoffe

Glyphosat
485.39 g/L

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9. Die biochemische Wirkung beruht auf der spezifischen Blockierung des Enzyms 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS) im Shikimatweg der Pflanzen. Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese der aromatischen Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan, die für das Pflanzenwachstum und die Proteinsynthese unerlässlich sind. Da dieser Stoffwechselweg ausschließlich in Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen vorkommt, weist der Wirkstoff eine hohe Selektivität gegenüber Nicht-Zielorganismen auf. Nach der Applikation führt der Mangel an Aminosäuren zu einem schnellen Wachstumsstopp, gefolgt von einer allmählichen Gelbfärbung (Chlorose) und dem vollständigen Absterben (Nekrose) der behandelten Schaderreger innerhalb von 10 bis 14 Tagen, je nach Witterung.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von herbizidresistenten Biotypen vorzubeugen, sollte Durano TF stets in ein integriertes Unkrautmanagement (IWM) eingebunden werden. Da Glyphosat der HRAC-Gruppe 9 angehört, ist es ratsam, mechanische Bodenbearbeitungsmaßnahmen mit dem gezielten Einsatz von Herbiziden anderer Wirkstoffklassen und Wirkungsmechanismen abzuwechseln. Ein einseitiger, wiederholter Einsatz auf derselben Fläche über Jahre hinweg muss vermieden werden, um die Selektion resistenter Unkrautpopulationen (wie z. B. bei Weidelgras-Arten) zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Durano TF ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Bodenherbiziden und Additiven mischbar. Bei der Zubereitung der Spritzbrühe ist besonders auf die Wasserqualität zu achten: Sehr hartes Wasser kann die Wirksamkeit von Glyphosat durch die Bindung an Calcium- und Magnesiumionen beeinträchtigen. In solchen Fällen empfiehlt sich der Zusatz eines geeigneten Wasserkonditionierers oder von Ammoniumsulfat, um die Wirkstoffaufnahme zu optimieren. Die Anwendung sollte auf trockene Pflanzenbestände erfolgen; ein Regenereignis kurz nach der Behandlung kann den Wirkstoff abwaschen und die Effizienz mindern (Regenfestigkeit wird meist nach 2 bis 6 Stunden erreicht).

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Durano TF ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung, zwingend erforderlich. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die im Zulassungsbescheid des BVL festgelegten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen strikt einzuhalten. Obwohl der Wirkstoff als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft ist, sollte eine direkte Abdrift auf blühende Bestände oder von Bienen beflogene Unkräuter vermieden werden, um die lokale Fauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
DouglasieHolzgewächse, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE14T
RasenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter4 LITER_PER_HECTARE
MaisZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
KernobstZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE42T
ZuckerrübeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
LaubholzHolzgewächse, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE
NadelholzZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter4 LITER_PER_HECTARE
NadelholzHolzgewächse, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE
WeinrebeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter, Acker-Winde5 LITER_PER_HECTARE30T
AckerbaukulturenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE
WintergersteSikkation5 LITER_PER_HECTARE14T
LärcheHolzgewächse, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
WintergersteZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE14T
LaubholzAdlerfarn5 LITER_PER_HECTARE
LaubholzZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Sikkation5 LITER_PER_HECTARE14T
NadelholzHolzgewächse, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
NadelholzAdlerfarn5 LITER_PER_HECTARE
Wiesen, WeidenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter4 LITER_PER_HECTARE
StilllegungsflächenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von Durano TF nach der Anwendung?

Die optimale Wirkung wird bei wüchsigem Wetter (Temperaturen zwischen 10 °C und 25 °C) und ausreichender Luftfeuchtigkeit erzielt, da die Pflanzen dann aktiv assimilieren und den Wirkstoff schnell transportieren. Bei extremer Trockenheit, Frost oder Hitze stagniert der Stoffwechsel der Schaderreger, was die systemische Verteilung verlangsamt und den Bekämpfungserfolg mindern kann.

Warum ist die Wasserhärte bei der Ausbringung von Durano TF von Bedeutung?

Glyphosat-Moleküle neigen dazu, sich im Spritztank mit im Wasser gelösten Kationen wie Calcium und Magnesium zu verbinden (Chelatbildung). Diese Komplexe können von den Blättern der Schaderreger schlechter aufgenommen werden. Bei hartem Wasser stabilisiert der Zusatz von Ammoniumsulfat die Spritzbrühe und sichert die volle Herbizidleistung.

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Bekämpfung von ausdauernden Unkräutern wie der Acker-Winde?

Ausdauernde Schaderreger sollten dann behandelt werden, wenn sie genügend Blattmasse gebildet haben und ein aktiver Assimilatstrom in die Wurzeln stattfindet. Bei der Acker-Winde ist dies meist kurz vor oder während der Blüte der Fall. Eine zu frühe Behandlung schädigt nur die oberirdischen Teile, ohne die Wurzeln nachhaltig zu schwächen.

Was muss bei der Anwendung von Durano TF auf Stoppelbrachen beachtet werden?

Nach der Ernte der Vorfrucht sollte gewartet werden, bis die Ausfallgetreide- und Unkrautsamen aufgelaufen sind und die ausdauernden Unkräuter neue, aufnahmefähige Blätter gebildet haben. Eine Bodenbearbeitung unmittelbar vor der Spritzung ist zu vermeiden, da verletzte oder verschmutzte Blätter den Wirkstoff schlechter aufnehmen.

Wie lange sollte nach der Behandlung mit einer mechanischen Bodenbearbeitung gewartet werden?

Um eine vollständige Translokation des Wirkstoffs bis in die Wurzeln und Rhizome zu gewährleisten, sollte mit der Bodenbearbeitung gewartet werden. Bei einjährigen Unkräutern reichen meist 3 bis 5 Tage, bei hartnäckigen, ausdauernden Schaderregern wie Quecke oder Acker-Winde wird eine Wartezeit von mindestens 7 bis 10 Tagen empfohlen.

Kann Durano TF im Unterblattspritzverfahren in stehenden Kulturen eingesetzt werden?

Ja, in bestimmten Kulturen wie Weinreben oder Obstkulturen ist eine gezielte Unterblattspritzung möglich. Dabei muss durch technische Maßnahmen (z. B. Spritzschirme, driftarme Düsen) absolut sichergestellt werden, dass keine Spritzbrühe an grüne Pflanzenteile, Blätter oder junge Rinde der Kultur gelangt, da dies zu schweren Schäden an der Kultur führen kann.