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OTHER · Syngenta Agro GmbH

ELATUS PLUS

BVL Zul.-Nr. 008405-00

ELATUS PLUS ist ein hochwirksames, modernes Fungizid von Syngenta Agro GmbH, das speziell für den breiten Einsatz im Getreidebau sowie in ausgewählten Gemüse- und Sonderkulturen wie Zwiebelgemüse und Spargel entwickelt wurde. Als Emulsionskonzentrat (EC) formuliert, zeichnet sich das Pflanzenschutzmittel durch eine hervorragende Benetzung und schnelle Wirkstoffaufnahme aus. Es hat sich als ein Standardbaustein im professionellen Ackerbau etabliert, um Erträge und Qualitäten abzusichern.

Das Wirkungsspektrum umfasst ein breites Spektrum wirtschaftlich bedeutender Schaderreger. Im Getreide (wie Weizen, Gerste, Roggen und Triticale) bietet das Mittel einen herausragenden Schutz gegen Rostpilze (Gelbrost, Braunrost, Zwergrost), Septoria-Arten (Septoria tritici und Septoria nodorum) sowie Netzflecken und Rhynchosporium. In Sonderkulturen wie Porree, Zwiebeln und Spargel bekämpft es gezielt spezifische Rostpilze und die Purpurfleckenkrankheit (Alternaria porri).

Dank der exzellenten Dauerwirkung schützt ELATUS PLUS die behandelten Kulturen über einen langen Zeitraum vor Neuinfektionen. Die Formulierung sorgt dafür, dass der Wirkstoff fest an die Wachsschicht der Blätter gebunden und gleichmäßig in der Pflanze verteilt wird, was eine hohe Regenfestigkeit und langanhaltende Vitalität (Greening-Effekt) garantiert.

Wirkstoffe

Benzovindiflupyr
100 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Benzovindiflupyr gehört zur chemischen Klasse der Carboxamide (SDHI) und ist in die FRAC-Gruppe 7 eingestuft. Benzovindiflupyr blockiert gezielt das Enzym Succinat-Dehydrogenase im Komplex II der Atmungskette der Pilzzellen. Durch diese Unterbrechung der Energieversorgung wird das Myzelwachstum sowie die Sporenkeimung der Schaderreger effektiv und langanhaltend unterbunden. Der Wirkstoff zeichnet sich durch eine ausgeprägte Translokation im Pflanzengewebe aus. Nach der Applikation dringt er rasch in die Kutikula ein, bildet dort ein stabiles Depot und verteilt sich akropetal (mit dem Saftstrom nach oben) im Blatt. Dies gewährleistet, dass auch neu zuwachsende Pflanzenteile über Wochen hinweg vor dem Eindringen von Pilzsporen geschützt bleiben.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung der Schaderreger (insbesondere bei Septoria-Arten und Netzflecken) vorzubeugen, sollte ELATUS PLUS stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts eingesetzt werden. Gemäß den Richtlinien des FRAC wird dringend empfohlen, SDHI-Fungizide pro Saison nur in einer begrenzten Anzahl von Anwendungen einzusetzen und konsequent mit Wirkstoffen aus anderen Wirkstoffklassen (wie Triazolen/DMI oder Multi-Site-Inhibitoren) in Tankmischung oder Spritzfolge abzuwechseln. Dies sichert die langfristige Wirksamkeit dieser leistungsstarken Wirkstoffgruppe.

Mischbarkeit & Tankmischung

ELATUS PLUS weist eine hervorragende Mischbarkeit mit gängigen Fungiziden, Insektiziden und Wachstumsregulatoren auf. Bei Tankmischungen mit Triazolen im Getreide lässt sich die Kurativleistung gegen bereits etablierte Infektionen nochmals deutlich steigern. Die Zugabe von speziellen Additiven ist in der Regel nicht erforderlich, da die EC-Formulierung bereits für eine optimale Benetzung optimiert ist. Es wird empfohlen, eine ausreichende Wassermenge (mindestens 150 bis 300 l/ha) zu verwenden, um eine lückenlose Benetzung des Bestandes zu gewährleisten, besonders bei dichten Kulturen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit ELATUS PLUS ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da der Wirkstoff Benzovindiflupyr als gewässergefährdend eingestuft ist, müssen die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen und länderspezifische Mindestabstände) strikt eingehalten werden. Das Pflanzenschutzmittel ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Unkräutern im Unterwuchs vermieden werden, um Nichtzielorganismen zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
TeekräuterPilzliche Blattfleckenerreger0.75 LITER_PER_HECTARE62T
SpeisezwiebelPuccinia-Arten41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
WeizenGelbrost (Puccinia striiformis)31–610.75 LITER_PER_HECTARE
GersteZwergrost (Puccinia hordei)31–590.75 LITER_PER_HECTARE
RoggenRhynchosporium secalis31–610.75 LITER_PER_HECTARE
WinterheckenzwiebelPuccinia-Arten41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
WeizenBraunrost (Puccinia recondita)31–690.75 LITER_PER_HECTARE42T
SchnittlauchPuccinia-Arten41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
WeizenSeptoria nodorum31–610.75 LITER_PER_HECTARE
GersteSprenkelkrankheit (Ramularia collo-cygni)31–590.75 LITER_PER_HECTARE
GersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)31–590.75 LITER_PER_HECTARE
frische KräuterPilzliche Blattfleckenerreger0.75 LITER_PER_HECTARE14T
KnoblauchPurpurfleckenkrankheit (Alternaria porri)41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
KnoblauchPurpurfleckenkrankheit (Alternaria porri), Rost (Puccinia allii)41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
PorreePurpurfleckenkrankheit (Alternaria porri), Septoria-Arten (Septoria spp.)41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
SchalottePurpurfleckenkrankheit (Alternaria porri)41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
TeekräuterRostpilze0.75 LITER_PER_HECTARE62T
TriticaleBraunrost (Puccinia recondita)31–690.75 LITER_PER_HECTARE42T
SpeisezwiebelPurpurfleckenkrankheit (Alternaria porri)41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
KnoblauchPuccinia-Arten41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
frische KräuterRostpilze0.75 LITER_PER_HECTARE14T
TriticaleSeptoria-Arten (Septoria spp.)31–610.75 LITER_PER_HECTARE
SchalottePuccinia-Arten41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
SpeisezwiebelPurpurfleckenkrankheit (Alternaria porri)41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi)0.5 LITER_PER_HECTARE
PorreePorreerost (Puccinia porri), Rost (Puccinia allii)41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
WeizenSeptoria-Blattdürre (Septoria tritici)31–610.75 LITER_PER_HECTARE
SpeisezwiebelPuccinia-Arten41–480.5 LITER_PER_HECTARE21T
GersteRhynchosporium secalis31–590.75 LITER_PER_HECTARE
RoggenBraunrost (Puccinia recondita)31–690.75 LITER_PER_HECTARE42T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit ELATUS PLUS im Getreide?

Der optimale Anwendungszeitpunkt liegt in der Regel in der Phase des aktiven Schossens bis zum Ende des Ährenschiebens (BBCH 31 bis 61). Eine protektive Applikation kurz vor oder zu Beginn der ersten Infektionswellen (z. B. bei Gelb- oder Braunrostgefahr) sichert die maximale Wirkungsdauer und schützt die ertragsbestimmenden oberen Blätter.

Kann ELATUS PLUS auch in Zwiebelgemüse und Knoblauch eingesetzt werden?

Ja, das Pflanzenschutzmittel besitzt eine Zulassung für verschiedene Allium-Arten wie Speisezwiebeln, Schalotten, Knoblauch und Porree. Hier dient es vor allem der Bekämpfung von Porreerost, Zwiebelrost und der Purpurfleckenkrankheit (Alternaria porri), wobei die Wartezeiten der jeweiligen Kulturzulassung exakt beachtet werden müssen.

Warum ist die Kombination mit einem Triazol-Partner im Getreide sinnvoll?

Während Benzovindiflupyr (SDHI) eine extrem starke und langanhaltende protektive Schutzwirkung besitzt, bringen Triazole (DMI) eine starke kurative (heilende) Wirkung gegen bereits im Blattgewebe etablierte Pilzinfektionen mit. Die Kombination beider Wirkmechanismen schließt Wirkungslücken und ist zudem ein essenzieller Baustein des Resistenzmanagements.

Welche Bedeutung hat der "Greening-Effekt" bei der Anwendung von ELATUS PLUS?

Neben der direkten Pilzbekämpfung beeinflusst der SDHI-Wirkstoff physiologische Prozesse in der Kultur. Er mindert den Stress der Pflanzen bei Trockenheit und Hitze, verzögert den Abbau von Chlorophyll und hält die Blätter länger grün. Dies verlängert die Phase der Photosynthese und trägt direkt zur Ertrags- und Qualitätssteigerung bei.

Wie verhält sich ELATUS PLUS bezüglich der Regenfestigkeit nach der Applikation?

Dank der hochentwickelten EC-Formulierung haftet der Wirkstoff extrem schnell an der Wachsschicht der Blätter an. Bereits kurze Zeit nach dem Antrocknen des Spritzbelags (meist innerhalb von ein bis zwei Stunden) ist das Pflanzenschutzmittel hervorragend regenfest, sodass auch nachfolgende Niederschläge die Schutzwirkung nicht beeinträchtigen.

Was muss bei der Anwendung in Spargelbeständen beachtet werden?

Im Spargelanbau erfolgt die Anwendung nach dem Ende der Stechzeit im Spargelkraut (BBCH 91 und folgend), um den Spargelrost (Puccinia asparagi) zu bekämpfen. Ein gesundes Spargelkraut im Spätsommer ist entscheidend für die Einlagerung von Reservestoffen in die Wurzeln und sichert somit den Ertrag des Folgejahres.