Alle Mittel
Sonstige · Albaugh TKI d.o.o.

Rosate Supreme 480 TF

BVL Zul.-Nr. 026923-62

Rosate Supreme 480 TF ist ein hochkonzentriertes, nicht-selektives Blattherbizid zur Bekämpfung eines extrem breiten Spektrums von einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern sowie Holzgewächsen. Als wasserlösliches Konzentrat formuliert, zeichnet sich dieses Pflanzenschutzmittel durch eine hervorragende Benetzung und schnelle Aufnahme über die grünen Pflanzenteile aus. Es wird vor allem im Ackerbau, in der Forstwirtschaft und auf Stilllegungsflächen eingesetzt, um unerwünschten Aufwuchs, Ausfallkulturen und hartnäckige Wurzelunkräuter wie die Acker-Kratzdistel oder Ampfer-Arten nachhaltig zu regulieren.

Durch die hohe Wirkstoffkonzentration bietet das Produkt eine effiziente Lösung für die Vorsaatbehandlung, die Stoppelbearbeitung sowie für gezielte Anwendungen im Forstbereich. Es eignet sich hervorragend zur Sikkation und zur Beseitigung von Schosserrüben, wodurch nachfolgende Arbeitsgänge erleichtert und die Erntequalität gesichert werden.

Wirkstoffe

Glyphosat
608 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9. Die Wirkung beruht auf der gezielten Blockierung des Enzyms 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS) im Shikimatweg der Pflanzen. Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese der aromatischen Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan, die für das Pflanzenwachstum und die Proteinsynthese unerlässlich sind. Da dieser Stoffwechselweg nur in Pflanzen, Pilzen und Bakterien vorkommt, ist die Selektivität gegenüber Säugetieren biochemisch begründet. Nach der Aufnahme über die Blätter wird der Wirkstoff systemisch sowohl im Phloem als auch im Xylem transportiert und verteilt sich bis in die äußersten Wurzelspitzen und Ausläufer (Rhizome). Dies führt zu einem allmählichen Absterben der gesamten Pflanze, wobei erste Symptome wie Vergilbungen und Welkeerscheinungen je nach Witterung nach einigen Tagen bis zwei Wochen sichtbar werden.

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzentwicklung bei Unkräutern zu minimieren, solltest du Rosate Supreme 480 TF stets in ein integriertes Unkrautmanagement einbinden. Dies umfasst den Wechsel mit Herbiziden anderer HRAC-Wirkstoffklassen sowie mechanische Maßnahmen zur Bodenbearbeitung. Vermeide wiederholte, alleinige Anwendungen von Glyphosat auf derselben Fläche und achte darauf, überlebende Unkräuter konsequent mechanisch oder mit Partnerherbiziden zu beseitigen, um die Selektion resistenter Biotypen zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Rosate Supreme 480 TF ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Herbiziden und Bodenhilfsstoffen mischbar. Bei der Verwendung von hartem Spritzwasser empfiehlt sich der Zusatz von Ammoniumsulfat vor der Zugabe des Herbizids, um eine Inaktivierung des Wirkstoffs durch Calcium- oder Magnesiumionen zu verhindern. Achte darauf, die Spritzbrühe unmittelbar nach dem Ansetzen auszubringen, und vermeide Mischungen mit stark alkalischen Produkten oder Düngemitteln, die die Wirkstoffaufnahme über das Blatt beeinträchtigen könnten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzbrille bei der Handhabung des Konzentrats, zwingend erforderlich. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse angegeben ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern und nützlichen Insekten Anwendungen generell nicht in blühende Bestände oder an Orten durchführen, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind; weiche vorzugsweise auf die Abendstunden aus. Um Einträge in Oberflächengewässer und Schäden an Nichtzielorganismen zu vermeiden, sind Abdriften auf angrenzende Flächen strikt zu verhindern und die allgemeinen Gewässerschutzauflagen einzuhalten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Wiesen, WeidenAcker-Kratzdistel, Ampfer-Arten250 LITER_PER_1000_LITER_WATER14T
RasenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
AckerbaukulturenAusfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
StilllegungsflächenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
FichteEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter2.25 LITER_PER_HECTARE
DouglasieZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter89–993.75 LITER_PER_HECTARE7T
NadelholzHolzgewächse, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
NobilistanneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter2.25 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeSchosserrüben, Acker-Kratzdistel85–99250 LITER_PER_1000_LITER_WATER60T
GemüsekulturenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter2.25 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeSchosserrüben, Acker-Kratzdistel85–99250 LITER_PER_1000_LITER_WATER60T
Wiesen, WeidenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE14T
FichteZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Sikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter89–993.75 LITER_PER_HECTARE7T
DouglasieEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter2.25 LITER_PER_HECTARE
AckerbaukulturenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0–33.75 LITER_PER_HECTARE
Nordmann-TanneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter2.25 LITER_PER_HECTARE
AckerbaukulturenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter2.25 LITER_PER_HECTARE
RapsSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter85–993 LITER_PER_HECTARE7T
Nordmann-TanneZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
GleisanlagenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter7.5 LITER_PER_HECTARE
LaubholzHolzgewächse, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
NobilistanneZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
GemüsekulturenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung mit Rosate Supreme 480 TF gegen ausdauernde Schaderreger?

Für eine optimale systemische Wirkung solltest du die Behandlung durchführen, wenn die Unkräuter genügend Blattmasse gebildet haben und sich im aktiven Wachstum befinden. Bei ausdauernden Arten wie der Acker-Kratzdistel oder Ampfer-Arten ist die Anwendung kurz vor oder während der Blüte am effektivsten, da zu diesem Zeitpunkt der Assimilatstrom – und damit auch der Wirkstoff – verstärkt in die Wurzeln transportiert wird.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung des Herbizids nach der Anwendung?

Warmes und wüchsiges Wetter beschleunigt die Aufnahme und den Transport des Wirkstoffs in der Kultur. Du solltest darauf achten, dass nach der Spritzung für mindestens 4 bis 6 Stunden kein Regen fällt, damit der Wirkstoff vollständig von den Blättern aufgenommen werden kann. Bei extremer Trockenheit oder Frost ist die Wirkung verzögert, da der Pflanzenstoffwechsel verlangsamt ist.

Was musst du bei der Wasserqualität für die Spritzbrühe beachten?

Glyphosat reagiert empfindlich auf hartes Wasser, da sich die Wirkstoffmoleküle mit Calcium- und Magnesiumionen verbinden können, was die Wirksamkeit verringert. Wenn du hartes Brunnen- oder Leitungswasser nutzt, solltest du dem Spritzwasser vor der Zugabe von Rosate Supreme 480 TF einen geeigneten Wasserkonditionierer oder Ammoniumsulfat beimischen.

Kann ich das Produkt auch zur gezielten Einzelpflanzenbehandlung nutzen?

Ja, je nach Zulassung im Forst oder auf Stilllegungsflächen kann das Produkt im Streich- oder Tupfverfahren eingesetzt werden. Dies ist besonders materialschonend und verhindert die Abdrift auf benachbarte, empfindliche Kulturen. Achte dabei genau auf die für diese spezifische Anwendungsart registrierten Aufwandmengen und Konzentrationen.

Wie lange musst du nach der Anwendung warten, bevor eine Bodenbearbeitung stattfinden darf?

Um sicherzustellen, dass der Wirkstoff vollständig bis in die Wurzeln transportiert wurde, solltest du mit einer mechanischen Bodenbearbeitung warten. Bei einjährigen Unkräutern reicht meist eine Wartezeit von 2 bis 3 Tagen, während du bei hartnäckigen, ausdauernden Wurzelunkräutern mindestens 7 bis 10 Tage verstreichen lassen solltest, bevor du den Boden bearbeitest.