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OTHER · W. NEUDORFF GMBH KG

Bayer Garten Bio-Schädlingsfrei Akut AF

BVL Zul.-Nr. 024785-67

Bayer Garten Bio-Schädlingsfrei Akut AF ist ein anwendungsfertiges Pflanzenschutzmittel in einer praktischen Handsprühflasche, das speziell für die schnelle und unkomplizierte Bekämpfung einer Vielzahl von Schaderregern an Zierpflanzen und Gemüsekulturen entwickelt wurde. Die gebrauchsfertige Formulierung kombiniert zwei bewährte Wirkstoffe natürlichen Ursprungs und eignet sich hervorragend für den gezielten Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich sowie im Gewächshaus. Durch die Kombination von Kontakt- und Fraßwirkung bietet das Produkt eine zuverlässige Soforthilfe bei akutem Befall.

Das Wirkungsspektrum umfasst sowohl saugende als auch beißende Schaderreger. Zu den Hauptzielorganismen gehören Blattläuse, Spinnmilben, Mottenschildläuse (Weiße Fliege), Schild- und Wollläuse sowie freifressende Schmetterlingsraupen, Blattwespenlarven und blattfressende Käfer. Dank der anwendungsfertigen Zubereitung entfällt das fehleranfällige Abmessen und Mischen von Konzentraten, was eine schnelle und sichere Behandlung direkt bei den ersten Befallssymptomen ermöglicht.

Aufgrund der hervorragenden Benetzungseigenschaften und der doppelten Wirkstoffkombination ist dieses Pflanzenschutzmittel ein vielseitiger Helfer in zahlreichen Kulturen. Es schließt die Lücke zwischen biologischer Verträglichkeit und schneller, durchschlagender Wirkung im urbanen Gartenbau und im geschützten Anbau.

Wirkstoffe

Pyrethrine
0.05 g/L · Wirkstoff
Rapsöl
8.25 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Die biologische Wirksamkeit von Bayer Garten Bio-Schädlingsfrei Akut AF basiert auf dem synergistischen Zusammenspiel zweier Wirkstoffe mit unterschiedlichen Angriffsmechanismen. Der enthaltene Naturstoff Pyrethrine (zugeordnet der IRAC-Gruppe 3A) ist ein hochwirksames Kontaktgift, das aus den Blüten bestimmter Chrysanthemen-Arten gewonnen wird. Es dringt rasch in das Nervensystem der Schaderreger ein, blockiert dort die Natriumkanäle der Nervenzellen und führt zu einer sofortigen Erregung mit anschließender Lähmung, dem sogenannten „Knock-down“-Effekt. Ergänzt wird diese neurotoxische Wirkung durch Rapsöl, das rein physikalisch wirkt. Nach dem Antrocknen der Spritzbrühe bildet das Rapsöl einen feinen, luftundurchlässigen Film über den Schaderregern. Dieser Film verstopft die Atemöffnungen (Tracheen) von Insekten und Milben, was zum schnellen Erstickungstod führt. Zudem besitzt Rapsöl eine hervorragende Wirkung gegen die Eistadien verschiedener Schädlinge, da es die Eihülle durchdringt und die Embryonalentwicklung unterbindet.

Resistenzmanagement

Durch die Kombination des physikalisch wirkenden Rapsöls mit dem schnell abbaubaren Kontaktgift Pyrethrine ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielorganismen als äußerst gering einzustufen. Da Rapsöl die Schaderreger mechanisch erstickt, können sich gegen diesen Wirkmechanismus keine physiologischen Resistenzen bilden. Um dennoch die langfristige Wirksamkeit der Pyrethrine zu sichern, sollte dieses Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzes im Wechsel mit Produkten aus anderen IRAC-Wirkstoffklassen eingesetzt werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

Da es sich bei diesem Produkt um ein anwendungsfertiges (AF) Pflanzenschutzmittel handelt, ist eine Tankmischung mit anderen Präparaten oder die Zugabe von Netzmitteln weder vorgesehen noch zu empfehlen. Die Formulierung ist bereits optimal auf eine maximale Benetzung der Blattoberflächen und Schaderreger eingestellt. Sollten zusätzliche Behandlungen mit Fungiziden oder Blattdüngern in derselben Kultur erforderlich sein, wird empfohlen, diese in separaten Arbeitsgängen mit einem zeitlichen Abstand von mindestens einigen Tagen durchzuführen, um die physikalische Ölbarriere nicht zu beeinträchtigen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Obwohl das Produkt auf natürlichen Wirkstoffen basiert, sind beim Umgang die üblichen Sicherheitsmaßnahmen für Pflanzenschutzmittel einzuhalten. Direkter Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen des Sprühnebels sollten vermieden werden. Das Mittel ist giftig für aquatische Organismen, weshalb ein Eintrag in Gewässer oder die Kanalisation strikt zu vermeiden ist. Zum Schutz von Wildbienen und anderen Bestäubern sollte die Anwendung nicht an blühenden Kulturen oder während des aktiven Bienenflugs erfolgen, auch wenn das Produkt bei sachgerechter Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft ist.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZierpflanzenSaugende Insekten0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSaugende Insekten0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
SalateBlattläuse12–490.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
BlumenkohlBlattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen12–490.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER3T
ZierpflanzenWoll- oder Schmierläuse0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
frische KräuterSaugende Insekten12–690.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER3T
ZierpflanzenBlattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen12–910.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
KopfsalatFreifressende Schmetterlingsraupen12–410.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER7T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen12–490.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER3T
TomateBlattläuse12–890.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER3T
ZierpflanzenBlattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen12–910.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
GrünkohlBlattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen12–490.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER3T
frische KräuterSaugende Insekten12–690.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER7T
SalateFreifressende Schmetterlingsraupen12–490.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Blattläuse12–490.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER3T
ZierpflanzenSpinnmilben0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
frische KräuterFreifressende Schmetterlingsraupen12–690.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER7T
KohlrabiBlattläuse600 LITER_PER_HECTARE3T
ZierpflanzenSaugende Insekten600 LITER_PER_HECTARE
frische KräuterSaugende Insekten12–690.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER7T
ZierpflanzenMottenschildläuse0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSchildlaus-Arten0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSpinnmilben0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSaugende Insekten600 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenMottenschildläuse0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
GrünkohlBlattläuse12–490.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER3T
KernobstBlattläuse500 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT3T
ZierpflanzenSpinnmilben600 LITER_PER_HECTARE
Johannisbeerartiges BeerenobstFreifressende Schmetterlingsraupen11–910.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER3T
BrombeereBlattläuse11–910.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER3T
ZierpflanzenSchildlaus-Arten0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
frische KräuterFreifressende Schmetterlingsraupen12–690.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER7T
ZierpflanzenBlattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen12–910.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
BlumenkohlBlattläuse12–490.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER3T
ZierpflanzenWoll- oder Schmierläuse0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
Johannisbeerartiges BeerenobstBlattläuse11–910.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER3T
ZierpflanzenSaugende Insekten0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER
KopfsalatBlattläuse12–410.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER7T
TomateSpinnmilben12–890.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER3T
frische KräuterFreifressende Schmetterlingsraupen12–690.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER3T
HimbeereBlattläuse11–910.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER3T
Johannisbeerartiges BeerenobstBlattwespen11–910.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER3T
KohlrabiBlattläuse0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER3T

Häufige Fragen

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Behandlung mit diesem anwendungsfertigen Mittel?

Die Behandlung sollte idealerweise direkt bei Befallsbeginn oder beim Sichtbarwerden der ersten Symptome erfolgen. Da es sich um reine Kontaktwirkstoffe handelt, müssen die Schaderreger direkt getroffen werden. Spritzen Sie bevorzugt in den kühlen Morgen- oder Abendstunden, um eine langsame Trocknung zu gewährleisten und Verbrennungen an den Kulturen durch starke Sonneneinstrahlung zu verhindern.

Wirkt das Produkt auch gegen die Eier von Spinnmilben und anderen Schädlingen?

Ja, dank des hohen Anteils an Rapsöl besitzt das Mittel eine ausgeprägte ovizide Wirkung. Der feine Ölfilm umschließt die Eier der Schaderreger, unterbindet den Gasaustausch und verhindert so effektiv das Schlüpfen der nächsten Schädlingsgeneration.

Muss ich bei der Anwendung an empfindlichen Kulturen etwas beachten?

Obwohl das Mittel für die meisten Kulturen sehr gut verträglich ist, können Pflanzen mit weichen, behaarten Blättern oder bestimmte Zierpflanzen empfindlich auf den Ölfilm reagieren. Es empfiehlt sich, vor einer großflächigen Behandlung eine Probespritzung an einzelnen Blättern durchzuführen und das Ergebnis über einige Tage hinweg zu beobachten.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen Blattläuse?

Nutzen Sie hierzu einfach unsere umfassende Produktdatenbank. Filtern Sie in der Suche nach dem Schaderreger „Blattläuse“ und wählen Sie Ihre spezifische Kultur aus. Die Plattform listet Ihnen alle in Deutschland (BVL) registrierten Pflanzenschutzmittel inklusive Wirkstoffen und Anwendungshinweisen übersichtlich auf.

Warum ist eine tropfnasse Benetzung der Kulturpflanzen so wichtig?

Sowohl Pyrethrine als auch Rapsöl wirken ausschließlich bei direktem Kontakt mit dem Schädling. Da die Wirkstoffe nicht systemisch von der Kultur aufgenommen und verteilt werden, bleiben unbenetzte Schaderreger – beispielsweise auf den Blattunterseiten oder in eingerollten Blättern – unbeschadet. Eine gründliche Benetzung aller Pflanzenteile ist daher essenziell.

Wie lange ist die Wartezeit bis zur Ernte nach einer Behandlung?

Die Wartezeit (PHI) ist abhängig von der jeweiligen Kultur und liegt gemäß den BVL-Zulassungsdaten in der Regel zwischen 3 und 7 Tagen. Die genauen, kulturspezifischen Wartezeiten können Sie den strukturierten Angaben im oberen Bereich dieser Produktseite entnehmen.