Bayer Garten Orchideen-Spray Lizetan AF
Bayer Garten Orchideen-Spray Lizetan AF ist ein anwendungsfertiges Pflanzenschutzmittel zur gezielten Regulierung von saugenden und beißenden Schaderregern. Durch die praktische, gebrauchsfertige Formulierung eignet es sich hervorragend für den schnellen und unkomplizierten Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich, in Gewächshäusern sowie in Wohnräumen. Es schützt sowohl Zierpflanzen als auch ausgewählte Gemüse- und Obst-Kulturen vor akutem Schädlingsbefall.
Die Wirkstoffkombination aus natürlichem Pyrethrum und Rapsöl vereint einen schnellen Knock-down-Effekt mit einer physikalischen Wirkung. Das breite Wirkungsspektrum erfasst zuverlässig Schaderreger wie Blattläuse, Spinnmilben, Mottenschildläuse, Woll- und Schmierläuse sowie beißende Insekten wie Blattwespenlarven und freifressende Schmetterlingsraupen. Dank der einfachen Handhabung können Befallsherde direkt und ohne Ansetzen einer Spritzbrühe behandelt werden.
Mit einem flexiblen Anwendungsfenster von BBCH-Stadium 11 bis 91 und kurzen Wartezeiten bietet das Produkt eine hohe zeitliche Flexibilität. Es schließt kritische Lücken im Pflanzenschutz, wenn ein schneller, punktueller Eingriff erforderlich ist, um die Vitalität und optische Qualität deiner Kulturen zu sichern.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die Wirkung des Produkts basiert auf zwei sich ergänzenden Wirkmechanismen. Der enthaltene Wirkstoff Pyrethrine gehört zur IRAC-Gruppe 3A. Er greift direkt in das Nervensystem der Schaderreger ein, indem er an den spannungsabhängigen Natriumkanälen der Nervenmembranen ansetzt. Pyrethrine halten diese Natriumkanäle offen und verzögern deren Schließen. Dies führt zu einer langanhaltenden Depolarisation der Nervenzelle, unkontrollierten Impulsen, sofortigem Aktivitätsstopp (Knock-down) und schließlich zum Tod des Schädlings. Der zweite Partner, Rapsöl, wirkt rein physikalisch über den direkten Kontakt. Nach dem Antrocknen bildet das Öl einen feinen, luftundurchlässigen Film auf den Schaderregern. Dieser Film verstopft die Atemöffnungen (Tracheen) von Insekten und Milben, was zum Erstickungstod führt. Zudem besitzt Rapsöl eine hervorragende Wirkung auf die Eistadien (ovicider Effekt), da es die Eihülle durchdringt oder umschließt und so die Embryonalentwicklung blockiert.
Resistenzmanagement
Da das Produkt zwei völlig unterschiedliche Wirkungsweisen kombiniert – die neurotoxische Wirkung der Pyrethrine (IRAC 3A) und die rein physikalische Barrierewirkung des Rapsöls –, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung als äußerst gering einzustufen. Um diese günstige Ausgangslage langfristig zu sichern, solltest du das Pflanzenschutzmittel dennoch im Wechsel mit Produkten aus anderen IRAC-Wirkstoffklassen einsetzen. Vermeide wiederholte Behandlungen über mehrere Generationen desselben Schaderregers hinweg ohne Wirkstoffwechsel.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da es sich bei diesem Produkt um ein anwendungsfertiges Spray (AF) in einer gebrauchsfertigen Sprühflasche handelt, ist eine Tankmischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Blattdüngern weder vorgesehen noch zu empfehlen. Das Produkt wird unverdünnt direkt auf die Kultur appliziert. Solltest du weitere Behandlungen mit anderen Produkten planen, halte einen zeitlichen Abstand von mindestens einigen Tagen ein, um die Pflanzenverträglichkeit zu gewährleisten und ein Abwaschen des Ölfilms zu verhindern.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit dem Spray solltest du die allgemeine Sorgfaltspflicht im Pflanzenschutz wahren. Trage bei der Anwendung geeignete Arbeitskleidung und vermeide den direkten Kontakt mit der Sprühflüssigkeit sowie das Einatmen des Sprühnebels. Da keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse vorgegeben ist, gilt zum Schutz von Bestäubern: Behandle Kulturen nicht während des Bienenflugs und vermeide die direkte Benetzung von blühenden Pflanzen oder Unkräutern, die von Bienen besucht werden. Nutze für die Behandlung bevorzugt die Abendstunden. Achte darauf, dass kein Produkt in Gewässer oder die Kanalisation gelangt, um aquatische Organismen zu schonen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| frische Kräuter | Saugende Insekten | 12–69 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 7T |
| Zierpflanzen | Saugende Insekten | — | 600 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Spinnmilben | — | 600 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Mottenschildläuse | — | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–91 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Blumenkohl | Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–91 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| frische Kräuter | Saugende Insekten | 12–69 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 7T |
| Grünkohl | Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Tomate | Blattläuse | 12–89 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Mottenschildläuse | — | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| frische Kräuter | Saugende Insekten | 12–69 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–91 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Woll- oder Schmierläuse | — | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Saugende Insekten | — | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Salate | Blattläuse | 12–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Saugende Insekten | — | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Kopfsalat | Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–41 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 7T |
| Zierpflanzen | Saugende Insekten | — | 600 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl) | Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| frische Kräuter | Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–69 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 7T |
| Zierpflanzen | Spinnmilben | — | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Blumenkohl | Blattläuse | 12–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Saugende Insekten | — | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Salate | Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Kohlrabi | Blattläuse | — | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Kopfsalat | Blattläuse | 12–41 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 7T |
| Johannisbeerartiges Beerenobst | Blattwespen | 11–91 | 0.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Spinnmilben | — | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Himbeere | Blattläuse | 11–91 | 0.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Brombeere | Blattläuse | 11–91 | 0.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl) | Blattläuse | 12–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| frische Kräuter | Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–69 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 7T |
| Kernobst | Blattläuse | — | 500 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 3T |
| Kohlrabi | Blattläuse | — | 600 LITER_PER_HECTARE | 3T |
| Johannisbeerartiges Beerenobst | Freifressende Schmetterlingsraupen | 11–91 | 0.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Schildlaus-Arten | — | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| frische Kräuter | Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–69 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Grünkohl | Blattläuse | 12–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Johannisbeerartiges Beerenobst | Blattläuse | 11–91 | 0.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Tomate | Spinnmilben | 12–89 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Schildlaus-Arten | — | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Woll- oder Schmierläuse | — | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
Häufige Fragen
Wie wendest du das Spray an, um die beste Wirkung gegen versteckte Schädlinge zu erzielen?
Da es sich um ein reines Kontaktmittel handelt, musst du die Schaderreger direkt treffen. Sprühe die betroffenen Kulturen gründlich von allen Seiten ein – vergiss dabei nicht die Blattunterseiten und die Blattachseln, da sich dort Schädlinge wie Wollläuse oder Spinnmilben besonders gerne verstecken. Die Pflanzen sollten feucht sein, aber nicht tropfnass.
Warum ist die Kombination aus Pyrethrinen und Rapsöl so effektiv?
Die beiden Wirkstoffe ergänzen sich perfekt: Während die Pyrethrine für einen schnellen Knock-down-Effekt sorgen und die Schädlinge sofort lähmen, verklebt das Rapsöl die Atemöffnungen (Tracheen) der Insekten und wirkt zudem gegen deren Eier. Diese Kombination bricht den Entwicklungszyklus der Schaderreger besonders zuverlässig.
Worauf solltest du bei der Behandlung von empfindlichen Kulturen wie Orchideen achten?
Orchideen und manche Jungpflanzen können empfindlich auf direkte Sonneneinstrahlung nach einer Ölbehandlung reagieren. Führe die Behandlung daher am besten in den Abendstunden oder an schattigen Tagen durch. Vermeide es, direkt in weit geöffnete Blüten zu sprühen, um Fleckenbildung oder vorzeitiges Verblühen zu verhindern.
Kannst du das Spray auch vorbeugend gegen Schaderreger einsetzen?
Nein, eine vorbeugende Anwendung ist nicht sinnvoll. Da das Pflanzenschutzmittel primär über den direkten Kontakt wirkt und keinen langanhaltenden systemischen Schutz in der Kultur aufbaut, solltest du es erst einsetzen, wenn du die ersten Schaderreger oder Schadbilder bei deiner regelmäßigen Kontrolle entdeckst.
Wie verhältst du dich, wenn nach der Behandlung erneut Schädlinge auftreten?
Bei starkem Befall oder nachschlüpfenden Generationen kann eine Folgebehandlung notwendig sein. Beachte dabei die maximal zulässige Anzahl an Anwendungen pro Kultur und Jahr laut Gebrauchsanleitung. Um Resistenzen vorzubeugen, solltest du bei anhaltendem Druck nach zwei bis drei Behandlungen auf ein Produkt mit einem anderen Wirkungsmechanismus wechseln.