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OTHER · Sharda Cropchem Espana S.L.

CLAP

BVL Zul.-Nr. 00A526-00

CLAP ist ein hochselektives, systemisches Herbizid zur gezielten Bekämpfung von zweikeimblättrigen Unkräutern in einer Vielzahl landwirtschaftlicher und gärtnerischer Kulturen. Mit dem bewährten Wirkstoff Clopyralid (395,3 g/l), formuliert als wasserlösliches Konzentrat (SL), besetzt das Pflanzenschutzmittel eine wichtige Rolle im modernen Ackerbau. Es zeichnet sich durch eine hervorragende Kulturverträglichkeit aus und lässt sich flexibel in Getreide, Raps, Rüben sowie in ausgewählten Zierpflanzenkulturen einsetzen.

Das Wirkungsspektrum von CLAP konzentriert sich insbesondere auf schwer bekämpfbare, tiefwurzelnde Unkrautarten. Vor allem Korbblütler (Asteraceae) wie die Ackerdistel sowie Kamille-Arten, Knöterichgewächse und Leguminosen werden durch die systemische Tiefenwirkung nachhaltig erfasst. Dies macht das Produkt zu einem unverzichtbaren Baustein für die Bereinigung von Problemflächen im Nachauflauf.

Wirkstoffe

Clopyralid
395.3 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in CLAP enthaltene Wirkstoff Clopyralid gehört zur chemischen Gruppe der Pyridincarbonsäuren und ist im HRAC-System in die Gruppe 4 (synthetische Auxine, ehemals Gruppe O) eingestuft. Der Wirkstoff imitiert das pflanzeneigene Wuchshormon Auxin (Indol-3-essigsäure), was bei empfindlichen Schaderregern zu einer massiven Überstimulation des Wachstums führt. Dies äußert sich in unkontrolliertem Zellstreckungswachstum, typischen Verkrümmungen (Epinastien) an Stängeln und Blättern sowie dem anschließenden Zusammenbruch des Leitgewebes. Nach der Applikation wird Clopyralid rasch über die Blätter und in geringerem Maße über die Wurzeln aufgenommen. Dank seiner hervorragenden systemischen Eigenschaften wird der Wirkstoff sowohl akropetal als auch basipetal in der gesamten Pflanze transportiert. Er reichert sich besonders in den meristematischen Geweben und den unterirdischen Überdauerungsorganen (wie den Rhizomen von Disteln) an, was ein Wiederaustreiben der Unkräuter effektiv verhindert.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen gegenüber synthetischen Auxinen (HRAC-Gruppe 4) vorzubeugen, sollte CLAP stets in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept eingebunden werden. Dies umfasst den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen (wie ALS-Inhibitoren oder Photosynthesehemmern) in der Fruchtfolge. Zudem sollte die Anwendung stets auf aktiv wachsende Unkräuter unter optimalen Witterungsbedingungen erfolgen, um eine maximale Abtötungsrate zu sichern und das Risiko von Selektionseffekten durch subletale Dosierungen zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

CLAP weist eine breite physikalische und biologische Mischbarkeit mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln auf, darunter Gräserherbizide (Graminizide), Fungizide und flüssige Blattdünger. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist die Standard-Mischreihenfolge einzuhalten, wobei wasserlösliche Konzentrate in der Regel frühzeitig dem Tank zugegeben werden. Für eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme wird eine Wassermenge von 200–400 l/ha empfohlen. Extrembedingungen wie langanhaltende Trockenheit oder Froststress der Kultur zum Anwendungszeitpunkt sollten gemieden werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von CLAP sind die gesetzlich vorgeschriebenen PSA-Maßnahmen (wie Schutzhandschuhe und Schutzanzug bei der Ausbringung und Handhabung des Konzentrats) strikt einzuhalten. Zum Schutz von Oberflächengewässern und Nichtzielpflanzen sind die vom BVL vorgegebenen Abdriftminderungsklassen und länderspezifischen Mindestabstände zu beachten. Aufgrund der Mobilität von Clopyralid im Boden sollte das Mittel nicht auf extrem durchlässigen Standorten appliziert werden, um einen Eintrag in das Grundwasser zu verhindern. Das Produkt ist bei sachgerechter Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterrapsZweikeimblättrige Unkräuter18–510.4 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenZweikeimblättrige Unkräuter0.4 LITER_PER_HECTARE
NarzissenZweikeimblättrige Unkräuter0.3 LITER_PER_HECTARE
WinterweichweizenZweikeimblättrige Unkräuter0.4 LITER_PER_HECTARE
LeindotterZweikeimblättrige Unkräuter12–140.4 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeZweikeimblättrige Unkräuter12–190.4 LITER_PER_HECTARE
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Zweikeimblättrige Unkräuter12–140.4 LITER_PER_HECTARE
SommerroggenZweikeimblättrige Unkräuter21–390.4 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleZweikeimblättrige Unkräuter0.4 LITER_PER_HECTARE
Lilium-ArtenZweikeimblättrige Unkräuter0.4 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeZweikeimblättrige Unkräuter12–140.4 LITER_PER_HECTARE
NarzissenZweikeimblättrige Unkräuter0.3 LITER_PER_HECTARE
WintergersteZweikeimblättrige Unkräuter0.4 LITER_PER_HECTARE
SommergersteZweikeimblättrige Unkräuter12–320.4 LITER_PER_HECTARE
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Zweikeimblättrige Unkräuter12–140.4 LITER_PER_HECTARE
Lilium-ArtenZweikeimblättrige Unkräuter0.4 LITER_PER_HECTARE
Weiden-ArtenZweikeimblättrige Unkräuter0.5 LITER_PER_HECTARE
RübsenZweikeimblättrige Unkräuter12–140.4 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferZweikeimblättrige Unkräuter0.4 LITER_PER_HECTARE
KohlrübeZweikeimblättrige Unkräuter12–140.4 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Bekämpfung von Ackerdisteln mit CLAP?

Der beste Bekämpfungszeitpunkt liegt vor, wenn die Ackerdisteln eine Wuchshöhe von etwa 15–20 cm erreicht haben (Rosettenstadium bis kurz vor dem Streckungswachstum) und sich im aktiven Wachstum befinden. Zu diesem Zeitpunkt ist der Saftstrom in die Wurzeln besonders stark, was den systemischen Transport des Wirkstoffs Clopyralid in das unterirdische Rhizomsystem maximiert und ein Wiederaustreiben verhindert.

Wie beeinflusst das BBCH-Stadium der Kultur die Anwendung von CLAP?

CLAP verfügt über ein sehr breites Anwendungsfenster von BBCH 12 (Zweiblattstadium) bis BBCH 51 (Beginn des Ährenschiebens bzw. der Blütenknospenentwicklung). Obwohl die Kulturverträglichkeit in diesem gesamten Bereich hervorragend ist, sollte die Behandlung primär am optimalen Entwicklungsstadium der Unkräuter ausgerichtet werden, um diese im empfindlichen Jugendstadium zu erfassen.

Welche Witterungsbedingungen begünstigen die Wirkung von CLAP?

Optimale Bedingungen für die Applikation sind milde Temperaturen zwischen 10 °C und 20 °C sowie eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit, da dies den Stoffwechsel der Unkräuter anregt und die Aufnahme des Wirkstoffs beschleunigt. Bei starkem Frost, extremer Trockenheit oder Temperaturen über 25 °C sollte von einer Behandlung abgesehen werden, um Stressreaktionen der Kultur zu vermeiden.

Gibt es Einschränkungen für den Nachbau von Folgekulturen nach dem Einsatz von CLAP?

Da Clopyralid im Boden über eine gewisse Persistenz verfügt, ist beim Nachbau von sehr empfindlichen Kulturen (wie Leguminosen, Erbsen, Bohnen oder Solanaceen) im selben oder folgenden Jahr Vorsicht geboten. Nach einer regulären Anwendung im Getreide oder Raps können im normalen Fruchtfolgezyklus Getreide, Raps und Rüben ohne Einschränkungen nachgebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch wird eine tiefe Bodenbearbeitung (Pflügen) empfohlen.

Wie schnell ist CLAP regenfest und wann zeigen sich erste Symptome?

CLAP wird von den Blättern der Unkräuter sehr rasch aufgenommen und ist in der Regel bereits 2 bis 4 Stunden nach der Applikation regenfest. Erste sichtbare Symptome wie typische Wuchsdeformationen und Verdrehungen der Triebe zeigen sich je nach Temperatur nach 3 bis 7 Tagen, während das vollständige Absterben der behandelten Unkräuter bis zu zwei Wochen dauern kann.