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OTHER · Barclay Chemicals (R&D) Ltd.

Plantaclean Label XL

BVL Zul.-Nr. 026173-61

Plantaclean Label XL ist ein hochkonzentriertes, nicht-selektives systemisches Herbizid (formuliert als wasserlösliches Konzentrat, SL) mit dem bewährten Wirkstoff Glyphosat (485,8 g/l). Es wurde speziell für den professionellen Einsatz in der Landwirtschaft entwickelt, um ein breites Spektrum an ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern sowie hartnäckigen Ausfallkulturen und Kartoffeldurchwuchs effektiv zu bekämpfen. Durch seine systemische Wirkung erfasst das Pflanzenschutzmittel die Schaderreger bis tief in die Wurzeln und sorgt so für eine nachhaltige Unkrautfreiheit.

Die hochentwickelte Formulierung ermöglicht eine optimierte Wirkstoffaufnahme und bietet Landwirten eine hohe Flexibilität bei der Anwendung. Plantaclean Label XL ist für eine Vielzahl wichtiger Kulturen wie Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Mais, Raps und Zuckerrüben zugelassen. Es eignet sich hervorragend für die Vorsaatbehandlung, die Stoppelbehandlung nach der Ernte oder zur gezielten Kulturvorbereitung, um Konkurrenz durch Unkräuter in der kritischen Jugendentwicklung der Folgekultur auszuschließen.

Dank der hohen Wirkstoffkonzentration profitieren Anwender von reduzierten Aufwandmengen pro Hektar, was nicht nur die Logistik und Lagerung vereinfacht, sondern auch den Verpackungsaufwand minimiert. Dies macht das Produkt zu einem wirtschaftlichen und effizienten Baustein im modernen Ackerbau.

Wirkstoffe

Glyphosat
485.8 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9 (Hemmung der EPSP-Synthase). Nach der Aufnahme über die grünen Pflanzenteile wird der Wirkstoff systemisch in der gesamten Pflanze, einschließlich der Wurzeln, Rhizome und Ausläufer, transportiert. Er blockiert das Enzym 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS), was die Biosynthese essenzieller aromatischer Aminosäuren (Phenylalanin, Tyrosin, Tryptophan) unterbricht. Dieser biochemische Block führt zu einem vollständigen Wachstumsstopp und dem allmählichen Absterben der behandelten Schaderreger. Erste Symptome wie Chlorosen und Welkeerscheinungen zeigen sich je nach Witterung nach einigen Tagen, während das vollständige Absterben der Unkräuter und Ungräser meist nach ein bis zwei Wochen abgeschlossen ist.

Resistenzmanagement

Obwohl das Risiko einer Resistenzentwicklung bei Glyphosat (HRAC-Gruppe 9) im Vergleich zu selektiven Herbiziden als moderat eingestuft wird, ist ein vorausschauendes Resistenzmanagement unerlässlich. Um die Selektion resistenter Biotypen (z. B. bei Weidelgras-Arten) zu verhindern, sollte Plantaclean Label XL stets in ein integriertes Unkrautmanagement (IPM) eingebunden werden. Dies umfasst den Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen (HRAC-Klassen), mechanische Bodenbearbeitung zur Keimstimulation und eine weite Fruchtfolgegestaltung.

Mischbarkeit & Tankmischung

Plantaclean Label XL ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Bodenherbiziden und Additiven mischbar. Für eine optimale Wirkung sollte auf eine ausreichende Wasserqualität geachtet werden, da hartes Wasser die Aktivität von Glyphosat reduzieren kann; der Zusatz eines geeigneten Wasserenthärters (z. B. Ammoniumsulfat) kann hier Abhilfe schaffen. Vor der Tankmischung wird stets eine physikalische Mischbarkeitsprobe empfohlen. Die Anwendung sollte auf trockene Bestände erfolgen, wobei eine regenfreie Zeit von mindestens 4 bis 6 Stunden nach der Behandlung für die vollständige systemische Aufnahme gewährleistet sein muss.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von Plantaclean Label XL sind die gesetzlichen Vorgaben zum Anwenderschutz, einschließlich der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) wie Schutzhandschuhe und Schutzanzug bei der Handhabung des Konzentrats, strikt einzuhalten. Zum Schutz von Oberflächengewässern und Nichtzielorganismen sind die vom BVL festgelegten Abstandsauflagen und Abdriftminderungsklassen zu beachten. Das Pflanzenschutzmittel ist als nichtbienengefährlich (B4) eingestuft, sollte jedoch zur Schonung von Wildbienen und anderen Bestäubern nicht auf blühende Bestände oder blühende Unkräuter appliziert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MaisAusfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
AckerbaukulturenAusfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferAusfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE
LaubholzZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE
SommerrapsAusfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
SommerweichweizenAusfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE
SommertriticaleAusfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE
KernobstZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE42T
SommerroggenAusfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE
NadelholzZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE
Wiesen, WeidenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter4 LITER_PER_HECTARE
StilllegungsflächenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeAusfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
AckerbaukulturenAusfallkulturen, Kartoffeldurchwuchs, Zweikeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE
SommergersteAusfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeAusfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenAusfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie lange sollte nach der Anwendung von Plantaclean Label XL mit der Bodenbearbeitung gewartet werden?

Für eine optimale systemische Wirkung muss der Wirkstoff vollständig in die Wurzeln und Rhizome der Schaderreger transportiert werden. Bei einjährigen Unkräutern und Ausfallgetreide sollte eine Wartezeit von mindestens 3 bis 5 Tagen eingehalten werden. Bei hartnäckigen, ausdauernden Wurzelunkräutern wie der Gemeinen Quecke ist eine Wartezeit von 7 bis 10 Tagen vor der ersten Bodenbearbeitung ratsam, um ein Wiederaustreiben zu verhindern.

Welchen Einfluss hat hartes Wasser auf die Wirksamkeit von Plantaclean Label XL und wie lässt sich dieser optimieren?

Hartes Wasser enthält hohe Konzentrationen an Calcium- und Magnesium-Ionen, die sich im Spritztank an das Glyphosat-Molekül binden und dessen Aufnahme durch die Schaderreger blockieren können. Um diesen Antagonismus zu verhindern, empfiehlt es sich, dem Spritzwasser vor der Zugabe des Herbizids Ammoniumsulfat (AMS) oder einen geeigneten Konditionierer beizumischen, um die störenden Kationen zu binden.

Kann Plantaclean Label XL auch bei niedrigen Temperaturen im Spätherbst oder zeitigen Frühjahr eingesetzt werden?

Ja, eine Anwendung ist auch bei kühleren Temperaturen möglich, solange die Zielpflanzen noch aktiv assimilieren und wachsen (Temperaturen tagsüber stabil über 5 bis 8 °C). Bei kühler Witterung verlangsamt sich jedoch der Stoffwechsel der Pflanzen, weshalb es deutlich länger dauern kann, bis die typischen Absterbesymptome sichtbar werden. Frostnächte unmittelbar vor oder nach der Behandlung können die Wirkung mindern.

Warum ist die Bekämpfung von Kartoffeldurchwuchs mit diesem Produkt besonders effizient?

Kartoffeldurchwuchs lässt sich mechanisch oder mit selektiven Herbiziden in Folgekulturen nur schwer kontrollieren. Dank der stark systemischen Eigenschaften von Plantaclean Label XL wird der Wirkstoff Glyphosat nach der Blattaufnahme bis in die neu gebildeten Knollen transportiert. Dies verhindert zuverlässig das erneute Austreiben der Knollen im Folgejahr und bricht den Vermehrungszyklus effektiv.

Welche Rolle spielt das BBCH-Stadium der Unkräuter für den optimalen Behandlungstermin?

Für einen maximalen Bekämpfungserfolg sollten sich die einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräuter in einer Phase aktiven Wachstums befinden und ausreichend Blattfläche zur Wirkstoffaufnahme ausgebildet haben. Ungräser werden am besten im Bestockungsstadium getroffen, während mehrjährige Unkräuter kurz vor oder während der Blüte am empfindlichsten sind, da zu diesem Zeitpunkt der Assimilatstrom – und damit der Wirkstofftransport – verstärkt in die Wurzeln gerichtet ist.

Wie verhält sich Plantaclean Label XL im Boden und gibt es Nachbauauflagen für Folgekulturen?

Glyphosat wird bei Bodenkontakt extrem schnell und stark an Bodenpartikel adsorbiert, wodurch es biologisch inaktiviert wird. Der Abbau erfolgt rasch durch Bodenmikroorganismen. Aus diesem Grund gibt es nach einer fachgerechten Anwendung keine herbizidbedingten Einschränkungen oder Wartezeiten für die Einsaat von Folgekulturen, sobald der Wirkstoff in den behandelten Unkräutern eingewirkt hat.