Spruzit RosenSchädlingsSpray
Spruzit RosenSchädlingsSpray von W. Neudorff GmbH KG ist ein bewährtes, breit wirksames Pflanzenschutzmittel zur gezielten Regulierung einer Vielzahl von Schaderregern an Zierpflanzen und ausgewählten Gemüsekulturen. Als anwendungsfertige Formulierung kombiniert das Produkt zwei Wirkstoffe natürlichen Ursprungs und eignet sich hervorragend für den schnellen, unkomplizierten Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich sowie im professionellen Zierpflanzenbau.
Das Wirkungsspektrum umfasst sowohl saugende als auch beißende Schaderreger. Von Blattläusen, Spinnmilben und Mottenschildläusen bis hin zu Schildläusen, Woll- und Schmierläusen sowie freifressenden Schmetterlingsraupen, Blattwespenlarven und blattfressenden Käfern deckt das Produkt die wichtigsten Schadinsekten ab. Dank der praktischen Formulierung ist eine schnelle und gezielte Benetzung der betroffenen Kulturen möglich.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die hervorragende Wirkung von Spruzit RosenSchädlingsSpray basiert auf dem dualen Wirkungsmechanismus seiner beiden aktiven Komponenten. Der Wirkstoff Pyrethrine, gewonnen aus den Blüten von Chrysanthemum-Arten, gehört zur IRAC-Gruppe 3A. Er wirkt als starkes Kontaktgift auf das Nervensystem der Schaderreger. Dabei hält er die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen offen und verzögert deren Schließen, was zu einer langanhaltenden Depolarisation, unkontrollierten Nervenimpulsen, Krämpfen und schließlich zum schnellen Absterben des Schädlings führt. Der zweite Wirkstoff, Rapsöl, ergänzt diese Wirkung durch einen rein physikalischen Ansatz. Nach der Anwendung bildet das Öl einen feinen Film über den Schaderregern. Dieser verstopft die Atemöffnungen (Tracheen) von Insekten und Milben, was zum Erstickungstod führt. Zudem besitzt Rapsöl eine hervorragende Wirkung gegen die empfindlichen Eistadien und Larven der Schädlinge, indem es deren Eihüllen durchdringt oder die schützende Wachsschicht anlöst.
Resistenzmanagement
Da das Produkt zwei Wirkstoffe mit völlig unterschiedlichen Mechanismen kombiniert – das neurotoxische Pyrethrin (IRAC 3A) und das physikalisch wirkende Rapsöl –, ist das Risiko einer Resistenzentwicklung von Natur aus sehr gering. Dennoch solltest du im Sinne eines integrierten Pflanzenschutzes darauf achten, dieses Mittel nicht ausschließlich einzusetzen. Wechsle bei wiederholten Behandlungen in derselben Kultur systematisch zu Produkten aus anderen IRAC-Wirkstoffklassen ab, um die Selektion resistenter Populationen, insbesondere bei schnelllebigen Schaderregern wie Spinnmilben oder Blattläusen, konsequent zu verhindern.
Mischbarkeit & Tankmischung
Da es sich bei Spruzit RosenSchädlingsSpray um ein gebrauchsfertiges Produkt handelt, ist eine Tankmischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Düngemitteln in der Praxis weder vorgesehen noch empfohlen. Das Produkt ist optimal formuliert, um direkt ohne Verdünnung oder Zusätze angewendet zu werden. Solltest du dennoch andere Behandlungen planen, empfiehlt es sich, einen zeitlichen Abstand von einigen Tagen einzuhalten, um phytotoxische Reaktionen auf den Blättern der Kulturen zu vermeiden, da der verbleibende Ölfilm die Aufnahme anderer Wirkstoffe unvorhersehbar beeinflussen kann.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel solltest du stets die allgemeine persönliche Schutzausrüstung tragen, um direkten Haut- und Augenkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährlichkeitsklasse im Datenblatt hinterlegt ist, gilt aus Vorsichtsgründen die allgemeine Schutzregel: Behandle deine Kulturen nicht, wenn sie aktiv blühen oder von Bienen und anderen Bestäubern intensiv angeflogen werden. Verlege die Anwendung bevorzugt in die späten Abendstunden, wenn der Bienenflug beendet ist. Achte zudem darauf, dass kein Sprühnebel in angrenzende Gewässer gelangt, da Pyrethrine und ölhaltige Substanzen empfindliche aquatische Organismen schädigen können.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Zierpflanzen | Spinnmilben | — | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| frische Kräuter | Saugende Insekten | 12–69 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 7T |
| frische Kräuter | Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–69 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 7T |
| Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl) | Blattläuse | 12–49 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Grünkohl | Blattläuse | 12–49 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Johannisbeerartiges Beerenobst | Freifressende Schmetterlingsraupen | 11–91 | 0.1 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Schildlaus-Arten | — | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Spinnmilben | — | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Johannisbeerartiges Beerenobst | Blattwespen | 11–91 | 0.1 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Saugende Insekten | — | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Saugende Insekten | — | 600 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Mottenschildläuse | — | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Kohlrabi | Blattläuse | — | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Schildlaus-Arten | — | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| frische Kräuter | Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–69 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 7T |
| Grünkohl | Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–49 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| frische Kräuter | Saugende Insekten | 12–69 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 7T |
| Zierpflanzen | Saugende Insekten | — | 600 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–91 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Salate | Blattläuse | 12–49 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–91 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Saugende Insekten | — | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Saugende Insekten | — | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| frische Kräuter | Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–69 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Johannisbeerartiges Beerenobst | Blattläuse | 11–91 | 0.1 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Woll- oder Schmierläuse | — | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Brombeere | Blattläuse | 11–91 | 0.1 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Himbeere | Blattläuse | 11–91 | 0.1 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Kopfsalat | Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–41 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 7T |
| Tomate | Spinnmilben | 12–89 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Woll- oder Schmierläuse | — | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl) | Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–49 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Blumenkohl | Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–49 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Zierpflanzen | Blattwespen, Blattfressende Käfer, Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–91 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Zierpflanzen | Mottenschildläuse | — | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| frische Kräuter | Saugende Insekten | 12–69 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Kopfsalat | Blattläuse | 12–41 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 7T |
| Tomate | Blattläuse | 12–89 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Blumenkohl | Blattläuse | 12–49 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | 3T |
| Salate | Freifressende Schmetterlingsraupen | 12–49 | 0.06 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Kernobst | Freifressende Schmetterlingsraupen | 11–91 | 500 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 3T |
| Kernobst | Blattläuse | 11–91 | 500 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 3T |
| Sauerkirsche | Blattwespen, Freifressende Schmetterlingsraupen | 11–91 | 350 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 3T |
| Süßkirsche | Blattwespen, Freifressende Schmetterlingsraupen | 11–91 | 350 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 3T |
| Sauerkirsche | Saugende Insekten | 11–91 | 350 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 3T |
| Kernobst | Blattläuse | — | 500 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 3T |
| Süßkirsche | Saugende Insekten | 11–91 | 350 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 3T |
| Zierpflanzen | Spinnmilben | — | 600 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kernobst | Blattläuse | — | 500 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 3T |
| Kohlrabi | Blattläuse | — | 600 LITER_PER_HECTARE | 3T |
Häufige Fragen
Wie wirkt Spruzit RosenSchädlingsSpray auf die Eier von Schädlingen?
Dank des enthaltenen Rapsöls besitzt das Produkt eine gute eiabtötende (ovizide) Wirkung. Der feine Ölfilm umschließt die Eier von Spinnmilben oder Blattläusen und unterbindet den Gasaustausch, sodass die Embryonen im Ei ersticken. Das hilft dir, den Vermehrungszyklus der Schaderreger frühzeitig zu unterbrechen.
Warum sollte ich die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durchführen?
Der Wirkstoff Pyrethrin ist sehr licht- und UV-empfindlich und baut sich unter Sonneneinstrahlung schnell ab. Wenn du die Anwendung in den Abendstunden durchführst, verlängerst du die Wirkungsdauer auf der Pflanze erheblich. Zudem schonst du damit nützliche Fluginsekten wie Bienen, die zu dieser Zeit nicht mehr aktiv fliegen.
Muss ich bei der Anwendung auf die Blattunterseiten achten?
Ja, unbedingt. Da sowohl Pyrethrine als auch Rapsöl als reine Kontaktmittel wirken, müssen die Schaderreger direkt vom Sprühnebel getroffen werden. Da sich Schädlinge wie Spinnmilben, Blattläuse oder Weiße Fliegen bevorzugt auf den Blattunterseiten aufhalten, solltest du die Kulturen von allen Seiten gründlich und tropfnass benetzen.
Kann ich das Spray auch bei starker Hitze oder praller Sonne anwenden?
Nein, vermeide Anwendungen bei Temperaturen über 25 °C und direkter Sonneneinstrahlung. Das enthaltene Rapsöl kann unter starker Sonneneinwirkung wie ein Brennglas wirken und zu Verbrennungen (Phytotoxizität) auf den Blättern deiner Kulturen führen. Nutze stattdessen die kühleren Morgen- oder Abendstunden.
Wie erkenne ich, ob die Behandlung gegen Schild- oder Wollläuse erfolgreich war?
Schild- und Wollläuse besitzen oft schützende Wachsschichten oder Schilde. Nach einer erfolgreichen Behandlung mit Spruzit RosenSchädlingsSpray sterben die Tiere zwar ab, bleiben aber häufig noch eine Weile an der Pflanze haften. Du kannst den Erfolg prüfen, indem du vorsichtig an den Schilden kratzt: Trockene, leicht abfallende Schilde ohne feuchten Inhalt deuten auf eine erfolgreiche Bekämpfung hin.
Wie finde ich heraus, ob dieses Produkt für meine spezielle Kultur im Agronomy-Hub registriert ist?
Nutze einfach die Kultur-Filterfunktion auf unserer Plattform agronomy.farmable.tech. Wähle deine spezifische Kultur aus der Liste aus, um sofort zu sehen, ob Spruzit RosenSchädlingsSpray für diese zugelassen ist und welche genauen Wartezeiten sowie Anwendungsbestimmungen für deinen Fall gelten.