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OTHER · Nissan Chemical

Assure

BVL Zul.-Nr. 034060-63

Assure ist ein hochselektives, systemisches Nachauflauf-Herbizid zur gezielten Ausschaltung von einjährigen einkeimblättrigen Unkräutern und der Gemeinen Quecke. Als Pflanzenschutzmittel auf Basis des bewährten Wirkstoffs Quizalofop-P ist es speziell für den Einsatz in einer Vielzahl von zweikeimblättrigen Kulturen wie Raps, Kartoffeln, Zuckerrüben und verschiedenen Leguminosen formuliert. Die Formulierung als Emulsionskonzentrat (EC) gewährleistet eine schnelle Benetzung und hervorragende Haftung auf den Blattoberflächen der Schadgräser.

Nach der Applikation wird der Wirkstoff rasch über die grünen Pflanzenteile der Schaderreger aufgenommen und systemisch in der gesamten Pflanze verteilt. Er transportiert sich sowohl in die aktiven Wachstumszonen der Sprosse als auch in das unterirdische Wurzelsystem. Dies macht Assure zu einer besonders schlagkräftigen Lösung gegen ausdauernde Schadgräser, da auch die Regenerationsorgane im Boden nachhaltig erfasst werden.

Dank seiner ausgeprägten Selektivität bietet das Pflanzenschutzmittel eine maximale Schonung der behandelten Kulturen über ein sehr breites Anwendungsfenster. Dies gibt Landwirten eine hohe Flexibilität in der Arbeitserledigung und sichert die Ertragsbildung auch bei verzögertem Unkrautauflauf.

Wirkstoffe

Quizalofop-P
50 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Assure enthaltene Wirkstoff Quizalofop-P gehört zur chemischen Familie der Aryloxyphenoxypropionate (bekannt als "FOPs") und wird der HRAC-Gruppe 1 (ehemals Gruppe A) zugeordnet. Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der selektiven Hemmung des Enzyms Acetyl-CoA-Carboxylase (ACCase). Dieses Enzym ist in einkeimblättrigen Pflanzen für die Biosynthese von Fettsäuren essenziell, welche wiederum für den Aufbau von Zellmembranen in den Bildungsgeweben (Meristemen) benötigt werden. Da zweikeimblättrige Kulturen über eine strukturell andere, unempfindliche Form dieses Enzyms verfügen, bleibt die Kultur völlig unbeeinflusst. Bei den empfindlichen Schadgräsern führt die Blockade der ACCase zu einem sofortigen Wachstumsstopp in den Vegetationspunkten. Sichtbare Symptome wie Vergilbungen der jüngsten Blätter und anschließende Nekrosen treten je nach Witterung nach etwa ein bis zwei Wochen auf und führen zum vollständigen Absterben der Schadgräser.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Wirkstoffresistenzen bei Schadgräsern gegenüber ACCase-Hemmern (HRAC-Gruppe 1) vorzubeugen, muss Assure in ein vorausschauendes Antiresistenzmanagement integriert werden. Dies umfasst den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen (z. B. Bodenherbiziden oder Wirkstoffen aus der HRAC-Gruppe 2) innerhalb der Fruchtfolge. Zudem sollten mechanische Regulierungsmaßnahmen gefördert und die Aufwandmengen stets an die Empfehlungen sowie den Entwicklungsstand der Schaderreger angepasst werden, um Selektionsdruck zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Assure zeigt sich im Allgemeinen gut verträglich mit vielen gängigen Fungiziden und Insektiziden. Bei geplanten Tankmischungen mit Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter kann es jedoch zu antagonistischen Effekten kommen, welche die Gräserwirkung von Assure reduzieren. In solchen Fällen wird empfohlen, die Behandlungen zeitlich versetzt durchzuführen. Für eine optimale Wirkstoffaufnahme sollte auf eine ausreichende Wasserqualität geachtet und die Spritzbrühe während der gesamten Applikation kontinuierlich gerührt werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von Assure sind die gesetzlich vorgeschriebenen Auflagen zum Anwenderschutz, einschließlich des Tragens von Standard-Schutzkleidung und Schutzhandschuhen, strikt einzuhalten. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen sind die vorgegebenen Abdriftminderungsklassen und Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern genau zu beachten. Das Pflanzenschutzmittel ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich eingestuft, dennoch sollte der Einsatz zum Schutz von Wildbienen und anderen Bestäubern außerhalb des täglichen Bienenflugs erfolgen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SojabohneGemeine Quecke49–592.5 LITER_PER_HECTARE90T
FuttererbseGemeine Quecke11–392.5 LITER_PER_HECTARE49T
frische KräuterEinjährige einkeimblättrige Unkräuter11–991.25 LITER_PER_HECTARE90T
WurzelzichorieEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1.25 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeGemeine Quecke10–392 LITER_PER_HECTARE60T
AckerbohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter11–391.5 LITER_PER_HECTARE49T
SojabohneGemeine Quecke11–292.5 LITER_PER_HECTARE90T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–391.25 LITER_PER_HECTARE90T
KartoffelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–391.25 LITER_PER_HECTARE49T
MöhreGemeine Quecke10–492 LITER_PER_HECTARE42T
MöhreEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–491.25 LITER_PER_HECTARE42T
ChicoreeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter11–451.25 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsGemeine Quecke10–392 LITER_PER_HECTARE90T
SpinatEinjährige einkeimblättrige Unkräuter11–451.25 LITER_PER_HECTARE28T
ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–391.25 LITER_PER_HECTARE60T
frische KräuterGemeine Quecke11–992 LITER_PER_HECTARE90T
frische KräuterGemeine Quecke11–992 LITER_PER_HECTARE90T
FutterrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–391.25 LITER_PER_HECTARE60T
frische KräuterEinjährige einkeimblättrige Unkräuter11–991.25 LITER_PER_HECTARE90T
SojabohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter11–291.5 LITER_PER_HECTARE90T
AckerbohneGemeine Quecke11–392.5 LITER_PER_HECTARE49T
StielmangoldEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1.25 LITER_PER_HECTARE28T
SojabohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter49–591.5 LITER_PER_HECTARE90T
WinterrapsGemeine Quecke10–392 LITER_PER_HECTARE90T
SchnittmangoldEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1.25 LITER_PER_HECTARE28T
KartoffelGemeine Quecke10–392 LITER_PER_HECTARE49T
ZuckerrübeGemeine Quecke10–392 LITER_PER_HECTARE60T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter10–391.25 LITER_PER_HECTARE90T
FuttererbseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter11–391.5 LITER_PER_HECTARE49T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Behandlung der Gemeinen Quecke mit Assure?

Die Bekämpfung der Gemeinen Quecke ist dann am erfolgreichsten, wenn die Schadgräser aktiv wachsen und eine Wuchshöhe von etwa 15–20 cm erreicht haben. Zu diesem Zeitpunkt ist genügend Blattfläche für eine maximale Wirkstoffaufnahme vorhanden, und der Saftstrom transportiert das Herbizid effizient in die unterirdischen Rhizome.

Wie schnell ist Assure nach der Anwendung regenfest?

Assure wird sehr schnell von den Blättern der Schadgräser absorbiert. In der Regel ist das Pflanzenschutzmittel bereits ein bis zwei Stunden nach der Applikation vollkommen regenfest, sodass nachfolgende Niederschläge die biologische Wirksamkeit nicht mehr beeinträchtigen.

Welchen Einfluss hat die Witterung auf die Wirkung des Herbizids?

Warmes und wüchsiges Wetter mit ausreichender Boden- und Luftfeuchtigkeit fördert den Stoffwechsel der Gräser und beschleunigt die Aufnahme sowie den Transport von Quizalofop-P. Bei extremer Trockenheit, Hitze oder anhaltender Kälte bilden Gräser oft eine dickere Wachsschicht aus, was die Wirkung verzögern kann; unter solchen Stressbedingungen sollte die Behandlung verschoben werden.

Kann Assure zusammen mit Additiven oder Netzmitteln ausgebracht werden?

Die Zugabe von zugelassenen mineralischen oder pflanzlichen Öl-Additiven kann die Benetzung der Gräserblätter und das Eindringen des Wirkstoffs durch die Wachsschicht verbessern, insbesondere bei fortgeschrittenem Entwicklungsstadium der Gräser oder unter trockenen Witterungsbedingungen. Beachten Sie hierzu stets die spezifischen Gebrauchsanleitungen.

Wie verhalte ich mich bei einer geplanten Mischung mit Breitblatt-Herbiziden?

Um Antagonismen – also eine gegenseitige Wirkungsbeeinträchtigung – zu vermeiden, sollten Behandlungen gegen zweikeimblättrige Unkräuter und die Gräserbekämpfung mit Assure bevorzugt im Abstand von 3–5 Tagen nacheinander erfolgen. Wird zuerst das Breitblatt-Herbizid appliziert, sollte gewartet werden, bis sich die Schadgräser wieder im aktiven Wachstum befinden.

Woran erkenne ich den beginnenden Bekämpfungserfolg an den Schadgräsern?

Erste Symptome zeigen sich etwa 7–10 Tage nach der Behandlung. Die jüngsten Blätter im Herz der Schadgräser verfärben sich gelblich bis rötlich und lassen sich leicht aus der Blattscheide herausziehen. Im weiteren Verlauf nekrotisiert die gesamte Pflanze und stirbt vollständig ab.