Cyperkill Max
Cyperkill Max ist ein hochkonzentriertes, flüssiges Insektizid auf Basis des bewährten Wirkstoffs Cypermethrin. Als Pflanzenschutzmittel der Pyrethroid-Klasse zeichnet es sich durch eine schnelle Knock-down-Wirkung gegen ein breites Spektrum beißender und saugender Schaderreger aus. Die hochentwickelte Formulierung ermöglicht eine präzise Verteilung auf der Blattoberfläche und sorgt für einen schnellen Schutz der behandelten Kulturen.
Mit einem Wirkstoffgehalt von 500 g/l gehört Cyperkill Max zu den am stärksten konzentrierten Pyrethroiden auf dem deutschen Markt. Dies erlaubt extrem niedrige Aufwandmengen je Hektar, was sowohl die Logistik als auch die Handhabung auf dem Betrieb vereinfacht. Das Pflanzenschutzmittel ist für eine Vielzahl landwirtschaftlicher Kulturen zugelassen, darunter Getreide (wie Weichweizen, Gerste, Hafer und Roggen), Kartoffeln, Raps sowie verschiedene Leguminosen und Gemüsearten.
Das Wirkungsspektrum umfasst wirtschaftlich bedeutende Schaderreger wie das Getreidehähnchen, den Kartoffelkäfer, Blattrandkäfer sowie diverse freifressende Schmetterlingsraupen. Darüber hinaus wird Cyperkill Max erfolgreich zur Bekämpfung von Blattläusen eingesetzt, insbesondere um deren Funktion als Virusvektoren in jungen Beständen frühzeitig zu unterbinden.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der in Cyperkill Max enthaltene Wirkstoff Cypermethrin gehört zur IRAC-Gruppe 3A (Synthetische Pyrethroide). Der biochemische Wirkungsmechanismus basiert auf der Blockade der spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen der Zielorganismen. Dies verhindert das Schließen der Kanäle, was zu einer langanhaltenden Depolarisation, unkontrollierten Nervenimpulsen und letztlich zur völligen Erschöpfung und zum Tod des Schaderregers führt. Da es sich um ein reines Kontakt- und Fraßgift handelt, besitzt Cyperkill Max keine systemischen Eigenschaften. Die Schädlinge müssen den Wirkstoff entweder direkt bei der Applikation berühren oder ihn durch Fraßtätigkeit an den behandelten Pflanzenteilen aufnehmen. Ein markantes Merkmal dieser Wirkstoffklasse ist der extrem schnelle Wirkungseintritt (Knock-down-Effekt), der zu einem sofortigen Fraßstopp führt.
Resistenzmanagement
Aufgrund des verbreiteten Einsatzes von Pyrethroiden in der landwirtschaftlichen Praxis besteht bei Schaderregern wie Rapsglanzkäfern oder bestimmten Blattlausarten ein erhöhtes Risiko für Resistenzbildungen. Um die Wirksamkeit von Cyperkill Max langfristig zu sichern, ist ein striktes Resistenzmanagement erforderlich. Die Anwendung sollte sich streng an den Schadschwellen orientieren. Zudem muss ein konsequenter Wirkstoffwechsel mit Insektiziden anderer Wirkstoffklassen mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen (z. B. IRAC-Gruppe 4 oder 28) in der Fruchtfolge eingeplant werden.
Mischbarkeit & Tankmischung
Cyperkill Max ist im Allgemeinen gut verträglich und mit den meisten gängigen Fungiziden, Herbiziden und flüssigen Blattdüngern mischbar. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist darauf zu achten, dass Cypermethrin in leicht saurem bis neutralem Spritzwasser (pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5) die beste Stabilität aufweist. Bei alkalischem Brunnenwasser empfiehlt sich der vorherige Zusatz eines pH-Puffers. Die Anwendung sollte vorzugsweise in den kühleren Morgen- oder Abendstunden erfolgen, um die Wirkstoffstabilität auf dem Blatt zu maximieren und Verdunstungsverluste zu minimieren.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Als Pyrethroid ist Cyperkill Max als giftig für aquatische Organismen und relevante Nutzarthropoden eingestuft. Bei der Anwendung sind die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (NW-Auflagen des BVL) und der Einsatz abdriftmindernder Düsentechnik zwingend zu beachten. Zum Schutz des Anwenders ist beim Ansetzen der Spritzbrühe und während der Applikation die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen. Bezüglich des Bienenschutzes ist das Pflanzenschutzmittel bei Einhaltung der Anwendungsvorschriften so einzustufen, dass ein Einsatz außerhalb des aktiven Bienenflugs auf blühenden Beständen erfolgen kann, wobei regionale Sonderregelungen stets zu prüfen sind.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Futtererbse | Blattläuse | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 14T |
| Weizen | Getreidehähnchen (Lema sp.) | 0–73 | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Hülsengemüse | Blattläuse | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Sommerhafer | Getreidehähnchen (Lema sp.) | 0–51 | 0.05 LITER_PER_HECTARE | — |
| Hülsengemüse | Blattrandkäfer | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Kartoffel | Kartoffelkäfer | — | 0.06 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Hülsengemüse | Freifressende Schmetterlingsraupen | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Blumenkohle | Beißende Insekten | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Porree | Zwiebelthrips | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Sommerhafer | Blattläuse | 0–51 | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Ackerbohne | Blattrandkäfer | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 14T |
| Hülsengemüse | Pferdebohnenkäfer (Bruchus rufimanus), Bruchus-Samenkäfer | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Futtererbse | Freifressende Schmetterlingsraupen | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 14T |
| Futtererbse | Blattrandkäfer | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 14T |
| Triticale | Getreidehähnchen (Lema sp.) | 0–73 | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Zierpflanzen | Blattläuse | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | — |
| Futtererbse | Bruchus-Samenkäfer | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 14T |
| Weizen | Blattläuse | 0–73 | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Sommergerste | Blattläuse | 0–51 | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Zierpflanzen | Blattläuse | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | — |
| Lupine-Arten | Blattrandkäfer | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 14T |
| Kartoffel | Blattläuse | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Raps | Beißende Insekten | 10–57 | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 49T |
| Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl) | Beißende Insekten | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Triticale | Blattläuse | 0–73 | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen) | Blattläuse als Virusvektoren | 10–51 | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Roggen | Getreidehähnchen (Lema sp.) | 0–73 | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Ackerbohne | Blattläuse | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 14T |
| Ackerbohne | Bruchus-Samenkäfer | — | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 14T |
| Roggen | Blattläuse | 0–73 | 0.05 LITER_PER_HECTARE | 42T |
| Sommergerste | Getreidehähnchen (Lema sp.) | 0–51 | 0.05 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen das Getreidehähnchen?
Die Behandlung mit Cyperkill Max sollte erfolgen, sobald die wirtschaftliche Schadensschwelle im Frühjahr überschritten ist. Dies ist meist der Fall, wenn die ersten Larven schlüpfen (typischerweise zwischen den BBCH-Stadien 31 und 49). Da das Mittel als Kontaktgift wirkt, erzielt eine direkte Benetzung der aktiv fressenden Larven auf den Blättern den besten Bekämpfungserfolg.
Wie beeinflusst die Außentemperatur die Wirksamkeit von Cyperkill Max?
Cypermethrin weist einen negativen Temperaturkoeffizienten auf. Das bedeutet, dass die biologische Wirksamkeit bei kühleren Temperaturen (unter 20 °C) optimal ist. Vermeiden Sie Applikationen in der prallen Mittagssonne oder bei Temperaturen über 25 °C, da der Wirkstoff unter Hitze und starker UV-Strahlung schneller abgebaut wird und die Schädlinge eine höhere metabolische Toleranz zeigen.
Kann Cyperkill Max zur Verhinderung von Virusübertragungen im Herbst eingesetzt werden?
Ja, in Wintergetreide ist die Unterbindung der Übertragung des Gelbverzwergungsvirus (BYDV) durch Blattläuse im frühen BBCH-Stadium (BBCH 11 bis 13) eine wichtige Maßnahme. Eine gezielte Behandlung stoppt die Saugtätigkeit der Vektoren sofort nach Kontakt und schützt den jungen Pflanzenbestand vor einer Infektion.
Welche Rolle spielt der pH-Wert des Spritzwassers bei der Anwendung?
Der Wirkstoff Cypermethrin ist empfindlich gegenüber alkalischer Hydrolyse. Liegt der pH-Wert des verwendeten Wassers über 7, baut sich der Wirkstoff in der Spritzbrühe rasch ab. Es wird dringend empfohlen, bei hartem oder alkalischem Wasser einen pH-Regulator zuzusetzen, um den pH-Wert auf einen leicht sauren Bereich (pH 5,5 bis 6,5) einzustellen.
Was muss beim Bienenschutz in blühenden Kulturen beachtet werden?
Obwohl das Produkt außerhalb des Bienenflugs angewendet werden darf, sollten Behandlungen zum Schutz von Bestäubern grundsätzlich in den späten Abendstunden nach dem täglichen Bienenflug durchgeführt werden. Besondere Vorsicht gilt bei Tankmischungen mit bestimmten Fungiziden (z. B. Azolen), da diese die Toxizität von Pyrethroiden für Bienen synergistisch verstärken können und sich dadurch die Bienenschutz-Einstufung der Mischung verschärfen kann.
Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech alternative Pflanzenschutzmittel für meine Kultur?
Nutzen Sie die integrierte Such- und Filterfunktion auf unserem Portal. Sie können gezielt nach Ihrer spezifischen Kultur (z. B. Kartoffel oder Weichweizen) und dem Schaderreger filtern. Die Plattform listet Ihnen alle in Deutschland beim BVL registrierten Produkte inklusive Wirkstoffen, Aufwandmengen und aktuellen Zulassungsdaten übersichtlich auf.