Roundup REKORD
Roundup REKORD ist ein hochkonzentriertes, wasserlösliches Granulat auf Basis des bewährten Wirkstoffs Glyphosat. Als eines der führenden Pflanzenschutzmittel im Bereich der nicht-selektiven Herbizide zeichnet sich dieses Produkt durch seine außergewöhnlich hohe Wirkstoffkonzentration von 792 g/kg aus. Dies sorgt nicht nur für eine effiziente Logistik und Lagerung, sondern auch für eine präzise Dosierung bei der Bekämpfung eines extrem breiten Spektrums von einkeimblättrigen und zweikeimblättrigen Unkräutern sowie Ausfallkulturen.
Das Herbizid wird sowohl im Ackerbau, im Wein- und Obstbau als auch auf Nichtkulturflächen eingesetzt. Neben der klassischen Vorsaat- und Stoppelbehandlung ist Roundup REKORD in bestimmten Kulturen auch für die Sikkation zugelassen, um die Ernte zu erleichtern und den Druschprozess zu optimieren. Dank der modernen Formulierung dringt der Wirkstoff schnell in die Blätter ein und bietet auch unter wechselhaften Witterungsbedingungen eine verlässliche Wirkung.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9. Die Wirkung basiert auf der gezielten Blockierung des Enzyms 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS). Dieses Enzym ist ein Schlüsselbestandteil des Shikimatwegs, der ausschließlich in Pflanzen und Mikroorganismen vorkommt und für die Synthese essenzieller aromatischer Aminosäuren wie Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan verantwortlich ist. Nach der Applikation wird der Wirkstoff primär über die grünen Pflanzenteile aufgenommen und systemisch sowohl im Xylem als auch im Phloem in der gesamten Pflanze verteilt. Er transportiert sich bis in die Wurzelspitzen, Ausläufer und Rhizome. Dies führt zu einem vollständigen Absterben der behandelten Unkräuter und Ungräser, da die Proteinsynthese und wichtige Stoffwechselprozesse irreversibel unterbrochen werden. Erste Symptome wie Chlorosen und Welkeerscheinungen zeigen sich je nach Witterung nach wenigen Tagen.
Resistenzmanagement
Um das Risiko einer Resistenzbildung bei Unkräutern und Ungräsern zu minimieren, sollte Roundup REKORD stets in ein integriertes Unkrautmanagement (IWM) eingebunden werden. Dies umfasst den Wechsel von Wirkstoffen mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen (HRAC-Klassen) in der Fruchtfolge sowie mechanische Bodenbearbeitungsmaßnahmen. Einseitige, wiederholte Anwendungen von Glyphosat auf derselben Fläche ohne Wirkstoffwechsel sind zu vermeiden, um die Selektion resistenter Biotypen nachhaltig zu verhindern.
Mischbarkeit & Tankmischung
Roundup REKORD ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Pflanzenschutzmitteln und Bodenherbiziden mischbar. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist auf eine ausreichende Wasserqualität zu achten; sehr hartes Wasser kann die Wirksamkeit von Glyphosat beeinträchtigen, weshalb in solchen Fällen der Zusatz eines geeigneten pH-Puffers oder Ammoniumsulfats empfohlen wird. Die Anwendung sollte auf trockene Bestände erfolgen, wobei eine regenfreie Zeit von mindestens ein bis zwei Stunden nach der Spritzung gewährleistet sein muss, um eine optimale Wirkstoffaufnahme zu sichern.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Roundup REKORD ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bei der Ausbringung zwingend erforderlich. Zum Schutz von Gewässerorganismen und terrestrischen Nichtzielpflanzen sind die in den Zulassungsbestimmungen definierten Abstandsauflagen und Abschwemmungsminderungsflächen strikt einzuhalten. Das Mittel ist als nichtbienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Pflanzen vermieden werden, um nützliche Insekten und die lokale Biodiversität zu schonen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Kernobst | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 2.5 KILOGRAM_PER_HECTARE | 42T |
| Johannisbeerartiges Beerenobst | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 2.5 KILOGRAM_PER_HECTARE | 42T |
| Weinrebe | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 2.5 KILOGRAM_PER_HECTARE | 30T |
| Ackerbaukulturen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 330 LITER_PER_1000_LITER_WATER | — |
| Lupine-Arten | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | 85–99 | 2 KILOGRAM_PER_HECTARE | 7T |
| Futtererbse | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | 85–99 | 2 KILOGRAM_PER_HECTARE | 7T |
| Stilllegungsflächen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 2.5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Wiesen, Weiden | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 2.5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen) | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | 89–99 | 2.5 KILOGRAM_PER_HECTARE | 7T |
| Steinobst | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 2.5 KILOGRAM_PER_HECTARE | 42T |
| Lein | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | 85–99 | 2 KILOGRAM_PER_HECTARE | 14T |
| Ackerbaukulturen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | 0–3 | 2.5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Ackerbohne | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | 85–99 | 2 KILOGRAM_PER_HECTARE | 7T |
| Brassica-Arten (Ackerbaukulturen) | Sikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | 85–99 | 2 KILOGRAM_PER_HECTARE | 7T |
| Rasen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 330 LITER_PER_1000_LITER_WATER | — |
| Gemüsekulturen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 330 LITER_PER_1000_LITER_WATER | — |
| Ackerbaukulturen | Ausfallkulturen, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 2.5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 330 LITER_PER_1000_LITER_WATER | — |
| Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen) | Sikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | 89–99 | 2.5 KILOGRAM_PER_HECTARE | 7T |
| Nichtkulturland ohne Holzgewächse | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 330 LITER_PER_1000_LITER_WATER | — |
| Gemüsekulturen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 2.5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Senf-Arten | Sikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | 85–99 | 2 KILOGRAM_PER_HECTARE | 7T |
| Ackerbaukulturen | Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter | — | 2.5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Stoppelbehandlung mit Roundup REKORD?
Die Behandlung sollte erfolgen, wenn die Unkräuter und Ungräser nach dem Drusch wieder ausreichend neue Blattmasse gebildet haben (meist bei einer Wuchshöhe von 10–15 cm). Nur über aktive, grüne Blätter kann genügend Wirkstoff aufgenommen und in die Wurzeln transportiert werden, um auch ausdauernde Arten wie Quecke nachhaltig zu bekämpfen.
Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von Roundup REKORD nach der Applikation?
Warme und wüchsige Wetterbedingungen beschleunigen die Aufnahme und den Transport des Wirkstoffs in der Pflanze, was zu einem schnelleren Wirkungseintritt führt. Bei extremer Trockenheit, Frost oder starkem Wind sollte die Anwendung verschoben werden, da die Unkräuter dann ihren Stoffwechsel verlangsamen und die Wirkstoffaufnahme blockiert ist.
Was muss bezüglich der Wartezeit (PHI) bei einer Sikkation vor der Ernte beachtet werden?
Die Wartezeit variiert je nach Kultur und Verwendungszweck zwischen 7 und 42 Tagen. Es ist essenziell, die spezifischen Zulassungsauflagen für die jeweilige Kultur genau einzuhalten, um Rückstände im Erntegut sicher auszuschließen und eine termingerechte Ernteplanung zu gewährleisten.
Kann Roundup REKORD auch bei niedrigen Temperaturen im Spätherbst eingesetzt werden?
Ja, eine Anwendung ist auch bei kühleren Temperaturen möglich, solange die Zielpflanzen noch assimilieren und kein Dauerfrost herrscht. Der Wirkungseintritt verzögert sich unter kalten Bedingungen jedoch deutlich, da der systemische Transport im Phloem langsamer abläuft.
Warum ist die Wasserhärte bei der Zubereitung der Spritzbrühe von Bedeutung?
Calcium- und Magnesiumionen in hartem Wasser können sich an das Glyphosat-Molekül binden und schwer lösliche Komplexe bilden, was die biologische Wirksamkeit herabsetzt. Bei hartem Wasser empfiehlt sich die Zugabe von Ammoniumsulfat vor dem Einmischen des Herbizids, um die Kationen zu binden.
Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen spezifische Schaderreger?
Nutzen Sie die Such- und Filterfunktion auf agronomy.farmable.tech, um gezielt nach der gewünschten Kultur und dem spezifischen Schaderreger zu filtern. Dort erhalten Sie eine vollständige Übersicht aller in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel inklusive ihrer Anwendungsbestimmungen.