COFENO
COFENO ist ein hochwirksames Bodenherbizid auf Basis des bewährten Wirkstoffs Prosulfocarb (800 g/l), das von GLOBACHEM NV für den professionellen Einsatz in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen entwickelt wurde. Formuliert als emulgierbares Konzentrat (EC), lässt sich das Pflanzenschutzmittel präzise dosieren und ausbringen. Es bildet das Fundament für eine erfolgreiche Unkrautbekämpfung im Vorauflauf sowie im frühen Nachauflauf, insbesondere in Kulturen wie Kartoffeln, Wintergetreide und Leguminosen.
Das Wirkungsspektrum von COFENO umfasst sowohl einjährige einkeimblättrige als auch einjährige zweikeimblättrige Unkräuter. Durch die Bildung eines stabilen Herbizidfilms auf der Bodenoberfläche erfasst das Mittel keimende Schaderreger bereits vor dem Auflaufen. Dies sichert deinen Kulturen einen entscheidenden Wachstumsvorsprung und minimiert die frühe Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe.
Dank seiner flexiblen Zulassung in zahlreichen Kulturen und der robusten Wirkung unter verschiedenen Witterungsbedingungen ist COFENO ein unverzichtbares Werkzeug für dein betriebliches Herbizidmanagement. Es lässt sich hervorragend in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren und sichert das Ertragspotenzial deiner Flächen von Anfang an.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der in COFENO enthaltene Wirkstoff Prosulfocarb gehört zur chemischen Klasse der Thiocarbamate und ist im HRAC-System der Gruppe 15 (Hemmung der Synthese sehr langkettiger Fettsäuren, VLCFA) zugeordnet. Der Wirkstoff greift gezielt in die Zellteilung und das Streckungswachstum im Bildungsgewebe (Meristem) der keimenden Unkräuter ein. Dies führt dazu, dass die empfindlichen Schaderreger bereits während des Keimprozesses empfindlich gestört werden. Die Aufnahme von Prosulfocarb erfolgt primär über das Hypokotyl und die Koleoptile sowie über die Wurzeln der keimenden Unkräuter. Sobald der Wirkstoff aufgenommen wurde, blockiert er die Synthese essenzieller Lipidkomponenten, die für den Aufbau von Zellmembranen notwendig sind. Dies führt zu typischen Symptomen wie Deformationen der Keimblätter, Wachstumsstillstand und schließlich zum sicheren Absterben der Schaderreger noch vor oder kurz nach dem Durchstoßen der Bodenoberfläche.
Resistenzmanagement
Um das Risiko einer Resistenzentwicklung bei wirtschaftlich bedeutenden Ungräsern wie Ackerfuchsschwanz oder Windhalm zu minimieren, solltest du COFENO stets im Rahmen einer vorausschauenden Antiresistenzstrategie einsetzen. Dies gelingt dir durch den konsequenten Wechsel oder die Kombination mit Herbiziden anderer HRAC-Wirkstoffklassen (z. B. Wirkstoffen mit Blattwirkung). Zudem solltest du pflanzenbauliche Maßnahmen wie eine weite Fruchtfolge, den Wechsel von Sommer- und Winterungen sowie eine sorgfältige Bodenbearbeitung fest in deinen Betriebsablauf integrieren, um den Selektionsdruck auf den Flächen dauerhaft zu senken.
Mischbarkeit & Tankmischung
COFENO zeichnet sich durch eine hervorragende physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Bodenherbiziden aus, was dir eine gezielte Erweiterung des Wirkungsspektrums ermöglicht. Für eine optimale Wirkung ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit zum Zeitpunkt der Anwendung oder kurz danach entscheidend, da der Wirkstofffilm so gleichmäßig aktiviert wird. Achte bei der Ausbringung auf ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett ohne störende Stroh- oder Mulchauflagen, um eine lückenlose Benetzung des Bodens zu gewährleisten. Vermeide Tankmischungen unter extremen Stressbedingungen für die Kultur, wie etwa bei starker Trockenheit oder drohenden Nachtfrösten.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit COFENO ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und dicht schließender Schutzbrille) bei der Anmischung und Ausbringung obligatorisch. Da für dieses Pflanzenschutzmittel keine spezifische Bienengefährdungsklasse in den vorliegenden Daten ausgewiesen ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern und Nützlingen generell auf eine Anwendung in blühende Bestände oder auf von Bienen beflogene Beikräuter verzichten und Behandlungen bevorzugt in den windstillen Eveningstunden durchführen. Um Einträge in Oberflächengewässer und Schäden an Nichtzielorganismen zu vermeiden, sind die allgemeinen Abdriftsminderungsauflagen sowie die gesetzlichen Gewässerabstände strikt einzuhalten.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Kartoffel | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterhartweizen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Speiselinse | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterweichweizen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Ginkgo | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterroggen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommergerste | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–13 | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterweichweizen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–21 | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Krauser Ampfer | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wintergerste | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Dinkel | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wintergerste | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–21 | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wintertriticale | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–21 | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Gräser | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3.5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Primula-Arten | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3 LITER_PER_HECTARE | — |
| Mohn | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3.5 LITER_PER_HECTARE | 90T |
| Ackerbohne | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Dinkel | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–21 | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sonnenblume | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wintertriticale | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterhartweizen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–21 | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterroggen | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | 10–21 | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
| Gartensauerampfer | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sauerampfer | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 3 LITER_PER_HECTARE | — |
| Futtererbse | Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter | — | 5 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit COFENO im Getreide?
Der beste Anwendungszeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Kultur (BBCH-Stadien 10 bis 21), idealerweise wenn die Unkräuter gerade keimen oder sich im Keimblattstadium befinden. Zu diesem Zeitpunkt nutzen die keimenden Schaderreger die natürliche Bodenfeuchtigkeit, was die Aufnahme des Wirkstoffs über die Koleoptile und Wurzeln maximiert.
Welchen Einfluss hat die Bodenfeuchtigkeit auf die Wirkung von COFENO?
Als Bodenherbizid benötigt COFENO für eine optimale Entfaltung seiner Wirkung eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit. Feuchte Bodenverhältnisse sorgen dafür, dass sich der Wirkstoff gleichmäßig in der obersten Bodenschicht verteilt und von den keimenden Unkräutern gut aufgenommen werden kann. Bei extremer Trockenheit kann die Wirkung verzögert oder vermindert sein.
Wie kann ich COFENO im Rahmen des Resistenzmanagements am besten einsetzen?
Du solltest COFENO (HRAC-Gruppe 15) als Baustein in einer Spritzfolge nutzen und mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen kombinieren. Kombinationspartner aus anderen HRAC-Klassen verhindern, dass überlebende, potenziell resistente Biotypen von Ungräsern wie Ackerfuchsschwanz absamen können.
Was muss ich bei der Bodenbearbeitung vor der Anwendung beachten?
Für eine optimale Wirkung von COFENO ist ein feinkrümeliges, gut abgesetztes Saatbett ohne grobe Klumpen oder organische Rückstände (wie Strohmatten) wichtig. Grobe Klumpen verhindern einen geschlossenen Herbizidfilm auf der Bodenoberfläche, wodurch 'Schattenzonen' entstehen, in denen Unkräuter ungehindert auflaufen können.
Kann ich COFENO auch in Mischung mit flüssigen Düngemitteln ausbringen?
Grundsätzlich ist die Mischbarkeit mit vielen flüssigen Stickstoffdüngern (wie AHL) gegeben, jedoch solltest du vorab immer eine Mischprobe im kleinen Maßstab durchführen. Achte darauf, dass die Kultur zum Zeitpunkt der Anwendung eine stabile Wachsschicht aufweist und nicht durch Frost oder Trockenheit gestresst ist, um phytotoxische Schäden zu vermeiden.