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Sonstige · Corteva Agriscience Germany GmbH

Follow 333

BVL Zul.-Nr. 008116-00

Follow 333 ist ein hochkonzentriertes, systemisches Herbizid von Corteva Agriscience, das speziell für die Bekämpfung von schwer bekämpfbaren zweikeimblättrigen Unkräutern entwickelt wurde. Mit dem bewährten Wirkstoff Fluroxypyr (480 g/l), formuliert als emulgierbares Konzentrat (EC), bietet dieses Pflanzenschutzmittel eine herausragende Flexibilität und Leistung in einer Vielzahl von Kulturen, darunter Getreide wie Winterweizen und Hafer sowie zahlreiche Küchenkräuter und Sonderkulturen.

Das Hauptaugenmerk von Follow 333 liegt auf der kompromisslosen Bekämpfung von Kletten-Labkraut in allen Entwicklungsstadien sowie weiteren einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern. Dank seiner schnellen Aufnahme über das Blatt und der zügigen Verteilung in der gesamten Pflanze sorgt das Mittel auch unter wechselhaften Witterungsbedingungen für eine zuverlässige Wirkung und saubere Bestände.

Wirkstoffe

Fluroxypyr
480 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Fluroxypyr gehört zur chemischen Gruppe der Pyridyloxyessigsäuren und ist im HRAC-System als synthetisches Auxin in die Gruppe 4 eingestuft. Nach der Aufnahme über die grünen Pflanzenteile wird der Wirkstoff rasch akropetal und basipetal translokalisiert, sodass er sich in den aktiven Wachstumszonen (Meristemen) der Schaderreger anreichert. Fluroxypyr imitiert das natürliche Pflanzenhormon Indol-3-essigsäure (Auxin) und führt zu einer unkontrollierten Überstimulation des Zellwachstums. Dies äußert sich in typischen Symptomen wie der Krümmung und Verdrehung von Stängeln und Blättern (Epinastie), gefolgt von einer Störung des gesamten Stoffwechsels, dem Zusammenbruch des Leitgewebes und dem schrittweisen Absterben der Unkräuter innerhalb weniger Wochen.

Resistenzmanagement

Um das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielunkräutern zu minimieren, solltest du Follow 333 stets im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts einsetzen. Da Fluroxypyr der HRAC-Gruppe 4 angehört, ist es ratsam, dieses Pflanzenschutzmittel im Wechsel mit Herbiziden anzuwenden, die über einen anderen Wirkungsmechanismus verfügen, wie beispielsweise ALS-Hemmer (HRAC-Gruppe 2) oder Photosynthese-Inhibitoren. Vermeide die wiederholte, alleinige Anwendung von synthetischen Auxinen auf derselben Fläche und achte darauf, stets die empfohlenen Aufwandmengen einzuhalten, um selektiven Druck auf unvollständig bekämpfte Populationen zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Follow 333 zeichnet sich durch eine gute Mischbarkeit mit vielen gängigen Fungiziden, Insektiziden und flüssigen Blattdüngern aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe in einem kleineren Gefäß durchführen. Für eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme empfiehlt sich die Anwendung bei wüchsigem Wetter mit ausreichender Luftfeuchtigkeit; extreme Hitze oder Frostperioden unmittelbar vor oder nach der Behandlung können die Verträglichkeit in den Kulturen beeinträchtigen und sollten gemieden werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Follow 333 ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, unerlässlich, um den Anwenderschutz zu gewährleisten. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse in den Zulassungsdaten angegeben ist, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind, vermeiden und die Behandlung bevorzugt in den Abendstunden durchführen. Achte zudem streng darauf, dass keine Abdrift in angrenzende Gewässer oder Saumbiotope gelangt, um aquatische Organismen und die umliegende Flora und Fauna zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterweichweizenKletten-Labkraut33–450.54 LITER_PER_HECTARE
PorreeKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–450.27 LITER_PER_HECTARE28T
SommerweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.54 LITER_PER_HECTARE
Echte KamilleKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter10–350.43 LITER_PER_HECTARE35T
SchnittpetersilieKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–160.27 LITER_PER_HECTARE28T
SchnittlauchKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter41–450.27 LITER_PER_HECTARE21T
ZwiebelgemüseKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–140.3 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleKletten-Labkraut33–450.54 LITER_PER_HECTARE
KapuzinerkresseKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–420.22 LITER_PER_HECTARE28T
KorianderKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–160.27 LITER_PER_HECTARE28T
BohnenkrautKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–410.27 LITER_PER_HECTARE28T
WinterweichweizenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.54 LITER_PER_HECTARE
WintertriticaleEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.54 LITER_PER_HECTARE
MajoranKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter16–450.27 LITER_PER_HECTARE28T
SommergersteKletten-Labkraut33–450.54 LITER_PER_HECTARE
SommergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.54 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenKletten-Labkraut33–450.54 LITER_PER_HECTARE
Thymian, GemeinerKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–990.27 LITER_PER_HECTARE77T
ZwiebelgemüseKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–140.3 LITER_PER_HECTARE42T
WintergersteEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.54 LITER_PER_HECTARE
WinterroggenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.54 LITER_PER_HECTARE
ZwiebelgemüseKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–140.27 LITER_PER_HECTARE28T
SommerweichweizenKletten-Labkraut33–450.54 LITER_PER_HECTARE
KresseKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–140.22 LITER_PER_HECTARE28T
DillKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter13–160.27 LITER_PER_HECTARE28T
SchnittlauchKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–140.27 LITER_PER_HECTARE21T
WintergersteKletten-Labkraut33–450.54 LITER_PER_HECTARE
KapuzinerkresseKletten-Labkraut, Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter12–140.22 LITER_PER_HECTARE28T
SommerhaferEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter21–320.54 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit Follow 333 gegen Kletten-Labkraut?

Der beste Behandlungszeitpunkt liegt vor, wenn sich das Kletten-Labkraut im aktiven Wachstum befindet und die Temperaturen tagsüber stabil über 8 °C liegen. Da Follow 333 systemisch wirkt, sorgt wüchsiges Wetter für eine besonders schnelle Aufnahme und Verteilung des Wirkstoffs in der Pflanze, selbst wenn das Unkraut bereits etwas größer ist.

Kann ich Follow 333 auch in empfindlichen Kräuterkulturen einsetzen?

Ja, das Pflanzenschutzmittel ist für eine Vielzahl von Küchenkräutern wie Schnittlauch, Petersilie, Thymian und Majoran zugelassen. Achte jedoch genau auf die kulturspezifischen BBCH-Stadien und die jeweiligen Wartezeiten, da Kräuter sensibler reagieren können als robustes Getreide.

Wie verhält sich Follow 333 bei niedrigen Temperaturen im Frühjahr?

Fluroxypyr benötigt für eine optimale Wirkung aktiven Pflanzenstoffwechsel. Bei Temperaturen unter 5 bis 8 °C stagniert das Wachstum der Unkräuter, was die Wirkung verzögern kann. Warte am besten auf eine milde, frostfreie Periode, um die volle Leistungsfähigkeit des Herbizids auszuschöpfen.

Was muss ich bezüglich der Regenfestigkeit nach der Anwendung beachten?

Dank der modernen Formulierung wird der Wirkstoff sehr schnell von den Blättern aufgenommen. In der Regel ist Follow 333 bereits etwa zwei Stunden nach der Anwendung regenfest, sodass ein plötzlicher Schauer danach die herbizide Wirkung nicht mehr nennenswert beeinträchtigt.

Wie kann ich eine Resistenzbildung bei Unkräutern auf meinen Flächen verhindern?

Setze auf eine weite Fruchtfolge und kombiniere Follow 333 in der Spritzfolge mit Herbiziden, die andere Wirkmechanismen besitzen (z. B. HRAC-Gruppe 2). Vermeide es, in aufeinanderfolgenden Jahren ausschließlich Wuchsstoffe (HRAC-Gruppe 4) auf derselben Parzelle zu spritzen, um den Selektionsdruck zu minimieren.

Warum schwankt die Wartezeit bei diesem Produkt so stark zwischen 21 und 77 Tagen?

Die Wartezeit ist stark von der jeweiligen Kultur und dem Anwendungszeitpunkt abhängig. Während in schnell wachsenden Kräutern oder bestimmten Gemüsearten kürzere Fristen gelten, erfordern Getreideanwendungen im späten Frühjahr aufgrund des längeren Reifeprozesses bis zur Ernte deutlich längere Wartezeiten.