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OTHER · W. NEUDORFF GMBH KG

Bio-Rasen-Moosfrei

BVL Zul.-Nr. 024645-64

Bio-Rasen-Moosfrei von W. Neudorff GmbH KG ist ein vielseitig einsetzbares Pflanzenschutzmittel auf Basis eines natürlichen Wirkstoffs. Es ist speziell für die gezielte Bekämpfung von Moosen, Algen sowie ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern in verschiedenen Kulturen formuliert. Durch seine schnelle, sichtbare Wirkung hat es sich sowohl im professionellen Gartenbau als auch im Haus- und Kleingartenbereich als zuverlässige Lösung etabliert.

Die Formulierung basiert auf Pelargonsäure (einer gesättigten Fettsäure), die biologisch abbaubar ist und sich durch eine ausgeprägte Kontaktwirkung auszeichnet. Das Pflanzenschutzmittel erfasst die grünen Pflanzenteile der Schaderreger und führt zu einer raschen Austrocknung des getroffenen Gewebes. Da es sich um ein Kontaktherbizid handelt, werden verholzte Pflanzenteile oder tiefer liegende Wurzeln nicht geschädigt, was eine selektive und schonende Anwendung um Kulturpflanzen herum ermöglicht.

Das Anwendungsspektrum umfasst zahlreiche Kulturen im Freiland und unter Glas, darunter Gemüse- und Zierpflanzenkulturen sowie Beerenobst. Durch die physikalisch-chemische Wirkungsweise eignet sich das Produkt hervorragend zur schnellen Bereinigung von Flächen vor der Neuanlage oder zur gezielten Zwischenreihenbehandlung.

Wirkstoffe

Pelargonsäure
206.8 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der aktive Wirkstoff Pelargonsäure gehört zur Gruppe der organischen Säuren (HRAC-Gruppe 0). Die Wirkung beruht auf einer schnellen Zerstörung der Zellmembranen (Cuticula und Epidermis) der behandelten Schaderreger. Nach dem Kontakt dringt die Säure in die pflanzlichen Zellen ein, was zu einem sofortigen Verlust der Zellstabilität und zum Austritt von Zellsaft führt. Dieser physikalische Effekt wird oft als „Abbrenneffekt“ bezeichnet. Da der Wirkstoff rein über den Kontakt mit grünen Pflanzenteilen wirkt und nicht systemisch in der Kultur transportiert wird, tritt der sichtbare Effekt bereits nach wenigen Stunden ein. Die behandelten Unkräuter, Moose oder Algen welken rasch und vertrocknen vollständig. Die Wirkung ist stark temperaturabhängig; warme und sonnige Witterung beschleunigt den Dehydrationseffekt signifikant.

Resistenzmanagement

Aufgrund des rein physikalischen und unspezifischen Wirkungsmechanismus der Pelargonsäure auf die Zellmembranen ist das Risiko einer Resistenzbildung bei den Zielorganismen (Unkräuter, Moose, Algen) als äußerst gering einzustufen. Dennoch sollte Bio-Rasen-Moosfrei im Rahmen eines integrierten Pflanzenschutzkonzepts im Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen eingesetzt werden. Dies sichert langfristig die Wirksamkeit und verhindert die Selektion schwer bekämpfbarer, tiefwurzelnder Unkrautarten, die von reinen Kontaktherbiziden nicht dauerhaft kontrolliert werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Anwendung von Bio-Rasen-Moosfrei ist auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge zu achten, um eine vollständige und gleichmäßige Benetzung der Schaderreger zu gewährleisten, da nur direkt getroffene Pflanzenteile absterben. Eine Mischung mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Düngemitteln wird im Allgemeinen nicht empfohlen, da dies die physikalische Wirkung beeinträchtigen oder zu Phytotoxizität an den Kulturpflanzen führen kann. Die Behandlung sollte auf trockenen Pflanzenbeständen erfolgen; Niederschläge kurz nach der Anwendung können den Wirkstoff abwaschen und die Effizienz mindern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Obwohl Pelargonsäure ein in der Natur vorkommender Wirkstoff ist, erfordert der Umgang mit dem Konzentrat die übliche Sorgfalt und das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), um Augen- und Hautreizungen zu vermeiden. Das Pflanzenschutzmittel ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, was eine flexible Anwendung auch während des Bienenflugs ermöglicht. Dennoch sind beim Ausbringen Abdriftminderungsauflagen einzuhalten, um angrenzende Gewässer und Nichtzielorganismen vor direktem Kontakt zu schützen. Der Wirkstoff wird im Boden extrem schnell durch Mikroorganismen abgebaut, sodass keine nachhaltige Belastung der Bodenfauna zu befürchten ist.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
KohlrabiZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
Wege und Plätze mit HolzgewächsenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.01660000078845769 LITER_PER_SQUARE_METER
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
FeldsalatZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
ZiergehölzeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter166 LITER_PER_HECTARE
RadieschenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
SpinatZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenAlgen166 LITER_PER_HECTARE
KnollensellerieZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
Rucola-ArtenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
SpeisezwiebelZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
MöhreZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
Wege und Plätze mit HolzgewächsenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter166 LITER_PER_HECTARE
WurzelpetersilieZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
Basilikum-ArtenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
KohlrübeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
Wege und Plätze mit HolzgewächsenAlgen, Moose166 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter166 LITER_PER_HECTARE
ErdbeereZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
ZiergehölzeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.01660000078845769 LITER_PER_SQUARE_METER
RasenMoose166 LITER_PER_HECTARE
PastinakZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenMoose166 LITER_PER_HECTARE
RasenMoose0.01660000078845769 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.01660000078845769 LITER_PER_SQUARE_METER
BlumenkohlZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie schnell ist die Wirkung von Bio-Rasen-Moosfrei nach der Anwendung sichtbar?

Die Wirkung tritt extrem rasch ein. Bei sonnigem und warmem Wetter (über 15 °C) sind erste Welkesymptome an Moosen, Algen und Unkräutern oft schon innerhalb von ein bis drei Stunden nach der Behandlung deutlich erkennbar.

Wirkt das Produkt auch gegen die Wurzeln von Unkräutern?

Nein, Pelargonsäure ist ein reines Kontaktherbizid ohne systemische Wirkung. Es zerstört nur das direkt getroffene, grüne Pflanzengewebe über der Erde. Tiefwurzelnder Schaderreger können daher nach einiger Zeit wieder austreiben und erfordern gegebenenfalls eine Folgebehandlung.

Welche Witterungsbedingungen sind optimal für die Anwendung?

Optimal sind warme, sonnige Tage mit Temperaturen über 15 °C und trockenen Pflanzenbeständen. Die Sonne beschleunigt den Austrocknungsprozess der getroffenen Schaderreger erheblich. Regen innerhalb von 3–4 Stunden nach der Spritzung kann den Wirkstoff abwaschen und die Wirkung abschwächen.

Kann Bio-Rasen-Moosfrei unter Kulturpflanzen wie Beerenobst oder Gemüse angewendet werden?

Ja, eine gezielte Zwischenreihen- oder Unterblattspritzung ist möglich, solange sichergestellt ist, dass die grünen Teile der Kulturpflanzen nicht vom Spritznebel getroffen werden. Verholzte Rinde (z. B. bei Strauchbeeren) wird durch den Wirkstoff nicht geschädigt.

Wie verhält sich der Wirkstoff Pelargonsäure im Boden?

Pelargonsäure ist eine natürliche Fettsäure, die im Boden extrem schnell durch die dortigen Mikroorganismen biologisch abgebaut wird. Es verbleiben keine schädlichen Rückstände im Boden, weshalb behandelte Flächen nach dem Antrocknen des Spritzbelags rasch wieder betreten werden können.

Ist bei der Anwendung ein Zusatz von Netzmitteln erforderlich?

Nein, die Formulierung von Bio-Rasen-Moosfrei ist bereits optimal auf eine gute Benetzung und Haftung auf den Blattoberflächen eingestellt. Ein zusätzlicher Einsatz von Adjuvantien oder Netzmitteln ist weder notwendig noch empfohlen.