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OTHER · W. NEUDORFF GMBH KG

Finalsan Rasen Moosfrei

BVL Zul.-Nr. 024645-60

Finalsan Rasen Moosfrei von Neudorff ist ein hochwirksames, kontaktwirksames Pflanzenschutzmittel zur gezielten Regulierung von Moosen, Algen sowie ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern. Basierend auf dem natürlichen Wirkstoff Pelargonsäure bietet dieses flüssige Konzentrat eine extrem schnelle und sichtbare Wirkung bereits innerhalb weniger Stunden nach der Anwendung. Es eignet sich hervorragend für den Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich sowie auf ausgewählten landwirtschaftlichen und gärtnerischen Flächen.

Die Formulierung zeichnet sich durch eine hervorragende Netzwirkung auf den behandelten Pflanzenteilen aus. Da es sich um ein reines Kontaktherbizid handelt, werden nur die direkt getroffenen, grünen Pflanzenteile erfasst, während verholzte Rinden oder tiefer liegende Wurzeln unbeschädigt bleiben. Dies ermöglicht eine selektive und schonende Anwendung unter Bäumen und Sträuchern sowie in etablierten Kulturen.

Der Fokus liegt auf der schnellen Beseitigung störender Moos- und Algenbeläge sowie unerwünschter Beikräuter. Da der Wirkstoff biologisch gut abbaubar ist, stellt das Produkt eine umweltbewusste Option im modernen, integrierten Pflanzenschutz dar, die sich flexibel in bestehende Pflegekonzepte integrieren lässt.

Wirkstoffe

Pelargonsäure
206.8 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Pelargonsäure (eine gesättigte, langkettige Fettsäure, HRAC-Gruppe 0) wirkt rein physikalisch-chemisch als Kontaktherbizid. Nach dem Auftreffen auf die Pflanzenoberfläche dringt die Säure in die Cuticula der Blätter ein und zerstört die Zellmembranen der Epidermiszellen. Dies führt zu einer sofortigen Erhöhung der Membranpermeabilität, wodurch die betroffenen Zellen unkontrolliert Wasser und Zellsaft verlieren. Die Folge ist eine schnelle Dehydrierung und das anschließende Vertrocknen des getroffenen Gewebes, was sich optisch durch ein rasches Welken und Braunfärben der Schaderreger äußert. Da Pelargonsäure keine systemische Wirkung besitzt und nicht in die Wurzeln transportiert wird, ist eine vollständige und gründliche Benetzung der zu bekämpfenden Moose, Algen oder Unkräuter für den Behandlungserfolg entscheidend.

Resistenzmanagement

Aufgrund des rein physikalischen und unspezifischen Wirkungsmechanismus der Pelargonsäure auf die pflanzlichen Zellmembranen ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielorganismen als äußerst gering einzustufen. Dennoch empfiehlt es sich im Rahmen eines nachhaltigen Resistenzmanagements, mechanische Maßnahmen, thermische Verfahren und den gezielten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln mit unterschiedlichen Wirkmechanismen abzuwechseln, um eine langfristig hohe Wirksamkeit auf den Flächen zu sichern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Finalsan Rasen Moosfrei wird in der Regel als Solo-Produkt angewendet, um eine optimale Konzentration des Wirkstoffs auf den Zielflächen zu gewährleisten. Bei eventuellen Mischungen mit anderen Pflanzenschutzmitteln oder Additiven ist vorab stets eine physikalische Mischbarkeitsprüfung durchzuführen. Da die Wirkung stark von einer vollständigen Benetzung abhängt, sollte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge geachtet werden; der Zusatz von Netzmitteln ist aufgrund der bereits optimierten Formulierung meist nicht erforderlich. Die Anwendung sollte bei trockener Witterung erfolgen, um ein vorzeitiges Abwaschen des Wirkstoffs zu verhindern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist die persönliche Schutzausrüstung (wie Schutzhandschuhe und Augenschutz) gemäß den Vorgaben des Sicherheitsdatenblattes zu tragen, da Pelargonsäure reizend auf Haut und Augen wirken kann. Das Produkt ist biologisch abbaubar und schont Nutzinsekten wie Bienen (nicht bienengefährlich, B4). Dennoch sind direkte Einträge in Oberflächengewässer strikt zu vermeiden, und die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsauflagen zu Gewässern und angrenzenden Biotopen müssen strikt eingehalten werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
SpinatZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
Wege und Plätze mit HolzgewächsenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.01660000078845769 LITER_PER_SQUARE_METER
KohlrabiZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
FeldsalatZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
ZiergehölzeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter166 LITER_PER_HECTARE
RasenMoose166 LITER_PER_HECTARE
RasenMoose0.01660000078845769 LITER_PER_SQUARE_METER
ZiergehölzeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.01660000078845769 LITER_PER_SQUARE_METER
Basilikum-ArtenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
Rucola-ArtenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
BlumenkohlZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
ErdbeereZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenMoose166 LITER_PER_HECTARE
WurzelpetersilieZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
KohlrübeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
SpeisezwiebelZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenAlgen166 LITER_PER_HECTARE
Wege und Plätze mit HolzgewächsenAlgen, Moose166 LITER_PER_HECTARE
RadieschenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
KnollensellerieZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter166 LITER_PER_HECTARE
Wege und Plätze mit HolzgewächsenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter166 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter0.01660000078845769 LITER_PER_SQUARE_METER
MöhreZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE
PastinakZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter62.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie beeinflusst die Temperatur die Wirkung von Finalsan Rasen Moosfrei?

Die Wirkung von Pelargonsäure ist weitgehend temperaturunabhängig und setzt bereits bei niedrigen Temperaturen im zeitigen Frühjahr ein. Optimale Ergebnisse werden jedoch an warmen, sonnigen Tagen erzielt, da die Austrocknung der getroffenen Schaderreger bei aktiver Transpiration und hoher Lichtintensität deutlich beschleunigt wird.

Kann das Produkt auch auf frisch eingesäten Rasenflächen angewendet werden?

Nein, eine Anwendung auf frisch eingesätem oder sehr jungem Rasen wird nicht empfohlen. Da die jungen Gräser noch keine ausreichend schützende Wachsschicht (Cuticula) ausgebildet haben, könnten sie durch den Kontaktwirkstoff geschädigt werden. Der Rasen sollte gut etabliert und mindestens einmal gemäht worden sein.

Wie schnell nach der Anwendung darf die behandelte Fläche wieder betreten werden?

Sobald der Spritzbelag auf den behandelten Kulturen und Flächen vollständig abgetrocknet ist, können diese wieder betreten werden. Für Haustiere besteht nach dem Antrocknen des Mittels ebenfalls keine Gefahr mehr beim Betreten der Flächen.

Warum treiben manche Unkräuter nach einer Behandlung wieder aus?

Da Pelargonsäure ein reines Kontaktherbizid ohne systemische Wirkung ist, werden nur die oberirdischen, direkt getroffenen Pflanzenteile zerstört. Mehrjährige Unkräuter mit tiefen Pfahlwurzeln oder unterirdischen Speicherorganen können daher nach einiger Zeit wieder austreiben, weshalb bei diesen Schaderregern gegebenenfalls eine Folgebehandlung erforderlich ist.

Was muss bei der Anwendung auf gepflasterten Wegen und Plätzen beachtet werden?

Bei der Anwendung auf Nichtkulturland wie Wegen und Plätzen sind die strengen rechtlichen Vorgaben des Pflanzenschutzgesetzes zu beachten. In Deutschland ist hierfür in der Regel eine behördliche Genehmigung nach § 12 Abs. 2 PfSchG erforderlich, um einen unkontrollierten Eintrag des Wirkstoffs in die Kanalisation oder Oberflächengewässer zu verhindern.

Kann das Produkt Flecken auf Pflastersteinen oder Terrassenplatten hinterlassen?

Auf rötlichen oder dunklen Steinen können nach der Anwendung vorübergehend weißliche Beläge entstehen, die jedoch durch natürliche Niederschläge nach einiger Zeit wieder abgewaschen werden. Es wird empfohlen, an einer unauffälligen Stelle eine Probebehandlung durchzuführen, insbesondere bei empfindlichen Natursteinen wie Marmor oder Granit.