Plantura Mehltaufrei für Rosen
Plantura Mehltaufrei für Rosen ist ein hochwirksames, umweltschonendes Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung von Echten Mehltaupilzen an Rosen, Zierpflanzen sowie ausgewählten Gemüse- und Beerenobstkulturen. Als Kontaktfungizid auf Basis von Kaliumhydrogencarbonat bietet es sowohl Erwerbsgärtnern als auch ambitionierten Anwendern eine rückstandsfreie und hochverträgliche Lösung zum Schutz empfindlicher Kulturen.
Das Produkt zeichnet sich durch ein breites Zulassungsspektrum aus und besetzt eine wichtige Nische im modernen, integrierten Pflanzenschutz. Durch die Formulierung wird eine hervorragende Haftung auf den Blattoberflächen gewährleistet, was die Effizienz des Wirkstoffs gegen die typischen Schaderreger wie Sphaerotheca pannosa oder Uncinula necator signifikant steigert.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der Wirkstoff Kaliumhydrogencarbonat wirkt rein kontaktaktiv und besitzt einen physikalisch-chemischen Wirkungsmechanismus (eingestuft in der FRAC-Gruppe NC). Nach dem Antreffen auf der Blattoberfläche führt der Wirkstoff zu einer schnellen Veränderung des pH-Werts und des osmotischen Drucks im unmittelbaren Umfeld des Pilzmycels. Dies entzieht den Sporen und den Infektionsstrukturen (Haustorien) des Echten Mehltaus die Feuchtigkeit, wodurch die Zellwände des Schaderregers kollabieren und das Mycel austrocknet. Da dieser Prozess auf physikalischen Prinzipien beruht, setzt die Wirkung extrem schnell nach der Behandlung ein.
Resistenzmanagement
Aufgrund des rein physikalisch-chemischen Multi-Site-Wirkungsmechanismus besteht bei Kaliumhydrogencarbonat kein bekanntes Risiko für eine Resistenzbildung. Plantura Mehltaufrei für Rosen eignet sich daher hervorragend als Baustein in einer vorausschauenden Anti-Resistenzstrategie. Es kann ideal im Wechsel mit systemischen Fungiziden eingesetzt werden, um deren Wirkungsdauer zu verlängern und die Selektion resistenter Schaderreger-Stämme in den Kulturen effektiv zu verhindern.
Mischbarkeit & Tankmischung
Bei der Herstellung von Tankmischungen ist besonders auf den pH-Wert des Wassers und der Mischungspartner zu achten. Da der Wirkstoff im leicht alkalischen Bereich aktiv ist, sollten stark saure Mischungspartner, wie bestimmte Blattdünger oder saure Pflanzenschutzmittel, vermieden werden, da diese die Wirkung neutralisieren können. Eine Kombination mit Netzmitteln kann die Benetzung der oft wachsartigen Rosen- und Weinlaubblätter verbessern, sollte jedoch vorab auf Verträglichkeit an einzelnen Kulturen getestet werden.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Als naturnaher Wirkstoff weist Kaliumhydrogencarbonat ein exzellentes Ökotox-Profil auf. Das Pflanzenschutzmittel ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft und schont wichtige Nützlinge wie Raubmilben und Florfliegen. Dennoch sind bei der Anwendung die standardmäßigen Arbeitsschutzmaßnahmen einzuhalten. Gewässerabstände und Abschwemmungsauflagen sind aufgrund der schnellen biologischen Abbaubarkeit des Wirkstoffs im Vergleich zu synthetischen Fungiziden minimal, was die Flexibilität in der Praxis erhöht.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Garten-Kürbis | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Riesenkürbis | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Moschus-Kürbis | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Gurke | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Erdbeere | Echter Mehltau (Sphaerotheca macularis) | 10–93 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Himbeerartiges Beerenobst | Echter Mehltau (Sphaerotheca macularis), Echter Mehltau (Podosphaera aphanis) | 10–93 | 0.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Wurzel- und Knollengemüse | Echte Mehltaupilze | 13–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Johannisbeerartiges Beerenobst | Echte Mehltaupilze | 10–93 | 0.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Rosen | Echter Mehltau (Sphaerotheca pannosa) | 10–93 | 0.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | — |
| Kohlrabi | Echte Mehltaupilze | 13–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl) | Echte Mehltaupilze | 13–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Blumenkohle | Echter Mehltau (Erysiphe cruciferarum) | 13–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Hülsengemüse | Echte Mehltaupilze | 13–81 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Weinrebe | Echter Mehltau (Uncinula necator) | 57–85 | 0.04000000189989805 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Tomate | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Flaschenkürbis | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Patisson | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Zucchini | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Garten-Kürbis | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Riesenkürbis | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Moschus-Kürbis | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Gurke | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Erdbeere | Echter Mehltau (Sphaerotheca macularis) | 10–93 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Himbeerartiges Beerenobst | Echter Mehltau (Sphaerotheca macularis), Echter Mehltau (Podosphaera aphanis) | 10–93 | 0.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Johannisbeerartiges Beerenobst | Echte Mehltaupilze | 10–93 | 0.10000000474974513 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Hopfen | Echter Mehltau (Sphaerotheca macularis) | 31–89 | 0.04000000189989805 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Gurke | Echte Mehltaupilze | 10–89 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili) | Echte Mehltaupilze | 10–89 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Aubergine | Echte Mehltaupilze | 10–89 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Tomate | Echte Mehltaupilze | 10–89 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Kohlrabi | Echte Mehltaupilze | 13–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl) | Echte Mehltaupilze | 13–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Blumenkohle | Echter Mehltau (Erysiphe cruciferarum) | 13–49 | 0.06000000284984708 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Hülsengemüse | Echte Mehltaupilze | 13–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Tomate | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Flaschenkürbis | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Patisson | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
| Zucchini | Echte Mehltaupilze | 12–89 | 0.03000000142492354 LITER_PER_SQUARE_METER | 1T |
Häufige Fragen
Wie beeinflusst der pH-Wert des Spritzwassers die Wirksamkeit von Plantura Mehltaufrei für Rosen?
Da Kaliumhydrogencarbonat auf einer Erhöhung des pH-Werts auf der Blattoberfläche basiert, sollte das verwendete Spritzwasser nicht künstlich angesäuert werden. Saure Mischungspartner oder pH-Puffer im Tank können den Wirkstoff neutralisieren und die fungizide Wirkung drastisch reduzieren.
Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung im BBCH-Stadium der Kulturen?
Die Behandlungen können ab dem Entfalten der ersten Laubblätter (BBCH 10) bis hin zum herbstlichen Blattfall (BBCH 93) durchgeführt werden. Da das Mittel kontaktaktiv wirkt, sollte die Anwendung präventiv bei Infektionsgefahr oder unmittelbar bei den allerersten sichtbaren Symptomen des Echten Mehltaus erfolgen.
Muss bei der Anwendung auf die Sonneneinstrahlung geachtet werden?
Ja, um Spritzschäden (Phytotoxizität) auf den Blättern zu vermeiden, sollte die Behandlung nicht bei praller Sonne oder extremen Temperaturen über 25 °C durchgeführt werden. Die frühen Morgenstunden oder der späte Nachmittag sind ideal, da die Spritzbrühe dann langsam abtrocknen kann.
Warum ist die Benetzung der Blattunterseiten bei diesem Pflanzenschutzmittel so wichtig?
Kaliumhydrogencarbonat wirkt nicht systemisch, dringt also nicht in das Pflanzengewebe ein. Nur Schaderreger, die direkt von der Spritzbrühe getroffen werden, werden effektiv bekämpft. Eine gründliche Benetzung der Blattober- und -unterseiten ist daher für den Bekämpfungserfolg unerlässlich.
Wie lässt sich das Produkt in ein integriertes Pflanzenschutzkonzept integrieren?
Dank der minimalen Wartezeit von nur einem Tag eignet sich das Produkt perfekt für späte Behandlungen in Obst- und Gemüsekulturen kurz vor der Ernte, wenn chemisch-synthetische Mittel wegen einzuhaltender Wartezeiten nicht mehr appliziert werden dürfen.