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Sonstige · Sharda Cropchem Espana S.L.

AZOSHY

BVL Zul.-Nr. 00A150-00

AZOSHY ist ein hochwirksames, breit wirksames Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung einer Vielzahl von pilzlichen Schaderregern in zahlreichen landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Als flüssige Formulierung (Suspensionskonzentrat) mit dem bewährten Wirkstoff Azoxystrobin (250 g/l) bietet das Produkt eine hervorragende Verteilung auf der Blattoberfläche und eine schnelle Aufnahme in das Pflanzengewebe. Es hat sich als verlässlicher Partner im modernen Acker- und Gemüsebau etabliert, um Ertrag und Qualität abzusichern.

Das Wirkungsspektrum umfasst bedeutende Pilzkrankheiten wie Rostpilze (z. B. Braunrost, Gelbrost, Spargelrost), Alternaria-Arten, Sclerotinia-Fäulen sowie Blatt- und Ährenkrankheiten in Getreide und Gemüse. Durch seine systemischen und translaminaren Eigenschaften schützt AZOSHY nicht nur die behandelte Blattoberfläche, sondern auch den Neuzuwachs der Kultur vor einer Infektion.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in AZOSHY enthaltene Wirkstoff Azoxystrobin gehört zur chemischen Gruppe der Strobilurine (FRAC-Gruppe 11, Qo-Inhibitoren). Die biochemische Wirkung beruht auf der gezielten Hemmung der mitochondrialen Atmung der Pilzzellen. Azoxystrobin verzögert den Elektronentransport im Cytochrom-bc1-Komplex an der Qo-Stelle, wodurch die ATP-Synthese zum Erliegen kommt. Dies führt zu einem raschen Energiemangel und dem Absterben der Sporen sowie des Myzels. Die Wirkung ist primär protektiv (vorbeugend), weshalb die Anwendung idealerweise vor oder unmittelbar zu Beginn einer Infektion erfolgen sollte. Darüber hinaus zeigt der Wirkstoff einen ausgeprägten physiologischen Effekt (Grünbehalt-Effekt), der die Aktivität der Kultur positiv beeinflusst, die Alterung der Blätter verzögert und die Stresstoleranz gegenüber Trockenheit erhöht.

Resistenzmanagement

Da Azoxystrobin als Qo-Inhibitor ein hohes inhärentes Risiko für die Entstehung von Resistenzen aufweist, ist ein konsequentes Antiresistenzmanagement zwingend erforderlich. Du solltest AZOSHY daher immer im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus einsetzen. Zudem empfiehlt es sich, die maximale Anzahl der Anwendungen pro Saison nicht auszuschöpfen und das Pflanzenschutzmittel bevorzugt vorbeugend in Mischungen mit Partnern aus anderen FRAC-Gruppen auszubringen, um die Selektion resistenter Pilzstämme effektiv zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

AZOSHY zeichnet sich durch eine gute physikalische und chemische Mischbarkeit mit vielen gängigen Fungiziden, Insektiziden und flüssigen Blattdüngern aus. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du stets die Gebrauchsanleitungen aller Mischpartner beachten und vorab einen einfachen Mischungstest in einem kleinen Gefäß durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasserqualität und eine kontinuierliche Rührung im Spritztank während des gesamten Misch- und Ausbringungsvorgangs. Die Zugabe von Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, kann aber unter extremen Bedingungen die Benetzung auf schwer benetzbaren Kulturen verbessern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit AZOSHY ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung und dem Ansetzen der Spritzbrühe, unerlässlich. Zum Schutz von Gewässerorganismen und der Umwelt sind Abdriften auf angrenzende Flächen und Gewässer strikt zu vermeiden; nutze hierfür abdriftmindernde Düsentechnik. Zum Schutz von Bestäubern empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung außerhalb des täglichen Bienenflugs in den Abendstunden, insbesondere wenn die behandelte Kultur oder Unkräuter im Unterwuchs blühen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RapsAlternaria Arten (Alternaria sp.), Sclerotinia sclerotiorum60–691 LITER_PER_HECTARE21T
SpargelLaubkrankheit (Stemphylium botryosum), Spargelrost (Puccinia asparagi)51–891 LITER_PER_HECTARE
RoggenBraunrost (Puccinia recondita), Rhynchosporium secalis30–691 LITER_PER_HECTARE
GersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres)30–591 LITER_PER_HECTARE
GrünkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Weißer Rost (Albugo candida), Alternaria brassicae16–491 LITER_PER_HECTARE14T
TriticaleSchwarzbeinigkeit (Gaeumanomyces graminis)31–321 LITER_PER_HECTARE
StaudenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Weißer Rost (Albugo candida), Alternaria brassicae16–491 LITER_PER_HECTARE14T
BrokkoliKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Weißer Rost (Albugo candida), Alternaria brassicae16–491 LITER_PER_HECTARE14T
HaferHaferkronenrost (Puccinia coronata)30–591 LITER_PER_HECTARE
PorreePorreerost (Puccinia porri), Purpurfleckenkrankheit (Alternaria porri)16–481 LITER_PER_HECTARE21T
RotkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Weißer Rost (Albugo candida), Alternaria brassicae16–491 LITER_PER_HECTARE14T
GersteSchwarzbeinigkeit (Gaeumanomyces graminis)31–321 LITER_PER_HECTARE
WeizenGelbrost (Puccinia striiformis), Cladosporium-Arten, Braunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseMycosphaerella, Brennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi), Botrytis cinerea51–721 LITER_PER_HECTARE35T
GersteZwergrost (Puccinia hordei), Rhynchosporium secalis30–591 LITER_PER_HECTARE
TriticaleBraunrost (Puccinia recondita), Rhynchosporium secalis30–691 LITER_PER_HECTARE
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe heraclei), Möhrenschwärze (Alternaria dauci)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
KartoffelDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)51–850.5 LITER_PER_HECTARE7T
SpeisezwiebelFalscher Mehltau (Peronospora destructor)14–481 LITER_PER_HECTARE14T
BlumenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Weißer Rost (Albugo candida), Alternaria brassicae16–491 LITER_PER_HECTARE14T
RosenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Weißer Rost (Albugo candida), Alternaria brassicae16–491 LITER_PER_HECTARE14T
AckerbohneAckerbohnenrost (Uromyces viciae-fabae)60–691 LITER_PER_HECTARE35T
WeißkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Weißer Rost (Albugo candida), Alternaria brassicae16–491 LITER_PER_HECTARE14T
RoggenSchwarzbeinigkeit (Gaeumanomyces graminis)31–321 LITER_PER_HECTARE
KartoffelRhizoctonia solani, Colletotrichum coccodes3 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit AZOSHY?

Der optimale Anwendungszeitpunkt liegt im vorbeugenden Bereich, also vor dem sichtbaren Befall oder bei den ersten Anzeichen einer Infektion. Da der Wirkstoff Azoxystrobin vor allem die Sporenkeimung hemmt, erzielst du die beste Wirkung, wenn das Pflanzenschutzmittel bereits vor dem Sporenflug auf der Kultur appliziert wurde.

Wie wirkt sich der physiologische Effekt von AZOSHY auf meine Kultur aus?

Neben der fungiziden Wirkung beeinflusst Azoxystrobin die Pflanzenphysiologie positiv. Die Kultur bleibt länger grün, da der Abbau von Chlorophyll verzögert und die Photosyntheserate optimiert wird. Dies führt oft zu einer besseren Ausnutzung von Wasser und Nährstoffen sowie zu einer gesteigerten Toleranz gegenüber Hitze- und Trockenstress.

Kann ich AZOSHY auch bei feuchtem Wetter anwenden?

Die Anwendung sollte auf trockenen Beständen erfolgen, damit der Spritzfilm optimal antrocknen kann. Sobald der Belag angetrocknet ist (meist nach 1 bis 2 Stunden), ist AZOSHY hervorragend regenfest und wird durch nachfolgende Niederschläge nicht mehr abgewaschen.

Warum ist der Wirkstoffwechsel bei diesem Pflanzenschutzmittel so wichtig?

Azoxystrobin greift an einer sehr spezifischen Stelle im Stoffwechsel der Pilze an (Ein-Ort-Wirkstoff). Pilze können relativ schnell Mutationen entwickeln, die sie unempfindlich machen. Durch den konsequenten Wechsel mit Wirkstoffen anderer Klassen verhinderst du, dass sich solche resistenten Populationen in deiner Kultur etablieren.

Was muss ich bei der Anwendung in Sonderkulturen wie Spargel oder Porree beachten?

Achte in diesen Kulturen besonders auf eine lückenlose Benetzung der oft wachsartigen und steilen Blattoberflächen. Hier kann die präzise Einstellung der Düsentechnik und die Wahl des richtigen Applikationszeitpunkts (z. B. bei hoher Luftfeuchtigkeit am Morgen oder Abend) die Anlagerung und das Eindringen des Wirkstoffs entscheidend verbessern.

Wie verhalte ich mich, wenn während der geplanten Behandlung Bienen auf der Fläche aktiv sind?

Auch wenn keine explizite Bienengefährdung ausgewiesen ist, solltest du zum Schutz von Bestäubern Behandlungen grundsätzlich in die späten Abendstunden verlegen, wenn der Bienenflug beendet ist. Vermeide zudem die direkte Benetzung von blühenden Unkräutern im Unterstand der Kultur.