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OTHER · W. Neudorff GmbH KG

Neudosan Neu

BVL Zul.-Nr. 034207-60

Neudosan Neu ist ein bewährtes, kontaktwirksames Pflanzenschutzmittel auf Basis von Kaliumsalzen natürlicher Fettsäuren (Kali-Seife). Als flüssiges Konzentrat formuliert, nimmt es eine feste Position im integrierten und ökologischen Anbau ein. Das Mittel zeichnet sich durch ein breites Wirkungsspektrum gegen saugende Schaderreger aus und ist für den Einsatz in einer Vielzahl von Kulturen im Freiland sowie unter Glas registriert.

Die Formulierung ermöglicht eine schnelle und gezielte Erfassung von Schädlingen in verschiedenen Entwicklungsstadien. Da es sich um einen Wirkstoff natürlichen Ursprungs handelt, ist Neudosan Neu besonders für Betriebe geeignet, die Wert auf rückstandsfreie Erzeugung und kurze Wartezeiten legen. Es schließt wichtige Lücken im modernen Kulturmanagement, insbesondere bei kurz vor der Ernte stehenden Kulturen.

Durch die physikalisch-chemische Wirkungsweise bietet das Produkt eine hervorragende Sofortwirkung. Es ist flexibel in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrierbar und unterstützt Erzeuger dabei, den Befallsdruck von Schaderregern wie Blattläusen oder Spinnmilben schnell und effektiv zu senken.

Wirkstoffe

Fettsäure-Kaliumsalze (Kali-Seife)
515 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff von Neudosan Neu, Fettsäure-Kaliumsalze, wirkt rein mechanisch bzw. physikalisch über den direkten Kontakt mit dem Schaderreger. Nach der Benetzung dringt die Kali-Seife in die schützende Cuticula (Wachsschicht) von weichhäutigen Insekten und Spinnmilben ein. Dies führt zu einer schnellen Zerstörung der Zellmembranen der Schädlinge. In der Folge kollabiert der osmotische Druck in den Zellen, was zum raschen Austrocknen und Absterben der getroffenen Schaderreger führt. Da dieser Mechanismus auf einer physikalischen Zerstörung der Körperoberfläche basiert und keine spezifischen biochemischen Rezeptoren im Nervensystem blockiert, ist der Wirkstoff keiner klassischen IRAC-Gruppe zugeordnet (oft als physikalisch wirkend klassifiziert).

Resistenzmanagement

Aufgrund des rein physikalischen Wirkungsmechanismus der Fettsäure-Kaliumsalze ist die Entwicklung von Resistenzen bei den Zielorganismen äußerst unwahrscheinlich. Neudosan Neu eignet sich daher ideal als Baustein im Antiresistenzmanagement. Es kann hervorragend in Spritzfolgen mit chemisch-synthetischen Insektiziden integriert werden, um Selektionsdruck zu mindern und bereits bestehende Resistenzen (beispielsweise bei Weißen Fliegen oder Blattläusen) effektiv zu brechen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Herstellung von Tankmischungen ist besonders auf die Wasserqualität zu achten. Da Fettsäuren mit Calcium- und Magnesium-Ionen in hartem Wasser zu unlöslichen Kalkseifen reagieren können, sollte für die Spritzbrühe bevorzugt weiches Wasser (z. B. Regenwasser) verwendet werden. Mischungen mit stark sauren Produkten oder bestimmten Blattdüngern sind zu vermeiden, da diese die Formulierung instabil machen können. Vor großflächigen Anwendungen wird stets eine Verträglichkeitsprobe (Mischungstest) empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Neudosan Neu weist ein sehr günstiges ökotoxikologisches Profil auf. Das Pflanzenschutzmittel ist als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft und schont bei sachgerechter Anwendung viele wichtige Nützlinge wie Raubmilben oder Schlupfwespen, sobald der Spritzbelag angetrocknet ist. Beim Ansetzen und Ausbringen der Spritzbrühe ist die standardmäßige persönliche Schutzausrüstung (PSA) zu tragen. Aufgrund der schnellen biologischen Abbaubarkeit des Wirkstoffs im Boden und im Wasser sind die Umweltauflagen und Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern im Vergleich zu synthetischen Wirkstoffen moderat.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZierpflanzenBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
KohlgemüseWeiße Fliegen18 LITER_PER_HECTARE
HülsengemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneBlattläuse30–8918 LITER_PER_HECTARE
KernobstBlattsauger-Arten (Psylla-spec.)10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
ZierpflanzenWeiße Fliegen0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
KernobstSpinnmilben10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
ZierpflanzenBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
RapsRapsglanzkäfer50–5912 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenBlattläuse27 LITER_PER_HECTARE
KohlgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenWeiße Fliegen18 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseSpinnmilben0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseSpinnmilben18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
Blatt- und StielgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
KohlgemüseWeiße Fliegen0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenBlattläuse73–990.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSpinnmilben0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
StielmusBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
KernobstBlattläuse10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
BeerenobstBlattläuse0.0020000000949949026 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
KernobstSchildlaus-Arten51–8910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseWeiße Fliegen18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenSpinnmilben0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseBlattläuse30–8918 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenSpinnmilben73–990.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
BeerenobstSaugende Insekten31–8720 LITER_PER_HECTARE
SteinobstBlattläuse10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
ErdbeereBlattläuse0.004000000189989805 LITER_PER_SQUARE_METER
BeerenobstBlattläuse20 LITER_PER_HECTARE
frische KräuterBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenSpinnmilben18 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
BlattgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseSpinnmilben0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenWeiße Fliegen0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
Blattgemüse und frische KräuterBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
KohlgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
Lupine-ArtenBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenSaugende Insekten21–8918 LITER_PER_HECTARE
HopfenSpinnmilben32–7930 LITER_PER_HECTARE
HülsengemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenWeiße Fliegen0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseSpinnmilben18 LITER_PER_HECTARE
GemüsekulturenBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZwiebelgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
Blatt- und StielgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenSpinnmilben27 LITER_PER_HECTARE
SprossgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
GemüsekulturenBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSpinnmilben0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
SprossgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
SteinobstSchildlaus-Arten51–8910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
FruchtgemüseWeiße Fliegen0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
StielmusBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
BeerenobstSchildlaus-Arten31–8720 LITER_PER_HECTARE
BeerenobstSpinnmilben31–8720 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenSpinnmilben21–8918 LITER_PER_HECTARE
HopfenBlattläuse32–7930 LITER_PER_HECTARE
KohlgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZwiebelgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
KohlgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
frische KräuterBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER

Häufige Fragen

Warum ist die Wasserhärte bei der Ausbringung von Neudosan Neu so entscheidend?

Sehr hartes Wasser enthält hohe Konzentrationen an Calcium- und Magnesium-Ionen. Diese reagieren mit den Fettsäure-Kaliumsalzen zu unlöslichen Kalkseifen, was die Wirksamkeit des Mittels drastisch reduzieren und zu Düsenverstopfungen führen kann. Verwenden Sie nach Möglichkeit weiches Wasser (z. B. Regenwasser) oder einen geeigneten Wasserenthärter.

Wie lässt sich die Benetzung bei schwer benetzbaren Kulturen optimieren?

Da Neudosan Neu als reines Kontaktmittel wirkt, müssen die Schaderreger direkt getroffen werden. Bei Kulturen mit starker Wachsschicht (z. B. Kohlarten) oder dichtem Laubwerk ist eine hohe Wasseraufwandmenge und der Einsatz von feintropfigen Düsen ratsam, um auch die Blattunterseiten vollständig zu benetzen.

Kann Neudosan Neu auch bei hohen Temperaturen im Sommer eingesetzt werden?

Um Phytotoxizität (Verbrennungen an den Blättern) zu vermeiden, sollte die Behandlung nicht bei praller Sonne oder Temperaturen über 25 °C durchgeführt werden. Die besten Ergebnisse werden bei Anwendungen in den kühlen Morgen- oder Abendstunden erzielt, da dann auch die Antrocknung langsamer erfolgt und die Wirkung optimiert wird.

Welche Rolle spielt Neudosan Neu im integrierten Pflanzenschutz bezüglich Nützlingen?

Nach dem Antrocknen des Spritzbelags ist das Mittel für Nützlinge wie Raubmilben, Schlupfwespen oder Marienkäfer weitgehend ungefährlich. Da es nur direkt getroffene Schaderreger erfasst, lässt es sich hervorragend mit dem gezielten Einsatz von biologischen Gegenspielern im Gewächshaus und Freiland kombinieren.

Wie schnell tritt die Wirkung nach der Behandlung ein?

Die Wirkung setzt unmittelbar nach dem Kontakt ein. Saugende Schaderreger wie Blattläuse oder Spinnmilben sterben meist innerhalb weniger Stunden durch die Zerstörung ihrer Zellmembranen und die anschließende Austrocknung ab. Eine zeitnahe Befallskontrolle ist daher leicht möglich.

Gibt es Einschränkungen bei der Mischbarkeit mit anderen Pflanzenschutzmitteln?

Mischungen mit sauren Produkten (z. B. bestimmten Blattdüngern oder Fungiziden) sollten vermieden werden, da sie die Seifenstruktur instabil machen. Führen Sie vor jeder Tankmischung eine physikalische Mischbarkeitsprobe in einem kleinen Gefäß durch, um Ausfällungen auszuschließen.