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Sonstige · W. Neudorff GmbH KG

Neudosan Neu Blattlausfrei

BVL Zul.-Nr. 034207-00

Neudosan Neu Blattlausfrei ist ein bewährtes, flüssiges Pflanzenschutzmittel-Konzentrat auf Basis von Kaliumsalzen natürlicher Fettsäuren (Kali-Seife). Als reines Kontaktpräparat hat es sich fest im professionellen Obst-, Gemüse-, Zierpflanzen- und Hopfenbau etabliert. Es zeichnet sich durch eine schnelle Sofortwirkung gegen saugende Schaderreger aus und schont nach dem Antrocknen wichtige Nützlinge, was es zu einem wertvollen Baustein im integrierten Pflanzenschutz macht.

Das Wirkungsspektrum umfasst vor allem weichhäutige Schadinsekten und Spinnmilben. Zu den Hauptzielorganismen gehören verschiedene Blattlaus-Arten, Spinnmilben, Weiße Fliegen sowie Schildläuse in unterschiedlichen Kulturen. Da das Mittel keine systemischen Eigenschaften besitzt, ist eine gründliche und lückenlose Benetzung aller Pflanzenteile für den Bekämpfungserfolg entscheidend.

Wirkstoffe

Fettsäure-Kaliumsalze (Kali-Seife)
515 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Fettsäure-Kaliumsalze (Kali-Seife) wirkt rein physikalisch-chemisch über den direkten Kontakt mit dem Schaderreger. Nach der Benetzung dringen die lipophilen Kohlenstoffketten der Fettsäuren in die schützende Wachsschicht (Kutikula) der Insekten und Milben ein. Dies führt zu einer schnellen Auflösung der Zellmembranen im Atmungs- und Verdauungssystem der Schädlinge. In der Folge kollabiert der osmotische Druck in den Zellen, was zu einer raschen Dehydration (Austrocknung) und zum Erstickungstod der getroffenen Schaderreger führt. Da dieser Mechanismus auf einer physikalischen Zerstörung zellulärer Strukturen beruht und nicht auf einer Blockade spezifischer Rezeptoren im Nervensystem, wirkt das Mittel extrem schnell – oft innerhalb weniger Stunden nach der Anwendung.

Resistenzmanagement

Aufgrund des rein physikalischen und unspezifischen Wirkungsmechanismus der Fettsäuren ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielorganismen als äußerst gering einzustufen. Neudosan Neu Blattlausfrei eignet sich daher hervorragend für das Resistenzmanagement in intensiv behandelten Kulturen. Du kannst das Produkt optimal in Spritzfolgen mit klassischen, systemischen oder teilsystemischen Insektiziden integrieren, um den Selektionsdruck auf andere Wirkstoffklassen effektiv zu senken und bestehende Resistenzen zu brechen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Herstellung von Tankmischungen ist besonders auf die Wasserqualität zu achten. Verwende für die Spritzbrühe möglichst weiches Wasser, da ein hoher Calcium- oder Magnesiumgehalt (hartes Wasser) zur Ausfällung von schwerlöslichen Kalkseifen führen kann, was die Wirksamkeit mindert und Düsen verstopfen kann. Das Produkt sollte nicht mit stark sauren oder stark alkalischen Mischungspartnern sowie kupfer- oder schwefelhaltigen Pflanzenschutzmitteln kombiniert werden. Führe vor einer großflächigen Anwendung im Zweifel immer eine Mischprobe und einen Verträglichkeitstest an einzelnen Blättern der jeweiligen Kultur durch.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Konzentrat solltest du die übliche persönliche Schutzausrüstung (Arbeitskleidung, Schutzhandschuhe und Augenschutz) tragen, um Haut- und Augenkontakt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse vorgegeben ist, empfiehlt sich aus Vorsorgegründen eine Anwendung außerhalb des aktiven Bienenflugs in den Abendstunden, besonders wenn die behandelten Kulturen oder Begleitpflanzen blühen. Achte zudem darauf, Abdrift in angrenzende Gewässer und Biotope strikt zu vermeiden, um aquatische Organismen zu schonen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZierpflanzenBlattläuse73–990.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
ZwiebelgemüseBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSpinnmilben73–990.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
GemüsekulturenBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
Blattgemüse und frische KräuterBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
ErdbeereBlattläuse0.004 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSpinnmilben0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
KohlgemüseBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenWeiße Fliegen0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
HülsengemüseBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
BeerenobstBlattläuse0.002 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenWeiße Fliegen0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
SprossgemüseBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSpinnmilben0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseSpinnmilben0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
StielmusBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSpinnmilben0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
frische KräuterBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenWeiße Fliegen0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
KohlgemüseWeiße Fliegen0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseSpinnmilben0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
Blatt- und StielgemüseBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
KohlgemüseBlattläuse0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseWeiße Fliegen0.0018000000000000002 LITER_PER_SQUARE_METER
KernobstSpinnmilben73–9910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
SteinobstBlattläuse73–9910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
KernobstBlattsauger-Arten (Psylla-spec.)73–9910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
KernobstBlattläuse73–9910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
BeerenobstSchildlaus-Arten31–8720 LITER_PER_HECTARE
frische KräuterBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseBlattläuse30–8918 LITER_PER_HECTARE
KernobstSchildlaus-Arten51–8910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
SteinobstSchildlaus-Arten51–8910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
HülsengemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
GemüsekulturenBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
BeerenobstSpinnmilben31–8720 LITER_PER_HECTARE
KohlgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
Blatt- und StielgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenSpinnmilben27 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseWeiße Fliegen18 LITER_PER_HECTARE
SteinobstBlattläuse10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
AckerbohneBlattläuse30–8918 LITER_PER_HECTARE
SprossgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
HopfenBlattläuse32–7930 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenSpinnmilben18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenBlattläuse27 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenSaugende Insekten21–8918 LITER_PER_HECTARE
BeerenobstSaugende Insekten31–8720 LITER_PER_HECTARE
KernobstBlattläuse10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
HopfenSpinnmilben32–7930 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
KernobstBlattsauger-Arten (Psylla-spec.)10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
StielmusBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
KernobstSpinnmilben10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
KohlgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
BlattgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
KohlgemüseWeiße Fliegen18 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseSpinnmilben18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
BeerenobstBlattläuse20 LITER_PER_HECTARE
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
RapsRapsglanzkäfer50–5912 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseSpinnmilben18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenWeiße Fliegen18 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
Lupine-ArtenBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZwiebelgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenSpinnmilben21–8918 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie kannst du die Wirkung von Neudosan Neu Blattlausfrei bei hartem Wasser optimieren?

Wenn dir nur hartes Brunnen- oder Leitungswasser zur Verfügung steht, solltest du einen geeigneten Enthärter oder Konditionierer in den Spritztank geben, bevor du das Produkt einmischst. Dies verhindert das Ausflocken der Fettsäuren und sichert die volle Kontaktwirkung auf dem Schaderreger.

Warum ist die Wassermenge bei der Anwendung so entscheidend?

Da es sich um ein reines Kontaktmittel handelt, sterben nur Schaderreger ab, die direkt von der Spritzbrühe getroffen werden. Du solltest daher eine ausreichend hohe Wassermenge wählen und die Düsen so einstellen, dass auch versteckt sitzende Schädlinge auf den Blattunterseiten und in den Triebspitzen komplett benetzt werden.

Zu welcher Tageszeit solltest du die Behandlung am besten durchführen?

Am besten applizierst du das Mittel in den kühlen Morgen- oder Abendstunden oder bei bedecktem Himmel. Eine langsame Abtrocknung der Spritzbrühe erhöht die Einwirkzeit auf die Schaderreger, während starke Sonneneinstrahlung und Hitze zu schneller Verdunstung und potenziellen Blattschäden an der Kultur führen können.

Kannst du das Produkt auch bei niedrigen Temperaturen im zeitigen Frühjahr einsetzen?

Ja, im Gegensatz zu vielen temperaturabhängigen, systemischen Insektiziden wirkt die physikalische Kontaktwirkung der Fettsäuren auch bei kühleren Temperaturen im zeitigen Frühjahr (z. B. ab BBCH-Stadium 30) zuverlässig, sobald die Schaderreger aktiv sind.

Wie verhält sich das Mittel gegenüber Nützlingen im integrierten Anbau?

Nach dem Antrocknen des Spritzbelags besteht für Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen kaum noch eine Gefahr, da kein giftiger Belag auf der Kultur zurückbleibt. Du solltest dennoch vermeiden, nützliche Insekten direkt anzusprühen.

Wie erkennst du, ob die Behandlung gegen Schildläuse erfolgreich war?

Da Schildläuse auch nach ihrem Tod auf der Kultur haften bleiben, solltest du einige Tage nach der Spritzung stichprobenartig Schilde mit dem Fingernagel anheben. Abgestorbene Tiere sind trocken und verfärbt, während vitale Schildläuse beim Zerdrücken feucht wirken.