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OTHER · W. NEUDORFF GMBH KG

Neudosan Neu Blattlausfrei

BVL Zul.-Nr. 034207-00

Neudosan Neu Blattlausfrei von W. Neudorff GmbH KG ist ein bewährtes, umweltschonendes Pflanzenschutzmittel zur gezielten Regulierung saugender Schaderreger. Mit dem Wirkstoff Fettsäure-Kaliumsalze (Kali-Seife) in einer Konzentration von 515 g/l ist dieses flüssige Konzentrat besonders für den Einsatz im integrierten sowie im ökologischen Anbau prädestiniert. Es zeichnet sich durch eine hervorragende Sofortwirkung aus und hinterlässt keine kritischen Rückstände auf den behandelten Pflanzenteilen.

Das Anwendungsspektrum erstreckt sich über eine Vielzahl von Kulturen im Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenbau, sowohl im Freiland als auch unter Glas. Zu den Hauptzielorganismen gehören hartnäckige Schädlinge wie Blattläuse, Spinnmilben, Weiße Fliegen sowie verschiedene Schildlaus-Arten. Da es sich um ein reines Kontaktmittel handelt, müssen die Schaderreger direkt von der Spritzbrühe getroffen werden, was eine sorgfältige und tropfnasse Benetzung aller Pflanzenteile erfordert.

Dank der physikalischen Wirkungsweise und der schnellen biologischen Abbaubarkeit des Wirkstoffs ist das Produkt eine hochflexible Option für den Einsatz während der gesamten Vegetationsperiode (BBCH-Stadium 21 bis 89). Es schont wichtige Nützlinge im Biotop und lässt sich hervorragend in moderne, nachhaltige Pflanzenschutzstrategien integrieren.

Wirkstoffe

Fettsäure-Kaliumsalze (Kali-Seife)
515 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Fettsäure-Kaliumsalze (Kali-Seife) wirkt rein physikalisch über den direkten Kontakt mit dem Schaderreger. Nach dem Auftreffen dringt die Seifenlösung in die dünne Kutikula und die Zellmembranen der weichhäutigen Insekten und Spinnmilben ein. Dies führt zu einer schnellen Zerstörung der Zellintegrität, wodurch die Schädlinge austrocknen und innerhalb kürzester Zeit absterben. Da dieser Mechanismus auf einer physikalischen Zerstörung der Zellstrukturen beruht und keine spezifischen biochemischen Rezeptoren im Nervensystem der Schaderreger blockiert, ist der Wirkstoff keiner klassischen IRAC-Gruppe zugeordnet. Dies macht das Pflanzenschutzmittel zu einem unschätzbaren Werkzeug im modernen Pflanzenbau, da keine physiologischen Kreuzresistenzen zu synthetischen Insektiziden entstehen können.

Resistenzmanagement

Aufgrund der rein physikalischen Wirkungsweise der Kali-Seife ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Zielorganismen als extrem gering einzustufen. Neudosan Neu Blattlausfrei eignet sich daher ideal als Partner in Rotationsprogrammen mit klassischen, chemisch-synthetischen Insektiziden, um den Selektionsdruck auf diese Wirkstoffklassen zu minimieren. Es kann gezielt eingesetzt werden, um bereits bestehende Resistenzen, beispielsweise bei Blattläusen oder Weißen Fliegen, im Feld effektiv zu brechen.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Herstellung von Tankmischungen ist besonders auf die Wasserhärte zu achten. Sehr hartes Wasser kann zur Ausfällung von Kalkseife führen, was die Wirksamkeit des Mittels drastisch verringert und die Düsen verstopfen kann; die Verwendung von weichem Wasser oder Regenwasser wird daher dringend empfohlen. Das Pflanzenschutzmittel sollte zudem nicht mit stark sauren Produkten oder Blattdüngern gemischt werden, da dies die Emulsion instabil macht. Vor großflächigen Anwendungen in Mischungen wird stets ein Kleinflächentest zur Überprüfung der Kulturverträglichkeit empfohlen.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Aus ökologischer Sicht zeichnet sich das Produkt durch ein sehr günstiges Profil aus. Als Kali-Seife ist es für Honigbienen als nicht bienengefährlich eingestuft, was den Einsatz auch während der Blütezeit der Kulturen ermöglicht. Dennoch sollten direkte Behandlungen während des aktiven Bienenflugs vermieden werden, um die Nützlinge optimal zu schonen. Beim Anwenderschutz sind die üblichen persönlichen Schutzausrüstungen gemäß Sicherheitsdatenblatt zu tragen, während Abdrift- und Abschwemmungsauflagen zum Schutz benachbarter Gewässer stets strikt einzuhalten sind.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
Blatt- und StielgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ErdbeereBlattläuse0.004000000189989805 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSpinnmilben0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
GemüsekulturenBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneBlattläuse30–8918 LITER_PER_HECTARE
ZwiebelgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
KernobstBlattläuse10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
BeerenobstSpinnmilben31–8720 LITER_PER_HECTARE
StielmusBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZwiebelgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseWeiße Fliegen18 LITER_PER_HECTARE
SteinobstSchildlaus-Arten51–8910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
ZierpflanzenBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenWeiße Fliegen0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
KohlgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
Blattgemüse und frische KräuterBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSpinnmilben18 LITER_PER_HECTARE
KohlgemüseWeiße Fliegen18 LITER_PER_HECTARE
BeerenobstSaugende Insekten31–8720 LITER_PER_HECTARE
BeerenobstBlattläuse0.0020000000949949026 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSpinnmilben21–8918 LITER_PER_HECTARE
frische KräuterBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenWeiße Fliegen0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSaugende Insekten21–8918 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseWeiße Fliegen0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenWeiße Fliegen18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenSpinnmilben27 LITER_PER_HECTARE
HülsengemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseBlattläuse30–8918 LITER_PER_HECTARE
frische KräuterBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
KohlgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
KernobstSchildlaus-Arten51–8910 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
FruchtgemüseSpinnmilben0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSpinnmilben0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
Blatt- und StielgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseSpinnmilben0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
KernobstSpinnmilben10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
StielmusBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
RapsRapsglanzkäfer50–5912 LITER_PER_HECTARE
Lupine-ArtenBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
HülsengemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenBlattläuse73–990.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
KohlgemüseWeiße Fliegen0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseSpinnmilben18 LITER_PER_HECTARE
HopfenSpinnmilben32–7930 LITER_PER_HECTARE
KernobstBlattsauger-Arten (Psylla-spec.)10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
KohlgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
BeerenobstBlattläuse20 LITER_PER_HECTARE
Wurzel- und KnollengemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
SprossgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenBlattläuse27 LITER_PER_HECTARE
SprossgemüseBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenSpinnmilben73–990.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
KohlgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
SteinobstBlattläuse10 LITER_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT
BlattgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
GemüsekulturenBlattläuse0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
FruchtgemüseSpinnmilben18 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenWeiße Fliegen0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
BeerenobstSchildlaus-Arten31–8720 LITER_PER_HECTARE
FruchtgemüseBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE
HopfenBlattläuse32–7930 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenSpinnmilben0.0018000000854954123 LITER_PER_SQUARE_METER
ZierpflanzenBlattläuse18 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Warum ist die Wasserqualität bei der Anwendung von Neudosan Neu Blattlausfrei so entscheidend?

Der Wirkstoff basiert auf Kaliumsalzen von Fettsäuren, die mit den Calcium- und Magnesiumionen in hartem Wasser reagieren können. Dabei bildet sich unlösliche Kalkseife, welche die Wirksamkeit des Mittels drastisch reduziert und zu Ausfällungen im Spritztank führen kann. Verwenden Sie daher bevorzugt weiches Wasser oder Regenwasser für die Spritzbrühe.

Wie lässt sich die Wirkung gegen hartnäckige Schädlinge wie Schildläuse oder Weiße Fliegen optimieren?

Da es sich um ein reines Kontaktmittel handelt, müssen die Schaderreger direkt getroffen werden. Bei Schildläusen empfiehlt sich die Behandlung im frühen Larvenstadium (Wanderlarven), da die adulten Tiere durch ihren Schild geschützt sind. Bei der Weißen Fliege ist eine gründliche Benetzung der Blattunterseiten, wo sich die Schädlinge bevorzugt aufhalten, unerlässlich.

Kann das Produkt bei starker Sonneneinstrahlung ausgebracht werden?

Nein, Behandlungen sollten vorzugsweise in den kühlen Morgen- oder Abendstunden oder bei bedecktem Himmel durchgeführt werden. Eine langsame Antrocknung der Spritzbrühe erhöht die Benetzung und damit die physikalische Wirkung. Zudem wird so das Risiko von phytotoxischen Verbrennungen auf den Blättern bei intensiver Sonneneinstrahlung minimiert.

Welche Rolle spielt das BBCH-Stadium bei der Terminierung der Behandlung?

Das Produkt ist über ein sehr breites BBCH-Fenster (BBCH 21 bis 89) zugelassen. Der optimale Behandlungszeitpunkt richtet sich primär nach dem ersten Auftreten der Schaderreger (Monitoring). Da keine systemische Wirkung vorliegt, ist eine frühzeitige Behandlung bei Befallsbeginn am effektivsten, bevor sich dichte Kolonien oder Gespinste bilden, die das Eindringen der Spritzbrühe erschweren.

Wie verträgt sich Neudosan Neu Blattlausfrei mit dem Einsatz von Nützlingen im Gewächshaus?

Das Produkt ist hervorragend für den kombinierten Einsatz mit Nützlingen geeignet. Nach dem Antrocknen des Spritzbelags besteht keine Gefahr mehr für nützliche Insekten wie Schlupfwespen oder Raubmilben, da kein toxischer Wirkstoffbelag auf der Kultur verbleibt. Nützlinge sollten idealerweise kurz nach dem Antrocknen des Mittels freigelassen werden.

Gibt es Einschränkungen bezüglich der Wartezeit vor der Ernte?

Aufgrund der schnellen biologischen Abbaubarkeit und des rein physikalischen Wirkungsmechanismus der Fettsäuren sind für die meisten zugelassenen Anwendungen keine langen Wartezeiten vorgeschrieben. Dies macht das Pflanzenschutzmittel besonders wertvoll für Behandlungen kurz vor oder während der Ernteperiode in Obst- und Gemüsekulturen.