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OTHER · Monsanto Agrar Deutschland GmbH

Roundup Express

BVL Zul.-Nr. 006921-60

Roundup Express von Monsanto Agrar Deutschland GmbH ist ein hochkonzentriertes, nicht-selektives Blattherbizid zur Bekämpfung eines extrem breiten Spektrums von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern sowie holzigen Gewächsen. Als flüssiges Formulierungskonzentrat basiert es auf dem weltweit bewährten Wirkstoff Glyphosat und zeichnet sich durch eine schnelle, systemische Verteilung in der gesamten Pflanze aus. Es wird vor allem im Ackerbau, auf Grünland sowie in forstlichen Kulturen eingesetzt.

Neben der klassischen Unkrautbekämpfung vor der Saat oder nach der Ernte ist dieses Pflanzenschutzmittel auch für spezifische Anwendungen wie die Sikkation in bestimmten Kulturen zugelassen, um die Ernte zu erleichtern und den Unkrautbesatz für Folgekulturen zu minimieren. Durch die optimierte Formulierung dringt der Wirkstoff rasch in die Blätter ein und wird auch unter wechselhaften Witterungsbedingungen zuverlässig aufgenommen.

Dies macht Roundup Express zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen Kulturmanagement, insbesondere bei der pfluglosen Bodenbearbeitung und der Sanierung von Problemflächen mit hartnäckigen Wurzelunkräutern oder Adlerfarn. Die Formulierung sorgt für eine hohe Haftung auf der Blattoberfläche und minimiert das Risiko von Wirkstoffverlusten durch vorzeitigen Regen.

Wirkstoffe

Glyphosat
588 g/L

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9. Die Wirkung beruht auf der spezifischen Blockade des Enzyms 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS) im Shikimatweg der Pflanzen. Dieses Enzym ist essenziell für die Biosynthese der aromatischen Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan, die für das Pflanzenwachstum und den Proteinstoffwechsel unerlässlich sind. Da dieser Stoffwechselweg nur in Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen vorkommt, weist der Wirkstoff eine hohe Spezifität auf. Nach der Aufnahme über die grünen Pflanzenteile wird Glyphosat systemisch über das Phloem sowohl in die Triebspitzen als auch in die unterirdischen Speicherorgane wie Wurzeln und Rhizome transportiert. Der vollständige Absterbeprozess der betroffenen Schaderreger zieht sich je nach Witterung über mehrere Tage bis zwei Wochen hin.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von herbizidresistenten Biotypen vorzubeugen, sollte Roundup Express stets in ein integriertes Unkrautmanagement eingebunden werden. Dies umfasst den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen (HRAC-Gruppen) sowie mechanische Maßnahmen wie die Stoppelbearbeitung. Ein wiederholter, alleiniger Einsatz von Wirkstoffen der HRAC-Gruppe 9 auf derselben Fläche ist zu vermeiden, um den selektiven Druck auf schwer bekämpfbare Unkrautarten zu minimieren.

Mischbarkeit & Tankmischung

Bei der Herstellung von Tankmischungen ist besonders auf die Wasserqualität zu achten; sehr hartes Wasser kann die Wirksamkeit von Glyphosat beeinträchtigen, weshalb gegebenenfalls ein geeigneter Wasserkonditionierer oder Ammoniumsulfat zugesetzt werden sollte. Roundup Express ist physikalisch mit vielen gängigen Bodenherbiziden und Additiven mischbar, jedoch sollte vorab stets eine Mischprobe durchgeführt werden. Die Anwendung sollte auf trockene Bestände erfolgen, wobei eine regenfreie Zeit von mindestens zwei bis sechs Stunden nach der Spritzung für eine optimale Wirkstoffaufnahme gewährleistet sein muss.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit Roundup Express ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzhandschuhen und Schutzanzug bei der Ausbringung, zwingend erforderlich. Zum Schutz von Gewässerorganismen und Nichtzielpflanzen sind die im Zulassungsbescheid festgelegten Abstandsauflagen und Driftminderungsklassen strikt einzuhalten. Das Pflanzenschutzmittel ist im Allgemeinen als nichtbienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Kulturen oder Unkräutern, die aktiv von Bienen beflogen werden, vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
NadelholzZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
LeinSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE14T
AckerbaukulturenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
RasenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
WeichweizenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE7T
KernobstZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE42T
ZiergehölzeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
GemüsekulturenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
Wege und Plätze mit HolzgewächsenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
ZierpflanzenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE7T
RapsSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE7T
GersteZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE7T
RoggenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE7T
Senf-ArtenSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE7T
HaferZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE7T
Wege und PlätzeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
GleisanlagenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
AckerbaukulturenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
RapsZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
Wiesen, WeidenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
TriticaleZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE7T
SteinobstZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE42T
NadelholzHolzgewächse, Adlerfarn, Zweikeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
LaubholzHolzgewächse, Adlerfarn, Zweikeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
Nichtkulturland ohne HolzgewächseZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
HartweizenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE7T
FuttererbseSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3 LITER_PER_HECTARE7T
GemüsekulturenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE
LaubholzZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.75 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie lange muss ich nach der Anwendung von Roundup Express warten, bevor ich den Boden bearbeiten kann?

Für eine optimale Wirkung gegen ausdauernde Wurzelunkräuter sollte mit der Bodenbearbeitung gewartet werden, bis der Wirkstoff vollständig in die unterirdischen Organe transportiert wurde. Bei einjährigen Unkräutern reichen meist 3 bis 5 Tage, während bei hartnäckigen Quecken oder Disteln mindestens 7 bis 10 Tage Wartezeit vor der mechanischen Bodenbewegung empfohlen werden.

Welchen Einfluss hat die Witterung auf die Wirksamkeit von Roundup Express?

Die beste Wirkung wird bei wüchsigem Wetter mit Temperaturen zwischen 10 °C und 25 °C erzielt, da die Pflanzen dann aktiv assimilieren und den Wirkstoff schnell transportieren. Extreme Trockenheit, Frost oder anhaltende Kälteperioden verlangsamen den Stoffwechsel der Schaderreger und können den Bekämpfungserfolg verzögern oder mindern.

Kann Roundup Express auch zur gezielten Einzelpflanzenbehandlung genutzt werden?

Ja, neben der flächigen Spritzung ist in bestimmten Bereichen auch eine gezielte Einzelpflanzenbehandlung (z. B. durch Streich- oder Tupfverfahren) möglich. Dies ist besonders vorteilhaft, um Schaderreger wie Holzgewächse oder Adlerfarn selektiv zu bekämpfen, ohne die umliegende Vegetation oder die Hauptkultur zu schädigen.

Warum ist die Wasserqualität bei der Ausbringung von Glyphosat-Produkten so wichtig?

Glyphosat-Moleküle neigen dazu, sich im Spritztank an im Wasser gelöste Calcium- und Magnesiumionen (hartes Wasser) zu binden. Diese Chelatbildung inaktiviert einen Teil des Wirkstoffs und verringert die Herbizidleistung. Die Zugabe von Ammoniumsulfat vor dem Einmischen des Herbizids kann diesen Effekt effektiv verhindern.

Wie erkenne ich, ob die Behandlung mit Roundup Express erfolgreich war?

Erste Symptome zeigen sich meist nach 3 bis 7 Tagen in Form von Gelbfärbungen (Chlorosen) an den jüngsten Blättern und Triebspitzen. Im weiteren Verlauf verfärben sich die Pflanzen braun (Nekrosen) und sterben vollständig ab. Bei kühler Witterung kann sich dieser Prozess auf bis zu drei Wochen ausdehnen.