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OTHER · Barclay Chemicals (R&D) Ltd.

TRUSTEE HI-AKTIV

BVL Zul.-Nr. 006404-60

TRUSTEE HI-AKTIV ist ein hochkonzentriertes, nicht-selektives systemisches Blattherbizid zur Bekämpfung eines sehr breiten Spektrums von ein- und zweikeimblättrigen Unkräutern, Ausfallkulturen, Holzgewächsen sowie zur Sikkation in zahlreichen landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Kulturen. Formuliert als wasserlösliches Konzentrat (SL) mit einem optimierten Tensidsystem, zeichnet sich dieses Pflanzenschutzmittel durch eine schnelle Wirkstoffaufnahme und eine effiziente Translokation innerhalb der behandelten Schaderreger aus.

Durch den hohen Wirkstoffgehalt von 490 g/l Glyphosat bietet das Produkt logistische Vorteile wie reduzierte Aufwandmengen pro Hektar und einen geringeren Verpackungsaufwand. Es wird vor allem im Rahmen der Stoppelbehandlung, vor der Saat oder dem Auflaufen der Kultur sowie gezielt zur Spätbehandlung vor der Ernte eingesetzt, um den Ernteprozess zu erleichtern und Spätverunkrautungen zu unterdrücken.

Die systemische Wirkung sorgt dafür, dass der Wirkstoff nach der Aufnahme über die grünen Pflanzenteile mit dem Saftstrom bis in die Wurzeln und unterirdischen Überdauerungsorgane (wie Rhizome) transportiert wird. Dadurch werden auch hartnäckige, tiefwurzelnde ausdauernde Unkrautarten nachhaltig und wurzeltief bekämpft.

Wirkstoffe

Glyphosat
490 g/L

Wirkungsweise

Der Wirkstoff Glyphosat gehört zur HRAC-Gruppe 9 (Hemmstoffe der EPSP-Synthase). Nach der Absorption über die Blätter blockiert der Wirkstoff das Enzym 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS), welches eine Schlüsselrolle im Shikimatweg von Pflanzen, Pilzen und Bakterien einnimmt. Durch diese Blockade wird die Biosynthese der essenziellen aromatischen Aminosäuren Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan unterbrochen. Dies führt zu einem schnellen Wachstumsstopp, gefolgt von Chlorosen und einer vollständigen Nekrose der betroffenen Schaderreger. Da dieser Stoffwechselweg in der Tierwelt nicht existiert, erklärt sich daraus die spezifische herbizide Selektivität auf pflanzliche Organismen.

Resistenzmanagement

Um einer Selektion von resistenten Biotypen vorzubeugen, sollte TRUSTEE HI-AKTIV stets im Rahmen eines integrierten Unkrautmanagements eingesetzt werden. Dies umfasst den Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen (HRAC-Gruppen) auf der betroffenen Fläche, die Durchführung mechanischer Bodenbearbeitungsmaßnahmen zur Keimstimulation sowie die strikte Einhaltung der empfohlenen Aufwandmengen, um subletale Dosierungen zu vermeiden. Ein Wirkstoffwechsel ist besonders bei engen Fruchtfolgen und häufigem Glyphosateinsatz auf Stoppel- und Brachflächen ratsam.

Mischbarkeit & Tankmischung

TRUSTEE HI-AKTIV ist im Allgemeinen gut mit vielen Bodenherbiziden und Additiven mischbar, um das Wirkungsspektrum abzurunden oder die Benetzung zu optimieren. Bei der Verwendung von hartem Spritzwasser empfiehlt sich die Zugabe eines Wasserkonditionierers (wie Ammoniumsulfat) vor dem Ansetzen der Spritzbrühe, um eine Inaktivierung des Wirkstoffs durch Calcium- oder Magnesium-Ionen zu verhindern. Mischungen mit schnell wirkenden Kontakt- oder Verbrennungsherbiziden sollten vermieden werden, da diese die Blattoberfläche vorzeitig zerstören und somit den systemischen Transport des Glyphosats in die Wurzeln blockieren.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Bei der Anwendung von TRUSTEE HI-AKTIV sind die gesetzlichen Vorgaben zum Anwenderschutz und die PSA-Auflagen strikt zu beachten. Zum Schutz von Oberflächengewässern und Nichtzielpflanzen müssen die vom BVL vorgegebenen Abstandsauflagen und der Einsatz abdriftmindernder Technik eingehalten werden. Das Pflanzenschutzmittel ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte direkter Eintrag auf blühende Bestände oder Unkräuter im Unterwuchs vermieden werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
WinterweichweizenSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE7T
Senf-ArtenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
WintergersteSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE7T
SommerweichweizenSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE7T
LaubholzHolzgewächse, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
RapsSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.9 LITER_PER_HECTARE7T
KernobstZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE42T
WinterweichweizenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
Wiesen, WeidenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.9 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
LeinZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
WinterhaferSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE7T
SommergersteZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
SommerhartweizenSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE7T
SommerweichweizenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
AckerbaukulturenAusfallkulturen, Kartoffeldurchwuchs, Zweikeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE
SpeisezwiebelZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
StilllegungsflächenAusfallkulturen, Kartoffeldurchwuchs, Zweikeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE
WintergersteZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE
NadelholzHolzgewächse, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE
KohlrübeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
SommerhaferZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
RapsZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
LeinSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.9 LITER_PER_HECTARE14T
SommergersteSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE7T
WinterhartweizenSikkation, Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter3.7 LITER_PER_HECTARE7T
WinterhaferZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
WinterhartweizenZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
FuttererbseZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
PorreeZweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Zweikeimblättrige Unkräuter, Einkeimblättrige Unkräuter2.2 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wie lange nach der Behandlung mit TRUSTEE HI-AKTIV muss es regenfrei bleiben?

Für eine optimale systemische Wirkung sollte nach der Ausbringung eine regenfreie Zeit von mindestens 4 bis 6 Stunden gewährleistet sein. Niederschläge kurz nach der Behandlung können den Wirkstoff von den Blättern abwaschen und die biologische Wirksamkeit erheblich reduzieren.

Welchen Einfluss hat die Wasserhärte auf die Wirksamkeit dieses Pflanzenschutzmittels?

Sehr hartes Wasser enthält hohe Konzentrationen an Calcium- und Magnesium-Ionen, die sich an das Glyphosat-Molekül binden und dessen Aufnahme in die Pflanze erschweren. Bei hartem Wasser empfiehlt es sich, vor der Herbizidzugabe einen geeigneten Wasserkonditionierer oder Ammoniumsulfat in den Spritztank einzumischen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Stoppelbehandlung gegen ausdauernde Unkräuter?

Die Behandlung sollte erst erfolgen, wenn die Unkräuter nach der Ernte wieder ausreichend neue, grüne Blattmasse gebildet haben (z. B. Quecke mit mindestens 3–4 entfalteten Blättern, ca. 15–20 cm Höhe). Nur so ist eine ausreichende Wirkstoffaufnahme und der Transport in die unterirdischen Rhizome gewährleistet.

Wie lange muss ich nach der Anwendung mit der Bodenbearbeitung warten?

Nach der Behandlung sollte mit einer mechanischen Bodenbearbeitung oder Pflügen gewartet werden, bis der Wirkstoff vollständig in die Wurzeln transportiert wurde. Bei einjährigen Unkräutern reicht meist eine Wartezeit von 3 bis 5 Tagen, bei ausdauernden Problemunkräutern wie Quecken oder Disteln werden 7 bis 10 Tage empfohlen.

Was muss bei einer Sikkation im Getreide hinsichtlich des BBCH-Stadiums beachtet werden?

Eine Sikkation zur Ernteerleichterung darf erst nach dem Erreichen der physiologischen Reife der Kultur durchgeführt werden (in der Regel ab BBCH-Stadium 89, Vollreife). Eine zu frühe Anwendung in unreifen Beständen führt zu Ertragsverlusten, verminderter Keimfähigkeit des Saatguts und unzulässigen Wirkstoffrückständen im Erntegut.

Wie finde ich auf agronomy.farmable.tech alternative Pflanzenschutzmittel für dieselben Schaderreger?

Nutzen Sie die interaktiven Verknüpfungen auf dieser Produktseite. Durch Klicken auf die verlinkten Schaderreger (z. B. 'Zweikeimblättrige Unkräuter') gelangen Sie direkt zur Übersichtsseite des Schaderregers, auf der alle in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel und deren spezifische Zulassungsdetails aufgelistet sind.