DEMETRINA 25 EC
DEMETRINA 25 EC ist ein bewährtes, breit wirksames Insektizid zur Bekämpfung einer Vielzahl von beißenden und saugenden Schaderregern in landwirtschaftlichen, gartenbaulichen und forstwirtschaftlichen Kulturen. Als emulgierbares Konzentrat (EC) formuliert, zeichnet sich das Pflanzenschutzmittel durch eine schnelle Verteilung auf der Pflanzenoberfläche und eine hervorragende Sofortwirkung (Knock-down-Effekt) aus. Es ist ein verlässlicher Baustein im modernen Pflanzenschutz, um Erträge und Qualitäten abzusichern.
Das Wirkungsspektrum umfasst bedeutende Schädlinge wie Rapsglanzkäfer, Rapsstängelrüssler, Blattläuse, Erdflöhe, Thripse sowie verschiedene beißende Käfer und Schmetterlingsraupen. Durch die Zulassung in einer Vielzahl von Kulturen – von Getreide und Raps über Gemüse wie Lauch und Dill bis hin zu forstlichen Kulturen – bietet DEMETRINA 25 EC eine flexible Lösung für den professionellen Anwender im integrierten Pflanzenbau.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der enthaltene Wirkstoff Deltamethrin gehört zur chemischen Gruppe der Pyrethroide (IRAC-Gruppe 3A). Er wirkt als reines Kontakt- und Fraßgift. Nach der Aufnahme durch den Schaderreger entfaltet der Wirkstoff seine Wirkung direkt im Nervensystem. Deltamethrin hält die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen der Insekten offen und verzögert deren Schließen. Dies führt zu einer langanhaltenden Depolarisation der Membran, was unkontrollierte Nervenimpulse, Krämpfe und schließlich den schnellen Tod des Schaderregers zur Folge hat. Da der Wirkstoff nicht systemisch ist, ist eine gründliche Benetzung aller Pflanzenteile für eine optimale Wirkung entscheidend.
Resistenzmanagement
Um der Entstehung von Resistenzen, insbesondere bei intensiv bekämpften Schaderregern wie dem Rapsglanzkäfer, wirksam vorzubeugen, solltest du DEMETRINA 25 EC strikt im Wechsel mit Insektiziden aus anderen Wirkstoffklassen einsetzen. Vermeide aufeinanderfolgende Behandlungen mit Pyrethroiden der Gruppe 3A innerhalb derselben Saison. Nutze zudem Schadschwellenentscheidungen und integrierte Bekämpfungsmaßnahmen, um den Selektionsdruck so gering wie möglich zu halten.
Mischbarkeit & Tankmischung
DEMETRINA 25 EC ist im Allgemeinen gut mit gängigen Fungiziden, Herbiziden und Blattdüngern mischbar. Bei Tankmischungen solltest du jedoch stets die Gebrauchsanleitungen der Mischpartner beachten und vorab eine physikalische Mischprobe durchführen. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge, um eine lückenlose Benetzung der Kultur zu gewährleisten. Die Anwendung sollte vorzugsweise in den kühleren Morgen- oder Abendstunden erfolgen, da Pyrethroide bei extrem hohen Temperaturen und starker Sonneneinstrahlung schneller abgebaut werden können.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit DEMETRINA 25 EC ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Handschuhen und Augenschutz, unerlässlich. Da Pyrethroide generell ein hohes Gefährdungspotenzial für Gewässerorganismen und nützliche Arthropoden aufweisen, müssen Abdriften auf angrenzende Biotopstrukturen und Gewässer durch den Einsatz abdriftmindernder Technik strikt vermieden werden. Zum Schutz von Bestäubern solltest du das Pflanzenschutzmittel nicht auf blühende Kulturen oder an Orten ausbringen, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind; verlege die Anwendung in diesen Fällen in die späten Abendstunden nach dem täglichen Bienenflug.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Sauerampfer | Blattläuse, Schmetterlingsraupen | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Schnittsellerie | Blattläuse, Möhrenfliege, Blattfressende Käfer | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Triticale | Blattläuse | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Triticale | Blattläuse | 9–30 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterhafer | Blattläuse | 9–30 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Radieschen | Erdflöhe (Halticinae) | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Dinkel | Gallmücken | 30–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterweichweizen | Blattläuse | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerhafer | Blattläuse | 9–30 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterhartweizen | Gallmücken | 30–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kerbel | Blattläuse, Möhrenfliege, Blattfressende Käfer | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Winterroggen | Blattläuse | 9–30 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerweichweizen | Blattläuse | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Rüsselkäfer, Tannengallläuse | — | 0.18 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerhartweizen | Blattläuse | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerportulak | Blattläuse, Schmetterlingsraupen | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Koriander | Blattläuse, Möhrenfliege, Blattfressende Käfer | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Sommerraps | Rapsstängelrüssler, Rapsglanzkäfer | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | 56T |
| Sommergerste | Blattläuse | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerroggen | Blattläuse | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerhartweizen | Gallmücken | 30–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommergerste | Gallmücken | 30–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommergerste | Blattläuse | 9–30 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerhartweizen | Blattläuse | 9–30 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerroggen | Blattläuse | 9–30 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wintergerste | Blattläuse | 9–30 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterroggen | Gallmücken | 30–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Erbse | Blattrandkäfer | 10–15 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterhafer | Gallmücken | 30–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Blattläuse, Minierfliegen, Weiße Fliegen | — | 0.72 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerhafer | Gallmücken | 30–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerweichweizen | Blattläuse | 9–30 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Queller, Gemeiner | Blattläuse, Schmetterlingsraupen | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Sommerraps | Rapserdfloh | 10–13 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Dinkel | Blattläuse | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterweichweizen | Blattläuse | 9–30 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Gurke | Blattläuse, Schmetterlingsraupen, Weiße Fliegen | — | 0.1 LITER_PER_HECTARE | 3T |
| Wintergerste | Gallmücken | 30–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterraps | Rapsstängelrüssler, Rapsglanzkäfer | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | 56T |
| Sommerroggen | Gallmücken | 30–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterhartweizen | Blattläuse | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Erbse | Blattläuse, Thripse | 0–59 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Winterraps | Rapserdfloh | 10–13 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerweichweizen | Gallmücken | 30–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Lein | Thripse | 9–19 | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterweichweizen | Gallmücken | 30–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Schwarzwurzel | Erdflöhe (Halticinae) | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | 90T |
| Winterhartweizen | Blattläuse | 9–30 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Schnittpetersilie | Blattläuse, Möhrenfliege, Blattfressende Käfer | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Sommerhafer | Blattläuse | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Triticale | Gallmücken | 30–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Schmetterlingsraupen, Wanzen, blattminierende Insekten | — | 0.72 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wintergerste | Blattläuse | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterportulak | Blattläuse, Schmetterlingsraupen | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Winterhafer | Blattläuse | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Dinkel | Blattläuse | 9–30 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterroggen | Blattläuse | 51–59 | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit DEMETRINA 25 EC im Raps?
Du solltest die Behandlung eng an den Schadschwellen der jeweiligen Schaderreger ausrichten. Beim Rapsglanzkäfer ist dies meist im Knospenstadium (BBCH 51–59) der Fall, bevor sich die Blüten öffnen. Achte darauf, die Spritzung bei Erreichen der regionalen Warndienst-Schadschwellen durchzuführen, um den optimalen Bekämpfungserfolg zu erzielen.
Wie wirkt sich die Temperatur auf die Wirksamkeit von DEMETRINA 25 EC aus?
Als Pyrethroid zeigt Deltamethrin eine negative Temperaturabhängigkeit. Das bedeutet, dass die Wirkung bei kühleren Temperaturen (unter 20 °C) optimal ist. Vermeide Anwendungen in der prallen Mittagssonne oder bei großer Hitze, da der Wirkstoff dann schneller abgebaut wird und die Schaderreger ihn metabolisch schneller unschädlich machen können. Nutze am besten die kühlen Morgen- oder Abendstunden.
Warum ist eine gründliche Benetzung der Kultur bei diesem Pflanzenschutzmittel so wichtig?
Deltamethrin ist ein reines Kontakt- und Fraßgift und besitzt keine systemischen Eigenschaften. Das bedeutet, dass der Wirkstoff nicht in der Kultur transportiert wird. Nur Schaderreger, die direkt von der Spritzbrühe getroffen werden oder behandelte Pflanzenteile fressen, werden effektiv erfasst. Verwende daher ausreichend Wasser und achte auf eine feine Tropfenverteilung.
Wie kann ich Resistenzen beim Rapsglanzkäfer vorbeugen?
Da in vielen Regionen bereits Pyrethroid-Resistenzen beim Rapsglanzkäfer vorliegen, solltest du DEMETRINA 25 EC nur einsetzen, wenn die Schadschwelle überschritten ist und keine bekannten Resistenzen vor Ort dominieren. Wechsle unbedingt den Wirkmechanismus (IRAC-Klasse) bei Folgespritzungen und kombiniere die Maßnahme mit mechanischen oder biologischen Kulturmaßnahmen.
Was muss ich beim Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen beachten?
Da der Wirkstoff Deltamethrin hochgiftig für Wasserorganismen ist, musst du die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern strikt einhalten. Verwende stets abdriftmindernde Düsen (z. B. 90 % Driftminderung) und halte dich an windstille Tageszeiten, um einen Eintrag in angrenzende Biotope zu verhindern.
Kann ich DEMETRINA 25 EC mit flüssigen Blattdüngern mischen?
Ja, eine Mischung mit den meisten Blattdüngern ist möglich. Du solltest jedoch darauf achten, dass der pH-Wert der Spritzbrühe im leicht sauren bis neutralen Bereich liegt (pH 5–7). Bei stark alkalischen Mischungspartnern kann es zu einem schnellen Abbau des Wirkstoffs kommen. Führe im Zweifel immer einen kleinen Kübeltest auf physikalische Verträglichkeit durch.