GENOLANE Delta 45
GENOLANE Delta 45 ist ein hochwirksames, breit wirksames Insektizid zur Bekämpfung einer Vielzahl von saugenden und beißenden Schaderregern in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Formuliert als flüssiges Konzentrat, basiert das Pflanzenschutzmittel auf dem bewährten Wirkstoff Deltamethrin. Es zeichnet sich durch eine schnelle Kontakt- und Fraßwirkung aus, die einen sofortigen Schutz der behandelten Kulturen gewährleistet.
Das Anwendungsspektrum erstreckt sich über bedeutende Kulturen wie Getreide (u. a. Winterweizen, Wintergerste, Hafer), Raps (Winter- und Sommerraps), Gemüse wie Lauch sowie forstliche und gärtnerische Kulturen. Zu den Hauptschaderregern gehören wirtschaftlich bedeutende Schädlinge wie Blattläuse, Rapsglanzkäfer, Rapsstängelrüssler, Erdfloh-Arten sowie verschiedene Gallmücken und Schmetterlingsraupen.
Dank seiner ausgeprägten Knock-down-Wirkung stoppt GENOLANE Delta 45 den Fraß- und Saugschaden unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Wirkstoff. Dies macht es zu einem unverzichtbaren Baustein im integrierten Pflanzenschutz, insbesondere bei akutem Schädlingsdruck im Frühjahr und Sommer.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der Wirkstoff Deltamethrin gehört zur chemischen Gruppe der Pyrethroide (IRAC-Gruppe 3A). Er wirkt als Kontakt- und Fraßgift auf das Nervensystem der Schaderreger. Deltamethrin hält die spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen der Insekten offen, was zu einer kontinuierlichen Depolarisation und unkontrollierten Nervenimpulsen führt. Dies äußert sich zunächst in einer extremen Übererregung und Koordinationsstörungen (Knock-down-Effekt), gefolgt von einer schnellen Lähmung und dem anschließenden Absterben der Schädlinge. Da der Wirkstoff nicht systemisch ist, ist eine gründliche und gleichmäßige Benetzung aller Pflanzenteile für den Bekämpfungserfolg entscheidend.
Resistenzmanagement
Um einer Resistenzbildung vorzubeugen, sollte GENOLANE Delta 45 strikt im Wechsel mit Insektiziden aus anderen Wirkstoffklassen mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus eingesetzt werden. Da Pyrethroide der IRAC-Gruppe 3A in einigen Regionen bereits mit verminderter Sensitivität bei Schaderregern wie dem Rapsglanzkäfer konfrontiert sind, ist die Einhaltung der empfohlenen Aufwandmengen und die Beschränkung der Anzahl der Anwendungen pro Saison von zentraler Bedeutung für den Erhalt der Wirkstoffwirksamkeit.
Mischbarkeit & Tankmischung
GENOLANE Delta 45 ist im Allgemeinen gut mischbar mit gängigen Fungiziden, Herbiziden und Blattdüngern. Bei Tankmischungen ist stets die Gebrauchsanleitung der Mischpartner zu beachten und vorab eine physikalische Mischbarkeitsprobe durchzuführen. Die Zugabe von Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, da die Formulierung bereits für eine optimale Haftung optimiert ist. Es wird empfohlen, die Spritzbrühe unmittelbar nach dem Ansetzen bei mäßigen Temperaturen und geringer Sonneneinstrahlung auszubringen, um eine optimale Wirkstoffstabilität zu gewährleisten.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Als Pyrethroid ist Deltamethrin als hochtoxisch für aquatische Organismen eingestuft. Daher müssen strenge Abdriftschutzauflagen und Gewässerabstände gemäß den BVL-Zulassungsbestimmungen strikt eingehalten werden. Zum Schutz von Nichtzielorganismen, insbesondere nützlichen Arthropoden und Bienen, sollte die Anwendung außerhalb des Bienenflugs erfolgen. Beim Ansetzen und Ausbringen der Spritzbrühe ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Gesichtsschutz, zu tragen.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Sauerampfer | Blattläuse, Schmetterlingsraupen | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Winterweichweizen | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerportulak | Blattläuse, Schmetterlingsraupen | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Winterhafer | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerroggen | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Triticale | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterroggen | Gallmücken | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Blattläuse, Minierfliegen, Weiße Fliegen | — | 0.72 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerraps | Rapsstängelrüssler, Rapsglanzkäfer | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | 56T |
| Sommerhafer | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Wintergerste | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterraps | Rapserdfloh | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerhartweizen | Gallmücken | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Rüsselkäfer, Tannengallläuse | — | 0.18 LITER_PER_HECTARE | — |
| Queller, Gemeiner | Blattläuse, Schmetterlingsraupen | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Wintergerste | Gallmücken | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterhafer | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommergerste | Gallmücken | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerweichweizen | Gallmücken | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Schwarzwurzel | Erdflöhe (Halticinae) | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | 90T |
| Sommerhartweizen | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterraps | Rapsstängelrüssler, Rapsglanzkäfer | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | 56T |
| Radieschen | Erdflöhe (Halticinae) | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Triticale | Gallmücken | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Lein | Thripse | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Kerbel | Blattläuse, Möhrenfliege, Blattfressende Käfer | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Koriander | Blattläuse, Möhrenfliege, Blattfressende Käfer | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Winterweichweizen | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommergerste | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerhafer | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Schnittpetersilie | Blattläuse, Möhrenfliege, Blattfressende Käfer | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Wintergerste | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerroggen | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterweichweizen | Gallmücken | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Dinkel | Gallmücken | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerroggen | Gallmücken | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterhartweizen | Gallmücken | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommergerste | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerweichweizen | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerhartweizen | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterroggen | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Erbse | Blattrandkäfer | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | — |
| Zierpflanzen | Schmetterlingsraupen, Wanzen, blattminierende Insekten | — | 0.72 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterhafer | Gallmücken | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterroggen | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Triticale | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Schnittsellerie | Blattläuse, Möhrenfliege, Blattfressende Käfer | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Sommerraps | Rapserdfloh | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterhartweizen | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerhafer | Gallmücken | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Gurke | Blattläuse, Schmetterlingsraupen, Weiße Fliegen | — | 0.1 LITER_PER_HECTARE | 3T |
| Winterhartweizen | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Erbse | Blattläuse, Thripse | — | 0.25 LITER_PER_HECTARE | 7T |
| Dinkel | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Sommerweichweizen | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Dinkel | Blattläuse | — | 0.2 LITER_PER_HECTARE | — |
| Winterportulak | Blattläuse, Schmetterlingsraupen | — | 0.5 LITER_PER_HECTARE | 7T |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen den Rapsglanzkäfer mit GENOLANE Delta 45?
Die Behandlung sollte sich streng nach den offiziellen Schadschwellenwerten richten. Überwachen Sie die Bestände ab dem Knospenstadium (BBCH-Stadium 51 bis 59) mithilfe von Gelbschalen oder durch Abklopfen der Haupttriebe. Eine Applikation ist dann am effektivsten, wenn die Käfer aktiv in den Bestand einwandern, aber noch vor der Blüte, um nützliche Bestäuber zu schonen.
Wie beeinflusst die Temperatur die Wirksamkeit von GENOLANE Delta 45?
Als Pyrethroid zeigt Deltamethrin eine temperaturabhängige Wirkung. Optimale Ergebnisse werden bei kühleren bis mäßigen Temperaturen (unter 20 °C) erzielt. Bei extrem hohen Temperaturen am Sommernachmittag kann die Wirksamkeit nachlassen und der Wirkstoff schneller abbauen. Planen Sie Anwendungen daher bevorzugt in den kühlen Morgen- oder Abendstunden.
Warum ist eine hohe Wasseraufwandmenge bei diesem Produkt so wichtig?
Da Deltamethrin ein reines Kontakt- und Fraßgift ist und nicht in der Kultur transportiert wird (keine Systemik), müssen die Schaderreger direkt getroffen werden oder den Wirkstoff über die Pflanzenoberfläche aufnehmen. Eine hohe Wasseraufwandmenge und eine feine Tropfenapplikation sichern die lückenlose Benetzung aller Pflanzenteile, auch im Inneren des Bestandes.
Kann GENOLANE Delta 45 in blühenden Beständen eingesetzt werden?
Anwendungen in blühenden Beständen unterliegen strengen gesetzlichen Auflagen zum Bienenschutz gemäß der BVL-Einstufung. Selbst wenn eine Anwendung zugelassen ist, sollte sie zum Schutz von Wild- und Honigbienen ausschließlich nach dem täglichen Bienenflug in den Abendstunden durchgeführt werden, um direkten Kontakt mit fliegenden Bienen zu vermeiden.
Wie gehe ich vor, wenn in meiner Region bereits Pyrethroid-Resistenzen beim Erdfloh bekannt sind?
Bei bekannten Resistenzen (insbesondere der IRAC-Klasse 3A) sollte GENOLANE Delta 45 nicht als Solo-Produkt oder wiederholt hintereinander eingesetzt werden. Weichen Sie in diesem Fall auf alternative Wirkstoffklassen aus oder kombinieren Sie die Maßnahme mit integrierten ackerbaulichen Methoden, um den Selektionsdruck zu minimieren.