Tri-Soil
Tri-Soil ist ein innovatives biologisches Pflanzenschutzmittel von Agrauxine, das speziell für den Schutz von Gemüse- und Kräuterkulturen gegen bodenbürtige Schaderreger entwickelt wurde. Als Formulierung basiert das Produkt auf den Sporen des nützlichen Bodenpilzes Trichoderma atroviride Stamm I-1237. Es etabliert sich nach der Anwendung schnell im Wurzelraum und bietet einen nachhaltigen, biologischen Schutzschild direkt an der potenziellen Eintrittspforte für Infektionen.
Das Anwendungsspektrum konzentriert sich auf wichtige bodenbürtige Pilze wie Rhizoctonia spp. und Pythium-Arten, die im professionellen Gemüsebau oft für erhebliche Ausfälle durch Auflaufkrankheiten oder Wurzelfäule sorgen. Durch den Einsatz von Tri-Soil in Kulturen wie Salaten, Kräutern und Wurzelgemüse kannst du deine Bestände von Anfang an vital halten und die sensible Jugendentwicklung der Kulturen absichern.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Die Wirkung von Trichoderma atroviride Stamm I-1237 basiert auf einem multidimensionalen, biologischen Ansatz (FRAC-Gruppe BM02). Nach der Anwendung keimen die Sporen im Boden und besiedeln aktiv die Rhizosphäre. Der nützliche Pilz konkurriert extrem erfolgreich mit pathogenen Schaderregern um Lebensraum und essentielle Nährstoffe, wodurch er diese effektiv aus der Wurzelzone verdrängt. Zusätzlich zeigt der Stamm I-1237 ausgeprägten Mykoparasitismus: Er erkennt die Hyphen von Schaderregern wie Rhizoctonia und Pythium, heftet sich an sie an und dringt mithilfe von lytischen Enzymen in sie ein, um sie abzutöten. Gleichzeitig stimuliert der Kontakt mit Tri-Soil das pflanzeneigene Immunsystem (induzierte systemische Resistenz) und fördert durch die Freisetzung von wachstumsfördernden Stoffen eine kräftige Wurzelentwicklung der Kultur.
Resistenzmanagement
Aufgrund des komplexen, biologischen Wirkungsmechanismus von Trichoderma atroviride (Kombination aus Konkurrenz, Mykoparasitismus und Induktion von Abwehrkräften) ist das Risiko einer Resistenzentwicklung bei den Ziel-Schaderregern als extrem gering einzustufen. Tri-Soil eignet sich daher hervorragend als integraler Bestandteil deines integrierten Pflanzenschutzes (IPM). Durch den gezielten Einbau dieses biologischen Pflanzenschutzmittels in deine Behandlungsstrategie kannst du den Selektionsdruck auf klassische chemisch-synthetische Wirkstoffklassen effektiv senken und deren Wirksamkeit langfristig sichern.
Mischbarkeit & Tankmischung
Bei der Planung von Tankmischungen musst du beachten, dass es sich bei Tri-Soil um ein biologisches Pflanzenschutzmittel mit lebenden Pilzsporen handelt. Die gleichzeitige Anwendung mit chemischen Fungiziden, insbesondere solchen mit breitem Wirkungsspektrum gegen Schlauch- und Ständerpilze im Boden, kann die Vitalität der Trichoderma-Sporen stark beeinträchtigen. Achte daher auf einen ausreichenden zeitlichen Abstand zu fungiziden Bodenbehandlungen. Mischungen mit den meisten Herbiziden, Insektiziden und flüssigen Düngemitteln sind in der Regel unbedenklich, sollten jedoch vorab auf physikalische Kompatibilität geprüft werden. Verwende stets sauberes Spritzwasser ohne Chlorrückstände und bringe die Spritzbrühe zügig nach dem Ansetzen aus.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Da es sich um ein biologisches Präparat auf Basis von Mikroorganismen handelt, steht der Schutz des Anwenders vor dem Einatmen von Stäuben oder Aerosolen im Vordergrund. Trage bei der Handhabung und dem Ansetzen der Spritzbrühe die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung, insbesondere Atemschutz und Schutzhandschuhe. Zum Schutz von Nichtzielorganismen und der Umwelt wird empfohlen, Abdriften auf angrenzende Flächen strikt zu vermeiden. Da keine spezifische Bienengefährdungsklasse im Fokus steht, solltest du dennoch allgemeine Vorsichtsmaßnahmen treffen: Vermeide Anwendungen direkt auf blühende Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Nahrungssuche sind. Eine Ausbringung in den Abendstunden schont nützliche Bestäuber und unterstützt gleichzeitig die optimalen Feuchtigkeitsbedingungen für das Angießen des Pilzes im Boden.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Chicoree | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Eissalat | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kümmel | Pythium-Arten (Pythium spp.) | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Wurzelpetersilie | Pythium-Arten (Pythium spp.) | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Spinat | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Endivien | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Schnittmangold | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Feldsalat | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Chicoree | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Radicchio | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Knollensellerie | Pythium-Arten (Pythium spp.) | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Ölrauke | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gewürzfenchel | Pythium-Arten (Pythium spp.) | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Knolliger Kälberkropf | Pythium-Arten (Pythium spp.) | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Wollfrüchtiger Feldsalat | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Löwenzahn, Gemeiner | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Eissalat | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Schnittpetersilie | Pythium-Arten (Pythium spp.) | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kompaßlattich | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Koriander | Pythium-Arten (Pythium spp.) | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Bleichsellerie | Pythium-Arten (Pythium spp.) | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kompaßlattich | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Löwenzahn, Gemeiner | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Pastinak | Pythium-Arten (Pythium spp.) | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Möhre | Pythium-Arten (Pythium spp.) | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Radicchio | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Ölrauke | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Feldsalat | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Endivien | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Wollfrüchtiger Feldsalat | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Spinat | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Schnittmangold | Rhizoctonia spp. | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Schnittsellerie | Pythium-Arten (Pythium spp.) | — | 5 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
Häufige Fragen
Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Anwendung von Tri-Soil?
Da Tri-Soil präventiv wirkt, solltest du das Produkt so früh wie möglich einsetzen – idealerweise direkt bei der Aussaat, beim Pflanzen oder kurz danach. Der nützliche Pilz benötigt Zeit, um die Wurzeln zu besiedeln, bevor bodenbürtige Schaderreger aktiv werden.
Welche Bodenbedingungen benötigt der nützliche Pilz in Tri-Soil, um optimal zu wirken?
Trichoderma atroviride benötigt für die Keimung und das Wachstum ausreichend Bodenfeuchtigkeit und moderate Bodentemperaturen (optimal ab ca. 10 °C). Achte darauf, dass der Boden nach der Behandlung nicht austrocknet, damit sich der Schutzfilm um die Wurzeln stabil etablieren kann.
Kann ich Tri-Soil zusammen mit chemischen Fungiziden im Boden anwenden?
Du solltest Tri-Soil nicht direkt mit chemischen Fungiziden mischen, die eine Wirkung gegen Pilze im Boden haben, da diese die lebenden Sporen abtöten können. Halte bei einer notwendigen chemischen Fungizidbehandlung einen zeitlichen Sicherheitsabstand von mindestens einer Woche ein.
Wie lange bleibt der Schutz von Tri-Soil im Wurzelraum aktiv?
Einmal etabliert, wächst der Pilz mit den Wurzeln der Kultur mit und bietet über mehrere Wochen Schutz. Bei lang stehenden Kulturen oder hohem Infektionsdruck durch Schaderreger kann eine Folgebehandlung im Abstand von einigen Wochen sinnvoll sein, um den Schutz aufrechtzuerhalten.
Wie lagere ich Tri-Soil am besten, um die Vitalität der Sporen zu erhalten?
Da es sich um ein biologisches Produkt mit lebenden Sporen handelt, solltest du Tri-Soil kühl, trocken und frostfrei lagern. Vermeide direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 20 °C über längere Zeiträume, um die Haltbarkeit und Keimfähigkeit der Sporen nicht zu gefährden.
Wie finde ich heraus, ob Tri-Soil für meine spezielle Kultur in Deutschland zugelassen ist?
Du kannst die genauen Zulassungsdetails und zugelassenen Kulturen direkt hier auf agronomy.farmable.tech in der Kultur-Übersicht einsehen oder die offizielle Online-Datenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit der Registrierungsnummer 00A258-00 abfragen.