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OTHER · Nufarm Deutschland GmbH

CeraVita Lambda

BVL Zul.-Nr. 006387-64

CeraVita Lambda von Nufarm ist ein leistungsstarkes, breit wirksames Insektizid zur Bekämpfung einer Vielzahl beißender und saugender Schaderreger in einer Vielzahl landwirtschaftlicher und gartenbaulicher Kulturen. Als feste Formulierung zeichnet sich das Pflanzenschutzmittel durch eine hervorragende Handhabung, präzise Dosierbarkeit und schnelle Löslichkeit im Spritztank aus.

Das Anwendungsspektrum erstreckt sich über bedeutende Kulturen wie Raps, Getreide, Kartoffeln, Rüben sowie diverse Gemüse- und Sonderkulturen. Es bietet einen zuverlässigen Schutz gegen wirtschaftlich relevante Schädlinge wie den Rapsglanzkäfer, Kohlschotenrüssler, Erdflohartige, Getreidehähnchen sowie saugende Insekten wie Blattläuse und Thripse.

Durch seine ausgeprägte Kontakt- und Fraßwirkung erfasst CeraVita Lambda die Schaderreger unmittelbar nach der Applikation. Die schnelle Initialwirkung (Knock-down-Effekt) stoppt den Fraßschaden an den Kulturen prompt, während ein stabiler Spritzbelag für eine nachhaltige Dauerwirkung sorgt.

Wirkstoffe

lambda-Cyhalothrin
50 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Lambda-Cyhalothrin gehört zur chemischen Klasse der Pyrethroide (IRAC-Gruppe 3A). Er wirkt als starkes Nervengift auf die Schaderreger. Der biochemische Mechanismus basiert auf der Blockade der spannungsabhängigen Natriumkanäle in den Nervenmembranen der Insekten. Dies führt zu einer dauerhaften Öffnung der Kanäle, was eine unkontrollierte Serie von Nervenimpulsen, gefolgt von Krämpfen, Lähmung und schließlich dem schnellen Absterben des Schädlings auslöst. Da der Wirkstoff nicht systemisch ist, ist eine gründliche Benetzung aller Pflanzenteile für den Bekämpfungserfolg entscheidend.

Resistenzmanagement

Um der Entstehung von Resistenzen, insbesondere bei kritischen Schaderregern wie dem Rapsglanzkäfer oder Blattläusen, wirksam vorzubeugen, muss CeraVita Lambda strikt im Rahmen eines integrierten Resistenzmanagements (IRM) eingesetzt werden. Ein wiederholter, solo-basierter Einsatz von Pyrethroiden der Gruppe 3A ist zu vermeiden. Stattdessen sollte das Pflanzenschutzmittel im Wechsel mit Insektiziden aus anderen Wirkstoffklassen mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen in der Spritzfolge platziert werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

CeraVita Lambda zeigt sich in der Praxis als hervorragend mischbar mit den meisten gängigen Fungiziden, Herbiziden und flüssigen Blattdüngern. Bei Tankmischungen mit borhaltigen Düngemitteln oder in Regionen mit sehr hartem Wasser empfiehlt sich die vorherige Anpassung des pH-Werts der Spritzbrühe in den leicht sauren Bereich (pH 5,5–6,5), um eine optimale Stabilität des Wirkstoffs zu gewährleisten. Vor dem Ansetzen größerer Mengen sollte stets eine physikalische Mischprobe durchgeführt werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Als Pyrethroid ist CeraVita Lambda als hochaktiv eingestuft, weshalb beim Ansetzen und Ausbringen die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA) lückenlos getragen werden muss. Zum Schutz von Gewässern und Nichtzielorganismen sind die spezifischen Abstandsauflagen (Abdriftminderungsklassen) zu Oberflächengewässern strikt einzuhalten. Da der Wirkstoff eine hohe Toxizität gegenüber Bienen und anderen Bestäubern aufweist, darf die Anwendung in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv fliegen, nur unter strenger Beachtung der gesetzlichen Bienen-Schutzbestimmungen erfolgen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
MöhreMöhrenfliege, Beißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
ZuckermaisFritfliege0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Getreidehähnchen (Lema sp.), Getreidewickler, Getreidewanze0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE35T
HülsengemüseBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
ErdbeereBeißende Insekten, Saugende Insekten, Erdbeerblütenstecher0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
BuschbohneBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
GräserBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
FuttererbseBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
SenfBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE56T
RettichBeißende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
RapsRapsstängelrüssler, Kohlschotenrüssler, Gefleckter Kohltriebrüssler0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE56T
RapsBlattläuse0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE56T
RapsRapsglanzkäfer0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE56T
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Thripse0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE35T
KartoffelBlattläuse0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
FutterrübeSaugende Insekten, Rübenfliege0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Beißende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
FuttererbseBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Beißende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
KohlrübeBeißende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
ZuckerrübeSaugende Insekten, Rübenfliege0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
LeindotterBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
KrambeBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
AckerbohneBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
SpeisezwiebelSaugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
RapsKohlschotenmücke0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE56T
AckerbohneBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Fritfliege0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE35T
ErbseBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
RapsRapserdfloh0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE56T
MeerrettichBeißende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
MaisFritfliege0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
Wiesen, WeidenFritfliege0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Blattläuse0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE35T
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Blattläuse als Virusvektoren0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE35T
KartoffelBlattläuse als Virusvektoren0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
RadieschenBeißende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung gegen den Rapsglanzkäfer mit CeraVita Lambda?

Die Anwendung sollte sich streng nach den offiziellen Schadschwellen richten und idealerweise bei Erreichen des Bekämpfungsrichtwertes im BBCH-Stadium 51 bis 59 (Knospenstadium) erfolgen. Da Pyrethroide bei kühleren Temperaturen eine bessere Wirksamkeit zeigen, sind die Morgen- oder Abendstunden für die Applikation zu bevorzugen.

Wie verhält sich CeraVita Lambda bei hohen Temperaturen im Sommer?

Wirkstoffe aus der Gruppe der Pyrethroide (wie Lambda-Cyhalothrin) weisen eine negative Temperaturkorrelation auf. Das bedeutet, dass ihre Wirksamkeit bei Temperaturen über 20–22 °C deutlich nachlassen kann. Planen Sie Behandlungen an heißen Tagen daher unbedingt in den kühlen Morgenstunden.

Kann CeraVita Lambda in Tankmischung mit Solo-Bor-Düngern im Raps ausgebracht werden?

Ja, eine Mischung ist grundsätzlich möglich. Da Bor-Dünger den pH-Wert der Spritzbrühe stark in den alkalischen Bereich verschieben können (was zu einem schnellen Abbau von Lambda-Cyhalothrin führt), sollte der Spritzbrühe zwingend ein pH-Regulator (Säuerungsmittel) zugesetzt werden, um den pH-Wert stabil unter 7 zu halten.

Welche Rolle spielt die Wasseraufwandmenge für die biologische Wirksamkeit?

Da CeraVita Lambda ein reines Kontakt- und Fraßgift ohne systemische Eigenschaften ist, ist eine lückenlose Benetzung der gesamten Kultur entscheidend. Verwenden Sie eine ausreichende Wasseraufwandmenge (in der Regel mindestens 200 bis 400 l/ha) und achten Sie auf eine feintropfige Applikation, um auch versteckt sitzende Schaderreger sicher zu erfassen.

Wie wird das Risiko einer Resistenzbildung bei der Möhrenfliege minimiert?

Um Resistenzen bei der Möhrenfliege vorzubeugen, sollte CeraVita Lambda nur gezielt zur Bekämpfung der adulten Fliegen während der Hauptflugzeiten (überwacht durch Gelbtafeln) eingesetzt werden. Wechseln Sie bei Folgespritzungen unbedingt auf Insektizide mit anderen Wirkmechanismen, um den Selektionsdruck auf die Population zu minimieren.