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OTHER · Hillfield Trading & Investments Ltd.

HILL-STAR

BVL Zul.-Nr. 00A584-00

HILL-STAR ist ein hochwirksames, breit wirksames Fungizid zur Bekämpfung einer Vielzahl von wirtschaftlich bedeutenden Pilzkrankheiten in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Mit dem bewährten Wirkstoff Azoxystrobin (250 g/l), formuliert als Suspensionskonzentrat (SC), bietet das Pflanzenschutzmittel sowohl protektive als auch kurative Eigenschaften. Es schützt Kulturen wie Getreide, Kartoffeln, Raps sowie diverse Gemüse- und Beerenobstbautypen zuverlässig vor ertragsmindernden Schaderregern.

Das Wirkungsspektrum von HILL-STAR umfasst wichtige pilzliche Schaderreger aus den Klassen der Ascomyceten, Basidiomyceten, Deuteromyceten und Oomyceten. Dazu gehören unter anderem Roste (z. B. Braunrost, Zwergrost), Blattfleckenkrankheiten (wie Alternaria-Arten, Rhynchosporium secalis und Pyrenophora teres) sowie Falsche Mehltaupilze und Sclerotinia-Arten. Durch seine systemischen und translaminaren Eigenschaften verteilt sich der Wirkstoff optimal in der Pflanze und schützt auch den Neuzuwachs.

Dank seiner vielseitigen Zulassung in zahlreichen Kulturen stellt HILL-STAR ein unverzichtbares Werkzeug im modernen integrierten Pflanzenschutz dar. Es sichert nicht nur die Ertragsmenge, sondern trägt durch die Gesunderhaltung des Blattapparates auch maßgeblich zur Qualitätssicherung des Ernteguts bei.

Wirkstoffe

Azoxystrobin
250 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in HILL-STAR enthaltene Wirkstoff Azoxystrobin gehört zur chemischen Gruppe der Strobilurine (FRAC-Gruppe 11). Die biochemische Wirkung basiert auf der Hemmung der mitochondrialen Atmung der Pilzzellen. Azoxystrobin blockiert den Elektronentransport am Cytochrom-bc1-Komplex (Qo-Inhibitor / QoI), wodurch die ATP-Synthese zum Erliegen kommt. Dies führt zu einem raschen Energiemangel und letztlich zum Absterben des Schaderregers. Neben der direkten fungiziden Wirkung zeichnet sich Azoxystrobin durch positive physiologische Effekte auf die Kultur aus, die oft als „Greening-Effekt“ bezeichnet werden. Durch eine verzögerte Alterung des Blattgewebes und eine optimierte Wassernutzungseffizienz bleibt die Kultur länger grün und assimilationsaktiv, was insbesondere unter Stressbedingungen zu einer Ertragsstabilisierung beiträgt.

Resistenzmanagement

Da Azoxystrobin als Qo-Inhibitor (FRAC-Gruppe 11) ein hohes inhärentes Risiko für die Resistenzbildung aufweist, ist ein konsequentes Resistenzmanagement zwingend erforderlich. HILL-STAR sollte stets vorbeugend oder bei ersten Befallssymptomen eingesetzt werden. Um die Selektion resistenter Pilzstämme zu verhindern, muss die Anzahl der Anwendungen pro Saison strikt begrenzt und der Wirkstoff im Wechsel mit Fungiziden aus anderen Wirkstoffklassen mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus (wie Triazolen oder SDHI) eingesetzt werden. Auch die Einhaltung der empfohlenen Aufwandmengen ist entscheidend, um eine Unterdosierung zu vermeiden.

Mischbarkeit & Tankmischung

HILL-STAR ist im Allgemeinen gut mischbar mit gängigen Herbiziden, Insektiziden und Blattdüngern. Bei Tankmischungen ist jedoch stets die Gebrauchsanleitung der Mischpartner zu beachten. Es wird empfohlen, vor der großflächigen Anwendung eine physikalische Mischprobe in einem kleineren Gefäß durchzuführen. Die Zugabe von Netzmitteln ist in der Regel nicht erforderlich, kann aber in spezifischen Kulturen zur Verbesserung der Benetzung beitragen. Auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und eine gleichmäßige Benetzung der Kultur ist besonders bei dichten Beständen zu achten.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit HILL-STAR ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen, zu tragen. Da der Wirkstoff Azoxystrobin als giftig für Wasserorganismen eingestuft ist, müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern (Abdriftminderungsklassen) strikt eingehalten werden. Das Pflanzenschutzmittel ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung in der Regel als nicht bienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte ein direkter Kontakt mit blühenden Beständen oder Unkräutern im Sinne des vorsorgenden Umweltschutzes minimiert werden.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
RosenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Rapsschwärze (Alternaria brassicae), Weißer Rost (Albugo candida)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
GrünkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Rapsschwärze (Alternaria brassicae), Weißer Rost (Albugo candida)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
RapsSclerotinia sclerotiorum60–651 LITER_PER_HECTARE21T
FuttererbseFalscher Mehltau (Peronospora viciae)17–721 LITER_PER_HECTARE35T
GersteNetzfleckenkrankheit (Pyrenophora teres), Zwergrost (Puccinia hordei), Rhynchosporium secalis30–591 LITER_PER_HECTARE
ErbseBrennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)17–721 LITER_PER_HECTARE14T
TriticaleBraunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE
RoggenBraunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE
KnoblauchFalscher Mehltau (Peronospora destructor)14–481 LITER_PER_HECTARE14T
KartoffelDürrfleckenkrankheit (Alternaria solani)51–850.5 LITER_PER_HECTARE7T
KartoffelRhizoctonia solani3 LITER_PER_HECTARE
StaudenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Rapsschwärze (Alternaria brassicae), Weißer Rost (Albugo candida)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
ErdbeereEchter Mehltau (Sphaerotheca macularis), Erdbeeranthraknose (Colletotrichum acutatum)55–891 LITER_PER_HECTARE3T
HaferHaferkronenrost (Puccinia coronata)30–591 LITER_PER_HECTARE
EndivienFalscher Mehltau (Bremia lactucae)14–491 LITER_PER_HECTARE14T
SalateFalscher Mehltau (Bremia lactucae)14–491 LITER_PER_HECTARE14T
PorreePorreerost (Puccinia porri), Purpurfleckenkrankheit (Alternaria porri), Phytophthora porri16–481 LITER_PER_HECTARE21T
WeichweizenCladosporium-Arten, Alternaria Arten (Alternaria sp.)61–691 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneAckerbohnenrost (Uromyces viciae-fabae)60–691 LITER_PER_HECTARE35T
ErdbeereEchter Mehltau (Sphaerotheca macularis), Erdbeeranthraknose (Colletotrichum acutatum)55–891 LITER_PER_HECTARE3T
ErbseFalscher Mehltau (Peronospora viciae)17–721 LITER_PER_HECTARE14T
GersteSchwarzbeinigkeit (Gaeumanomyces graminis)31–321 LITER_PER_HECTARE
Lupine-ArtenRostpilze60–691 LITER_PER_HECTARE35T
SchalotteFalscher Mehltau (Peronospora destructor)14–481 LITER_PER_HECTARE14T
ErbseFalscher Mehltau (Peronospora viciae)17–721 LITER_PER_HECTARE14T
TriticaleRhynchosporium secalis30–691 LITER_PER_HECTARE
SpargelSpargelrost (Puccinia asparagi), Laubkrankheit (Stemphylium botryosum)1 LITER_PER_HECTARE
RapsAlternaria Arten (Alternaria sp.)71–991 LITER_PER_HECTARE21T
WeichweizenGelbrost (Puccinia striiformis), Braunfleckigkeit (Septoria nodorum), Braunrost (Puccinia recondita)30–691 LITER_PER_HECTARE
KartoffelColletotrichum coccodes3 LITER_PER_HECTARE
BlumenkohlKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Rapsschwärze (Alternaria brassicae), Weißer Rost (Albugo candida)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
SalateFalscher Mehltau (Bremia lactucae)14–491 LITER_PER_HECTARE14T
RoggenSchwarzbeinigkeit (Gaeumanomyces graminis)31–321 LITER_PER_HECTARE
BrokkoliKohlschwärze (Alternaria brassicicola), Rapsschwärze (Alternaria brassicae), Weißer Rost (Albugo candida)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
BuschbohneFalscher Mehltau (Peronospora viciae)60–691 LITER_PER_HECTARE7T
MöhreEchter Mehltau (Erysiphe betae), Möhrenschwärze (Alternaria dauci)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
EndivienFalscher Mehltau (Bremia lactucae)14–491 LITER_PER_HECTARE14T
Dicke BohneAckerbohnenrost (Uromyces viciae-fabae)60–691 LITER_PER_HECTARE35T
Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl)Kohlschwärze (Alternaria brassicicola), Rapsschwärze (Alternaria brassicae), Weißer Rost (Albugo candida)16–491 LITER_PER_HECTARE14T
SpeisezwiebelFalscher Mehltau (Peronospora destructor)14–481 LITER_PER_HECTARE14T
FuttererbseBrennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)17–721 LITER_PER_HECTARE35T
RoggenRhynchosporium secalis30–691 LITER_PER_HECTARE
WeichweizenSchwarzbeinigkeit (Gaeumanomyces graminis)31–321 LITER_PER_HECTARE
ErbseBrennfleckenkrankheit (Ascochyta pisi)17–721 LITER_PER_HECTARE14T
TriticaleSchwarzbeinigkeit (Gaeumanomyces graminis)31–321 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für eine Behandlung mit HILL-STAR zur Vorbeugung von Alternaria in Kartoffeln?

Die Behandlung sollte vorbeugend ab dem Reihenschluss (BBCH 30–39) erfolgen, noch bevor erste Symptome der Dürrfleckenkrankheit (Alternaria solani) sichtbar werden. Ein frühzeitiger Schutz verhindert die Etablierung des Pilzes im unteren Blattbereich.

Kann HILL-STAR bei extremen Temperaturen oder starker Sonneneinstrahlung ausgebracht werden?

Es wird dringend empfohlen, Applikationen in den kühleren Morgen- oder Abendstunden durchzuführen. Bei Temperaturen über 25 °C und intensiver Sonneneinstrahlung steigt das Risiko von Phytotoxizität und Verdunstungsverlusten, was die Benetzungseffizienz mindert.

Wie lässt sich HILL-STAR optimal in eine Spritzfolge im Getreide integrieren, um Resistenzen vorzubeugen?

HILL-STAR sollte im Getreide vorzugsweise in Kombination oder im Wechsel mit Triazolen (FRAC-Gruppe 3) oder SDHI-Fungiziden (FRAC-Gruppe 7) eingesetzt werden. Vermeiden Sie aufeinanderfolgende Solo-Anwendungen von Strobilurinen, um das Risiko von Wirkungsverlusten bei Erregern wie der Netzfleckenkrankheit zu minimieren.

Welche Rolle spielt die Wasserqualität bei der Zubereitung der Spritzbrühe mit HILL-STAR?

Azoxystrobin ist in einem breiten pH-Bereich stabil. Dennoch begünstigt ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert des Wassers (pH 5,5 bis 7,0) die Stabilität und Aufnahme des Wirkstoffs. Extrem hartes Wasser sollte vorab konditioniert werden.

Warum ist die protektive Anwendung von HILL-STAR einer kurativen Behandlung vorzuziehen?

Als Qo-Inhibitor blockiert Azoxystrobin primär die Sporenkeimung und das frühe Myzelwachstum. Ist der Pilz bereits tief in das Pflanzengewebe eingedrungen (kurative Phase), sinkt die biologische Wirksamkeit deutlich, und das Risiko für die Selektion resistenter Biotypen steigt drastisch an.

Wie verhält sich HILL-STAR bezüglich der Regenfestigkeit nach der Applikation?

Dank der schnellen Wirkstoffaufnahme in die Wachsschicht der Blätter ist HILL-STAR bereits etwa 1 bis 2 Stunden nach dem Antrocknen des Spritzbelags regenfest. Spätere Niederschläge beeinträchtigen die Schutzwirkung in der Regel nicht mehr.