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OTHER · Nufarm Deutschland GmbH

Troid

BVL Zul.-Nr. 006387-63

Troid ist ein hochwirksames Insektizid von Nufarm Deutschland GmbH, das auf dem bewährten Wirkstoff Lambda-Cyhalothrin basiert. Als vielseitiges Pflanzenschutzmittel ist es in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen zugelassen, darunter Raps, Mais, Kartoffeln und verschiedene Gemüsearten. Es zeichnet sich durch ein breites Wirkungsspektrum aus, das sowohl saugende als auch beißende Schaderreger zuverlässig erfasst.

Die Formulierung des Produkts sorgt für eine hervorragende Haftung auf der Blattoberfläche und eine schnelle Wirkstofffreisetzung. Troid etabliert sich im Markt als verlässlicher Partner für den schnellen Knock-down-Effekt, der unmittelbar nach der Anwendung einsetzt. Dies macht das Mittel besonders wertvoll in Phasen mit akutem Schädlingsdruck, in denen eine schnelle Schadensbegrenzung für den Erhalt der Ertragsleistung der Kulturen entscheidend ist.

Das Wirkungsspektrum umfasst bedeutende Schaderreger wie den Rapsglanzkäfer, den Rapserdfloh, verschiedene Rüsslerarten sowie Blattläuse (auch in ihrer Funktion als Virusvektoren). Durch diese Vielseitigkeit lässt sich Troid flexibel in bestehende Pflanzenschutzstrategien integrieren, um Kulturen in kritischen Wachstumsphasen effektiv vor irreversiblem Fraß- und Saugschaden zu schützen.

Wirkstoffe

lambda-Cyhalothrin
50 g/kg · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der in Troid enthaltene Wirkstoff Lambda-Cyhalothrin gehört zur chemischen Klasse der Pyrethroide (IRAC-Gruppe 3A). Die Wirkung basiert auf der Störung des Nervensystems der Schaderreger. Genauer gesagt blockiert der Wirkstoff die Natriumkanäle in den Nervenmembranen, was zu einer dauerhaften Öffnung dieser Kanäle führt. Dies löst einen unkontrollierten Einstrom von Natriumionen aus, der in einer schnellen Übererregung, Krämpfen und schließlich dem raschen Absterben des Schädlings resultiert. Troid wirkt primär als Kontakt- und Fraßgift. Dies bedeutet, dass die Schaderreger den Wirkstoff entweder direkt bei der Benetzung während der Applikation oder nachträglich durch den Verzehr behandelter Pflanzenteile aufnehmen. Aufgrund des ausgeprägten Knock-down-Effekts wird die Fraßtätigkeit der Zielorganismen fast augenblicklich nach dem Kontakt gestoppt, was einen sofortigen Schutz der Kultur gewährleistet.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei den Zielschädlingen – insbesondere beim Rapsglanzkäfer, bei dem bereits bekannte Pyrethroid-Resistenzen vorliegen – wirksam vorzubeugen, ist ein striktes Resistenzmanagement unerlässlich. Troid sollte im Rahmen einer integrierten Pflanzenschutzstrategie im Wechsel mit Insektiziden aus anderen IRAC-Klassen mit unterschiedlichen Wirkungsmechanismen eingesetzt werden. Die Anzahl der Anwendungen pro Saison ist streng nach den BVL-Vorgaben zu begrenzen, und Behandlungen sollten stets nur bei Überschreiten der wirtschaftlichen Schadschwellen durchgeführt werden.

Mischbarkeit & Tankmischung

Troid zeigt sich in der Praxis als hervorragend mischbar mit einer Vielzahl von gängigen Fungiziden, Herbiziden und flüssigen Blattdüngern. Bei der Herstellung von Tankmischungen ist jedoch stets die Gebrauchsanleitung der Mischpartner zu beachten. Um eine optimale Benetzung und Haftung auf schwer benetzbaren Kulturen (wie Raps oder Zwiebeln) zu erzielen, kann der Zusatz eines zugelassenen Netzmittels vorteilhaft sein. Es wird empfohlen, die Spritzbrühe unmittelbar nach dem Ansetzen bei mäßigen Temperaturen und ausreichender Wasserqualität auszubringen, um eine vorzeitige Hydrolyse des Wirkstoffs zu vermeiden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Als Pyrethroid der IRAC-Gruppe 3A ist Lambda-Cyhalothrin als hochtoxisch für aquatische Organismen und nützliche Arthropoden eingestuft. Bei der Anwendung von Troid sind daher die gesetzlich vorgeschriebenen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen (Abdriftminderungsklassen) strikt einzuhalten. Zum Schutz von Bestäubern darf das Mittel in der Regel nicht in blühende Kulturen oder an Orten, an denen Bienen aktiv fliegen, ausgebracht werden, es sei denn, es liegt eine explizite Einstufung als nicht bienengefährlich für die spezifische Anwendung vor. Der Anwenderschutz erfordert das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA) während der Handhabung des Konzentrats und der Applikation.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZuckermaisFritfliege0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Fritfliege0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE35T
RadieschenBeißende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
RapsBlattläuse0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE56T
RapsRapsglanzkäfer0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE56T
AckerbohneBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
BuschbohneBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
HülsengemüseBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
FutterrübeSaugende Insekten, Rübenfliege0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
RapsRapsstängelrüssler, Kohlschotenrüssler, Gefleckter Kohltriebrüssler0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE56T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Beißende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
Wiesen, WeidenFritfliege0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Blattläuse als Virusvektoren0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE35T
KrambeBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
LeindotterBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
KartoffelBlattläuse als Virusvektoren0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
MeerrettichBeißende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
AckerbohneBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
KartoffelBlattläuse0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
RapsKohlschotenmücke0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE56T
ErbseBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Getreidehähnchen (Lema sp.), Getreidewickler, Getreidewanze0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE35T
RapsRapserdfloh0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE56T
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Thripse0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE35T
FuttererbseBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
RettichBeißende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
MöhreMöhrenfliege, Beißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE14T
SpeisezwiebelSaugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
SenfBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE56T
ErdbeereBeißende Insekten, Saugende Insekten, Erdbeerblütenstecher0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
GräserBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
ZuckerrübeSaugende Insekten, Rübenfliege0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
FuttererbseBeißende Insekten, Saugende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE7T
KohlrübeBeißende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
MaisFritfliege0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Beißende Insekten0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE28T
Getreide (Gerste, Hafer, Roggen, Triticale, Weizen)Blattläuse0.15 KILOGRAM_PER_HECTARE35T

Häufige Fragen

Wie wird der optimale Anwendungszeitpunkt für Troid bei der Bekämpfung des Rapserdflohs bestimmt?

Der optimale Zeitpunkt richtet sich nach dem Erreichen der wirtschaftlichen Schadschwellen, die mittels Gelbschalenüberwachung ermittelt werden. Sobald der Zuflug des Rapserdflohs im Herbst die regionalen Schwellenwerte überschreitet oder starker Lochfraß an den Keimlingen sichtbar wird, sollte die Behandlung umgehend erfolgen, um den empfindlichen Auflauf der Kultur zu sichern.

Warum ist die Temperatur zum Zeitpunkt der Applikation von Troid so wichtig?

Pyrethroide wie Lambda-Cyhalothrin weisen eine temperaturabhängige Wirksamkeit auf. Sie wirken bei kühleren Temperaturen (unter 20 °C) deutlich stabiler und länger. Bei extremer Hitze und starker Sonneneinstrahlung kann der Wirkstoff schneller abbauen und die Insekten können den Wirkstoff metabolisieren, was die Gesamtwirksamkeit spürbar reduziert. Daher sind die Abend- oder frühen Morgenstunden für die Applikation ideal.

Kann Troid auch zur Vektorenbekämpfung eingesetzt werden und worauf ist dabei zu achten?

Ja, Troid ist hervorragend zur Bekämpfung von Blattläusen als Virusvektoren (z. B. in Kartoffeln oder Getreide) geeignet. Da Viren oft schon bei kurzen Probeanstichen übertragen werden, ist hier der schnelle Knock-down-Effekt von Troid entscheidend, um die Saugtätigkeit der Läuse sofort zu stoppen und eine weitere Virusausbreitung im Bestand zu unterbinden.

Welche Rolle spielt die Wasserhärte und der pH-Wert des Spritzwassers bei der Anwendung von Troid?

Lambda-Cyhalothrin ist in alkalischem Wasser anfällig für eine chemische Hydrolyse, was die Wirkstoffkonzentration in der Spritze mindern kann. Es wird empfohlen, ein leicht saures bis neutrales Spritzwasser (pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5) zu verwenden. Bei sehr hartem oder alkalischem Wasser kann der Zusatz eines pH-Puffers oder Konditionierers die Stabilität des Wirkstoffs in der Spritzbrühe sichern.

Wie verhält sich Troid im Hinblick auf den Schutz von Nützlingen im Feld?

Da Troid ein Breitbandinsektizid mit starker Kontaktwirkung ist, werden neben den Schaderregern auch viele nützliche Insekten wie Schwebfliegenlarven, Marienkäfer und Schlupfwespen erfasst. Um Nützlingspopulationen zu schonen, sollte die Anwendung streng auf das Erreichen der Schadschwellen beschränkt und vorzugsweise außerhalb der Hauptaktivitätszeiten der Nützlinge durchgeführt werden.

Wie finde ich im Portal heraus, ob Troid für eine bestimmte Kultur in Kombination mit einem spezifischen Schaderreger zugelassen ist?

Nutzen Sie hierzu die Filterfunktionen auf agronomy.farmable.tech. Sie können gezielt nach der gewünschten Kultur (z. B. "Möhre") und dem Schaderreger (z. B. "Möhrenfliege") filtern, um die exakten, vom BVL registrierten Anwendungsbestimmungen, Aufwandmengen und Wartezeiten für Troid direkt einzusehen.