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OTHER · ADAMA Deutschland GmbH

Goltix Gold

BVL Zul.-Nr. 006470-00

Goltix Gold ist ein hochselektives, flüssiges Herbizid (Suspensionskonzentrat, SC) zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern und einjährigem Rispengras. Als bewährter Standard im Rübenanbau (Zuckerrübe, Futterrübe, Rote Bete) sowie in zahlreichen weiteren landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen wie Möhren, Zwiebelgemüse und verschiedenen Arznei- und Gewürzpflanzen zeichnet sich dieses Pflanzenschutzmittel durch seine hervorragende Kulturverträglichkeit aus.

Die innovative Formulierung optimiert die Haftung und Aufnahme des Wirkstoffs Metamitron sowohl über die Wurzel als auch über das Blatt. Dies sorgt für eine zuverlässige Dauerwirkung im Boden, die auflaufende Unkräuter bereits im Keimblattstadium erfasst, während gleichzeitig eine schnelle Kontaktwirkung gegen bereits aufgelaufene Schaderreger erzielt wird.

Durch das breite Zulassungsspektrum in vielen Sonderkulturen stellt das Produkt ein unverzichtbares Fundament im modernen Unkrautmanagement dar. Es lässt sich flexibel in Spritzfolgen integrieren und sichert die Erträge durch eine frühe Unkrautfreiheit der Kulturen.

Wirkstoffe

Metamitron
700 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Metamitron gehört zur chemischen Gruppe der Triazinone und ist im HRAC-System der Gruppe 5 (ehemals C1) zugeordnet. Die Wirkung basiert auf der Hemmung des Photosynthese-Elektronentransports im Photosystem II (PS II). Durch die Blockade der Bindungsstelle für Plastochinon wird der photosynthetische Prozess unterbrochen, was zur Bildung reaktiver Sauerstoffspezies und letztlich zur Zerstörung der Zellmembranen (Chlorose und Nekrose) führt. Metamitron wird primär über die Wurzeln der keimenden Unkräuter aufgenommen und mit dem Transpirationsstrom in die Blätter transportiert. Ein geringerer, aber dennoch effektiver Teil der Aufnahme erfolgt direkt über das Blattwerk bereits aufgelaufener Schaderreger. Feuchtigkeit nach der Anwendung begünstigt die Bodenwirkung erheblich, da der Wirkstoff so optimal in die Keimzone der Unkräuter transportiert wird.

Resistenzmanagement

Da Metamitron der HRAC-Gruppe 5 angehört, besteht bei kontinuierlicher Alleinanwendung ein inhärentes Risiko für die Selektion resistenter Biotypen, insbesondere bei weit verbreiteten Unkräutern wie dem Weißen Gänsefuß. Um diesem Risiko wirksam zu begegnen, sollte Goltix Gold stets im Rahmen einer Spritzfolge oder in Tankmischung mit Herbiziden anderer Wirkmechanismen (z. B. HRAC-Gruppe 15 oder Gruppe 27) eingesetzt werden. Zudem ist ein konsequenter Wechsel der Wirkstoffklassen im Verlauf der Fruchtfolge dringend zu empfehlen, um die langfristige Wirksamkeit des Wirkstoffs zu sichern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Goltix Gold weist eine hervorragende Mischbarkeit mit anderen gängigen Rübenherbiziden sowie mit spezifischen Gräserherbiziden auf. Bei der Zubereitung der Spritzbrühe ist darauf zu achten, dass das Produkt als erstes in den teilbefüllten Tank gegeben wird, bevor weitere Mischungspartner hinzugefügt werden. Die Zugabe von formulierten Ölen oder Additiven kann die Blattwirkung insbesondere unter trockenen Bedingungen verstärken, sollte jedoch stets auf die Kulturverträglichkeit und die aktuellen Witterungsbedingungen (Vermeidung von Anwendungen bei extremer Hitze oder starker Sonneneinstrahlung) abgestimmt werden.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen bei der Handhabung des Konzentrats, strikt einzuhalten. Goltix Gold ist als bienenungefährlich (B4) eingestuft, was eine flexible Anwendung auch während des Bienenflugs ermöglicht. Zum Schutz von Gewässerorganismen und terrestrischen Nichtzielpflanzen sind die im Zulassungsbescheid festgelegten Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und Saumstrukturen (Abdriftminderungsklassen) genauestens zu beachten.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
ZierpflanzenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras2 LITER_PER_HECTARE
KnollensellerieEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras1 LITER_PER_HECTARE42T
WurzelpetersilieEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras1.5 LITER_PER_HECTARE42T
PastinakEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras1.5 LITER_PER_HECTARE42T
MeerrettichEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras1.5 LITER_PER_HECTARE42T
KohlrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras1.5 LITER_PER_HECTARE42T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras1.5 LITER_PER_HECTARE42T
RettichEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras1.5 LITER_PER_HECTARE42T
MöhreEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras1.5 LITER_PER_HECTARE42T
Rucola-ArtenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras1 LITER_PER_HECTARE35T
Thymian, GemeinerEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–331.5 LITER_PER_HECTARE40T
TraubensilberkerzeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras14–991 LITER_PER_HECTARE
Spinat und verwandte ArtenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras1 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–181 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–182 LITER_PER_HECTARE
SchnittlauchEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras12–991.5 LITER_PER_HECTARE40T
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras2 LITER_PER_HECTARE
StielmangoldEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras12–992 LITER_PER_HECTARE
KümmelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras14–991.5 LITER_PER_HECTARE
SpitzwegerichEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras14–991 LITER_PER_HECTARE21T
OreganoEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras13–331.5 LITER_PER_HECTARE40T
RosenwurzEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras14–991 LITER_PER_HECTARE
MajoranEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–331.5 LITER_PER_HECTARE40T
ErdbeereEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras2 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–181 LITER_PER_HECTARE
ZucchiniEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras5 LITER_PER_HECTARE
OreganoEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–331.5 LITER_PER_HECTARE40T
SpitzwegerichEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras14–991 LITER_PER_HECTARE21T
TraubensilberkerzeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras14–991 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–182 LITER_PER_HECTARE
Thymian, GemeinerEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–331.5 LITER_PER_HECTARE40T
ZuckerrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–191.5 LITER_PER_HECTARE
Tagetes erectaEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras3 LITER_PER_HECTARE
BaumschulgehölzpflanzenEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras2 LITER_PER_HECTARE
SpinatEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras2 LITER_PER_HECTARE
BaldrianEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras14–991 LITER_PER_HECTARE
RosenwurzEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras14–991 LITER_PER_HECTARE
GurkeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras5 LITER_PER_HECTARE
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Einjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras1 LITER_PER_HECTARE
BohnenkrautEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras0–331.5 LITER_PER_HECTARE40T
SchnittmangoldEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras2 LITER_PER_HECTARE
SchnittmangoldEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras12–992 LITER_PER_HECTARE
StielmangoldEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras2 LITER_PER_HECTARE
Tagetes erectaEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras3 LITER_PER_HECTARE
FutterrübeEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras10–191.5 LITER_PER_HECTARE
GewürzfenchelEinjährige zweikeimblättrige Unkräuter, Einjähriges Rispengras14–991.5 LITER_PER_HECTARE

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die erste Anwendung von Goltix Gold im Rübenanbau?

Der optimale Zeitpunkt liegt im frühen Nachauflauf der Unkräuter, idealerweise wenn sich diese im Keimblattstadium befinden. Da Goltix Gold sowohl über die Wurzel als auch über das Blatt wirkt, erzielt eine frühe Behandlung im Splitting-Verfahren (meist 2 bis 3 Teilbehandlungen im Abstand von 7 bis 14 Tagen) die beste Dauerwirkung, da auflaufende Unkrautwellen direkt im Keimen erfasst werden.

Welchen Einfluss hat die Bodenfeuchtigkeit auf die Wirksamkeit von Goltix Gold?

Die Bodenfeuchtigkeit spielt eine entscheidende Rolle für die Entfaltung der vollen Bodenwirkung. Da Metamitron über die Wurzeln aufgenommen wird, ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit nach der Applikation notwendig, um den Wirkstoff in die obere Bodenschicht einzuspülen. Bei extremer Trockenheit kann die Bodenwirkung verzögert eintreffen; in solchen Phasen gewinnt die Blattwirkung an Bedeutung, die durch den Zusatz geeigneter Öle unterstützt werden kann.

Kann Goltix Gold auch im Vorauflaufverfahren eingesetzt werden?

Ja, Goltix Gold ist in vielen Kulturen (wie z. B. Futter- und Zuckerrüben) auch für den Vorauflauf zugelassen. Eine Vorauflaufbehandlung bietet sich besonders bei frühem Unkrautdruck oder zur Absicherung der ersten Nachauflauf-Spritzung an, sofern zum Anwendungszeitpunkt ausreichend Bodenfeuchtigkeit vorhanden ist, um den Wirkstofffilm zu aktivieren.

Was muss bei der Anwendung von Goltix Gold in Sonderkulturen wie Kräutern oder Zwiebelgemüse beachtet werden?

In Sonderkulturen (z. B. Thymian, Schnittlauch oder Möhren) gelten oft spezifische Zulassungsbedingungen bezüglich der maximalen Aufwandmenge, der Anzahl der Anwendungen und der Wartezeiten. Zudem sollte die Selektivität unter lokalen Bedingungen geprüft werden, da junge Pflanzen in Sonderkulturen empfindlicher auf Herbizidbehandlungen reagieren können als etablierte Rübenbestände.

Wie verhält sich Goltix Gold bezüglich des Nachbaus von Folgekulturen im Schadfall?

Sollte ein Umbruch der Kultur (z. B. durch Frost oder Hagel) notwendig werden, können Zuckerrüben in der Regel problemlos neu eingesät werden. Für andere Folgekulturen ist eine tiefere Bodenbearbeitung (Pflügen) ratsam, um eventuelle Wirkstoffkonzentrationen im Oberboden zu verdünnen und das Risiko von Phytotoxizität bei empfindlichen Nachfolgekulturen zu minimieren.