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OTHER · Sharda Cropchem Espana S.L.

Frequent Max

BVL Zul.-Nr. 00A442-60

Frequent Max ist ein hochwirksames, systemisches Herbizid (Graminizid) zur gezielten Bekämpfung von einkeimblättrigen Unkräutern in einer Vielzahl von zweikeimblättrigen Kulturen wie Raps, Rüben, Leguminosen sowie diversen Gemüse- und Sonderkulturen. Als Emulsionskonzentrat (EC) formuliert, dringt der Wirkstoff nach der Spritzung schnell in die Blätter der Schadgräser ein und verteilt sich systemisch in der gesamten Pflanze bis in die Wurzeln und Rhizome.

Das Pflanzenschutzmittel zeichnet sich durch eine hervorragende Selektivität in den zugelassenen zweikeimblättrigen Kulturen aus. Es deckt ein breites Wirkungsspektrum ab, das von einjährigen einkeimblättrigen Unkräutern und Ausfallgetreide bis hin zu hartnäckigen, ausdauernden Schadgräsern wie der Gemeinen Quecke reicht. Dies macht Frequent Max zu einem flexiblen und verlässlichen Baustein im modernen Acker- und Sonderkulturbau, insbesondere bei der Bereinigung von verunkrauteten Beständen im Nachauflauf.

Wirkstoffe

Fluazifop-P
125 g/L · Wirkstoff

Wirkungsweise

Der enthaltene Wirkstoff Fluazifop-P gehört zur chemischen Klasse der Aryloxyphenoxypropionate (FOPs) und ist phytotoxikologisch als ACCase-Hemmer klassifiziert (HRAC-Gruppe 1). Er blockiert gezielt das Enzym Acetyl-CoA-Carboxylase, welches eine Schlüsselrolle bei der Fettsäuresynthese in einkeimblättrigen Pflanzen spielt. Da zweikeimblättrige Kulturen eine andere, unempfindliche Form dieses Enzyms besitzen, bleibt die Kultur selbst völlig unbeschadet. Nach der Aufnahme über die grünen Pflanzenteile wird der Wirkstoff rasch translokal in die aktiven Wachstumszonen (Meristeme) transportiert. Innerhalb weniger Tage stoppt das Wachstum der Schadgräser. Sichtbare Symptome wie Verfärbungen der jüngsten Blätter und Herzfäule treten je nach Witterung nach ein bis drei Wochen auf, gefolgt vom vollständigen Absterben der Schadpflanzen.

Resistenzmanagement

Um einer Resistenzbildung bei Schadgräsern (insbesondere bei weit verbreiteten Arten wie Ackerfuchsschwanz oder Windhalm) vorzubeugen, sollte der Einsatz von Frequent Max strikt in ein integriertes Resistenzmanagement eingebunden werden. Dies beinhaltet den konsequenten Wechsel mit Herbiziden anderer Wirkstoffklassen (wie HRAC-Gruppe 3 oder 15) in der Fruchtfolge sowie die Integration mechanischer Regulierungsmaßnahmen. Ein wiederholter, alleiniger Einsatz von ACCase-Hemmern auf derselben Fläche ist zu vermeiden, um die Selektion resistenter Biotypen zu verhindern.

Mischbarkeit & Tankmischung

Frequent Max ist im Allgemeinen gut mit vielen gängigen Fungiziden und Insektiziden mischbar. Bei geplanten Tankmischungen mit Breitblatt-Herbiziden ist jedoch Vorsicht geboten, da antagonistische Effekte die Gräserwirkung reduzieren können; hier empfiehlt sich oft eine zeitlich versetzte Anwendung. Für eine optimale Benetzung und Wirkstoffaufnahme sollte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge und eine feintropfige Applikation geachtet werden. Die Zugabe von zugelassenen Additiven kann die Wirkung insbesondere unter trockenen Bedingungen absichern.

Sicherheit & Ökotoxikologie

Beim Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel ist die vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug und Schutzhandschuhen, zu tragen. Da der Wirkstoff Fluazifop-P als gewässerbelastend eingestuft ist, müssen die gesetzlichen Abstandsauflagen zu Oberflächengewässern und die Vorgaben zur Abdriftminderung strikt eingehalten werden. Das Mittel ist in der Regel als nichtbienengefährlich (B4) eingestuft, dennoch sollte der Einsatz zum Schutz von Nichtzielorganismen stets unter windstillen Bedingungen und abdriftschonend erfolgen.

Zugelassene Anwendungen

KulturZiel-SchaderregerBBCHAufwandWartezeit
SpeisezwiebelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE28T
PastinakEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
LaubholzEinkeimblättrige Unkräuter2 LITER_PER_HECTARE
NadelholzEinkeimblättrige Unkräuter2 LITER_PER_HECTARE
AckerbohneEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–511 LITER_PER_HECTARE90T
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
HaferwurzGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
LaubholzEinkeimblättrige Unkräuter2 LITER_PER_HECTARE
ZuckerrübeGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE56T
WurzelpetersilieEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
KohlrübeGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
WurzelpetersilieGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
KnoblauchEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE28T
Rote JohannisbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE90T
HeidelbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE90T
LoganbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE45T
MöhreGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
SchwarzwurzelGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
MeerrettichEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
ErbseEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–511 LITER_PER_HECTARE35T
KohlrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
ZuckerrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE56T
Schwarze JohannisbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE90T
FutterrübeGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE56T
NadelholzEinkeimblättrige Unkräuter2 LITER_PER_HECTARE
KnollensellerieEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–351 LITER_PER_HECTARE49T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–501 LITER_PER_HECTARE90T
MeerrettichGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
WinterrapsEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–501 LITER_PER_HECTARE90T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Einjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
HaferwurzEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
RettichGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
SchalotteEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–991 LITER_PER_HECTARE28T
Speiserüben (Stoppelrübe, Mairübe etc.)Gemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
LaubholzEinkeimblättrige Unkräuter2 LITER_PER_HECTARE
BrombeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE45T
AckerbohneGemeine Quecke10–512 LITER_PER_HECTARE90T
ZiergehölzeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
NadelholzEinkeimblättrige Unkräuter2 LITER_PER_HECTARE
WinterrapsGemeine Quecke10–502 LITER_PER_HECTARE90T
StachelbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE90T
FutterrübeEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE56T
KartoffelGemeine Quecke0–292 LITER_PER_HECTARE90T
MöhreEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
WinterrapsGemeine Quecke10–502 LITER_PER_HECTARE90T
SchwarzwurzelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
BaumschulgehölzpflanzenEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Gemeine Quecke2 LITER_PER_HECTARE
HimbeereEinjährige einkeimblättrige Unkräuter1 LITER_PER_HECTARE45T
KartoffelEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide0–291 LITER_PER_HECTARE90T
Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete)Gemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T
KnollensellerieGemeine Quecke0–352 LITER_PER_HECTARE49T
RettichEinjährige einkeimblättrige Unkräuter, Ausfallgetreide10–351 LITER_PER_HECTARE49T
PastinakGemeine Quecke10–352 LITER_PER_HECTARE49T

Häufige Fragen

Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Bekämpfung der Gemeinen Quecke mit Frequent Max?

Die Gemeine Quecke wird am effektivsten bekämpft, wenn sie genügend Blattmasse für die Wirkstoffaufnahme gebildet hat. Der optimale Behandlungszeitpunkt liegt vor, wenn die Quecke eine Wuchshöhe von etwa 15–20 cm erreicht hat und aktiv wächst, da so der systemische Transport des Wirkstoffs in die Rhizome maximiert wird.

Wie beeinflusst die Witterung die Wirkung von Frequent Max?

Die beste Wirkung wird bei wüchsigem Wetter mit milden Temperaturen und ausreichender Luftfeuchtigkeit erzielt, da die Schadgräser dann den Wirkstoff optimal aufnehmen und transportieren. Bei extremer Trockenheit, Frost oder starker Hitze sollte die Behandlung verschoben werden, da der verlangsamte Stoffwechsel der Gräser die Effizienz mindert.

Kann Frequent Max auch bei niedrigen Temperaturen im Herbst eingesetzt werden?

Ja, eine Anwendung im Herbst (z. B. im Winterraps gegen Ausfallgetreide) ist möglich, solange die Schadgräser noch assimilieren und kein Dauerfrost herrscht. Bei kühler Witterung verzögert sich lediglich der sichtbare Absterbeprozess, die finale Wirkung bleibt jedoch stabil.

Warum sollte zwischen einer Behandlung mit Frequent Max und einem Breitblattherbizid eine Pause eingelegt werden?

Mischungen oder zu dichte Abfolgen mit Herbiziden gegen zweikeimblättrige Unkräuter können zu einem physiologischen Antagonismus führen. Dies mindert die Aufnahme und den Transport von Fluazifop-P im Schadgras. Ein zeitlicher Abstand von mindestens 3 bis 5 Tagen zwischen den Behandlungen sichert die volle Gräserwirkung.

Wie verhält sich Frequent Max bezüglich der Regenfestigkeit?

Aufgrund der schnellen Penetration des Wirkstoffs in das Blattgewebe ist Frequent Max bereits etwa ein bis zwei Stunden nach der Applikation regenfest. Niederschläge nach diesem Zeitraum beeinträchtigen den Bekämpfungserfolg nicht mehr.

Wie finde ich im Portal weitere zugelassene Pflanzenschutzmittel gegen einkeimblättrige Unkräuter für meine spezifische Kultur?

Nutzen Sie hierzu die Filterfunktionen in unserer Kultur- und Schaderreger-Datenbank auf agronomy.farmable.tech. Wählen Sie Ihre spezifische Kultur (z. B. Raps oder Zwiebeln) und filtern Sie nach der Schaderreger-Gruppe 'Einkeimblättrige Unkräuter', um alle aktuell in Deutschland zugelassenen Alternativen und deren Anwendungsbestimmungen einzusehen.