Teppeki Ultra
Teppeki Ultra ist ein hochmodernes, systemisches Pflanzenschutzmittel zur gezielten Bekämpfung saugender Schaderreger in einer Vielzahl von landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Kulturen. Als wasserdispergierbares Granulat (WG) formuliert, zeichnet sich das Produkt durch eine hervorragende Handhabung und schnelle Löslichkeit aus. Der Fokus liegt auf der hocheffizienten Kontrolle von Blattläusen und Weißen Fliegen, die in vielen Kulturen erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen können.
Dank seiner ausgeprägten systemischen und translaminaren Wirkung dringt der Wirkstoff schnell in das Pflanzengewebe ein und verteilt sich optimal in der Kultur. Dadurch werden auch versteckt sitzende Schaderreger auf den Blattunterseiten oder im dichten Pflanzenbestand zuverlässig erfasst. Das Produkt hat sich als Standard im integrierten Pflanzenschutz etabliert, da es eine langanhaltende Schutzwirkung bietet und gleichzeitig wichtige Nützlinge schont.
Besonders hervorzuheben ist die Zulassung zur Bekämpfung von Blattläusen als Virusvektoren. Durch den extrem schnellen Saugstopp wird die Übertragung gefährlicher Pflanzenviren (wie z. B. in Kartoffeln oder Getreide) effektiv unterbunden. Dies macht Teppeki Ultra zu einem unverzichtbaren Baustein im modernen Kulturmanagement.
Wirkstoffe
Wirkungsweise
Der in Teppeki Ultra enthaltene Wirkstoff Flonicamid gehört zur chemischen Klasse der Pyridincarboxamide und ist in die IRAC-Gruppe 29 (selektive Fraßhemmer bei Homopteren) eingestuft. Der Wirkungsmechanismus basiert auf der gezielten Beeinflussung der Chordotonalorgane – den Dehnungsrezeptoren der Insekten, die für das Gehör, das Gleichgewicht und die Bewegungskoordination zuständig sind. Flonicamid stört die Signalübertragung in diesen Organen empfindlich. Unmittelbar nach der Aufnahme des Wirkstoffs durch die saugenden Schaderreger bricht deren Koordinationsfähigkeit zusammen, was zu einem sofortigen Saug- und Fraßstopp führt (meist innerhalb weniger Stunden). Die Schädlinge verbleiben zwar noch einige Zeit bewegungslos auf der Kultur, können aber keinen Schaden mehr anrichten oder Viren übertragen und sterben schließlich nach einigen Tagen an Dehydrierung und Nahrungsmangel ab.
Resistenzmanagement
Um die langfristige Wirksamkeit von Flonicamid zu sichern und der Entstehung von Resistenzen vorzubeugen, solltest du Teppeki Ultra unbedingt im Rahmen eines integrierten Resistenzmanagements (IRM) einsetzen. Vermeide aufeinanderfolgende Behandlungen mit Wirkstoffen aus der IRAC-Gruppe 29. Nutze stattdessen im Spritzprogramm einen gezielten Wirkstoffwechsel (Rotation) mit Insektiziden anderer Wirkstoffklassen (z. B. IRAC-Gruppe 4 oder 9). Zudem empfiehlt es sich, die Behandlung konsequent an Schadschwellen auszurichten und die maximal zulässige Anzahl an Anwendungen pro Saison nicht zu überschreiten.
Mischbarkeit & Tankmischung
Teppeki Ultra ist im Allgemeinen hervorragend mit gängigen Fungiziden, Herbiziden und flüssigen Blattdüngern mischbar. Bei der Herstellung von Tankmischungen solltest du das Granulat immer als erste Komponente im fast vollständig mit Wasser gefüllten Spritztank unter ständigem Rühren vollständig auflösen, bevor du weitere Mischungspartner hinzugibst. Die Zugabe eines geeigneten Netzmittels kann die Benetzung der Blattoberfläche und die translaminare Aufnahme des Wirkstoffs insbesondere bei Kulturen mit dicken Wachsschichten (z. B. Kohl) optimieren. Achte auf eine ausreichende Wasseraufwandmenge, um eine lückenlose Benetzung des Bestands zu gewährleisten.
Sicherheit & Ökotoxikologie
Beim Umgang mit Teppeki Ultra ist das Tragen der vorgeschriebenen persönlichen Schutzausrüstung (PSA), einschließlich Schutzanzug, Schutzhandschuhen und Augenschutz, bei der Anmischung und Ausbringung obligatorisch. Zum Schutz von Gewässern und aquatischen Organismen sind die spezifischen Abstandsauflagen und Abschwemmungsauflagen strikt einzuhalten; vermeide jegliche Abdrift auf angrenzende Biotopstrukturen. Da keine spezifische Bienen-Einstufung im Datensatz vorliegt, solltest du aus Vorsorgegründen Anwendungen in blühenden Beständen oder an Orten, an denen Bienen aktiv auf Trachtsuche sind, vermeiden und die Behandlung bevorzugt in den späten Abendstunden durchführen, wenn der Bienenflug beendet ist.
Zugelassene Anwendungen
| Kultur | Ziel-Schaderreger | BBCH | Aufwand | Wartezeit |
|---|---|---|---|---|
| Aubergine | Blattläuse | 15–89 | 0.08 KILOGRAM_PER_HECTARE | 1T |
| Stangenbohne | Blattläuse | 11–75 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 14T |
| Erdbeere | Blattläuse | 11–89 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 3T |
| Garten-Kürbis | Blattläuse | 15–89 | 0.08 KILOGRAM_PER_HECTARE | 1T |
| Steinobst | Blattläuse | 51–71 | 0.07 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 21T |
| Zucchini | Gewächshausmottenschildlaus, Tabakmottenschildlaus | 12–15 | 0.2 KILOGRAM_PER_HECTARE | 1T |
| Rosenkohl | Blattläuse, Weiße Fliegen | 12–45 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 14T |
| Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili) | Blattläuse | 15–89 | 0.1 KILOGRAM_PER_HECTARE | 1T |
| Weichweizen | Blattläuse | 28–77 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 28T |
| Luzerne-Arten | Blattläuse | 10–71 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gemüsefenchel | Blattläuse | 11–49 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 21T |
| Flaschenkürbis | Blattläuse | 15–99 | 0.1 KILOGRAM_PER_HECTARE | 1T |
| Zierpflanzen | Blattläuse | — | 0.014 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl) | Blattläuse | 11–69 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 14T |
| Kartoffel | Blattläuse als Virusvektoren | 10–15 | 0.16 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gemüsepaprika (inkl. Peperoni und Chili) | Blattläuse | 16–99 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 3T |
| Buschbohne | Blattläuse | 11–75 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 14T |
| Zucchini | Blattläuse | 15–99 | 0.1 KILOGRAM_PER_HECTARE | 1T |
| Erbse | Blattläuse | 11–75 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 14T |
| Futtererbse | Blattläuse | 10–71 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Hafer | Blattläuse | 39–77 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Lupine-Arten | Blattläuse | 10–71 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Tabak | Blattläuse | 11–59 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 7T |
| Gurke | Blattläuse | 15–89 | 0.08 KILOGRAM_PER_HECTARE | 1T |
| Tomate | Blattläuse | 15–89 | 0.08 KILOGRAM_PER_HECTARE | 1T |
| Wurzel- und Knollengemüse | Blattläuse | 11–49 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 21T |
| Winterraps | Blattläuse | 12–18 | 0.1 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl) | Weiße Fliegen | 12–44 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 14T |
| Beerenobst | Blattläuse | 11–89 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 10T |
| Ackerbohne | Blattläuse | 10–71 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Baumschulgehölzpflanzen | Blattläuse | 15–89 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Salat-Arten | Blattläuse | 11–16 | 0.12 KILOGRAM_PER_HECTARE | 49T |
| Baumschulgehölzpflanzen | Blattläuse | — | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Gurke | Gewächshausmottenschildlaus, Tabakmottenschildlaus | 12–15 | 0.2 KILOGRAM_PER_HECTARE | 1T |
| frische Kräuter | Blattläuse | 11–69 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 14T |
| Feuer- bzw. Käferbohne | Blattläuse | 11–75 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 14T |
| Kernobst | Blattläuse | 69–75 | 0.07 KILOGRAM_PER_HECTARE_AND_METER_CROWN_HEIGHT | 21T |
| Kartoffel | Blattläuse | 10–15 | 0.16 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Garten-Kürbis | Blattläuse | 15–99 | 0.1 KILOGRAM_PER_HECTARE | 1T |
| Zierpflanzen | Blattläuse | 15–89 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Roggen | Blattläuse | 28–77 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 28T |
| Zierpflanzen | Blattläuse | 11–69 | 0.014 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Rhabarber | Blattläuse | 11–49 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 21T |
| Hopfen | Blattläuse | 12–97 | 0.18 KILOGRAM_PER_HECTARE | 21T |
| Blattkohle | Blattläuse | 11–16 | 0.12 KILOGRAM_PER_HECTARE | 49T |
| Salat-Arten | Blattläuse | 11–69 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Bleichsellerie | Blattläuse | 11–49 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 21T |
| frische Kräuter | Blattläuse | 11–49 | 0.16 KILOGRAM_PER_HECTARE | 14T |
| Zucchini | Blattläuse | 15–89 | 0.08 KILOGRAM_PER_HECTARE | 1T |
| Gerste | Blattläuse | 39–77 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | — |
| Kopfkohl (Rot-, Weiß-, Spitz- und Wirsingkohl) | Blattläuse | 16–99 | 0.14 KILOGRAM_PER_HECTARE | 14T |
| Gurke | Blattläuse | 15–99 | 0.1 KILOGRAM_PER_HECTARE | 1T |
Häufige Fragen
Wie schnell stoppt Teppeki Ultra den Saugschaden an deinen Kulturen?
Der Saugstopp tritt extrem schnell ein – meist schon innerhalb von ein bis zwei Stunden nach der Wirkstoffaufnahme. Obwohl die Schaderreger noch einige Tage physisch auf den Blättern verbleiben können, sind sie völlig inaktiv, richten keinen Schaden mehr an und können keine Viren mehr übertragen.
Warum siehst du auch Tage nach der Behandlung noch lebende Blattläuse auf den Blättern?
Das ist typisch für den Wirkungsmechanismus von Flonicamid. Die Schaderreger sind durch die Wirkung auf die Chordotonalorgane gelähmt und können nicht mehr saugen. Sie sterben erst nach einigen Tagen an Nahrungsmangel. Du musst dir also keine Sorgen machen; der Schutz deiner Kultur ist ab dem Moment des Saugstopps voll aktiv.
Kannst du Teppeki Ultra auch bei kühlen Temperaturen im Frühjahr einsetzen?
Ja, die Wirkung von Teppeki Ultra ist weitgehend temperaturunabhängig. Das Pflanzenschutzmittel zeigt auch bei kühleren Frühjahrstemperaturen, wie sie häufig bei den ersten Blattlausbehandlungen in Kartoffeln oder Getreide herrschen, eine hervorragende und zuverlässige Systemik.
Wie profitiert dein integrierter Pflanzenschutz (IPM) von diesem Produkt?
Teppeki Ultra ist hochselektiv. Wichtige Nützlinge wie Raubmilben, Florfliegen, Schwebfliegenlarven und Marienkäfer werden geschont. Dadurch können diese natürlichen Gegenspieler verbleibende Schädlinge im Bestand dezimieren, was dir hilft, den Spritzaufwand langfristig zu reduzieren.
Was musst du bei der Anwendung zur Verhinderung von Virusübertragungen beachten?
Für einen effektiven Schutz vor Virusübertragungen (z. B. Y-Virus in Kartoffeln) muss die Behandlung präventiv oder bei den allerersten Anzeichen von Vektorenflug erfolgen. Da der Saugstopp sofort einsetzt, wird die Virusübertragung durch die Vektoren blockiert, bevor sich die Infektion im Bestand ausbreiten kann.
Wie findest du auf agronomy.farmable.tech weitere zugelassene Produkte gegen Blattläuse?
Du kannst in unserem Hub gezielt nach dem Schaderreger 'Blattläuse' filtern und deine spezifische Kultur auswählen. Das System listet dir dann alle in Deutschland registrierten Pflanzenschutzmittel inklusive ihrer Aufwandmengen und Wartezeiten übersichtlich auf.